Kommt eine F-5 E/F OHNE Nachbrenner in die Luft ?

Diskutiere Kommt eine F-5 E/F OHNE Nachbrenner in die Luft ? im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hallo Forum, nach einiger Abstinenz heute meine zweite Frage, besonders an unsere Schweizer Freunde + Fachleute hier : Ist eine F-5 E...

Moderatoren: gothic75
  1. #1 n/a, 15.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.08.2008
    n/a

    n/a Guest

    Hallo Forum,


    nach einiger Abstinenz heute meine zweite Frage, besonders an unsere Schweizer Freunde + Fachleute hier :


    Ist eine F-5 E oder F OHNE Außenlasten und OHNE Benutzung der Nachbrenner in der Lage abzuheben ?
    Gegebenenfalls auch nur mit der halben internen Treibstoffmenge ?

    Falls ja, wurde dies einmal ausprobiert ?

    Wie lange ist, bzw. wäre die nötige Startstrecke ungefähr ?


    Danke für Eure Antworten,

    der neugierige D' Arcy
     
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  3. #2 schrammi, 15.08.2008
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    Ohne mich zu den Wissenden zu zählen: ja, wenn die Startstrecke lang genug ist.
     
  4. #3 sir_roma, 15.08.2008
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    Ein klares nein oder JA gibt es nicht. Mit Bewaffnung oder Zusatztank ist meist der NB notwendig. Je nach Flugplatz ist der NB auch notwendig, da man speziell in der Schweiz schnell an höhe gewinnen will um die lärmbelästigung niedrig zu halten. So auch in Payerne.
     
  5. #4 Talon4Henk, 15.08.2008
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    Ja, aber nicht unter legaler Einhaltung der Abort / Take-off continued limits.
     
  6. jockey

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    Also muss der Tiger selbst ohne Außenlasten mit Nachbrenner starten?
     
  7. #6 Talon4Henk, 15.08.2008
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    Gehe ich von aus, eine T-38 muss es. In Holloman z.B. reicht die selbst 14.000 Fuß Runway im Sommer nicht (unter Nutzung von AB natürlich) für die Einhaltung legaler Limits (was nicht heißt, dass es nicht geht).
     
  8. #7 phantomas2f4, 15.08.2008
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    Hallo !

    Aber eine T 38 ist keine F5E ! Als clean AC besitzt die F5 E ein wesentlich besseres SEP !

    Gruß Klaus
     
  9. #8 Talon4Henk, 15.08.2008
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    2 Triebwerke mit je ca. 17,1 KN AB Thrust 11,9 KN Trockenschub​

    Gewicht: Leer ca. 3266 Kg
    Fueled ca. 5360 Kg
    Macht 313 Kg/KN in AB und 450 Kg/KN trocken​

    F-5 E:
    2 Triebwerke mit je ca. 22,24 KN AB Thrust und 15,5 KN Trockenschub​

    Gewicht: Leer ca. 4349 Kg
    Fueled ca. 6350 Kg
    Macht 285 Kg/KN in AB und 409 kg/KN trocken​

    Da meist zumindest stets Pylone am LFZ sind geht das Gewicht der F-5 noch höher.
    Auch hat sie einen schlechteren Drag-Index als die T-38 also dürften die Unterschiede dann nicht allzu gravierend sein.
     
    AMIR gefällt das.
  10. #9 phantomas2f4, 16.08.2008
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    Hallo Hank !

    Aber wenn ich eine komplett cleane F5 E mit 1000 kg internal Fuel zugrunde lege, müsste es doch funktionieren.
    Habe leider keine Dash one mit den entsprechenden Tabellen zur Hand.....

    Gruß Klaus
     
  11. #10 Talon4Henk, 16.08.2008
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    Ich habe ja gesagt, dass es wohl geht aber es wäre nicht legal, denn die Kriterien für einen Abort bzw. einen durchgeführten Start bei Ausfall eines Triebwerkes werden nicht erfüllt.

    Ein Tornado kann auch ohne Nachbrenner T/O machen, aber es ist nicht legal.
     
  12. -Jako-

    -Jako- Fluglehrer

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    Es wurde doch gar nicht nach legal, illegeal oder fast legal gefragt.

    Die Frage war doch nur OB es möglich ist oder?
     
  13. #12 Talon4Henk, 16.08.2008
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    Und... ich habe aus meiner Erfahrung heraus gesagt es ist theoretisch möglich.
     
  14. #13 phantomas2f4, 16.08.2008
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    Hallo !

    Ich glaube, daß es unter ISA-Standardbedingungen mit 1000 kg Kraftstoff sogar legal ist .

    Zudem verfügt die F 5 E über dieses 2 stufige Bugfahrwerk zum Verkürzen der Startrollstrecke, was bei F5A / T 38 nicht nicht verfügbar ist.

    Vielleicht hat ja einer ein Handbuch und schaut mal unter "non afterburner T/O"

    Gruß KLaus
     
  15. #14 n/a, 16.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.08.2008
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    n/a Guest

    Vielen Dank allen Antwortenden für die bisherigen Beiträge! :TOP:

    Insbesondere das interessante Vergleichs-Beispiel mit der T-38 in Holloman von 'Talon4Henk'.

    Dazu: Ich kenne New Mexico aus eigener Erfahrung und klar, daß die physikalischen Bedingungen(ISA...) dort normalerweise "wenig" mit Mitteleuropa zu tun haben - auch oder gerade weil dort so eine schöne 14000 ft runway zur Verfügung steht.

    Ein weiterer bedeutsamer Unterschied zwischen der F-5 E/F und der T-38 ist trotz deutlich höherer Gewichte des Tiger II wohl das Nichtvorhandensein von Vorflügeln bei der T-38 (kann man jedenfalls so nachlesen) ??

    Zur Legalität, bzw. Illegalität des nachbrennerlosen T/O:
    Ich hatte zwar nicht explizit danach gefragt, aber dies spielt(aus meiner Sicht) natürlich eine gewichtige Rolle, denn welcher Pilot würde für eine derartige Aktion/Versuch schon freiwillig seine Lizenz aufs Spiel setzen ?

    Deshalb noch einmal zum Hintergrund meines "Startszenarios":
    Gedacht hatte ich an einen PRAKTISCHEN Start in cleaner Konfiguration mit halbem, max. vollem internen Kraftstoff bei einem Start in Zentraleuropa, nahe N.N.(kein Gebirge), keine Lärm-, bzw. Überflugrestriktionen und mindestens 3200 m langer Piste. Z.B. ein Testflug/Checkflug von Manching oder Stuttgart aus, oder eine Airshow-Demo in Berlin, Hannover oder von mir aus München Int'l(Grüße an die Patrouille Suisse! :)....

    Mir ist auch klar, daß der Jet spätestens in Edwards auf der 19 km Piste des Muroc Dry Lake "irgendwann" ohne AB in die Luft käme, aber wir wollen doch ein bischen "realistisch" bleiben...:D


    Ein Beitrag eines aktiven/ehemaligen Schweizer oder Österreichischen F-5 Piloten, oder eines Verwandten/Freundes, der nachfragt wäre natürlich die "Krönung" dieses Threads !!


    Danke für alle weiteren Kommentare !

    D' Arcy
     
  16. Grimmi

    Grimmi Alien
    Moderator

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    Also ich kann Dir bezeugen, dass Starts ohne Nachbrenner - ohne Aussenlasten - eines Schweizer F-5F Doppelsitzers letztes Jahr Gang und Gäbe waren auf einem süddeutschen Fliegerhorst.
    Aber der Flieger kam echt sehr flach hoch.

    Der obgenannte Flieger hatte wegen diverser den Flugbetrieb betreffender Restriktionen eine Sondergenehmigung.

    Unsere Flugplätze sind ja meist ein wenig höher gelegen und ausserdem ist da das 'Musik'-Gehör manches Anwohners nicht so ausgelegt wie beispielsweise meines :D - und da ist Start mit Nachbrenner für die Tiger Pflicht.
    Im Sommer müssen auch die Hornissen oftmals mit Nachbrenner starten, sei es wegen der Beladung/Pistenlänge und der Triebwerksleistung je nach Temperatur (je heisser die Luft desto weniger Leistung der Jets) oder Kombinationen davon. Wurde ja von vorigen Postern schon erklärt.

    EDIT: Nach Nachfrage bei einem Tigerpiloten den obigen Text editiert. Des weiteren wurde mir bestätigt, dass der Tiger selbst mit normal ausgefahrenem Bugfahrwerk starten könne - die Modifikation betrifft ja nur norwegische und schweizerische Maschinen - er aber dann ca. 50% mehr Pistenlänge benötigt :FFEEK:
     
  17. #16 n/a, 17.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.08.2008
    n/a

    n/a Guest

    Sehr substantieller Beitrag, Grimmi! :TOP:

    Der "süddeutsche Fliegerhorst", den Du erwähnst, war das in Oberpfaffenhofen(Dornier, jetzt RUAG), Lechfeld(ELITE 2007), Erding oder Manching...?? :D
    Und was war der Anlaß dazu... ?

    Das modifizierte Bugfahrwerk schweizerischer + norwegischer(F-5 A/B!!) Tiger bzw. Freedom Fighter ist mir völlig neu und eine 50% kürzere Startrollstrecke ist extrem....:!:

    Gibts zu dieser Modifikation im Netz irgendwas zu lesen ?


    Klasse Beitrag meint

    D' Arcy
     
  18. jockey

    jockey Alien

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    Manching,Anlaß war die Übung Elite 07.
    P.S.Die F-5A/B sind keine Tiger sondern Freedom Fighter.
     
  19. Grimmi

    Grimmi Alien
    Moderator

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    @jockey
    Richtisch ;)

    Jupp, beim englischen Wiki ;)

    Dazu gleich noch ne Teilkorrektur - ich dachte eigentlich dass diese Modifikation nur die Norwegische und die Schweizer Luftwaffe machten. Da die norwegischen Maschinen aber aus kanadischer Lizenzproduktion stammten, bin ich mir nun nimmer sicher ob nicht auch Kanada diese Modifikation beibehielt - dies wird jedenfalls im Artikel behauptet. Im Gegensatz zur Wiki-Version glaube ich dem Schweizer Piloten der für die E/F-Version des Fliegers von 50% kürzerer/längerer Startstrecke ausgeht.

     
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    Hallo

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  21. #19 phantomas2f4, 17.08.2008
    phantomas2f4

    phantomas2f4 Astronaut

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    Hier läuft einiges durcheinander....!

    Das mod. Bugfahrwerk wurde zunächst an den kanadischen CF 5 und deren Lizenzbauten ( NF 5 A/B ursprüngliche "Freedom Fighter " ) für Norwegen und Holland verwendet.

    Bei der F5 E/F "Tiger II " war es meines Wissens Serienstand.. ?

    Die einzelnen Serien der F5A über E-Modell bis hin zur F 20 unterscheiden sich voneinander wie der VW Golf 1 bis zum Golf 5 und deren vielfältigen Sonder- ausstattungen

    Klaus
     
  22. Bear

    Bear Flugschüler

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    Zum Thema Start ohne Nachbrenner

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    In der Schweiz gibt es 3 Startmoden:
    Mil (Zeit- und Energiekritischer Steigflug)
    LUV (Abfangeinsatz)
    QUAD (Radarüberwachter, terrainkritischer IFR-Steigflug ab Gebirgsstützpunk)


    Alle 3 Starts erfolgen zwingend mit NB.
    Im Prinzip ich es möglich (Zivilflugplätze mit entsprechender Piste), verstösst jedoch die Sicherheitsrichtlinien..
    Bei 200 km/h hebt das Bugfahrwerk ab (Bei MIL: ab 220kts NB aus), danach bei ca.250-280 km/h wird mit einem Steigwinkel von 10 Grad abgehoben (ohne Aussenlasten wobei SIWA nicht als Aussenlast gilt).

    Gruss
    Bear
     
Moderatoren: gothic75
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