ISS light

Diskutiere ISS light im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Wie Anfang der 70er zur Zeit der Nixon Administration werden nun wieder die NASA Programme zusammengestrichen. Nach Budgetkürzungen kann ISS nicht...
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Wie Anfang der 70er zur Zeit der Nixon Administration werden nun wieder die NASA Programme zusammengestrichen. Nach Budgetkürzungen kann ISS nicht wie geplant aufgebaut werden . Die Zahl der Shuttleflüge soll von gelanten 6 bis 7 pro Jahr auf 4 reduziert werden. Da das Rettungsshuttle nicht gebaut wird, kann nur eine dreiköpfige Stammbesatzung ständig in der Station arbeiten. Mehr als die Hälfte deren Arbeitszeit wird dann aber Wartungsarbeiten an der Station beanspruchen, womit eine sinnvolle wissenschaftliche Arbeit auf der Station nur stark eingeschränkt möglich sein wird. Abhilfe soll von den Russen kommen. Von amerikanischer Seite wird vorgeschlagen, dass die Besatzungen der Sojus Taxis jeweils alle 5 Monate für jeweils 30 Tage auf der Station bleiben. Folgen hat der verzögerte und verringerte Aufbau der Station auch für die Partner in Japan und Europa. Wann deren Module an die Station angekoppelt werden ist nun unklar.
 
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Kosteneinsparungen bei Astronauten

Bei der Prüfung der Ausgaben der NASA ist auch das Astronautenkorps ins Blickfeld geraten. Kritisiert werden die hohen Kosten für die Ausbildung der Astronauten, die Kosten für die T-38 Flotte und 3 F-16 beim Johnson Space Center, sowie die zu große Zahl von Astronauten. So wird auch kritisiert, dass 66 der 146 aktive Astronauten noch keinen Raumflug absolviert haben. Verschwiegen wird dabei aber, dass diese alle zu den 1996, 1998 und 2000 für ISS ausgewählten Gruppen gehören, und dass seit 1998 von ursprünglich vorgesehenen 28 Shuttleflügen nur 19 stattfanden. Von den 35 Astronauten der 96er Gruppe warten noch 24 auf ihren ersten Einsatz.
Als typisches Beispiel wird der Astronaut William Lenoir genannt, der nach 17 Dienstjahren und nur einem Einsatz aus dem Astronautenkorps ausschied. Dabei unterschlägt man aber, dass Lenoir schon 1967 als Wissenschaftsastronaut zur NASA kam, Ersatzmann der Skylabflüge 3 und 4 war und als Besatzungsmitglied für Skylab 5 vorgesehen war. Dieser Flug wurde dann allerdings wegen Kosteneinsparungen gestrichen. Da sich der erste Shuttlestart um 2 Jahre verzögerte, stürzte Skylab dann im Juli 1979 unkontrolliert ab. Lenoir flog erst 1982 mit dem Shuttle und verließ die NASA 1984.
Dies alles erweckt den Eindruck, dass das bemannte Raumfahrtprogramm plattgemacht werden soll, während für ein zweifelhaftes Raketenabwehrprogramm Milliarden ausgegeben werden.
 
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NASA Privatisierung

Bis 2004 strebt man die Privatisierung der Shuttleflotte an. Die Astronauten sollen dann auch nicht mehr Angestellte der NASA sein, sondern für diese Privatfirma arbeiten, die Shuttleflüge dann als Dienstleistungen an die NASA und die Industrie verkauft. Die NASA will nur noch wenige Sicherheitsinspektoren beschäftigen. Es gibt Befürchtungen, dass dies alles auf Kosten der Sicherheit gehen wird. Ein weiter Unfall mit einem Shuttle, wie 1986, wäre dann sicher für längere Zeit das Ende der bemannten Raumfahrt in den USA.
 
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Ist schon ärgerlich...

Vergessen darf man aber auch nicht, das die anderen Staaten auch finanzielle Engpässe haben und somit sicherlich nicht mit Ihren Modulen Schlange stehen und auf die Amis warten...

Aber wenigstens ist man bemüht verschiedenes Know-how an einem Tisch.... oder besser: zusammen nach "oben" zu bekommen.
 
_Michael

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Da bin ich deiner Meinung, Togge! Milliarden für ein NUTZLOSES Raketenabwehrsystem! Damit stoppt man den Terror nicht, und sonstige Bedrohungen gibt es keine! Aber das geht halt wie so oft auf Kosten der Wissenschaft! Die NASA wird langsam peinlich, die Hälfte aller Projekte in letzter Zeit scheiterten ja! :mad: :mad:
 
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Mit Sojus zur ISS

Angesichts der amerikanischen Sparpläne beim Aufbau und Betrieb von ISS melden sich nun die Russen zu Wort. Sergeij Gorbunow, Direktor von Rosaviakosmos, fordert Nachverhandlungen über die Nutzung von ISS. Das neue Pirs Modul bietet die Möglichkeit, zwei Sojus ständig an ISS zu koppeln, so dass 6 Astronauten auf der Station arbeiten könnten. Ein dritter Kopplungsstutzen steht an Pirs dann noch für Progress Versorgungsflüge zur Verfügung. Dieses Angebot richtet sich wohl insbesondere an Europa, Japan und Kanada, deren Astronauten nach den jetzigen NASA-Plänen wohl keine Chance haben die Station überhaupt nutzen zu können. Sicher sieht man in Russland auch die Chance, durch ein verstärktes Engagement bei ISS der russischen Raumfahrt neuen Auftrieb zu geben, indem man Transportkapazität an die Partner verkauft. Zudem ist Sojus als Transportsystem wesentlich kostengünstiger als das Spaceshuttle und erfüllt gleichzeitig die Funktion als Rettungskapsel. Möglicherweise macht sich nun doch noch die jahrzehntelange Erfahrung mit Saljut und Mir bezahlt. In den USA hörte man vor kurzem noch abfällige Stimmen über primitive russische Technik und es wurde die Meinung vertreten, dass man beim Aufbau von ISS besser nicht mit den Russen zusammengearbeitet hätte. Diese Stimmen dürften nun verstummen.
 
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Columbus auf Proton?

Man darf gespannt sein, wann die Russen den Europäern und Japanern das Angebot unterbreiten, deren Module mit der Proton zur ISS zu transportieren.
 
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Denkste nicht, das sie es bereits getan haben?! ...wenn sie Bush schon angeboten hatten Ruusen zu schicken um die Wahlstimmen damals auszuzählen... :D

Wieviel Tonnen Nutzmasse hatte die grösste Protonausführung nochmal??

Und wieviel die Titan IV ??
 
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Der Ton wird schäfer

Kanada und die Europäer werfen den USA vor, ihre internationalen Verpflichtungen bezüglich ISS nicht einzuhalten.
Schärfere Töne kommen aus Russland. Rosaviakosmos hat die USA offiziell darauf hingewiesen, dass ab Januar 2005 Sojus nur noch für das nationale russische Raumfahrtprogramm, somit nur noch den russischen Kosmonauten zur Verfügung steht. Dies entspricht dem Vertrag von 1996, in dem die ISS Partner vereinbart haben, dass Sojus nur in den ersten 50 Monaten als Rettungskapsel bereitgestellt wird. Damit wären Langzeitaufenthalte amerikanischer Astronauten aber auch von Astronauten anderer Partnerländer nicht mehr möglich, da für diese keine Rettungskapsel vorhanden wäre. Die Flugzeit des Shuttles beträgt maximal nur 2 Wochen. Man kann davon ausgehen, dass die Russen sich ihre Dienste dann sehr gut bezahlen lassen werden.
Heftige Kritik an der Bush Administration gibt es aber auch in den USA, sowohl von demokratischen als auch von republikanischen Kongressabgeordneten.
:confused:
 
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@Togge, ich habe zwar keine Antwort bez. der Fragen wegen Nutzmasse bekommen... Deine Ausführungen waren aber sehr aufschlussreich!

Da bin ich dann auch mal gespannt! Ich hätte kein Problem wenn die Russen mal etwas Geld verdienen würden. Dann könnten sie endlcih Ihre ehrgeizigen Projekte weiterverfolgen... Und da gab es ja in der Vergangenheit immer irgend etwas zu bestaunen...
 
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Proton - Titan IV - Ariane 5

@ suchoi.net

Zu den Trägerraketen habe ich bei astronautix.com und im Buch Raumfahrtsystem von Messerschmid/Fasoulas folgende Angaben gefunden (gerundet).
Die Nutzlast bezieht sich auf einen niedrigen Erdorbit (ca. 185 km)

Proton 8K82K (träger für die russischen ISS Module)
Startmasse ca. 700t Nutzlast ca. 20t

Titan IV
Startmasse ca. 880t Nutzlast ca. 18t

Titan IVB
Startmasse ca. 940t Nutzlast ca. 22t

Ariane 5
Startmasse ca. 740t Nutzlast ca. 16t

Das im Vergleich zur Proton ungünstige Verhältnis von Nutzlast/Startmasse von Titan und Ariane erklärt sich durch den schlechteren Wirkungsgrad der Feststoffbooster.
Entscheidend bei der Bewertung der Trägersysteme sind aber die Startkosten. Sie betrugen 1994 für die Proton ca. 50 Mill. $, für die Ariane 5 180 Mill. $ (im Jahr 2000). Der Start einer Titan IV kostet aber ca. 400 Mill. $. Die Titan IV ist auf dem zivilen Markt daher wohl chancenlos und wird eigentlich nur zum Start von amerikanischen Spionagesatelliten verwendet. Die Proton dürfte auch heute noch das günstigste Trägersystem in dieser Gewichtsklasse sein. Interessant ist, dass sie eigentlich mal für den Flug zum Mond mit dem Raumschifftyp Zond entwickelt wurde.
 
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Der Ende der Woche ausscheidende NASA Direktor Dan Goldin befürchtet, dass wegen der Budgetkürzungen einige der 10 NASA Centers geschlossen werden müssen.
 
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Sieh an!!! Danke @TOGGE. Das mit den Startkosten ist ja hammerhart! ;)

Auch bei anderen Dingen sind ja die Russen kunkurrenzlos was den Preis angeht. Manchmal frage ich mich wirklich, ob es Dumpingpreise sind - ob sie damit wirklich klarkommen.

Mir fallen da noch solche Dinge ein wie:

- Vermietung AN-124
- Vermietung AN-225 (läuft an)
- Start von kleinen Satelliten von ehemaligen U-Booten
- Start von kleinen Satelliten von ehemaligen Trägerfahrzeugen der SS-22
- Nutzung ehemaliger U-Schiffe als Erzfrachter unter dem Eis (ist wohl geplant)
 
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