Junkers A50 Produktion

Diskutiere Junkers A50 Produktion im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Ich versuche gerade in meiner alten Junkers A50 Produktionsliste ein paar Lücken zu schließen. Vielleicht hat jemand von Euch Informationen zu...

hzoe

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Ich versuche gerade in meiner alten Junkers A50 Produktionsliste ein paar Lücken zu schließen.
Vielleicht hat jemand von Euch Informationen zu den folgenden WNr:

3504, 3508, 3555-57, 3559, 3561, 3564, 3567, 3569-71

Ich vermute mal, dass darunter die ungarischen A50 sind,
möglicherweise auch die portugiesische Foguette,
deren WNrs fehlen mir nämlich.

Hat jemand Informationen über die T-5 aus Paraguay?
Foto davon habe ich, aber keine WNr.

Vielleicht banal, aber trotzdem die letzte Frage:
Kennt jemand die A50 - WNr. von D-EJIR und D-EMOT?

Beste Grüsse,
Horst
 
#
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Ledeba

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Zumindest von der D - EJIR ... W.Nr.3549
 

Merlin2017

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3559 R-ACJD Argentinien 11.30, ab 1936 LV-VAA
3564 R-ACJC Argentinien 11.30
3561 D-EMUV bei FlÜb Leipzig 1935/36

mit Gruß
Gerhard Stemmer
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Ich schaue mal meine Unterlagen nach der A 50 durch. Zur 3504 habe ich folgendes gefunden:

"Unfall A 50/3504, D-1684 am 17.07.29: Der Motor des Flugzeuges setzte infolge Fehlers in der Benzin-Zuführungsanlage kurz nach dem Start aus. Flugzeugführer Kneer versuchte, den Flugplatz zu erreichen, rutschte jedoch in der Kurve ab, Flugzeug wird ausgeschlachtet. Versagen der Brennstoff-Zuführung wurde restlos geklärt und Wiederholung des Falles durch Leitungsänderung unmöglich gemacht. Bei dem Sturz hat sich gezeigt, daß der Führer der A 50 (hinten) durch die Tiefdeckerkonstruktion relativ gut geschützt ist."
(Quelle: Junkers-Hauptbüro, Lagerbericht Nr. 8 vom 15.08.29)

Die Maschine war eigentlich für den Europarundflug 1929 vorgesehen. Es gibt auch Fotos vom Bruch der A 50 auf dem Dessauer Flugfeld, aber ohne Kennzeichen, das sie anscheinend nie getragen hat. Dieses wurde demzufolge für die A 50 gestrichen und der W 33/2577 zugeteilt.
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Anbei wieder mal ein Auszug aus der Junkers-Betriebsstundenstatistik von 1936. Darin sind auch die drei ungarischen A 50 enthalten. Obwohl in dem Dokument nicht angegeben, ist die Zuordnung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit:
3569 = HA-JAA
3570 = HA-JAB
3571 = HA-JAC

Auf der Seite gibts auch noch ein paar weitere A 50 zu sehen.:squint:

Zu den restlichen Maschinen schaue ich noch.
 
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Junkers-Peter

Junkers-Peter

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3508 = wahrscheinlich die "Foguete" der Portugiesen

3555-57 = wahrsch. die „Acre” „Piray” und „Warnes” der Bolivianischen Luftwaffe

3561 = eventuell die D-2690, könnte aber auch die 3563 sein

3564 = hier habe ich folgenden Informationen von einem Bekannten aus südamerikanischen Luftfahrtregistern erhalten: "Air-Britain are running the Argentine R-Register 1928-37 and the following A 50 items have just came up: R-191 c/n 3564 ex R-ACJC, R-191 14/11/30 Bergewr. Mertic y Cia, Buenos Aires, Exported, to Paraguayan military as T-5 late 31, wfu 35"

3567 = ist wahrscheinlich diese Maschine: "R-190 ex R-ACJB c/n given as 4353 but this would be the engine number, 21/10/30 Federico Hess, Estancia La Reviera. Cancelled; to Paraguayan military as T-3, late 31, dbr (no date) (Engine # 4353)"

D-EMOT: 3.36, 8.37-4.39 Abgang Luftfahrzeugrolle, Rechlin (Flugbuch Lerche)
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Anbei noch zwei A 50, die ich nicht zuordnen kann:
Erst einmal eine Maschine mit posierenden amerikanischen Soldaten. Das Foto soll zu Kriegsende laut Verkäufer bei ebay (einem Amerikaner) zu Kriegsende in Brandenburg-Briest entstanden sein. Das kann aber m.E. nach nicht sein, da dort die Russen zu Kriegsende waren.

Dann eine A 50 D-E?ON auf einem unbekannten Flugplatz. Hier fehlt mir auch die Zuordnung.

Viele Grüße
Peter
 
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Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Einen hab ich noch.:biggrin:

Ich mag es, auf guten, scharfen Fotos spazierenzugehen und unbekannte Dinge zu entdecken. So fiel mir die unscheinbare A 50 auf dem angehängten Fotoausschnitt erst nach intensivem Betrachten des Fotos auf. Auf dem Original erkennt man auch gut das Kennzeichen D-EJUN. Es handelt sich also um die Werk-Nr. 3563. Und anscheinend trägt sie einen dunklen Tarnanstrich. Schade, dass es kein besseres Foto der Maschine gibt.

Entstanden ist das Foto im Junkers-Stammwerk in Dessau im November 1940. Im Hintergrund erkennt man die Versuchsbauhalle 203. Im Vordergrund sieht man die Ju 288 V1 bei Vorbereitungen zum Erstflug.

Die A 50 diente wahrscheinlich der Monteurschulung.

Viele Grüße
Peter
 
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hzoe

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Vielen Dank, Peter!
Die Betriebszeitenübersichten sind "Gold" wert.

Bei der HA-JAA habe ich einen "written-off" am 13.07.1934 in meinen Daten.
Wenn sie in der Übersicht 1936 noch geführt wird, ist sie vermutlich reparariert worden.
Vielleicht hat es aber auch keine "Datenmeldung" aus Ungarn gegeben,
die Flugstunden sind ja auch nicht gemeldet worden.
Wichtig ist mir aber erst mal die WNr.

Ich habe noch ein HA-MAX (Prinz Odesalchi) und eine HA-JOJ aus Ungarn.
Denke aber nicht, daß das die drei in Serie gelieferten Maschinen sind.
Reregistrierung ist ebenfalls nicht anzunehmen, da HA-MAX 1932 zugelassen wurde,
also zeitgleich zu den HA-JAA/B/C.

Beste Grüsse,
Horst


Anbei wieder mal ein Auszug aus der Junkers-Betriebsstundenstatistik von 1936. Darin sind auch die drei ungarischen A 50 enthalten. Obwohl in dem Dokument nicht angegeben, ist die Zuordnung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit:
3569 = HA-JAA
3570 = HA-JAB
3571 = HA-JAC

Auf der Seite gibts auch noch ein paar weitere A 50 zu sehen.:squint:

Zu den restlichen Maschinen schaue ich noch.
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Die HA-JOI könnte die 3536 gewesen sein, die HA-MAX die 3578.
Eine A 50 wurde nach Persien geliefert.
Auch ist der Verbleib vieler in Deutschland zugelassener A 50 ungeklärt - und wird es wohl auch bleiben.

Die Betriebsstundenstatistiken von 1936 und 1938 sind sehr informativ. Leider werden die ganzen "kleinen" Kisten, wie auch die A 50, in der Statistik von 1938 nicht mehr erwähnt.
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Lennart, ich hatte gehofft, dass du noch Ergänzungen und eventuell Korrekturen vornehmen kannst.:smile1:
 
L Andersson

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Kommt schon ...

I agree on most of your educated guesses here, although it should be stressed that these things are likely but not confirmed.

3561 = eventuell die D-2690, könnte aber auch die 3563 sein
I have D-2710/3561 but do not know the source at the moment.

Die HA-JOI könnte die 3536 gewesen sein, die HA-MAX die 3578.
3578 was stored at Dessau and was still there by September 1933, carried on the books as "scrap".

Eine A 50 wurde nach Persien geliefert.
I have a note about that as well, but with a question mark.

Lennart
 

hzoe

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Besten Dank Peter und Lennart für Eure Inputs.

Wie Lennart richtig sagt, "not confirmed"
und wie Peter richtig sagt, werden wir für Vieles keine Confirmation mehr finden.
Bei der A50 ist es noch verhältnismässig einfach mit ihren überschaubaren Lücken,
die man mit Fragezeichen füllen kann.

Für Falkenauge habe ich noch eins:

vier A50 auf dem Deutschlandflug 1934.
Die D-2644 (WNr. 3544) und D-2712 (WNr. 3560) kenne ich.
Hinten entweder D-1848 / D-1847 (das wären aber BFW M18)
oder wahrscheinlicher D-2848 / 2847 (sowas müsste 1933 zugelassen worden sein)
habe ich noch nicht drauf.

 
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rimme

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Hallo hzoe,

ich zähle sogar 5 Junkers A 50. Sie gehörten alle zum Verband der Untergruppe Dresden. Ganz vorne auf dem Bild kann man noch das Heck der D-2641, Werk-Nr. 3549 erkennen. Dann die D-2644, Werk-Nr. 3544; die D-2712, Werk-Nr. 3560; die D-2648, Werk-Nr. 3548 und ganz hinten die D-2647, Werk-Nr. 3547. Beim Verbandsfliegen belegte der Verband damals den Platz 18.


Gruß Rimme
 

hzoe

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Hallo Rimme,

Du hast natürlich recht ... da kann man auch eine "6" reininterpretieren
und tatsächlich habe ich bei WNr. 3547 und 3548 den Deutschlandflug 1934 schon drinstehen.
Hätte ich mir auch selbst beantworten können, aber dann hätten wir das schöne Photo nicht gehabt ;-)

Besten Dank,
Horst
 
Thema:

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