Im Fahrstuhl zur Raumstation

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Forscher wollen Shuttles durch Lift ersetzen. Reise bis in 36.000 km Höhe

Berkeley - Hoch "hängende" Pläne haben US-Ingenieure, die in einigen Jahrzehnten Space Shuttles ersetzen wollen. Statt Astronauten und Material mit Raketenkraft zu Raumstationen zu bringen, soll dieser Weg in einer Art von Himmels-Lift zurückgelegt werden.

Der Raumfahrstuhl soll je nach Ziel in einige hundert bis etliche tausend Kilometer Höhe fahren und sich dabei - von Lasern am Boden angetrieben - an einem Kabel in sieben Tagen nach oben hangeln. Einige Ingenieure gehen davon aus, dass sich moderne Fasern aus hochfesten, aber extrem leichten Kohlenstoff-Nanoröhren für ein solches Kabel eignen. Damit das Kabel nicht einfach nach unten fällt, müsste es an einem Objekt befestigt sein, das an einem geostationären Punkt kreist - also über einem festen Punkt der Erdoberfläche in 36.000 Kilometer Höhe. Dort heben sich die Gravitations- und die Zentrifugalkraft der mit der Erde synchronen Drehbewegung auf. Das Kabel wäre zwischen Erdgeschoss und geostationärem Stockwerk gespannt.

Immerhin halten sowohl die US-Raumfahrtagentur Nasa auch die Amerikanische Fachgesellschaft der Ingenieure (American Society of Civil Engineers) das Mega-Projekt nicht für so durchgeknallt, als dass man nicht einige Experten mit Machbarkeitsstudien beauftragen und Konferenzen sponsorn würde. "Ich bin überzeugt, dass der ‚Space Lift' machbar ist. In zwölf Jahren könnten wir alle drei Tage Tonnen von Ladung nach oben bringen", sagte der Physiker Bradley Edwards dem Online-Fachmagazin "Space.com". Edwards, Mitarbeiter der Firma "Eureka Scientific" in Berkeley, arbeitet im Auftrag der Nasa an einer solchen Studie.

Nach seinen Berechnungen wäre diese Form von Raumtransport billiger als Shuttle-Flüge. Noch einige Jahre später sollen dann Dutzende von Kabeln am Himmel hängen und täglich Lasten und Raumtouristen nach oben befördern, meint Edwards. Was er jetzt zur Realisierung benötige, seien eigentlich nur noch fünf Milliarden Dollar.

Zitat: DieWelt
http://www.welt.de/daten/2002/10/02/1002raum359867.htx

Also den Leuten bei der Nanoforschung/technik traue ich wirklich viel zu.Haben ja auch schon vieles unmögliche möglich gemacht z.B.Werkstoffe härter als Stahl und zugleich leichter als Kunststoff;nichtrostende Metalle;Glas wird praktisch unbegrenzt hitzebeständig;Keramik elektr. leitend...
Aber solch ein Projekt???:?!
Was sagt ihr dazu?
 
Maik

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leider verstorben<br><img src="http://www.flugzeug
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Das Prinzip ist nicht ganz neu, habe so etwas vor Jahren schon gehört.

Das schwierigste dürfte die Bauphase sein. Wollen die die Seile nach oben schießen oder von Oben nach Unten bauen ?

Es gibt sicher noch einige Probleme mit der Realisierung, ich schätze dass sich in einigen Kilometern Höhe Eis an den Seilen bilden wird, da müsste man also auch Enteiser einbauen. Auch Wind könnte der Konstruktion zusetzen. Eine weitere Frage wäre wie sich elektrische Ladungen an dieser Konstruktion Entladen, das wäre ja ein gigantischer Blitzableiter. Aber vielleicht kann man so dann sogar die Energie für den Antrieb gewinnen.
 
Togge

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Die Idee ist nicht neu. Sie wurde z.B. vor gut 20 Jahren schon mal in P.M. publiziert.
Dabei tritt nur ein kleines Problem auf. Jede noch so kleine Zugkraft am Seil verändert die Umlaufbahn des als Haken dienenden Satelliten. Fährt eine Last das Seil hinauf, so muss diese nicht nur angetrieben werden, um die Schwerkraft zu überwinden, sondern wegen der Erddrehung tritt auch noch eine Corioliskraft senkrecht zur Bewegungsrichtung auf. Der Satellit müsste ein ständig arbeitendes Triebwerk haben, um die Bahnänderungen zu kompensieren. Ohne diese Kompensation würde er das Seil um die Erde wickeln und dabei abstürzen. Daher müsste er laufend mit Treibstoff versorgt werden.
Ich halte das Ganze für eine Schnapsidee, von Leuten, die an Geld kommen wollen.
Übrigens: Das mit der Gravitations- und Zentrifugalkraft gilt auf jeder Umlaufbahn, nicht nur auf der geostationären Bahn. Zudem ist es eine Frage des Bezugssystems. Nur innerhalb des mit dem Satelliten rotierenden (also beschleunigten) Systems heben sich die Kräfte auf.


P.S.
Was ist eigentlich mit den vielen von Privatunternehmen geplanten und mit viel Medienecho angekündigten neuen "billigen" Raumtransportern. Da ist es in letzter Zeit recht still geworden. Ich erinnere mich an eine Äußerung von Prof. H. O. Ruppe, der vor einigen Jahren prophezeite, dass keines dieser Systeme funktionieren würde.
:rolleyes:

So soll es gehen:
http://www.howstuffworks.com/space-elevator.htm
 
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Original geschrieben von Maik
ich schätze dass sich in einigen Kilometern Höhe Eis an den Seilen bilden wird, da müsste man also auch Enteiser einbauen. Auch Wind könnte der Konstruktion zusetzen. Eine weitere Frage wäre wie sich elektrische Ladungen an dieser Konstruktion Entladen, das wäre ja ein gigantischer Blitzableiter. Aber vielleicht kann man so dann sogar die Energie für den Antrieb gewinnen.
Ich denke das Problem mit der Vereisung,werden die Nanotechnologen hinbekommen.Obwohl ich gerad etwas stutze...:confused: wirkt die NAnotechnologie eigentlich noch bei Vereisung,denn dann stehen die Atome ja still!?Na ja,dann darf es halt nicht so weit kommen:D
Wie schon erwähnt ermöglicht die Nanotechnologie nicht leitende in leitende Komponenten umzuwandeln und umgekehrt genauso.
Aber der Blitzableiter als Energiequelle wäre auch ne möglichkeit;)

@Togge
Vor 20 Jahren gab es ja noch nicht einmal Nanotechnologie
1959 hatte Richard Feynman(Physik-Nobelpreisträger)zwar nachgewiesen,dass nichts dagegen spricht alles Atom für Atom aufzubauen,aber die Werkzeuge gab es z.Zt. noch nicht.

Der Anfang der Nanotechnologie begann am 10.01.87 durch John Foster.

Wie es mit der Aufhebung der Kräfte aussieht weiss ich selber nicht...
 
Togge

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Nehmen wir mal an dieses Projekt wird Reallisiert und inherhalb von ein Par Jahren hängen hunderte von Seilen in der Luft. Wie soll da noch ein Flieger durchkommen?
 
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Ich denke,das wird das geringste Problem;)
Durch "?radarreflektionsverstärkende?"<--ob es das Wort gibt :D, Materialien etc. wird das schon möglich sein,den Dingern auszuweichen.
Außerdem übt das die Piloten bestimmt ungemein:FFD
 
ufisch

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Hallo,

ich glaube der Erfinder des Fahrstuhls war Arthur C. Clarke im vierten Teil seiner 2001 Romane: "3001 Die letzte Odyssee".
 
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Original geschrieben von opelaner
Was mir bei dieser Vorstellung Magenschmerzen bereitet ist: Stellt euch mal vor ihr seit gerade im Fahrstuhl zur ISS unterwegs und ploetzlich knallt ein Stueck Weltraumschrott dagegen. Das wars dann. Bevor man so ein Projekt verwirklicht sollte man das Problem Weltraumschrott beseitigen. Das ist ja mittlerweile heut schon ein Problem. Wie sieht es dann erst in 20 Jahren aus?
Auch wenn ich sonst ein hoffnungsloser Optimist bin,da muss ich dir leider recht geben.Ich hoffe aber trotzdem mal,dass den schlauen Köpfen etwas dazu einfällt:rolleyes:
 
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