Iron Duke

Diskutiere Iron Duke im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo Miteinander, bin zum ersten Mal hier aktiv und habe eventuel etwas beizusteuern. Beim schon reichlich beschriebenen Absturz der "Iron...

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  1. #1 dimetrodon, 08.04.2008
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    Hallo Miteinander,
    bin zum ersten Mal hier aktiv und habe eventuel etwas beizusteuern.

    Beim schon reichlich beschriebenen Absturz der "Iron Duke" (B-24) der 458th BG am 22.02.45 im Süden von Frankfurt ist mir etwas aufgefallen. Im Absturzbericht steht, das der Bomber in einer "gewaltigen Explosion" im Waldgebiet von Rodgau aufgeschlagen sein soll. Das kann aber nicht ganz stimmen, denn im Heimatkundemuseeum von Rodgau kann man Stücke der "Iron Duke" bestaunen die keinerlei Brandspuren aufweisen. Auch konnten sich die Bewohner an einen Absturz erinnern aber keinerlei Explosion. Die Wehrmacht soll auch nur eines der Triebwerke geborgen haben. Die genaue Fundstelle ist heute ein Forstgebiet welches aber leicht zugänglich ist.
    Meine Frage wäre: da ich beim dem Heimatkunde Museeum keinerlei Interesse zu einer Bergung gefunden habe, wäre eine Grabung oder Bergung überhaupt sinnvoll, da es doch jede Menge über den Absturz und die tragische Geschichte der "iron Duke" gibt?

    Über Nachrichten würde mich freuen.
     
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  3. Winter

    Winter Fluglehrer

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    Uiuiui,

    eine Grabung ist rein rechtlich gesehen schon eine Sache für sich... Wenn Du dann auch noch Munition finden solltest und diese daheim deponierst, ist das schon keine Ordnungwidrigkeit, sondern eine Straftat - von den Risiken ganz abgesehen... Davon würde ich generell also abraten!

    Ich weiß nicht, was Du unter "Absturzbericht" versehst: den MACR oder eine lokale Quelle?

    In letzteren gibt es immer wieder Diskrepanzen, manches wurde übertrieben, einiges wurde in den vergangenen 63 Jahren vergessen oder hinzugefügt.

    Eine riesige Explosion muß demnach keine gewesen sein; daneben dürften auch nach einer solchen Explosion nicht alle Teile Brandspuren aufweisen - manches wurde ja einfach kurzeitig nur "recht warm", anderes wurde fortgeschleudert und blieb dadurch wohl dann recht unberührt.

    Übrigens habe ich von diesem "reichlich beschriebenen Absturz" noch nie etwas gehört (was nichts bedeutet, da außerhalb meines Forschungsbereiches), es würde nur interessieren, wer denn die Flugzeugverluste im Großraum Frankfurt "beschrieben" hat...

    Winter
     
  4. #3 dimetrodon, 09.04.2008
    dimetrodon

    dimetrodon Flugschüler

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    Grabung

    Hallo Winter,

    mit dem Grabungsrecht kenne ich mich als Geologe schon aus, nur ob an einer Grabung nach den Resten der Iron Duke überhaupt Interesse besteht war meine Frage.
    Den Absturzort kenne ich schon genauer, da ich mal in der Nähe gewohnt habe.
    Den MACR meinte ich, der scheint aber mit den Erzählungen vor Ort in einigen Punkten nicht übereinzustimmen.
    Auch wenn man die Zeit und das Anglerlatein wegläßt.
    Unter "Iron Duke" findest du jede Menge Infos im Netz, wenn du die Schlachtschiffe rausfilterst. Die Geschichte ist deswegen (im Frankfurter Raum) so bekannt, da ein Teil der Besatzung von der Offenbacher Polizei erschossen wurde und die Schuldigen nach dem Krieg verurteilt worden sind. Neben lokaler Presse gibt es im Heimatverein Jügesheim noch lebende Zeitzeugen.
    Aber ich sehe schon dieses Thema ist hier nicht von großem Interesse. Ist ja auch keine Me 262 oder Arado.
    Auf jeden Fall danke für deine Antwort.

    LG Dimetrodon
     
  5. Winter

    Winter Fluglehrer

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    Hallo,
    daß im Rhein-Main-Gebiet und anderswo eine Menge alliierte Flieger gelyncht wurden, ist mir bekannt, das war leider beilebe kein Einzelfall...

    Zur Bergung: Je nachdem wie so ein Vogel aufkam, ist da nicht mehr viel übrig. Einige Bleche hier, ein Schlauch da, das dürft es es in der Regel gewesen sein. Kam die Kiste flach herunter, liegen die Teile weit gestreut und nicht tief, kam die Maschine mehr oder weniger senkrecht herunter, liegt der Kram eher tief und nicht sehr weit gestreut.

    Normalerweise wurde der Bruch innerhalb weniger Tage von Bergungstrupps abgeräumt, zumindest oberflächlich. Nach dem Krieg waren die Schrottpreise hoch, deshalb wurde jeder bekannte Absturzort teileweise bis in mehrere Meter Tiefe auf Trümmer durchsucht. Bei uns wuren sogar fünf bis sechs Meter tiefe Löcher gebuddelt (von Hand, wohlgemerkt), um an den BMW 801 einer 190 zu kommen.

    Ich kenn Bilder solcher Bergungsaktionen, bei denen eine Bf 109 in einen Putzeimer und ein US-4-mot in einen größeren Pappkarton paßt. Also würde ich lieber nicht zuviel erwarten...

    Und nochmals der gutgemeinte Rat: Finger weg von Munitionsfunden, der Kram wird mit den Jahren nicht besser. So etwas solltest Du den zuständigen Behörden melden.

    Gruß, Winter
     
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