Klarlack - Vergilben vs. Griffestigkeit

Diskutiere Klarlack - Vergilben vs. Griffestigkeit im Farben, Verdünner, Pinsel & Pinselarbeiten Forum im Bereich Tips u. Tricks; Hallöchen, als notorischer "Pinseler" bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich gezwungen bin, mir bezüglich meiner Klarlackierungsmethoden mal...

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  1. #1 muesingman, 30.12.2012
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    Hallöchen, als notorischer "Pinseler" bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich gezwungen bin, mir bezüglich meiner Klarlackierungsmethoden mal einen Blick "über meinen Tellerrand hinaus" zu holen.

    Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in früheren Zeiten für meine Klarlacküberzüge den Revell Mattlack Nr. 2 benutzt habe. Ich bin mir ebenso sicher, dass sich immer wieder mal das Problem ergab, dass der Klarlack sich auflöste, wenn ich das Modell (bei Nachbesserungen) zu lange an einer Stelle anfasste (dann gab es "Fingerabdrücke" im Lack oder der Lack löste sich halt ganz auf).

    Ich bin deshalb irgendwann einmal auf den 135er Seidenmatt-Klarlack von Humbrol umgestiegen. Je nachdem, wie die Mischung Mattierer : Lack in der jeweiligen Dose ist (kann durchaus mal variieren) und wie ich´s auf dem Modell haben möchte, kommt immer etwas 49er Mattlack oder 35 Glanzlack mit rein. Eines ist sicher: das "Zeug" ist in jeder Hinsicht "griffest".

    So auch bei einem Luftwaffen-Eurofighter, den ich vor gut zweieinhalb Jahren gebaut habe. Den habe ich gestern mal zum "Entstauben" aus der Vitrine genommen und mich hat der Schlag getroffen: insbesondere die Tragflächen hoben sich nikotinfarben vom Rest des Modell hab (wozu ich sagen muss, dass ich Nichtraucher bin und in meiner Wohnung auch sonst nicht geraucht wird).

    Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich wegen Streifenbildung auf den Tragflächen beim ersten Klarlacküberzug des Modells die Tragflächen insgesamt 2 x (den Rumpf nur 1 x) mit dem Humbrol-Lack überzogen habe. Insofern ist auch klar, dass die Vergilbung an dem Klarlack liegen muss und nicht an der darunter liegenden "Tarn"farbe.

    Meine MiG-29, die ja ebenfalls "luftverteidigungsraue" (=helle) "Tarn"farben trägt, zeigt dieses Problem ebenfalls unter den Triebwerksröhren, aber nicht ganz so ausgeprägt und schlimm wie mein Eufi.

    Dass ich ansonsten von dem Problem bisher verschont geblieben bin, führe ich darauf zurück, dass meine übrigen Modelle (fast) nur "dunkle" (Sonder-)Lackierungen tragen. Umso mehr habe ich Angst, mit meiner bisherigen Arbeitsweise noch weiter Modelle mit hellgrauen "Tarn"mustern anzugehen.

    Langer Rede, kurzer Sinn: mache ich etwas mit dem Humbrol-Klarlack falsch? wenn ja was? wenn nein: gibt es einen seidenmatten Klarlack, der griffest ist und dennoch nicht zum vergilben neigt?

    Möglicherweise werden mich einige von Euch jetzt auf Acryl-Klarlacke aufmerksam machen wollen - aber die lassen sich nach meinen Erfahrungen mit dem Pinsel nicht wirklich gut verarbeiten (war bei meiner Boelcke-TF-104 schon sehr "grenzwertig", was die Streifenbildung anbetraf). Von daher also keine gute Alternative für mich.

    Vorschläge erbeten! :angel:
     
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  3. #2 Rock River, 31.12.2012
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    Hi,

    du benutzt die Dosen, nicht wahr? Ich finde, die sind zum Teil (Gloss, glaube ich) schon in der Dose ganz schön gelb.
    Versuch doch mal die runden Flaschen von Humbrol - Gloss Kote, Matt Kote, Satin Kote. Ich nehme die oder Model Master (wobei deren Mattlack ein, zwei Tropfen Seidenmatt oder Glänzend braucht, sonst wird's schnell mal Weiß).
    Allerdings ist zumindest o. g. Humbrolklarlack recht 'weich' und benötigt eine Weile, um richtig grifffest (schreibt man das so?) zu werden.
    Vergilbungsprobleme hatte ich damit jedenfalls noch nicht. U. U. liegt das aber zum Teil auch an der dickeren Schicht, die du mit dem Pinsel zwangsläufig aufträgst.
    RR
     
  4. #3 Spoelle, 31.12.2012
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    Also ich nutze auch diese Lacke von Humbrol (stellvertretend mal der Link, keine Werbung!).
    Ich verdünne mit Revells Verdünner, ohne Probleme. Mischung pi mal Daumen, aber viel Verdünnung, so das man keine Pinselstriche mehr sieht, entsprechend ist das Modell schon meist nach 30min wieder anzufassen.
     
  5. #4 muesingman, 31.12.2012
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    Hm also mit "griffest" meine ich das Verhalten nach dem Durchtrocknen. Wie lange es bis dahin dauert, ist mir fast schon wieder sekundär - mit "griffest" meine ich die Eigenschaft eines Klarlacks, eben nicht empfindlich auf Fingerschweiß oder Papillarfett zu reagieren. Und diese Eigenschaft hat der Revell-Mattlack - so schön "ungelb" er auch sein mag - nun einmal nicht. Die von Humbrol dagegen schon.

    Ein weiteres Gegenbeispiel für "griffest", das die meisten wohl ebenfalls kennen dürften, ist - ebenfalls von Revell - das Silber Nr. 90. Das mag zu langen Fingerkontakt - auch lange nach dem Durchtrocknen - ebenfalls nicht.

    Ich werde (wieder einmal) das Gefühl nicht los, ohne Airbrush (= ohne die gelbbräunliche Trägersubstanz "herauszuverdünnen") werde ich das Problem bei der Verwendung von Humbrol-Klarlacken nicht beheben können... :rolleyes:
     
  6. #5 Rock River, 01.01.2013
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    Du könntest natürlich auch noch mal ein paar andere ausprobieren, sei es z. B. Model Master oder Alclad Klarlacke.
    Ich finde beide recht gut, habe aber keine Pinselerfahrungen damit.
     
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    Hallo

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    ... das Gefühl wirst Du so lange behalten, bis Du diesem nachgegeben und zur Airbrush gegriffen hast. :wink: Erst dann kommt der "aahaa Effekt".
    Also warum nicht? Ein neues Jahr hat begonnen und ein neuer Vorsatz mehr oder weniger, darauf kommt es nun auch nicht an. :)
     
  9. F-16

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    Eine Alternative wären auch die Gunze Klarlacke aus der Spraydose. Den "normalen" gibt es in allen drei Glanzgraden, außerdem gibt es eine Serie "Mr. Super Clear", diese wieder in allen drei Glanzgraden sowie in matt und glänzend mit dem Zusatz "UV Cut". Alle sind recht unkritisch im Auftrag. Ein einziges mal ist mir eine kleine Nase gelaufen, die ist aber komplett weggetrocknet.

    Gruß, Lars.
     
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