Iran vs. USA/Israel (ab 28.2.26)

Diskutiere Iran vs. USA/Israel (ab 28.2.26) im Aktuelle Konflikte Forum im Bereich Aktuell; Ein Glücksfall für die USA neue Gegenstrategien entwickeln zu können in einem Krieg, der für sie keine direkte Bedrohung darstellt, mit einem...

Tinkerer

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Der Iran, faktisch ohne Luftwaffe, ohne Marine, kann sich nur (noch) mit seinem Raketenarsenal zur Wehr setzen.

Von div. Instituten und Experten lagen zum quantitativen Durchhaltevermögen div. Rechnungen und Spekulationen vor und getragen von der Vorstellung der Taktik des Masseneinsatzes des Raketenbestandes und der ggf. möglichen verbliebenen Produnktionsraten prophezeite man so das Ende.
Diese Betrachtungen sind nun infolge eines Strategiewechsels für die Katz, weil der Iran offenkundig:
a) Änderung in der Sättigungsstrategie vollzog, um die Raketenabwehr zu überwinden,
b) mit wenigen Raketen genauere und wirksame Treffer erzielen kann.
...
Ein Glücksfall für die USA neue Gegenstrategien entwickeln zu können in einem Krieg, der für sie keine direkte Bedrohung darstellt, mit einem Sparringspartner, den man trotzallem gut kontrollieren kann.
 
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Das Problem ist, dass sich die Amerikaner nicht sauber aus diesem Konflikt zurückziehen können, ohne massiv das Gesicht zu verlieren – auch gegenüber Europa, der Türkei (die gegen diesen militärischen Eingriff waren) und den Ölstaaten. Unabhängig von israelischen Angriffen und den Angriffen des Iran auf Israel, mit den Houthis und der Hamas usw. sind sich all diese Staaten einig: Israel kann weder demografisch, wirtschaftlich, militärisch noch durch seine Soft Power (die in der Region quasi nicht vorhanden ist) für Stabilität sorgen, da es ständig präventive Angriffe auf die Region durchführt – unabhängig von deren Notwendigkeit oder Absicht – und daher als Stabilisator in der Region keine Akzeptanz findet.

Abgesehen davon steht oder fällt die militärische Intervention Israels mit der Rückendeckung der USA.
Die Amerikaner wollen unbedingt aus Europa und dem Nahen Osten raus, und nur noch operativ überwachen und verwalten, ohne weiter einzugreifen – ihr Augenmerk liegt auf Asien.

Sie verfügen (aus ihrer Sicht und mittlerweile auch nach internationaler Expertenmeinung) schlichtweg nicht über die Kapazitäten für einen Mehrfrontenkrieg in Osteuropa und im Nahen Osten + Asien.
Sie wissen, dass im Pazifik nur Australien wirklich hinter ihnen steht; sollte China Taiwan durch einen Konflikt oder eine militärische Blockade übernehmen und die USA durch die Mehrfrontenkonflikte ihre Kapazitäten überstrapazieren, entsteht ein „Window of Opportunity“ sowohl für Russland in Osteuropa (um höheren Druck aufzubauen auf die Ukraine) als auch für China bei Taiwan. Weder Indien noch Japan/Süd Korea werden dort eingreifen, wenn die USA sie potenziell im Stich lassen wegen den Nahen Osten und Israel.

Denn sowohl Indien und Japan/Süd Korea müssen auch nach einem Konflikt ob direkt oder indirekt mit China noch zusammenleben. Die Geographie lässt sich nicht verschieben.
 
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pok

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Was oft vergessen wird in der häufig auch hämischen Berichterstattung (ausdrücklich nicht in dem Text von @TurkishSTAR ), ist, dass die Zerstörung der verbunkerten Nuklearanlagen, ihrer Zugänge, die Ausschaltung eines der übelsten Diktatoren und Terrorsponsoren sowie die schwere Beschädigung der Ölindustrie allein schon einen riesigen Fortschritt nach 50 Jahren Nichtstuns darstellen.

Der Iran hat seit 1978 am Ohrfeigenbaum geschüttelt, und die zögerliche sowie unentschlossene Reaktion der westlichen Welt hat das Problem erst von einem typisch islamischen Propagandaproblem zu einem militärischen Problem werden lassen.
 
mcnoch

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Auch dies ist Bestandteil jedes Krieges: die Suche nach denjenigen, die es nicht zurückgeschafft haben.
 
Mike

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Mit einer daraus eventuell entstehenden Ölpest bei den Anrainerstaaten Oman, UAE etc. machen sich die Amis damit weiter unbeliebt in der Region.
 

jackrabbit

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Mit einer daraus eventuell entstehenden Ölpest bei den Anrainerstaaten Oman, UAE etc. machen sich die Amis damit weiter unbeliebt in der Region.
Das ist das eine, aber man muss militärisch schon ziemlich „im Arsch sein“, wenn man jetzt zivile Objekte angreift, die man ohne Gegenwehr mit leichten Waffen zerstören kann. Man ändert die Taktik, weil man militärisch nicht weiterkommt.

Parallele: Russland greift inzwischen die Unterstützer der Ukraine an (hybrid und eigentlich auch schon recht direkt).
 
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fulk.nerra

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Mit einer daraus eventuell entstehenden Ölpest bei den Anrainerstaaten (...) machen sich die Amis damit weiter unbeliebt in der Region.
Das ist das eine, aber man muss militärisch schon ziemlich „im Arsch sein“, wenn man jetzt zivile Objekte angreift, die man ohne Gegenwehr mit leichten Waffen zerstören kann. Man ändert die Taktik, weil man militärisch nicht weiterkommt.
Und vor allem als eklatanter Verstoß gegen das Humanitäre Völkerrecht. Die USA haben seit Ratifizierung der vier Genfer Konventionen zum Schutz von Kriegsopfern, Verwundeten, Kriegsgefangenen und Zivilpersonen im Jahr 1955 einen bemerkenswerten Weg beschritten...
 
pok

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Tanker, die eine Blockade durchbrechen oder es versuchen sind legitime militärische Ziele. Der Verweis auf das humanitäre Völkerrecht ist falsch und die vorhergesagte Reaktion der Anrainerstaaten ebenso.
 
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DerBruchpilot01

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Tanker, die eine Blockade durchbrechen oder es Versuchen sind legitime militärische Ziele. Der Verweis auf das humanitäre Völkerrecht ist falsch
Es würde mich schon einmal interessieren, aus welchen Rechtsvorschriften und internationalen Verträgen sich dies ableitet, zumal das die USA in der Vergangenheit gelegentlich anders gesehen haben.

Im Übrigen wird die Legimität von militärischen Handlungen - und damit auch, was ein legitimes Ziel ist - im humanitären Völkerrecht festgelegt. Ein Verweis auf dieses kann also bei solchen Fragen gar nicht falsch sein. Falsch sein kann hier nur die Stelle, auf die man sich bezieht, oder die Auslegung der Quelle.
 
DerBruchpilot01

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pok

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Also, Du schaffst so etwas nicht selbst, willst aber bei den Großen mitdiskutieren?


Gib einfach „Ist eine Seeblockade völkerrechtlich legal?“ bei Google ein, falls Dir solch ein elementares Grundwissen des Völkerrechts nicht bekannt ist.


Du lernst dann: "
Eine Seeblockade ist unter strengen völkerrechtlichen Voraussetzungen in einem internationalen bewaffneten Konflikt grundsätzlich legal, kann aber je nach Situation und Ausgestaltung auch völkerrechtswidrig sein. [1, 2]

Voraussetzungen für die Legalität
Nach dem humanitären Völkerrecht und dem traditionellen Seekriegsrecht (oft zusammengefasst im San Remo Manual) gilt eine Seeblockade als legitimes militärisches Mittel, sofern sie folgende Bedingungen erfüllt: [1, 2, 3]
    • Offizielle Deklaration: Die Blockade muss gegenüber der gegnerischen Partei und neutralen Staaten klar erklärt und angekündigt werden (unter Angabe von Beginn, geografischen Grenzen und Fristen). [1]
    • Effektivität: Die Blockade muss tatsächlich wirksam und durch ausreichend Streitkräfte aufrechtgehalten werden, um jeden Schiffsverkehr zur feindlichen Küste zu unterbinden. [1, 2]
    • Gleichbehandlung: Sie muss unparteiisch auf alle Schiffe aller Staaten angewandt werden. [1]
    • Keine Aushungerung der Zivilbevölkerung: Das humanitäre Völkerrecht verbietet Blockaden, deren Hauptzweck darin besteht, der Zivilbevölkerung lebensnotwendige Güter vorzuenthalten oder die Hungersnot als Kriegswaffe einzusetzen."

 

jackrabbit

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Gib einfach „Ist eine Seeblockade völkerrechtlich legal?“ bei Google ein, falls Dir solch ein elementares Grundwissen des Völkerrechts nicht bekannt ist.
Die von den USA verhängte Seeblockade gegenüber dem Iran wird von der Mehrheit der Völkerrechtler als illegal eingestuft, da sie Teil eines insgesamt völkerrechtswidrigen Angriffskrieges ist.
Auskunft von google - damit hätten wir es dann ja geklärt.
 
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AE

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Aus welcher sicheren unstrittigen Quelle stammt dein Wissen?

"Die völkerrechtliche Bewertung der US-Seeblockade gegen den Iran ist unter Experten umstritten und hängt stark davon ab, welcher Teil des internationalen Rechts in den Fokus gerückt wird. Während eine Reihe von Völkerrechtlern bestimmte Maßnahmen der Blockade als illegal und völkerrechtswidrig einstuft, betrachten andere Experten sie unter den Bedingungen eines bewaffneten Konflikts als eine legitime Maßnahme des Seekriegsrechts. "
Argumente für die Rechtswidrigkeit (Illegalität)
Kritische Stimmen und betroffene Institutionen stützen die Einstufung als illegal auf folgende Punkte:
    • Verletzung des Rechts auf Transitdurchfahrt: Die Gewährleistung der freien Schifffahrt durch internationale Meerengen wie die Straße von Hormus ist im UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) verankert. Eine Blockade, die den zivilen und neutralen Schiffsverkehr dritter Staaten behindert oder einschränkt, verstößt gegen dieses Prinzip. [1, 2, 3]
    • Verbot von Kollektivstrafen und Humanitäres Völkerrecht: Eine Seeblockade darf laut internationalem Recht nicht dazu führen, dass die Zivilbevölkerung hungert oder von der Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern (wie Nahrungsmitteln und Medikamenten) abgeschnitten wird. [1, 2]
    • Verstoß gegen das allgemeine Gewaltverbot: Sofern die Blockade nicht durch ein Mandat des UN-Sicherheitsrates gedeckt ist oder als unmittelbare, verhältnismäßige Selbstverteidigung (Artikel 51 der UN-Charta) eingestuft werden kann, wird sie im Rahmen des allgemeinen Gewaltverbots als völkerrechtswidriger Akt der Aggression bewertet. [1, 2]
    • Unzulässige Maßnahmen gegen neutrale Schiffe: Experten wie die Völkerrechtlerin Nele Matz-Lück betonen, dass das Stoppen oder Beschlagnahmen von Schiffen allein aufgrund von gezahlten Gebühren an den Iran nicht vom Seekriegsrecht gedeckt und somit klar rechtswidrig ist. [1]

Argumente für die Rechtmäßigkeit (Legialität im Kriegsfall)
Befürworter und andere Militär- sowie Völkerrechtsexperten (wie der maritime Sicherheitsexperte Moritz Brake oder der Völkerrechtsprofessor Donald Rothwell) argumentieren hingegen aus der Perspektive des Ius in bello (Recht im Krieg):
    • Seekriegsrecht als Werkzeug: Befinden sich zwei Staaten in einem anhaltenden, internationalen bewaffneten Konflikt, ist eine Seeblockade ein historisch anerkanntes Instrument der wirtschaftlichen Kriegsführung. Das Seekriegsrecht erlaubt es einer Kriegspartei, die Häfen des Gegners zu blockieren, um dessen Nachschub zu unterbinden. [1, 2, 3]
    • Voraussetzungen einer legalen Blockade: Damit eine solche Blockade im Krieg rechtmäßig ist, muss sie offiziell erklärt werden, effektiv durchgesetzt werden und unparteiisch auf alle Schiffe angewendet werden, die versuchen, die blockierte Küste anzusteuern. [1, 2]
    • Prisenrecht und Durchsuchungsrecht: Kriegführende Staaten besitzen das Recht, auch neutrale Handelsschiffe zu stoppen und zu durchsuchen (Right of visit and search), um zu überprüfen, ob sie Konterbande (Kriegsmaterial) für den Gegner transportieren. [1, 2]
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in der internationalen Rechtsgemeinschaft keinen absoluten Konsens gibt. Die Bewertung verschiebt sich fundamental, je nachdem, ob die Blockade als eine völkerrechtswidrige Friedensverletzung (unter der UN-Charta) oder als eine formal zulässige Methode der kriegerischen Auseinandersetzung (unter dem Seekriegsrecht) analysiert wird. [1, 2, 3]

Alles aus google. Ich kann beim besten Willen keine eindeutige Mehrheit ... finden.

und zur iranischen Wegelagerei
mal eine Meinung

Der Krieg gegen den Iran generell ist nocheinmal ein anderes Thema. Die Debatte hat aber mit dem FF wenig zu tun.
 
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jackrabbit

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Aus welcher sicheren unstrittigen Quelle stammt dein Wissen?
google, dann Google KI über IPad als Antwort auf die Frage, ob die Seeblokade der USA gegenüber dem Iran völkerrechtlich legal ist. [„ Ist die Seeblockade der USA gegenüber dem Iran völkerrechtlich legal?“]

Ich würde auch bei abweichender politischer Meinung keine unseriösen Quellen verwenden und irgendetwas faken.

@AE Etwas geänderte Fragestellung über Google:
Frage: wie wird die Seeblockade der USA völkerrechtlich beurteilt?
Antwort: Die völkerrechtliche Beurteilung der von den USA verhängten Seeblockade gegen den Iran in der Straße von Hormus ist unter Rechtsexperten gespalten und hochgradig umstritten, wird in der Gesamtbetrachtung jedoch überwiegend als rechtlich fragwürdig bis völkerrechtswidrig eingestuft
 
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Intrepid

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In Euren Quellen kann ich nicht erkennen, dass eine Blockade, um Geldströme zu stoppen, rechtens ist.
 
Kenneth

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Habe vorletzte Woche auf der A7 Aral Ultimate 102 für €2.99,-/Liter, und heute in München Super E10 für €2.30,-/Liter getankt. Just saying…
 
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