Karten falten a la Militärpilot

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Moderatoren: Learjet
  1. #1 Captain Murdock, 02.02.2016
    Captain Murdock

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    Liebe Piloten,

    wer mit dem Flieger längere Strecken, als die welche auf den DIN A5 Kniebrettausschnitt passen, fliegt der wird schnell das Problem der großen ICAO Karten kennen. Manchmal schafft man es nicht sie so zu falten ohne dass, man im Flug sie wieder ganz ausklappen muss und sie wieder so zusammen fummelt um wieder alles im Blick zu haben. Das ist im Flug nicht nur sehr lästig, sondern auch sehr gefährlich.

    Daher meine Bitte/Frage: Liebe Aktive- und Ex-Militärpiloten, könnt ihr uns Tipps geben wie man richtig seine Karte faltet um im engen Cockpit sicher navigieren zu können?

    Ich habe in der einen oder anderen Doku mal gesehen wie die Piloten wild am falten waren aber jetzt wo ich es mal hier als Beispiel brauche, finde ich das Video nicht mehr. Ich bin der Meinung dies ist ein Thema für alle Piloten, unabhängig was sie fliegen.

    Die erste Regel welche in Bezug auf Karten gilt ist: Eine Karte ist ein Gebrauchsgegenstand! Sie muss nicht genau so gefaltet sein wie sie vom Werk aus verschickt wird, sondern muss so gefaltet sein dass der Pilot sicher navigieren kann! Manche Piloten trauen sich nicht eine neue Falte in die Karte zu machen und das ist der absolute falsche Weg.

    Lasst uns mal gemeinsam Informationen und Tipps&Tricks hier zusammen führen so dass auch zukünftige Generationen von den Erfahrungen nutzen können.

    Folgendes habe ich im Netz gefunden:

    aeroteam.de
    http://www.aeroteam.de/index.php?whl=14020800&lg=de

    eddh.de
    http://www.eddh.de/x-files/dl_files/ICAO-Origami_V1_4.pdf

    Richtig cool finde ich diese Idee aber ich weiß nicht ob man es auch an einer ICAO Karte umsetzen könnte: http://www.bykw.de/produkte/f/faltbare-karte/faltbare-karte.html
     
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  3. #2 witeblax, 02.02.2016
    witeblax

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    In dem letzten Beispiel (Video) ist die Anwendung aber wohl eher für Werbezwecke geeignet. Es handelt sich offenbar um ein speziell ausgestanztes Blatt, das sich immer weiter umfalten läßt. die bekannten ICAO-Karten werden aber nicht passend bedruckt um das mehrfache Umstülpen wie in dem Film zu ermöglichen. Das würde darauf hinauslaufen, daß man sich die selbst zurechtschneiden müßte.

    Aber so ähnlich handhabe ich das manchmal, wenn es ich Kartensalat im engen Cockpit vermeiden will: Ich erstelle Farbkopien und schneide parallel zur Kurslinie einen Korridor aus und klebe das ganze zusammen. Das kann man dann bequem im Zick-Zack falten. Die vollständige Karte kommt dann in die Ablage und kann bei unerwartetem Abweichen vom Geplanten vorgeholt werrden.

    Besonders praktisch ist natürlich die elektronische Karte, die per Fingerwisch "bewegt" wird. da entfällt das "falten" mal ganz :cool:
     
  4. Tracer

    Tracer Alien

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    Ich schau morgen mal im Dienst. Hab da ne Präsentation von der LL/LTS, wie man ein Kartenleporello herstellt. Feien Sache. Habe selbst 6 Karten so zusammengebastelt, dass es auf A5 passt.
     
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  5. #4 bladestall, 03.02.2016
    bladestall

    bladestall Fluglehrer

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    wichtig wäre hier noch zu erwähnen, dass die Jungs in grün VFR nicht mit ICAO 1:500.000 fliegen, sondern mit 1:250.000......:)
     
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  6. #5 LFeldTom, 03.02.2016
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    Richtig angewandt können Moving Map Systeme eine erhebliche Erleichterung sein. Und du nimmst anscheinend ja auch stets eine Karte mit - das Folgende betrifft dich also nicht. Es gibt leider unglaublich viele Jockeys, die auf einmal wahnsinnig ins Schwitzen kommen wenn die Elektronik mal den Dienst quittiert oder auch nur wenn nach dem Flug mal kurz zur Kontrolle gebeten wird und die aktuelle ICAO-Karte in Papierform vorgezeigt werden muss. Ganz abgesehen davon, dass viele durch ihr GPS den Umgang mit alternativen Navigationshilfen verlernen.
     
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  7. #6 witeblax, 03.02.2016
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    witeblax Berufspilot

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    ...richtig, Navigationsmaterial in "Hardware" ist selbstverständlich Pflicht! Außerdem hat "Oldschool" doch auch etwas besonderes:wink::cool: Ich persönlich hab auch den Umgang mit dem guten alten "Drehmeier" - durch zeitweises Training aus Spaß daran - immer noch nicht verlernt:TOP:
     
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  8. Tracer

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    hier geht´s zur Feierabendbeschäftigung.
     
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  9. #8 Talon4Henk, 03.02.2016
    Talon4Henk

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    Wer sind die Jungs in Grün?
     
  10. cool

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    Ist das so? IPads und Konsorten werden ja mittlerweile als Class2 EFB eingesetzt, Papier als Backup ist nicht vorhanden. Muss bei "kleinen" Fliegern also tatsaechlich noch Kartenmaterial in Papierform mitgefuehrt werden?
     
  11. #10 chopper, 03.02.2016
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    Heresflieger!
     
  12. #11 LFeldTom, 03.02.2016
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    Gute Frage. Haben solche Class2 EFB denn einen für kleine Flieger erträglichen Anschaffungswiderstand ? Jeppesen z.B. (Tochter von Boeing) hat den Bereich erheblich gepushed. Ich war bisher allerdings davon ausgegangen, dass dies vor allem dem Airliner-Markt zulaufen sollte.

    Für eine Erweiterung meines Horizonts bin ich natürlich dankbar.
     
  13. cool

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    Also es gibt IPads als Class1 und als Class2, was da an SW hinter steckt und was das kostet kann ich dir leider nicht sagen.

    Muss man den als Privat-Flieger Karten physisch dabei haben, oder reicht eben auch so nen Tablet mit dem Zeug drauf?
     
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  14. #13 Cardinal Jockey, 04.02.2016
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    imho benötigt man ein Backup. Sprich 1 Ipad und 1 Papierkarte oder 2 Ipads. Bei nem Rampcheck kommst Du mit einem Ipad allein nicht weit. Auch privat nicht.
     
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  15. #14 Talon4Henk, 04.02.2016
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    Wir haben 2 Ipads, falls davon eins defekt gehen sollte (outbound ops) muss man sich die notwendigen Karten besorgen/ausdrucken und mitführen.
     
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  16. #15 Captain Murdock, 05.02.2016
    Zuletzt bearbeitet: 07.02.2016
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    Du muss sicherstellen dass du wärend des gesamten Fluges navigieren kannst. Hier muss du aber zwischen externen und internen Geräten unterscheiden. Hast du ein internes Navi im Cockpit eingebaut (und entsprechend abgenommen/zertifiziert) dann muss du keine Karte mitführen. Hast du ein externes welches an die Scheibe gepapt wird, muss du eine Karte mitnehmen. So ist die Regel welche ich aber jetzt selber nicht finden kann um es dir zu zeigen. Schreib sonst einfach mal das LBA an, die müssen dir dazu Auskunft geben.

    Man darf auch nicht vergessen dass gerade im Sommer die iPads sehr anfällig sind was Wärme angeht. Sie schalten sich sehr schnell ab weil ihnen zu warm wird. Passiert dir das im Anflug oder in kritischen Gebieten dann ist das schlecht. In dem Moment bist du froh wenn du noch eine Papierkarte an der Seite hast.
     
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  17. #16 Captain Murdock, 05.02.2016
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    Hier ist eher wa für die Hubschrauber-Piloten und was deren Plannung angeht:
    http://www.gensale.net/wp-blackhawk/AMPS/Missonn Planning Guide.pdf
    weiteres Material für Hubschrauber gibt es hier:
    http://www.gensale.net/army-aviation/uh-60-blackhawk/uh-60-blackhawk-study-material/


    Ein kleines Heft falten, könnte vielleicht auch was für die Karte sein:
    http://rekord.cc/wm-2010-spielplan/
    mit Video:
    http://pocketmod.com/

    Auch ein nettes Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=7AERUazh1qo

    Für alle diejenigen sie ihre Karte liber rollen wollen :)
    https://www.youtube.com/watch?v=EIW85Wuha8c
     
  18. #17 Intrepid, 05.02.2016
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    Hier ist eine kleine Zusammenfassung: Electronic Flight Bag. Entscheidend ist, wie die Nutzung während der sogenannten kritischen Flugphasen geregelt ist. Diese Regelung wird auch bei einem möglichen Ramp Check überprüft.

    Gewerbliche Betreiber können auf einen entsprechenden Passus in ihrem Betriebshandbuch verweisen und führen gegebenenfalls eine Genehmigung für kritische Flugphasen mit sich. Wie das private Betreiber machen, keine Ahnung. Am besten, sie reichen auch eine Art Betriebshandbuch zur Genehmigung ein. Ich habe mal irgendso etwas gelesen, finde es aber gerade nicht.
     
  19. #18 LFeldTom, 06.02.2016
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    Das in den Klammern ist aber der Knackpunkt. Je kleiner der Flieger je kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass ein Moving Map System auch eine entsprechende Zertifizierung hat. Der Aufwand ist erheblich und in der Preisklasse kaum mehr zu realisieren. Das gilt auch für viele im Panel verbaute Geräte.

    Was die VC beschreibt spielt in einer ganz anderen Liga. Um die gings eigentlich ausdrücklich nicht.
     
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    Hallo

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  21. LK01

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    Hallo zusammen,

    wir hatten früher in der Phantom zwar ein Laser INS, aber mehr auch nicht.

    Für Tiefflugeinsätze (VFR) benutzten wir 500.000er Karten. Diese waren Verbrauchsmaterial und wurden in der Regel nur für jeweils einen Einsatz gebraucht und dafür entsprechend bemalt, zurecht geschnitten und wenn nötig auch zusammen geklebt. Für die Streckenführung war es dann die Kunst diese "Tapeten" so zu falten, dass sie handlich waren und immer so umgefaltet werden konnten, dass man gleich das nächste Streckenteil wieder parat hatte, ohne durch komplettes Wiederauffalten zeitweise im Cockpit IMC zu gehen.

    Für standardisierte Tiefflugstrecken, z.B. die Night Low Levels, gab es vorgefertigte Booklets in handlichen Format, wo man bequem umblättern konnte.

    Beste Grüße,
    Peter
     
  22. #20 Intrepid, 07.02.2016
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    Ich kenne Berichte, dass zivile Handheld-GPS-Empfänger (Garmin irgendwas) nachgerüstet wurden - mit einem großen Aufwand im Nachgang, die einzelnen Komponenten (Akkus etc.) auf Tauglichkeit unter besonderen Bedingungen zu testen. Ersetzte zwar die Papierkarten nicht, vereinfachte aber die Navigation ungemein. Insbesondere, wenn man sich in vorher unbekannten Ländern bewegen muss.
     
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