Junkers Ju 87 D-1 mit Schneekufen, Fujimi mit Umbauset von KORA

Diskutiere Junkers Ju 87 D-1 mit Schneekufen, Fujimi mit Umbauset von KORA im Props bis 1/72 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; An den verschiedensten deutschen Flugzeugen testete man Schneekufen. Natürlich auch den unterschiedlichen Junkers-Typen. Allerdings war der Erfolg...
syrphus

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An den verschiedensten deutschen Flugzeugen testete man Schneekufen. Natürlich auch den unterschiedlichen Junkers-Typen. Allerdings war der Erfolg und Anwendung in der Praxis sehr unterschiedlich ausgeprägt. So flogen die Junkers F 13 und W 34 relativ erfolgreich mit Ski-Fahrwerk. Bei der Ju 87 war es allerdings weniger erfolgreich.
Skifahrwerke beeinträchtigten zwar nicht wesentlich die Start- und Landefähigkeit, jedoch verschlechterten sie die Stabilität, was zu Problemen im horizontalen Flug und Manövrierflügen führte. Dies war insbesondere der Fall bei Maschinen mit starken Motoren und hohen Geschwindigkeiten, wie beispielsweise bei der Ju 87. Dabei gab es neben den funktionalen auch mechanische Probleme, die nicht gelöst werden konnten, was schließlich dazu führte, dass sie nicht in Serie produziert wurden.
Getestet wurden mindesten zwei verschiedene Schneekufenformen, was mit einigen Fotos belegbar ist. Unter anderem in dem Heft von AirDOC "Junkers Ju 87 Stuka Teil 2 - Die D-Variante des Sturzkampfbombers" auf Seite 23. Mir bekannt sind die Versionen Ju 87 B und Ju 87 D (auch Prototypen), die bei diesen Tests verwendet wurden. Zwei Modelle davon gibt es hier im FF bereits zu sehen.





 
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syrphus

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Auf dem Zubehörmarkt für die Junkers Ju 87 findet man bei KORA Resin-Umbausets inklusive Decals für die schmalen sowie breiten Schneekufen, bei KORA als early und late bezeichnet. Da ich die schmalen (early) Kufen aus dem Bausatz von Zvezda verwendet habe, griff bei dem Angebot der breiten Kufen (late) zu. Aus den zwei angebotenen Sets wählte ich die T6+TH, weil mir die Wintertarnung zur Schneekufe passender erschien als der sandbraune Mittelmeeranstrich.
Als Bausatz wählte ich den von mir schon mehrfach verwendeten Kit von Fujimi. Die Fahrwerke von KORA passten wunderbar an das Modell.
Da das Flugzeug mit einem abwaschbaren weißen Anstrich flog, musste natürlich die vorgeschriebene Segmenttarnung unten drunter. Dann kam das Weiß darüber. Dabei hätte ich noch etwas unordentlicher sein sollen, aber ich bin recht zufrieden mit dem Ergebnis.
Die Decals von KORA sind hauchdünn und lassen sich hervorragend verarbeiten. Man muss sie nur sehr genau ausschneiden, da sie auf durchgehenden Trägerfilm gedruckt sind

 
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Zivilist

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Interessant und wie immer nach meinem Geschmack "richtig", also gründlich recherchiert, sauber gebaut und passend lackiert! Schoenes Trio!!
Wie wurden die Kufen denn in ihrer richtigen Lage bei Flug und Landung gehalten?
Aeusserlich kann ich da nichts erkennen...
 
syrphus

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Wie wurden die Kufen denn in ihrer richtigen Lage bei Flug und Landung gehalten?
Aeusserlich kann ich da nichts erkennen...
Das ist eine gute Frage. Bei der Junkers F 13 sieht man deutlich, dass es an der Spitze und am Ende (Gummi)Bänder gab, die den Ski in waagerechter Lage hielten. Bei den Fotos der Ju 87 ist mir nichts derartiges aufgefallen. Ich nehme also an, dass es keine äußerlichen Befestigungen gab.

Hier Fotos, auf denen man nichts derartige erkennen kann
Eins
Zwei
Drei
 
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Ja, die Bilder sind ja richtig gut, da sieht man eben genau wie bei Deinem Modell nichts externes.
Reine Neugier: ist ein Betrieb mit festem Winkel sinnvoll möglich? Wenn nicht, wie wurde der Winkel veraendert?
 
syrphus

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Ja, die Bilder sind ja richtig gut, da sieht man eben genau wie bei Deinem Modell nichts externes.
Reine Neugier: ist ein Betrieb mit festem Winkel sinnvoll möglich? Wenn nicht, wie wurde der Winkel veraendert?
Ich denke, dass ein fester Winkel wenig sinnvoll ist. Aber leider kann ich Dir die Frage nicht beantworten. Hoffen wir mal auf Experten hier im Forum.
 
Junkers-Peter

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Die Kufe war an der Steckachse, wo sonst das Rad befestigt war, drehbar angebracht. In der Schneekufe befanden sich zwei Federstreben, die die Kufe in der Waagerechten hielten oder wieder in die Ausgangslage zurückholten. Die Spornkufe hatte eine Federstrebe.
 
Kenneth

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Ja, die Bilder sind ja richtig gut, da sieht man eben genau wie bei Deinem Modell nichts externes.
Reine Neugier: ist ein Betrieb mit festem Winkel sinnvoll möglich? Wenn nicht, wie wurde der Winkel veraendert?
Wenn der Winkel fest wäre, dann müsste das Flugzeug in (genauer) Dreipunkt-Lage abheben und landen, was sich nicht so gut anhört. Vielleicht gibt es in den recht massiven Skier eine (Torsions-?)Federanordnung?

Schöne Modelle und außergewöhnliches Vorbild 👍
 
AHDG

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Dies war insbesondere der Fall bei Maschinen mit starken Motoren und hohen Geschwindigkeiten, wie beispielsweise bei der Ju 87. Dabei gab es neben den funktionalen auch mechanische Probleme, die nicht gelöst werden konnten, was schließlich dazu führte, dass sie nicht in Serie produziert wurden.

nAbend!
Schönes Modell!:thumbup:

Aber! Was Du da schreibst, meiner Meinung nach (und nicht nur meiner) nicht ganz korrekt ist.
Ich weiß zwar nicht was und wer da in Heft x-y-z was schrieb, aber in Ju-87 (und nicht nur) HB, in dem Falle für D-1, findet man dazu einen extra
dazu gewidmete Teil - Fahrwerk-Schnee, wo man ca. in 15-16 Seiten dies und jenes beschreibt. Dazu gibt noch s.g. Änderungs-Anweisung Ju-87 Nr.2001,
wo man auch ca. 12-14 dazu gewidmet hat....
Daher kann man davon ausgehen, daß der s.g. Umrüstung "Fahrwerk-Schnee" wohl als Seriensatz behauten kann.
Ich meine, alleine Ä-A Nr. 2001 sagt schon alles darüber, denn was nicht in die Serie kommt, findet man dort bei allen Willen nicht.:wink2:

Gruß.
 

martin388

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Kürzlich tauchten zur Schneekufen-Erprobung in Dorpat/Tartu Fotos (Repros) aus der legendären Sammlung Peter Petricks auf, darunter auch solche von Ju 87B und D.
Danke für die anschaulichen Modelle dazu!
 
Thema:

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