Junkers A50 Produktion

Diskutiere Junkers A50 Produktion im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Ich versuche gerade in meiner alten Junkers A50 Produktionsliste ein paar Lücken zu schließen. Vielleicht hat jemand von Euch Informationen zu...

Moderatoren: mcnoch
  1. hzoe

    hzoe Berufspilot

    Dabei seit:
    26.02.2005
    Beiträge:
    51
    Zustimmungen:
    27
    Ort:
    ffm
    Ich versuche gerade in meiner alten Junkers A50 Produktionsliste ein paar Lücken zu schließen.
    Vielleicht hat jemand von Euch Informationen zu den folgenden WNr:

    3504, 3508, 3555-57, 3559, 3561, 3564, 3567, 3569-71

    Ich vermute mal, dass darunter die ungarischen A50 sind,
    möglicherweise auch die portugiesische Foguette,
    deren WNrs fehlen mir nämlich.

    Hat jemand Informationen über die T-5 aus Paraguay?
    Foto davon habe ich, aber keine WNr.

    Vielleicht banal, aber trotzdem die letzte Frage:
    Kennt jemand die A50 - WNr. von D-EJIR und D-EMOT?

    Beste Grüsse,
    Horst
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Ledeba

    Ledeba Fluglehrer

    Dabei seit:
    19.02.2015
    Beiträge:
    130
    Zustimmungen:
    90
    Zumindest von der D - EJIR ... W.Nr.3549
     
    hzoe gefällt das.
  4. #3 Merlin2017, 20.04.2017
    Merlin2017

    Merlin2017 Flugschüler

    Dabei seit:
    23.02.2017
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    3
    3559 R-ACJD Argentinien 11.30, ab 1936 LV-VAA
    3564 R-ACJC Argentinien 11.30
    3561 D-EMUV bei FlÜb Leipzig 1935/36

    mit Gruß
    Gerhard Stemmer
     
    hzoe gefällt das.
  5. #4 Junkers-Peter, 24.04.2017
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

    Dabei seit:
    23.06.2006
    Beiträge:
    1.356
    Zustimmungen:
    1.395
    Ich schaue mal meine Unterlagen nach der A 50 durch. Zur 3504 habe ich folgendes gefunden:

    "Unfall A 50/3504, D-1684 am 17.07.29: Der Motor des Flugzeuges setzte infolge Fehlers in der Benzin-Zuführungsanlage kurz nach dem Start aus. Flugzeugführer Kneer versuchte, den Flugplatz zu erreichen, rutschte jedoch in der Kurve ab, Flugzeug wird ausgeschlachtet. Versagen der Brennstoff-Zuführung wurde restlos geklärt und Wiederholung des Falles durch Leitungsänderung unmöglich gemacht. Bei dem Sturz hat sich gezeigt, daß der Führer der A 50 (hinten) durch die Tiefdeckerkonstruktion relativ gut geschützt ist."
    (Quelle: Junkers-Hauptbüro, Lagerbericht Nr. 8 vom 15.08.29)

    Die Maschine war eigentlich für den Europarundflug 1929 vorgesehen. Es gibt auch Fotos vom Bruch der A 50 auf dem Dessauer Flugfeld, aber ohne Kennzeichen, das sie anscheinend nie getragen hat. Dieses wurde demzufolge für die A 50 gestrichen und der W 33/2577 zugeteilt.
     
    L Andersson und hzoe gefällt das.
  6. #5 Junkers-Peter, 25.04.2017
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

    Dabei seit:
    23.06.2006
    Beiträge:
    1.356
    Zustimmungen:
    1.395
    Anbei wieder mal ein Auszug aus der Junkers-Betriebsstundenstatistik von 1936. Darin sind auch die drei ungarischen A 50 enthalten. Obwohl in dem Dokument nicht angegeben, ist die Zuordnung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit:
    3569 = HA-JAA
    3570 = HA-JAB
    3571 = HA-JAC

    Auf der Seite gibts auch noch ein paar weitere A 50 zu sehen.:squint:

    Zu den restlichen Maschinen schaue ich noch.
     

    Anhänge:

    • A50.jpg
      Dateigröße:
      300 KB
      Aufrufe:
      13
    hemingis, L Andersson und hzoe gefällt das.
  7. #6 Junkers-Peter, 25.04.2017
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

    Dabei seit:
    23.06.2006
    Beiträge:
    1.356
    Zustimmungen:
    1.395
    3508 = wahrscheinlich die "Foguete" der Portugiesen

    3555-57 = wahrsch. die „Acre” „Piray” und „Warnes” der Bolivianischen Luftwaffe

    3561 = eventuell die D-2690, könnte aber auch die 3563 sein

    3564 = hier habe ich folgenden Informationen von einem Bekannten aus südamerikanischen Luftfahrtregistern erhalten: "Air-Britain are running the Argentine R-Register 1928-37 and the following A 50 items have just came up: R-191 c/n 3564 ex R-ACJC, R-191 14/11/30 Bergewr. Mertic y Cia, Buenos Aires, Exported, to Paraguayan military as T-5 late 31, wfu 35"

    3567 = ist wahrscheinlich diese Maschine: "R-190 ex R-ACJB c/n given as 4353 but this would be the engine number, 21/10/30 Federico Hess, Estancia La Reviera. Cancelled; to Paraguayan military as T-3, late 31, dbr (no date) (Engine # 4353)"

    D-EMOT: 3.36, 8.37-4.39 Abgang Luftfahrzeugrolle, Rechlin (Flugbuch Lerche)
     
    L Andersson und hzoe gefällt das.
  8. #7 Junkers-Peter, 25.04.2017
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

    Dabei seit:
    23.06.2006
    Beiträge:
    1.356
    Zustimmungen:
    1.395
    Anbei noch zwei A 50, die ich nicht zuordnen kann:
    Erst einmal eine Maschine mit posierenden amerikanischen Soldaten. Das Foto soll zu Kriegsende laut Verkäufer bei ebay (einem Amerikaner) zu Kriegsende in Brandenburg-Briest entstanden sein. Das kann aber m.E. nach nicht sein, da dort die Russen zu Kriegsende waren.

    Dann eine A 50 D-E?ON auf einem unbekannten Flugplatz. Hier fehlt mir auch die Zuordnung.

    Viele Grüße
    Peter
     

    Anhänge:

    hemingis, hzoe und L Andersson gefällt das.
  9. #8 Junkers-Peter, 25.04.2017
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

    Dabei seit:
    23.06.2006
    Beiträge:
    1.356
    Zustimmungen:
    1.395
    Einen hab ich noch.:biggrin:

    Ich mag es, auf guten, scharfen Fotos spazierenzugehen und unbekannte Dinge zu entdecken. So fiel mir die unscheinbare A 50 auf dem angehängten Fotoausschnitt erst nach intensivem Betrachten des Fotos auf. Auf dem Original erkennt man auch gut das Kennzeichen D-EJUN. Es handelt sich also um die Werk-Nr. 3563. Und anscheinend trägt sie einen dunklen Tarnanstrich. Schade, dass es kein besseres Foto der Maschine gibt.

    Entstanden ist das Foto im Junkers-Stammwerk in Dessau im November 1940. Im Hintergrund erkennt man die Versuchsbauhalle 203. Im Vordergrund sieht man die Ju 288 V1 bei Vorbereitungen zum Erstflug.

    Die A 50 diente wahrscheinlich der Monteurschulung.

    Viele Grüße
    Peter
     

    Anhänge:

    hemingis, hzoe und L Andersson gefällt das.
  10. hzoe

    hzoe Berufspilot

    Dabei seit:
    26.02.2005
    Beiträge:
    51
    Zustimmungen:
    27
    Ort:
    ffm
    Vielen Dank, Peter!
    Die Betriebszeitenübersichten sind "Gold" wert.

    Bei der HA-JAA habe ich einen "written-off" am 13.07.1934 in meinen Daten.
    Wenn sie in der Übersicht 1936 noch geführt wird, ist sie vermutlich reparariert worden.
    Vielleicht hat es aber auch keine "Datenmeldung" aus Ungarn gegeben,
    die Flugstunden sind ja auch nicht gemeldet worden.
    Wichtig ist mir aber erst mal die WNr.

    Ich habe noch ein HA-MAX (Prinz Odesalchi) und eine HA-JOJ aus Ungarn.
    Denke aber nicht, daß das die drei in Serie gelieferten Maschinen sind.
    Reregistrierung ist ebenfalls nicht anzunehmen, da HA-MAX 1932 zugelassen wurde,
    also zeitgleich zu den HA-JAA/B/C.

    Beste Grüsse,
    Horst


     
  11. #10 Junkers-Peter, 26.04.2017
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

    Dabei seit:
    23.06.2006
    Beiträge:
    1.356
    Zustimmungen:
    1.395
    Die HA-JOI könnte die 3536 gewesen sein, die HA-MAX die 3578.
    Eine A 50 wurde nach Persien geliefert.
    Auch ist der Verbleib vieler in Deutschland zugelassener A 50 ungeklärt - und wird es wohl auch bleiben.

    Die Betriebsstundenstatistiken von 1936 und 1938 sind sehr informativ. Leider werden die ganzen "kleinen" Kisten, wie auch die A 50, in der Statistik von 1938 nicht mehr erwähnt.
     
    hzoe gefällt das.
  12. #11 L Andersson, 26.04.2017
    L Andersson

    L Andersson Fluglehrer

    Dabei seit:
    08.11.2009
    Beiträge:
    201
    Zustimmungen:
    422
    Ort:
    Schweden
    Falkenaugen ... :thumbup:
     
  13. #12 Junkers-Peter, 26.04.2017
    Junkers-Peter

    Junkers-Peter Space Cadet

    Dabei seit:
    23.06.2006
    Beiträge:
    1.356
    Zustimmungen:
    1.395
    Lennart, ich hatte gehofft, dass du noch Ergänzungen und eventuell Korrekturen vornehmen kannst.:smile1:
     
  14. #13 L Andersson, 27.04.2017
    L Andersson

    L Andersson Fluglehrer

    Dabei seit:
    08.11.2009
    Beiträge:
    201
    Zustimmungen:
    422
    Ort:
    Schweden
    Kommt schon ...

    I agree on most of your educated guesses here, although it should be stressed that these things are likely but not confirmed.

    I have D-2710/3561 but do not know the source at the moment.

    3578 was stored at Dessau and was still there by September 1933, carried on the books as "scrap".

    I have a note about that as well, but with a question mark.

    Lennart
     
    hemingis, hzoe und Junkers-Peter gefällt das.
  15. hzoe

    hzoe Berufspilot

    Dabei seit:
    26.02.2005
    Beiträge:
    51
    Zustimmungen:
    27
    Ort:
    ffm
    Besten Dank Peter und Lennart für Eure Inputs.

    Wie Lennart richtig sagt, "not confirmed"
    und wie Peter richtig sagt, werden wir für Vieles keine Confirmation mehr finden.
    Bei der A50 ist es noch verhältnismässig einfach mit ihren überschaubaren Lücken,
    die man mit Fragezeichen füllen kann.

    Für Falkenauge habe ich noch eins:

    vier A50 auf dem Deutschlandflug 1934.
    Die D-2644 (WNr. 3544) und D-2712 (WNr. 3560) kenne ich.
    Hinten entweder D-1848 / D-1847 (das wären aber BFW M18)
    oder wahrscheinlicher D-2848 / 2847 (sowas müsste 1933 zugelassen worden sein)
    habe ich noch nicht drauf.

    Anhänge:

     
    Hannes64, Junkers-Peter, L Andersson und einer weiteren Person gefällt das.
  16. Anzeige

    Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  17. rimme

    rimme Flieger-Ass

    Dabei seit:
    22.06.2013
    Beiträge:
    388
    Zustimmungen:
    228
    Beruf:
    Projektleiter auf dem Bau
    Ort:
    OWL-Ostwestfalen-Lippe
    Hallo hzoe,

    ich zähle sogar 5 Junkers A 50. Sie gehörten alle zum Verband der Untergruppe Dresden. Ganz vorne auf dem Bild kann man noch das Heck der D-2641, Werk-Nr. 3549 erkennen. Dann die D-2644, Werk-Nr. 3544; die D-2712, Werk-Nr. 3560; die D-2648, Werk-Nr. 3548 und ganz hinten die D-2647, Werk-Nr. 3547. Beim Verbandsfliegen belegte der Verband damals den Platz 18.


    Gruß Rimme
     
    L Andersson, hemingis und hzoe gefällt das.
  18. hzoe

    hzoe Berufspilot

    Dabei seit:
    26.02.2005
    Beiträge:
    51
    Zustimmungen:
    27
    Ort:
    ffm
    Hallo Rimme,

    Du hast natürlich recht ... da kann man auch eine "6" reininterpretieren
    und tatsächlich habe ich bei WNr. 3547 und 3548 den Deutschlandflug 1934 schon drinstehen.
    Hätte ich mir auch selbst beantworten können, aber dann hätten wir das schöne Photo nicht gehabt ;-)

    Besten Dank,
    Horst
     
Moderatoren: mcnoch
Thema: Junkers A50 Produktion
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. junkers

    ,
  2. Ju 523m

    ,
  3. Junkaers

Die Seite wird geladen...

Junkers A50 Produktion - Ähnliche Themen

  1. Mitflug im Cockpit der Junkers Ju 52 "Tante Ju"

    Mitflug im Cockpit der Junkers Ju 52 "Tante Ju": Vor Knapp 2 Wochen war er soweit. Ich habe die Gelegenheit bekommen in einer Ju 52/3m (HB-HOS) der Schweizer Ju-Air mit originalen BMW Motoren im...
  2. Junkers Dessau nach 1946

    Junkers Dessau nach 1946: Mir fiel gerade ein CIOS-Report vom Februar 1948 in die Hände, die eine Aufstellung von angeblich in Dessau 1947 produzierten Flugzeugen enthält....
  3. Junkers for Scandinavia

    Junkers for Scandinavia: Hei, Dieses Jahr ist es zehn Jahren her das ich mein erstes Buch "Junkers for Scandinavia" herausgebracht habe. Es folgten noch 15 andere Bücher,...
  4. Junkers A 50ce D-1842 Tempelhof

    Junkers A 50ce D-1842 Tempelhof: Hallo, obwohl es hier bereits einen Thread zu der Junkers A 50 gibt, habe ich doch einen eigenen aufgemacht, weil es hier nicht um Werksnummern...
  5. Junkers J.I - Eduard 1:72

    Junkers J.I - Eduard 1:72: Als "Pause" zwischen den Fokker's kündige ich hier die Junkers J.I von Eduard an. Es war das erste Flugzeug mit Ganzmetallrumpf im Einsatz und...