Iran

Diskutiere Iran im Sonstige Streitkräfte Forum im Bereich Einsatz bei; In beiden Fällen sind es erstmal die Hersteller. Sind die es nicht, dann ist es wenigsten einer der Betreiber, die sich auf dem legalen Wege die...

Sens

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In beiden Fällen sind es erstmal die Hersteller. Sind die es nicht, dann ist es wenigsten einer der Betreiber, die sich auf dem legalen Wege die für einen Flugbetrieb notwendigen Ersatzteile besorgt haben oder den außer Dienst gestellten Maschinen entnehmen und sie an den Iran verkaufen. Die für einen Flugbetrieb entscheidende Größe ist immer das Triebwerk.
Das ATAR 9*, RD-33*, J-79** und TF-30** gibt es z.B. in zahlreichen Varianten und sie wurden zu Tausenden gebaut.
..
"Er fügte hinzu, dass das Mirage-Flugzeug wieder in die Kampfflugzeuge der iranischen Armeeluftwaffe aufgenommen wurde, nachdem die jungen Militärexperten etwa 20.000 Arbeitsstunden nützlicher Arbeit dafür aufgewendet und einen komplizierten technischen Prozess durchlaufen hatten.

Brigadegeneral Mostafavi sagte auch, dass alle Avionik-, Steuerungs- und mechanischen Systeme dieses Flugzeugs von den fähigen und engagierten Mitarbeitern der Überholungsabteilung der Shahid Habibi Zaham Base repariert und vollständig in Betrieb genommen wurden, und fügte hinzu: "Das junge, professionelle und patriotische Personal von dieser Basis, mit den Erfahrungen, die sie von ihren Vorgängern gemacht haben, ist diese große technische Errungenschaft gelungen, und tatsächlich ist dies das erste Flugzeug, das in dieser Klasse ohne die Anwesenheit von Veteranen überholt wurde.""

Was Mostafi nicht sagt, woher die dafür notwendigen Teile kommen und nach welchen Kriterien so eine F-1 für flugfähig erklärt wird. Hier im Forum weis man zwischen flugfähig und einsatzfähig zu unterscheiden. Wenn es primär um die mediale Wirkung im Iran oder den Nachbarländern geht, dann reicht flugfähig oder vereinzelte Waffeneinsätze. Die gezielte Unschärfe reicht fast immer aus, die Bedenkenträger der Gegenseite im Sinne Irans zu instrumentalisieren. Erst recht in Zeiten, wo scheinbar nur verlustfreie Konflikte die Risikoschwelle bestimmen.
 
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"Er fügte hinzu, dass das Mirage-Flugzeug wieder in die Kampfflugzeuge der iranischen Armeeluftwaffe aufgenommen wurde, nachdem die jungen Militärexperten etwa 20.000 Arbeitsstunden nützlicher Arbeit dafür aufgewendet und einen komplizierten technischen Prozess durchlaufen hatten.

Brigadegeneral Mostafavi sagte auch, dass alle Avionik-, Steuerungs- und mechanischen Systeme dieses Flugzeugs von den fähigen und engagierten Mitarbeitern der Überholungsabteilung der Shahid Habibi Zaham Base repariert und vollständig in Betrieb genommen wurden, und fügte hinzu: "Das junge, professionelle und patriotische Personal von dieser Basis, mit den Erfahrungen, die sie von ihren Vorgängern gemacht haben, ist diese große technische Errungenschaft gelungen, und tatsächlich ist dies das erste Flugzeug, das in dieser Klasse ohne die Anwesenheit von Veteranen überholt wurde.""
Die iranische Luftfahrtindustrie darf nicht unterschätzt werden. So hat Iran einen Teil seiner MiGs modernisiert und u.a. mit Luftbetankungssonden und neuer funktechnischer Ausrüstung ausgestattet.
Nach den Erfahrungen mit den Perser-Katzen ist es nicht verwunderlich, dass der Iran auch Mirage-Flugzeuge zumindest flugfähig halten kann. Und was den Südafrikanern möglich ist, dürfte auch den iranischen Experten gelingen. Ein Embargo befördert bekanntlich (nach einer begrenzten Übergangszeit) die Entwicklung der eigenen Industrie.
 

Sens

Alien
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Da hast Du recht, aber es gilt beides. Erst recht wenn etwas reklamiert wird, ohne das eine Verifikation möglich ist. Wir bekommen ja nur die reklamierten Erfolge präsentiert ohne jede Details zu den Schwierigkeiten, die damit verbunden waren. Von der Einzelleistung bis zum abgesicherten Standard ist es meist noch ein weiter Weg.
Die Südafrikaner hatten ja die inoffiziellen Hilfen der Franzosen, Amerikaner und Israelis. Nach deren Ende hört man heute kaum noch etwas von der südafrikanischen Luftfahrt und Waffenindustrie. Im Iran kann die aktuelle Entwicklung etwas nachhaltiger sein, wenn es ihm gelungen ist, die längerfristige Unterstützung von Staaten zu sichern, die an der Entwicklung der iranischen Luftfahrt und Waffenindustrie ein Interesse haben. Abhängigkeiten schaffen auch immer Einflussnahmen.
 

Sczepanski

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Im Iran kann die aktuelle Entwicklung etwas nachhaltiger sein, wenn es ihm gelungen ist, die längerfristige Unterstützung von Staaten zu sichern, die an der Entwicklung der iranischen Luftfahrt und Waffenindustrie ein Interesse haben.
Da kommen für mich sowohl Russland als auch China in Betracht. Für die folgende Schlussfolgerungen habe ich keine Belege - aber es wäre logisch:

Wie gesagt - Iran hat nicht nur irakische "Exil-Maschinen" in seine Flotte eingefügt, sondern auch selbst MiG-29 von Russland erworben.
Damit dürfte die Lieferung von RD-33 Triebwerken gewährleistet sein. Es handelt sich wohl - den Erfahrungen mit den deutschen MiGs zufolge - um eines der weltweit zuverlässigsten Triebwerke mit einer Gesamtlebensdauer von ca. 1600 Betriebsstunden (RD-33 Serie 3 sogar 2000 Stunden). Das Triebwerk ist an vier Punkten mit der Flugzeugzelle verbunden und kann von einem dreiköpfigen Team in ca. 3 Stunden ausgewechselt werden, was für eine relativ einfache Handhabung spricht.
Bei den südafrikanischen Umbauten wurden die Anbaugeräte von der Oberseite zur Unterseite des RD-33 verlegt, das Flugzeuggerätegetriebe (KSA-53) an das Triebwerk angebaut und das Strahlrohr erheblich verlängert. Gleiches hat man - glaube ich - mit dem Derivat RD-93 gemacht, das China für die FC-1 bzw. die pakistanischen JF-17 verwendet. Das "how to do" für einen Triebwerkswechsel sollte also von Russland oder Südafrika geliefert werden können, Ersatztriebwerke könnten von Russland oder China kommen.
Und MiG sucht händeringend nach Käufern für die neuen Versionen MiG-29 SMT bzw. Mig-35. Der Iran kommt - wie ich schon mal schrieb - als eines der wenigen potentiellen Abnahmeländer in Betracht. Was läge da näher, als den Iran mit entsprechender Unterstützung bei der Inbetriebhaltung der Mirage "anzufüttern", zumal man sich dann auch noch weiteren Einblick in die französische Technik verschaffen könnte.
 

Sens

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Auf den harten Kern verkürzt sind das Russland und Nordkorea. Nordkorea übernimmt den Part, wo es um offensichtliche Verstöße von UN-Beschlüssen geht, siehe Raketentechnologie. Pakistan und der Iran sind Kontrahenten und damit ist China raus.
Der Iran setzt auf Raketen und UAVs, die verschlingen den Löwenanteil. Seit 1988 gibt es keine eigenständigen Beschaffungen für die Luftstreitkräfte, bis auf wenige Übernahmen. Solange die "als ob Luftwaffe" ihre medienorientierte Aufgabe erfüllt, gibt es ja keinen Grund die Prioritäten zu verändern. Selbst wenn man kurzfristig neuere Systeme für die Luftstreitkräfte beschafft, würde es noch viele Jahren dauern, bis daraus wirklich ernstzunehmende Luftstreitkräfte generiert werden. Es ist um ein vielfaches leichter unter den gebildeten Iranern Personal für die bodengestützte Luftabwehr, ballistische Raketen oder den Betrieb von UAVs zu gewinnen. Es ist auch kein Problem Piloten zu schulen, solange man nicht von ihnen erwartet, dass sie sich auch gegen die Spitzenkräfte größerer Luftstreitkräfte behaupten können. Bis dato sind keine Anstrengungen des Irans in diese Richtung erkennbar. Die Früchte so einer Anstrengung könnten frühestens nach einer Dekade genossen werden.
 
Sufa

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Wie schauts mit der Phantomflotte aus.
 

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Zur Zeit sollen es etwa bis zu 60 F-4 in 4-5 Staffeln sein. Nur ein Teil davon ist flugfähig und noch weniger einsatzfähig nach westlicher Definition.
"Über die Zahl der tatsächlich einsatzbereiten Kampfflugzeuge der iranischen Luftwaffe herrscht Unklarheit, da die meisten Modelle über drei Jahrzehnte alt sind und mit hohem Aufwand flugbereit gehalten werden. Nach Cordesmann liegt die Operationsbereitschaft bei 60 Prozent. Die Liste der Kampfflugzeuge der iranischen Luftwaffe ist auf dem Stand von 2018."
In der AFM gibt es in den Reportagen mehr Details.
PS
Wer schätzen möchte, der kommt auf 30 flugfähige oder 20 einsatzfähige F-4 aller Varianten. Im Spannungsfall ließen sich diese Zahlen zwar nominal steigern, was jedoch zu Lasten der Verfügbarkeit geht. Jede zusätzliche Flugstunde geht zu Lasten der schon eingeschränkten Wartungskapazität.
Was zur Zeit vorhanden ist, das reicht gerade für etwas Luftraumpräsenz und etwas Üben. Wichtiger ist ihre nominale Wirkung, die durch eine glaubhafte Einsatzdrohung erzielt wird.
 
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Sczepanski

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Auf den harten Kern verkürzt sind das Russland und Nordkorea.
Nordkorea und Iran - die bekannte "Achse des Bösen". Aber bei NK würde ich abwinken. Die haben keine leistungsfähige Industrie, um etwa komplexe Triebwerke selbst herzustellen und verfügen nur über ältere Flugzeuge aus China und Russland, für deren Betrieb und Instandhaltung m.W. auch noch die Unterstützung der Herstellerländer benötigt wird.
Da das allgemeine Embargo gegen Iran ohnehin gefallen ist (siehe #621) besteht auch keine Notwendigkeit mehr, NK als "Zwischenhändler" für die Instandhaltung und Modernisierung des vorhandenen Arsenals einzubinden.

Interessant herauszufinden, was die Iraner genau machen, dass sie die alten Kannen so lange mit scheinbar genug ordentlich Bums für ein paar "mutige" AB-Manöver, aufrecht erhalten, wäre es allemal. Bleibt eigentlich nur mindestens einer der drei Schlüsse:

1. Entweder die iranische Infrastruktur und industrielle Basis zur Aufrechterhaltung der Triebwerke ist robust genug, um sie so lange in gutem Schuss zu halten (am wahrscheinlichsten)
2. Es wurden später im Zuge von Iran Contra neue Triebwerke geliefert (durchaus nicht unwahrscheinlich)
3. Sie können das TF30 selber komplett neu nachbauen oder Sie haben sogar tatsächlich was neues entwickelt, was außen wie ein TF30 aussieht, innen aber was neues ist ( .......... ah i wo näääääääähhh :squint:)
und
Ich kann jetzt sage und schreibe 58!!!! Tomcat-Einheiten, die fliegen, rollen, starten, landen, also irgendwie "aktiv" sind, mit Bildern und Filmen seit 2005 bis 2020 belegen.
was dem Iran hier ohne Hilfestellung des Herstellers gelungen ist, sollte mit Support für die russischen Triebwerke erst recht möglich sein. Da wird zwar Vieles eher im Dunkeln stattfinden, aber ich würde nicht wetten, dass der Iran nicht einmal Ersatzteile (Verschleiß) für diese Aggregate selbst produzieren kann. Ich erwarte sogar, dass sich die Iraner um eine Lizenzproduktion der Triebwerke bemühen - schon um unabhängiger zu sein.
Den Beitrag #581 muss ich ja nicht wiederholen.
 
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Peter Wimpsey

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Klar, es ist technisch nett zu sehen, was die lokale Luftfahrtindustrie des Irans so alles schafft. Aber wir wollen dabei nicht vergessen, es handelt sich dabei um alte 'Eisen'flugzeuge vergangener Zeiten. Keines der Flugzeuge im Dienst der regulären Luftwaffe ist in irgendeiner Form modern! Deshalb hat der Iran schon vor ca. 20 Jahren begonnen auf Kurz- und Mittelstreckenraketen zu setzen. Außerdem ist durch die Existenz der IRGC Streitkräfte ohnehin kein Geld mehr für die regulären Streitkräfte da. Auch die Produktion zahlreicher UCAVs (alles IRGC-nahe Firmen) spricht eine deutliche Sprache. Und auf absehbare Zeit wird sich da auch kaum was ändern.
 
bushande

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weit weit weg ;D
Ein Umstand welcher mit am meisten gegen etwaige Neubeschaffungen und fundamentale Modernisierungen spricht, liegt im Iran selbst bzw. konkret in der Rivalität zwischen regulären Streitkräften und den Revolutionsgarden begründet und da sieht es mittelfristig nicht wirklich gut für die IRIAF und die anderen regulären Teilstreitkräfte aus. Dieser Tenor hat sich seit den Wahlen im Frühjahr nur noch verstärkt. Der Iran wird eigentlich im Wesentlichen durch bestimmte religiöse Kasten oder viel mehr Fonds kontrolliert, die sich das Land mehr oder weniger aufteilen und um politischen Einfluss buhlen. Wo immer möglich versuchen IRGC-gesteuerte Fonds Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen, was nicht zuletzt (auch durch das internationle Klima begründet) - mit der zunehmenden Paramilitarisierung politischer Kreise seit der letzten Wahl und der Schwächung der moderaten Kräfte seit dem Platzen des Atomdeals im Mai 2018 nochmal befördert wurde. Die große Rivalität zwischen regulären Streitkräften und den IRGC-Brigaden und der immer mehr anwachsende Einfluss der IRGC auf politische Führungsgremien, die auch das Militär übersehen, sorgt dafür, dass der IRIAF zunehmend die Luft abgeschnürt wird. Wenn es nach der IRGC geht, kann man den regulären Streitkräften und insbesondere der Luftwaffe nicht über den Weg trauen und eigentlich sollten in den Augen des IRGC-Führungspersonals sie selbst die einzigen Streitkräfte des Irans sein. Darauf wird konsequent hingearbeitet und von der IRIAF dringend benötigte Budgets werden konsequent abgewürgt und für IRGC Zwecke umgeleitet. Die IRIAF muss um jeden Cent kämpfen und hat zumindest durchsetzen können, dass sie weitestgehend autonom den eigenen Bestand im Rahmen der zugewiesenen Budgets verwalten kann und so setzt man alles daran, dass was da ist so fähig wie möglich zu halten. Die IRIAF hat die Hand auf einigen wesentlichen Depot- und Industrie-Hubs wie etwa die AIC oder die Baba'ee-Corp. und kann bis dato den Einfluss der IRGC dort weitestgehend abwehren. Diese Hubs tragen mit den größten Anteil, wenn wir über Modernisierung und Überholung des bestehenden Luftfahrtparks reden. Die IRIAF schafft es zumindest, diese Potentiale nach Möglichkeit maximal zu befördern. Programme wie Toufan, Fakour M-90, Baba'ee AM oder Dowran sind nur deswegen eigentlich noch möglich gewesen. Wenn man schon keine signifikanten Neubeschaffungen mehr durchbekommt, kann man das bisschen Einfluss noch soweit nutzen, um Budgets für möglichst umfangreiche Modernisierungs- und Instandsetzungsprogramme für den bestehenden Flugpark zu sichern - ist quasi der Preis für die Aufgabe bei den Neubeschaffungen.

Mittelfristig ist es aber, wie Sens schrieb: Es ist einigen Kräften im Iran sehr daran gelegen, die regulären Streitkräfte so weit wie möglich zu schwächen. Neubeschaffungsprojekte der IRIAF werden wo immer es geht torpediert. Die IRGC hat nur beschränkte personelle Ressourcen, die wirklich befähigt sind, Luftfahrzeuge taktisch einzusetzen - sie speist sich vor allem durch junges ideologisiertes Personal. Die IRGC hat vor allem ihre Hände auf den Raketenkräften und es ist auch die IRGC, die das Drohnenprogramm so massiv befördert. Ein Großteil des iranischen Drohnenparks steht unter der Kontrolle der IRGC. Man hat der Führung des Irans erfolgreich vermittelt, dass dort ein wesentlicher Teil der Zukunft der iranischen Luftverteidigung liegt und entsprechend Gelder priorisiert werden. Deswegen glaub ich auch erst an die SU-30 für den Iran (und um ehrlich zu sein auch alles andere Neue), wenn ich sie dort wirklich stehen sehe. In meinen Augen war das Fenster, was sich da 2015/16 öffnete spätestens am Anfang 2019 permanent zu.
 
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Ein Umstand welcher mit am meisten gegen etwaige Neubeschaffungen und fundamentale Modernisierungen spricht, liegt im Iran selbst bzw. konkret in der Rivalität zwischen regulären Streitkräften und den Revolutionsgarden begründet und da sieht es mittelfristig nicht wirklich gut für die IRIAF und die anderen regulären Teilstreitkräfte aus.
hmmm - gerade erreicht mich die Meldung, dass die iranischen Revolutionsgarden mit ihrer Luft- und Raumfahrtabteilung, Bodentruppen und Seestreitkräfte nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens gemeinsam an einer Luftverteidigungsübung teilgenommen haben.
Iran hält Manöver nahe Atomkraftwerk ab - DER SPIEGEL
Die Zusammenarbeit zwischen den Garden und den regulären Streitkräften wird also durchaus geübt - Kooperation mit jeweils unterschiedlichen Aufgabenbereichen statt Konkurrenz im gleichen Operationsauftrag, wie mir scheint.
 

Sczepanski

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Mit entsprechenden Einkäufen haben wir doch schon seit längerer Zeit gerechnet:
Hintergrund ist, dass im Oktober das Waffenembargo gegen den Iran ausläuft (haben wir hier schon mehrfach angesprochen) ....
und daher haben wir schon länger vermutet, wer denn nun mit was die iranischen Streitkräfte versorgen wird.
Da das allgemeine Embargo gegen Iran ohnehin gefallen ist (siehe #621) ...
Die genannten SU-35SE waren aber eher unten auf meiner Liste der Möglichkeiten (zu teuer). Ich hatte eher auf modernste MiG-Varianten getippt, da der Iran einerseits sowohl die MiG-29 schon fliegt und der Hersteller andererseits mehr als dringend auf Verkäufe angewiesen ist.
Allerdings ist der Iran bereits als möglicher Exportkunde der Su-35S ("strebt wie Indien eine Lizenzproduktion an") schon auf S. 28 in der 1. Auflage des Bandes "Su-27" von Andy Gröning, 2017, genannt.
Dazu kommt das (in der Ukraine-Krise wahrscheinliche) Interesse Russlands, US-Streitkräfte möglichst global zu binden - China spielt da in Ostasien eine wichtige Rolle, der Iran könnte das im Mittleren Osten machen.
Insgesamt also eine Option, die sowohl dem Iran wie auch russischen Interessen dient.
 

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Zu erst einmal... Upgrade Su-22

Ob Russland Baugruppen lieferte?
Irans Dezful SAM-System, 15 Jahre nach Erhalt des Tor-M1. Angeblich soll der Iran auch die 9k331 selbst herstellen.
Wenn die Produktionsrate stimmt, sollte dies eine sehr große Aufwertung für den Iran sein.



Auch diese "Botschaft"...


Die Frage nach S-400 und ob Russland diese liefert ist Abhängig davon ob der Iran diese möchte. Da es das selbe Programm zu sein scheint wie das von China ist es wahrscheinlich aber nicht zwingend. Dazu gibt es unterschiedliche Meldungen zur Zusammenarbeit in Syrien zwischen beiden. Allerdings könnte es sein, dass der Iran eine Airbase Russland zur Verfügung stellt. Auch könnte Russland iranisches Gas nach Europa durchleiten.
Besonders für den einheitlichen Blocken gegen die NATO wäre der Iran wichtig und zwingend notwendig. Eine Kooperation bei Drohnen , wo der Iran der Wissensgeber ist, halte ich auch für sehr wahrscheinlich.
 

Sczepanski

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Was haltet Ihr davon?
da steht doch, dass der Vertrag "Mitte Januar" unterschrieben werden soll.
By mid-January 2022, #Iran & #Russia will sign a 20 years security & defense agreement through which #Iran
Dazu passt aus dem Kreml: Russland bereitet Treffen mit Iran vor - Pars Today
Moskau/Teheran (ParsToday/Sputnik) - Der Kreml teilte mit, dass die Vorbereitungen für Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi Anfang des neuen Jahres (2022) im Gange seien.

Kontakte auf höchster Ebene zwischen Russland und Iran würden vorbereitet, sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskov am Dienstag vor Reportern.

Wladimir Putin hatte zuvor gesagt, er rechne mit dem Besuch des iranischen Präsidenten in Russland Anfang 2022.
....

Ali Bahadori-Jahromi, der Sprecher der iranischen Regierung, sagte bei seiner Pressekonferenz am Dienstag: "Der Präsident der Islamischen Republik Iran wird Anfang des Jahres 2022 nach Russland reisen."

Er fügte hinzu: „Um die strategische Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland fortzusetzen, hat der russische Präsident Wladimir Putin den Präsidenten der Islamischen Republik Iran zu einem Besuch nach Russland eingeladen, der Anfang nächsten Jahres stattfinden soll. "
....
 
Peter Wimpsey

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Zu erst einmal... Upgrade Su-22
IRGC overhauls, upgrades 10 Sukhoi SU-22 fighter jets

Ob Russland Baugruppen lieferte?
Irans Dezful SAM-System, 15 Jahre nach Erhalt des Tor-M1. Angeblich soll der Iran auch die 9k331 selbst herstellen.
Wenn die Produktionsrate stimmt, sollte dies eine sehr große Aufwertung für den Iran sein.



Auch diese "Botschaft"...


Die Frage nach S-400 und ob Russland diese liefert ist Abhängig davon ob der Iran diese möchte. Da es das selbe Programm zu sein scheint wie das von China ist es wahrscheinlich aber nicht zwingend. Dazu gibt es unterschiedliche Meldungen zur Zusammenarbeit in Syrien zwischen beiden. Allerdings könnte es sein, dass der Iran eine Airbase Russland zur Verfügung stellt. Auch könnte Russland iranisches Gas nach Europa durchleiten.
Besonders für den einheitlichen Blocken gegen die NATO wäre der Iran wichtig und zwingend notwendig. Eine Kooperation bei Drohnen , wo der Iran der Wissensgeber ist, halte ich auch für sehr wahrscheinlich.
Warum soll der Iran als einer der führenden UAV und UCAV Hersteller der Welt Russland irgendwie helfen? So komplex ist diese Technologie nicht!
Russland ist auf diesem Gebiet sehr weit hinten nach, da man auch diesen Zug verschlafen hat.
Zur Zeit beginnt man gerade mit den ersten echten UCAVs, während Länder wie der Iran mit der vollen Produktion im täglichen Einsatz sind.
Wozu sich einen Konkurrenten schaffen? :confused1:
 

Sczepanski

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der Iran könnte dafür andere Dinge aus Russland erhalten
 
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Warum soll der Iran als einer der führenden UAV und UCAV Hersteller der Welt Russland irgendwie helfen? So komplex ist diese Technologie nicht!
Russland ist auf diesem Gebiet sehr weit hinten nach, da man auch diesen Zug verschlafen hat.
Zur Zeit beginnt man gerade mit den ersten echten UCAVs, während Länder wie der Iran mit der vollen Produktion im täglichen Einsatz sind.
Wozu sich einen Konkurrenten schaffen? :confused1:
Schon die neue Anlage der Russen gesehen? Deren Drohnen?
War doch erst vorgestern der Verteidigungsmonster vor Ort.
Na, wo wird wohl das Design herkommen?
Liegt sicher daran, daß der Iran Aufklärung und auch scharfe Einsätze für Russland ab 2015 in Syrien mit seinen Drohnen flog!?
Dafür hat der Iran wohl Hilfe und Bausätze für die komplette ToM1 Fertigung im Iran aus Russland erhalten. Das ist Anzunehmen bei den Bildern oben.
Deren Präsident war ja auch erst am Montag in Moskau incl. deren Duma.
Am Tag darauf flogen syrische und russische Jets gemeinsam Patrouille entlang der Golanhöhen, der jordanischen Grenze, des Euphrat bis hoch nach Raqqa usw.
Kurz: Gibst du mir so ich Dir wird eine der Antworten sein welche Russland geben wird zu dem Trauerspiel was wir hier gerade abliefern.
 
Skadoosh

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der Iran als einer der führenden UAV und UCAV Hersteller der Welt
Kannst du das mit Modellen, Daten und Stückzahlen belegen? Bei den Flugzeugen kenne ich von den Iranern immer nur vollmundige Ankündigungen und tolle Projekte, die nie Realität werden. Ist das bei den Drohnen wirklich anders?
 
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