In den Waffentürmen der Lancaster- wie wurden Hülsen und Verbindungsglieder....

Diskutiere In den Waffentürmen der Lancaster- wie wurden Hülsen und Verbindungsglieder.... im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; ausgestossen? Im oberen, vorderen und hinteren Gefechtsturm/stand gab es ja Zwillings- und Vierlingsmaschinengewehre zur Verteidigung. Meine Frage...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 MikeBravo, 06.03.2015
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    ausgestossen? Im oberen, vorderen und hinteren Gefechtsturm/stand gab es ja Zwillings- und Vierlingsmaschinengewehre zur Verteidigung. Meine Frage ist: Wurden die Hülsen und Verbindungsglieder getrennt voneinander ins Freie befördert oder nur die Zerfallglieder? Man sieht manchmal auf historischen Bildern aus den alliierten Bombern, das die Bordschützen meist in Hülsenbergen stehen bzw. sitzen, aber man sieht keine Zerfallglieder...
    Wie sah der Ausführschacht aus, durch den die Zerfallglieder fielen? Wurde derselbe bei USAAF- und RAF Bombern, trotz unterschiedlicher Bordmunitionsarten, verwendet?

    Bin für jeden Hinweis in Wort und Bild sehr dankbar...

    Viele Grüße

    MikeBravo
     
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  3. #2 jackrabbit, 06.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 06.03.2015
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    Hallo,

    könntest Du (interessehalber) mal ein paar historische Bilder verlinken?
    Dann könnte man sich mal ein Urteil erlauben, denn im Prinzip werden bei einem MG Hülse und Zerfallglied
    gemeinsam, wenn auch getrennt, ausgeworfen.

    EDIT: der Auswurf erfolgt seitlich/ nach unten, je nach Ausführung der Bordwaffe war dann am MG
    ein Auffangbehälter oder -Sack angebracht.

    Grüße
     
  4. #3 MikeBravo, 10.03.2015
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    Hallo, JackRabbit,

    mir wurde eine Flugzeugabsturzstelle aus dem Nacht- Anriff v. 30./31.03.44 durch die RAF vor ca. 10 Jahren 2 Zeitzeugen in einem Wiesengrund gezeigt und beschrieben,so suchte ich nach Hinweisen dem abgeschossenen Flugzeug. Es stürzte "wie eine Fackel" in Spiralen dem Erdboden entgegen und verlor dabei eine Menge Teile. Ich suchte also mit einem geliehenen Ortungsgerät den Wiesengrund nach Alufetzen, evtl. mit Lackresten und Brandspuren, welche die Aussagen der beiden zeitzeugen bestätigen sollten. Es fand sich aber nur dieses Teil, das mit seiner Beschriftung allerdings als Bestandteil der Flügel-Waffenanlage auf eine P-51 oder P-47 hinweist.
    Da dieser Flugzeugtyp in dieser Nacht aber nicht geflogen ist, bin ich jetzt etwas ratlos...kann es sein, das dieses Teil in den Waffentürmen einer Lancaster auch eingebaut war? Die Zeitzeugen sagten weiter aus, das die getroffene Maschine während des Absturzes noch einen Motor verloren hatte, der tief in den feuchten Wiesengrund nahe des zusammenflußes von Pegnitz und Regnitz einschlug, der Rumpf aber ca. 450 meter entfernt von dieser Stelle aufschlug....

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  5. HoHun

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    Moin!

    Haben die Zeitzeugen vielleicht etwas über den Verbleib der restlichen Wrackteile mitgeteilt?

    Da Flugzeugwracks damals systematisch eingesammelt wurden, um das Aluminium einzuschmelzen, frage ich mich, ob Du hier vielleicht eine Spur der Arbeit der Bergetrupps gefunden hast. Es wäre zumindest denkbar, daß der Bergetrupp dieses Teil aus einem Mustang-Wrack geborgen hat, es dann aber beim Bergen der Bomber-Teile vom Lkw gefallen ist. Sehr zur Verwirrung nachfolgender Generationen! ;-)

    Es scheint ja sehr gut erhalten - lag es auch oberflächennah? Das würde zu dieser Überlegung passen.

    (Natürlich könnte die Mustang auch an gleicher Stelle, aber zu einem anderen Zeitpunkt abgestürzt sein und das Teil damit am ursprünglichen Fundort liegen, aber das scheint extrem unwahrscheinlich :-)

    Tschüs!

    Henning (HoHun)
     
  6. #5 MikeBravo, 11.03.2015
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    Hallo, Henning,

    danke für Deinen Beitrag! Die am 31.03.44 aufgefundenen, oberflächlch herumliegenden Wrackteile wurden von der Zuvilbevölkerung nach brauchbarem durchsucht, so die weitere Aussage der Zeitzeugen. Später kam ein Bergungskommando des Einatzflughafens Fürth-Atzenhof, welches die Absturzstelle absperrte und die herumliegenden Teile auf LKW verlud. Ob die dann der Wiederverwertung zugeführt worden sind oder als Reparaturmaterial für die Flugwerft dienen sollte, wußten meine Informanten nicht zu sagen.

    Das von mir gefundene Teil steckte in einer Tiefe von etwa 30cm, einige Meter davon entfernt, steckte in derselben Tiefe noch eine von den sechseckigen Stabbrandb. im Boden, die ich da auch beließ. Da wo ich den Abweiser fand, war der Boden durch Trümmerschutt verfüllt...Es kann durchaus sein, das dort zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt eine P-51 oder P-47 abgestürzt oder notgelandet ist, werde versuchen, das anhand von weiteren Befunden herauszufinden...Wenn noch Munitionreste auftauchen (12,7mm Geschosse bzw. -Hülsen) dann werde ich so lange (auch mit eurer Mithilfe) weiterforschen, bis ich weiß, welche Flugzeuge dort devinitiv aufgeschlagen sind...

    Bis dahin-

    Viele Grüße

    Michael
     
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    Hallo

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  8. Husar

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    Der Heckstand der Halifax, Lancaster etc. wirft beides über eine Rutsche in Freie raus. Bei einem Munitionsvorrat von 5000 Schuß pro Waffe ist da kein Platz für einen Leergutsammelbehälter. Die Rutsche ist auf entsprechenden Fotos gut zu erkennen. Bei den anderen Drehtürmen sitzen die Behälter für die gegurtete Munition bzw. der Auffangbehälter unter bzw. neben den Waffen. Bei der B-17 wurde nur beim Kinnturm und dem Ball Turett ausgeworfen, bei der B-24 mit Drehtürmen (Bauart Emerson etc.) beim Bug und Heckstand).
    h.
     
    Augsburg Eagle gefällt das.
  9. #7 MikeBravo, 17.03.2015
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    Vielen Dank für eure Beiträge, wenn es bei mir neue Funde und daraus resultierenden neue Erkenntnisse gibt, melde ich mich nochmal...

    Bis dahin-

    Viele Grüße

    Michael
     
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Thema: In den Waffentürmen der Lancaster- wie wurden Hülsen und Verbindungsglieder....
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