Ju-Air darf keine Flüge mehr anbieten

Diskutiere Ju-Air darf keine Flüge mehr anbieten im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Die Kreiszeitung berichtet heute, dass die Ju-Air keine Flüge mehr mit den verbliebenen Ju 52 für zahlende Passagiere anbieten darf. Nach dem...

Jumo 004

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Die Kreiszeitung berichtet heute, dass die Ju-Air keine Flüge mehr mit den verbliebenen Ju 52 für zahlende Passagiere anbieten darf. Nach dem Absturz einer Maschine im letzten Jahr sei das Bundesamt für Zivilluftfahrt zu dem Schluss gekommen, dass ein kommerzieller Weiterbetrieb mit historischen Flugzeugen die heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfülle.
Vor diesem Hintergrund scheinen die kürzlich getroffenen Entscheidungen der Lufthansa in einem anderen Licht. Es ist ja nicht auszuschließen, dass man vorab schon Gerüchte aus der Schweiz vernommen und hier in D eine ähnliche Entscheidung befürchtet hatte. Dann wäre alle weiteren Investitionen in die D-AQUI / D-CDLH umsonst gewesen.
 

Rhönlerche

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Ein Verbot, zahlende Passagiere zu befördern, ist ja kein Flugverbot. Von daher mag es sich trotzdem lohnen, die Oldies flugfähig zu erhalten.
 
Oli_CH

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Die Ju Air wird weiter fliegen. Die Passagiere bezahlen weiterhin, sind aber nun Vereinsmitglied. Anscheinend soll das BAZL etwas vorweg nehmen das die EASA bereits plant und vermutlich eine grosse Welle schlagen wird...
 

Jumo 004

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Wenn die EASA schon etwas plant, ist es umso mehr nachvollziehbar, dass die Lufthansa verkündet hat, den kommerziellen Weiterbetrieb der D-AQUI und die Aufarbeitung der L1649A für einen solchen Zweck einzustellen. Wenn es sich bei Ju-Air um einen eingetragenen Verein handelt und die "Fluggäste" alles Vereinsmitglieder sind, kann das sicherlich so funktionieren. LH ist aber kein Verein, sondern eine AG. Da müsste erst einmal ein Verein gegründet werden, bei dem die Passagiere dann Mitglieder werden können.
 

an-12

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Wenn die EASA schon etwas plant, ist es umso mehr nachvollziehbar, dass die Lufthansa verkündet hat, den kommerziellen Weiterbetrieb der D-AQUI und die Aufarbeitung der L1649A für einen solchen Zweck einzustellen. Wenn es sich bei Ju-Air um einen eingetragenen Verein handelt und die "Fluggäste" alles Vereinsmitglieder sind, kann das sicherlich so funktionieren. LH ist aber kein Verein, sondern eine AG. Da müsste erst einmal ein Verein gegründet werden, bei dem die Passagiere dann Mitglieder werden können.
Das ist nicht ganz richtig. Die JU - und so war es auch mit der 1649 geplant - wird durch die Deutsche Lufthansa Berlinstiftung betrieben unter einem eigenen AOC. Auch einen Förderverein gibt es bereits, so dass nichts neugegründet werden müsste...
Dass sich eine Lufthansa mit solch einem Konstukt schwer tut ist aber eben auch klar
 
Oli_CH

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Bei der LH wird es wie ich vermute einzig die Kostenfrage gewesen sein die die Ju am Boden lässt... Und im Zuge der 4 Mot Story wurden sicher unangenehme Fragen gestellt und so killt man einfach alles...
 

Jumo 004

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Das ist nicht ganz richtig. Die JU - und so war es auch mit der 1649 geplant - wird durch die Deutsche Lufthansa Berlinstiftung betrieben unter einem eigenen AOC. Auch einen Förderverein gibt es bereits, so dass nichts neugegründet werden müsste...
Dass sich eine Lufthansa mit solch einem Konstukt schwer tut ist aber eben auch klar
Dass die Flugzeuge von der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung betrieben werden/wurden, ist mir bekannt. Allerdings ist die Stiftung kein Verein, dem man einfach mal so eben als Mitglied beitreten kann. Wenn keine kommerziellen Flüge mehr durchgeführt werden dürfen und die Mitflüge nur noch für Vereinsmitglieder durchgeführt werden können, müsste der Förderverein "Freunde der Lufthansa Ju 52 e. V." als Betreiber des Flugzeugs auftreten. Da ist dann halt die Frage, ob er das will und auch kann. Das deutsche Vereinsrecht ist recht kompliziert. Das wird jeder wissen, der schon einmal eine Leitungsfuktion ausgeübt hat. Da muss man im Falle eines Falles für Entscheidungen als Vorstand persönlich den Kopf hinhalten und mit seinem Privatvermögen haften.
 
aircraftfan

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Die Lufthansa hat nicht verkündet, das der kommerzielle Betrieb der D-AQUI eingestellt wird. Sie hat lediglich entschieden, den Eigentümer der D-AQUI, nämlich die DLBS, nicht mehr mit einer Spende zu unterstützen. Daraufhin hat die DLBS den Flugbetrieb (vorerst) eingestellt.
 

Rhönlerche

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Der Passagierflugbetrieb mit der D-CDLH wird nicht mehr durch LH subventioniert, was man bisher gemacht hatte.
 
Kenneth

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Bei der LH wird es wie ich vermute einzig die Kostenfrage gewesen sein die die Ju am Boden lässt... Und im Zuge der 4 Mot Story wurden sicher unangenehme Fragen gestellt und so killt man einfach alles...
Wenn es die Kosten sind, dann hat man etwa 30 Jahre gebraucht, um das festzustellen. So lange fliegt die Ju, und alle, nicht gerade billige Flüge waren fast immer komplett ausgebucht; es kam also auch Geld in die Kasse wieder rein. Diese Ausrede kaufen ich denen nicht ab. Ich vermute Angst vor "bad press" nach dem Unglück in der Schweiz, sowie "Rache" nach der absurden Verschleuderung von Geld im Starliner-Projekt als Gründe.
 

Susie-Q

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Wenn es die Kosten sind, dann hat man etwa 30 Jahre gebraucht, um das festzustellen. So lange fliegt die Ju, und alle, nicht gerade billige Flüge waren fast immer komplett ausgebucht; es kam also auch Geld in die Kasse wieder rein. Diese Ausrede kaufen ich denen nicht ab. Ich vermute Angst vor "bad press" nach dem Unglück in der Schweiz, sowie "Rache" nach der absurden Verschleuderung von Geld im Starliner-Projekt als Gründe.
Aktionäre wollen Geld sehen, haben mit dem Fliegen doch nichts am Hut... rein garnichts.
So läuft halt mal das Geschäft :unsure:
 
Kenneth

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Die Fülle von modernen Management-Buzzwords geben keinen Aufschluss darüber wo das ganze Geld herkommen soll. Kein Flugzeug fliegt ohne Geld, in diesem Fall wohl sehr viel davon.
 

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Arbeiten, die bisher von der Ju-Air ausgeführt worden sind, werden nun an
externe Auftragnehmerfirmen vergeben. Diese Auftragnehmer werden die übernommen Arbeiten nicht aus reiner Nächstenliebe durchführen, sondern sie wollen damit einen Gewinn machen.
D. h., dass die ganze Geschichte noch teurer als bisher werden wird.

Zwei Ju 52 sind nun 80 Jahre alt. Ich denke, es fehlt auch eine gewisse Perspektive, wie lange man denn solche Maschinen überhaupt noch fliegen kann und fliegen will.
Bis zum Alter von 100 Jahren, gar 120 Jahren?

Sorry, aber ich glaube nicht, dass die Tante Ju bei der Ju-Air nochmals abheben wird.
 
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TomTom1969

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Arbeiten, die bisher von der Ju-Air ausgeführt worden sind, werden nun an
externe Auftragnehmerfirmen vergeben. Diese Auftragnehmer werden die übernommen Arbeiten nicht aus reiner Nächstenliebe durchführen, sondern sie wollen damit einen Gewinn machen.
D. h., dass die ganze Geschichte noch teurer als bisher werden wird.
Hast Du Dir den verlinkten Artikel durchgelesen?

Da steht: Der eigene Wartungsbetrieb, der bisher für laufenden Unterhalt, Reparaturen und Überholungen zuständig war, wird aufgelöst. Die technische Betreuung der historischen Flugzeuge wird an die ebenfalls in Dübendorf ansässige JUNKERS Flugzeugwerke AG übergeben, welche auch die bereits laufende Grundüberholung der drei JU-52 verantwortet. Die JUNKERS Flugzeugwerke werden die Ingenieure und Mitarbeitenden des Wartungsbetriebs der JU-AIR in ihre neue Wartungsorganisation übernehmen und so sicherstellen, dass das jahrzehntelange Know-how zu den historischen Flugzeugen erhalten bleibt.

Ich verstehe das so, dass die Arbeiten wie bisher von Freiwilligen gestemmt werden. Nur so hat das in der Vergangenheit funktioniert und warum soll das nicht auch in Zukunft funktionieren? Und selbst wenn Arbeiten gegen Geld nach aussen vergeben werden müssen, muss beim Auftragnehmer noch keine Gewinnerzielungsabsicht bestehen. Vielen Firmen reicht bei solchen Projekten Kostendeckung oder sogar weniger. Dafür dürfen die Mitarbeiter dann mal nah ans Flugzeug oder auch einen Rundflug mitmachen.

Thomas
 
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