Ju-87 Interessierte

Diskutiere Ju-87 Interessierte im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Siehe #267
AGO Scheer

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Siehe #267
 
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Susie-Q

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Soweit meine Kenntnis:

war der kleine Propeller am Fahrwerk der Ju 87, der Antrieb für ein Notstromaggregat.
Das war notwendig, wenn etwa bei stehendem Motor oder beim Leerlauf kein Strom mehr von der Lichtmaschine erzeugt wurde.
Sonst wären alle Lichter ausgegangen.
Bei der Me163 ist dieser kleine Propeller an der Spitze des Flugzeugs angebracht.
Auch die Arado 96 hatte so ein Ding vorn am Propeller.

Das Heulen der Sirenen, bei der Ju 87, wurde durch ein so genanntes Jericho-Gerät (Jericho Trompete) erzeugt.
Das war an den Flossen der Bomben angebracht... und heulte ab einer bestimmten Fallgeschwindigkeit laut und furchteinflößend drauf los.

Gruß from Heli
 
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WaS

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Die Me 163 brauchte wohl wirklich ein "Windrad" (heute sagt man "Ram Air Turbine"), weil ihr Raketenantrieb keine Teile enthielt, die eine Lichtmaschine hätten antreiben können.

Die "Blätter" auf dem Spinner der Ar 96 hingegen haben mit der Propellerverstellung zu tun. Im Netz gibt's dazu eine Schnittzeichnung (aber erklären kann ich die leider nicht.)

Insofern bin ich jetzt auch hinsichtlich dieser Erklärung der "Jericho-Trompete" sehr skeptisch. Zumal sie allem widerspricht, was ich dazu bisher gelesen habe, also dass der Lärm-Erzeuger am Flugzeig angebaut war und nicht an den Bomben.
 
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78587?

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Soweit meine Kenntnis:

war der kleine Propeller am Fahrwerk der Ju 87, der Antrieb für ein Notstromaggregat.
Das war notwendig, wenn etwa bei stehendem Motor oder beim Leerlauf kein Strom mehr von der Lichtmaschine erzeugt wurde.
Sonst wären alle Lichter ausgegangen.
Schon mal was von einem "Bordsammler" gelesen ??

.
Das Heulen der Sirenen, bei der Ju 87, wurde durch ein so genanntes Jericho-Gerät (Jericho Trompete) erzeugt.
Das war an den Flossen der Bomben angebracht... und heulte ab einer bestimmten Fallgeschwindigkeit laut und furchteinflößend drauf los.

Gruß from Heli
Die Abwurfwaffe hängt bei der Ju87 im Luftschraubenstrom, wenn dem so wäre, dann würden die schon am Boden "Jaulen"

Ansonsten steht auch bei Wiki nur Nonsens: Jericho-Trompete – Wikipedia


Schluss mit Spekulationen !


Die Position "1" bezeichnet die Hydraulische Bremse mit der Luftschraube, und bildet zusammen das "Lärmgerät"

.
 
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AGO Scheer

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Ar 96 mit Musik?
Nö!

Das ist ein automatischer Argus- Verstellpropeller und du meinst das achtflüglige Segment der Luftschraubennabe, welches automatisch den Einstellwinkel der Propellerblätter regelt.
Den hatten übrigens ein paar mehr Maschinen mit AS 10 Motoren.



.
 
Susie-Q

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war der kleine Propeller am Fahrwerk der Ju 87, der Antrieb für ein Notstromaggregat...
Das war notwendig, wenn etwa bei stehendem Motor oder beim Leerlauf kein Strom mehr von der Lichtmaschine erzeugt wurde.
Sonst wären alle Lichter ausgegangen.
Bei der Me163 ist dieser kleine Propeller an der Spitze des Flugzeugs angebracht.
Auch die Arado 96 hatte so ein Ding vorn am Propeller.

Das Heulen der Sirenen, bei der Ju 87, wurde durch ein so genanntes Jericho-Gerät (Jericho Trompete) erzeugt.
Das war an den Flossen der Bomben angebracht... und heulte ab einer bestimmten Fallgeschwindigkeit laut und furchteinflößend drauf los.

Gruß from Heli
Soweit meine Kenntnis:

Aber du lieber Hilmar hast recht!!!
 
Susie-Q

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Ar 96 mit Musik?
Nö!

Das ist ein automatischer Argus- Verstellpropeller und du meinst das achtflüglige Segment der Luftschraubennabe, welches automatisch den Einstellwinkel der Propellerblätter regelt.
Den hatten übrigens ein paar mehr Maschinen mit AS 10 Motoren.



.
Du hast recht!!!
 
Susie-Q

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Schluss mit Spekulationen !
.
Hei lieber Hilmar,
sei gegrüßt mein Freund!

Vielleicht weißt du das ja auch?!
Wie und wann wurden die Jericho Trompeten zum Heulen gebracht?

Die hingen ja auch während des Fluges schon im Fahrtwind!

Sie wurden ja auch bei der 109, verwendet... wenn sie Bomben trug.
 
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Jubernd

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Es gab also zwei grundsätzliche Verfahren zur Lärmerzeugung. Der Sirenenton der Propellervariante schwoll an und nahm dann wieder ab Der durch die Orgelpfeifen erzeugte nahm mit zunehmender Fallgeschwindigkeit zu und blieb bis zum Aufschlag. Beide Varianten sind hier dargestellt. Eine Quellenangabe wäre nicht schlecht.
 

78587?

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Die hingen ja auch während des Fluges schon im Fahrtwind!

Sie wurden ja auch bei der 109, verwendet... wenn sie Bomben trug.
Kann dir vielleicht helfen

Bei der 109 müssten die sich erst nach dem Ausklinken aktiviert haben. Anders bei der Ju87, die "Waffe" wurde da ja erst kurz vor dem Abfangen vom Flugzeug getrennt, da wäre das "Geräusch" nur sehr kurzzeitig aktiv gewesen.

.
 

Ta152

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Es gab also zwei grundsätzliche Verfahren zur Lärmerzeugung. Der Sirenenton der Propellervariante schwoll an und nahm dann wieder ab Der durch die Orgelpfeifen erzeugte nahm mit zunehmender Fallgeschwindigkeit zu und blieb bis zum Aufschlag. Beide Varianten sind hier dargestellt. Eine Quellenangabe wäre nicht schlecht.
Bist du dir sicher mit dem An und Abschwellen bei fest im Flugzeug eingebauten Gerät? Abhängig von der Fluggeschwindigkeit ja, sonst aber konstant würde ich behaupten.

Bei den "Orgelpfeifen". Ich würde davon ausgehen das die permament ein Geräusch erzeuget haben. Während sie am Flugzeug hingen war es aber durch die zu geringe Geschwindigkeit und den Motorlärm gering genug um nicht zu stören. Wenn die Bombe dann abgeworfen wurde, nahm die Geschwindigkeit stark zu, dazu entfernten sich die Motorgeräusche. In eine Trillerpfeife muß man schießlichzlich auch kräftig rein blasen um einen lauten Ton zu erzeugen.
 

Jubernd

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Du kannst dir den Ton selbst anhören. (youtube)
 
Junkers-Peter

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Wobei das Lärmgerät erst ab Baureihe Ju 87 D wirklich Serie war. Bei der Baureihe A war es gar nicht vorhanden und bei der Baureihe B war es anscheinend ein Rüstsatz. Im normalen Handbuch der Ju 87 B wird die Lärmanlage nicht erwähnt.

Meist sieht das Federbein bzw. die Verkleidung bei der B so aus, also ohne Lärmgerät und ohne erkennbare Öffnung für den Einbau. Ich habe auch Nahaufnahmen, auf denen man nichts erkennen kann.



Und sehr oft ist das Lärmgerät, wenn vorgesehen, ausgebaut worden und mit einer anscheinend auch werksmäßig gelieferten Verkleidung versehen:


Selten sieht man es so:


Bei der Ju 87 D habe ich auch verschiedene Zustände auf Fotos gesehen. Man müsste dazu wohl die Rüstsatz-Handbücher durchsehen.
 
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Ta152

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Du kannst dir den Ton selbst anhören. (youtube)
Auf Youtube gibt es viele Videos...
Das Problem ist das praktisch alle Frontaufnahmen aus dem zweiten Weltkrieg nachvertont wurden, sprich der Ton muß nicht zum Bild passen.
 

Ta152

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Wobei das Lärmgerät erst ab Baureihe Ju 87 D wirklich Serie war. Bei der Baureihe A war es gar nicht vorhanden und bei der Baureihe B war es anscheinend ein Rüstsatz. Im normalen Handbuch der Ju 87 B wird die Lärmanlage nicht erwähnt.
< snip >
Das ist interessant wo doch die heulenden Stukas immer als das Symbol des Blitzkrieges 1939/40 hinzugezogen wird.
 

alois

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Bei der B Version hat man halt, je nach Bedarf, den Rüstsatz zugerüstet. Beider D Version gab es die ja auch nicht überall. Macht wenig Sinn heulend auf ein Schiff zu stürzen, aber sehr viel auf eine Stellung irgend wo in Polen oder Russland, wo man auch weg laufen kann.
 
Junkers-Peter

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Dass mit dem Rüstsatz war eine Spekulation von mir.

Anbei noch ein Junkers-Werksfoto. Zum Umrüsten mußte wenigstens der obere Teil der Fahrgestell-Verkleidung ausgetauscht (ausgenietet?) werden. Viel Aufwand, wie ich finde. Und das Lärmgerät selber wurde dann wohl am Federbein befestigt. Mmmhhh...




Das ist interessant wo doch die heulenden Stukas immer als das Symbol des Blitzkrieges 1939/40 hinzugezogen wird.
Da kann ich mir momentan auch noch keinen Reim drauf machen. Vielleicht hat @Monitor in den Büchern über die Stuka-Geschwader irgendwelche Hinweise zum Einsatz des Lärmgerätes finden können.
 
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Jubernd

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war der kleine Propeller am Fahrwerk der Ju 87, der Antrieb für ein Notstromaggregat.
Das war notwendig, wenn etwa bei stehendem Motor oder beim Leerlauf kein Strom mehr von der Lichtmaschine erzeugt wurde.
Sonst wären alle Lichter ausgegangen.
Bei der Me163 ist dieser kleine Propeller an der Spitze des Flugzeugs angebracht.
Auch die Arado 96 hatte so ein Ding vorn am Propeller.

Das Heulen der Sirenen, bei der Ju 87, wurde durch ein so genanntes Jericho-Gerät (Jericho Trompete) erzeugt.
Das war an den Flossen der Bomben angebracht... und heulte ab einer bestimmten Fallgeschwindigkeit laut und furchteinflößend drauf los.

Gruß from Heli
Leider war es mir nie vergönnt, aus dem Junkers-Schrott ein solches Lärmgerät zu bergen. Mehrfach wurde aber hier ein kleiner Aluminium-Propeller geborgen. Er hatte zwei sehr dünnwandige, hochpräzise geformte Einzelblätter (Propellerdurchmesser ca. 30cm), deren Steigung manuell verstellt (kugelgelagert) und mit schweren Endmuttern gesichert werden konnten. Die Flügel lagen dazu nicht in einer Dreh-Achse, sondern um ca. 10cm versetzt in einem Metallblock, der zentral eine Achse aus Rohrmaterial aufwies, leider von Schrottsammlern immer kurz abgesägt. Die Meinungen gingen von Versuchspropeller über Windkanalteil bis zum Notgenerator an der Ju52. Gibt es davon vielleicht eine Aufnahme?
 
HoHun

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Moin!

Das ist interessant wo doch die heulenden Stukas immer als das Symbol des Blitzkrieges 1939/40 hinzugezogen wird.
Ja, spannende Fragestellung! :-)

Ich würde es auch nicht ausschließen, daß die Stuka im Sturzflug ein "natürliches" Heulen aufwies, das dann die Luftwaffe zur Erfindung von zweckmäßigen Lärmgeräten inspirierte.

Wer auf einem Flugtag mal eine P-51 hat pfeifen hören, kennt den Effekt ... und die Ju 87 hat deutlich mehr Ecken und Kanten als die P-51, die vielleicht Windgeräusche erzeugen könnten.

Auch die Luftschraube ist im Sturzflug wahrscheinlich für einiges an Lärm verantwortlich.

Tschüs!

Henning (HoHun)
 
Junkers-Peter

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Der Motor war im Sturzflug im Leerlauf und die Luftschraube auf großer Steigung. Der Motor durfte im Sturzflug ja nicht überdrehen.

Die Hs 123 mit BMW 132 hatte z.B. keine Verstellschraube und dadurch heulte der Motor im Sturzflug bei dieser Maschine stark auf.

Dagegen (Zitat aus dem Junkers-Artikel "Motor und Luftschraube im Sturzflug" von 1942):
"Die Einführung der Verstellschraube führte dazu, daß bei der Ju 87 und Ju 88 das von der Luftschraube und dem Motor erzeugte Geräusch während des Sturzfluges kaum stärker als im Horizontalflug ist. Die auf große Steigung gebrachte Luftschraube verhindert ein Abreißen der Luftströmung an den Luftschraubenblättern, durch das sonst das Aufheulen hervorgerufen wird."
Es wird auch noch von einer Bremswirkung der Luftschraube im Sturzflug geschrieben.

Inwiefern die Zelle Heulgeräusche verursacht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Kann es mir aber kaum vorstellen.
 
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