Kompensierplatte in 1:72 selber bauen

Diskutiere Kompensierplatte in 1:72 selber bauen im Tips &Tricks allgemein Forum im Bereich Tips u. Tricks; Da ich versuche für alle meine Modelle unterschiedliche Szenarien, im neudeutschen Tabletop genannt, zu erstellen, gehen mir so langsam die Ideen...

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  1. #1 Friedarrr, 01.01.2006
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    Da ich versuche für alle meine Modelle unterschiedliche Szenarien, im neudeutschen Tabletop genannt, zu erstellen, gehen mir so langsam die Ideen aus. Nur immer die üblichen Betonplatten oder Grasabstellflächen möchte ich nicht haben, so wurde der Wunsch nach einer sog. Kompensierplatte immer dringlicher. Nun gibt es natürlich den ein oder andern Bausatz zu kaufen, aber das Aussehen dieser, behagte mit nicht richtig.
    Diese Kompensierplatten waren nötig um das Kompensieren zu erleichtern. Der Magnetkompass im Flugzeug unterliegt einigen störenden Beeinflussungen die z.B. durch Bauteile aus Eisen, Nickel, Kobalt bzw. ihre Legierungen oder stromdurchflossenen Leitungen verursacht werden. Durch das Kompensieren wird versucht den Fehler (Deviation) zu korrigieren bzw. für den Restfehler Berichtigungswerte anzugeben.
    Diese Prozedur fällt heute, wie wohl auch damals, nicht nur bei neuen Maschinen an, sondern auch nach Umbauten/Reparaturen, nach Kompasseinbau, längeren Abstellen in eine Richtung,…!
    Begonnen wurde natürlich wieder mit dem Vorbildstudium und dabei fiel schnell auf das es unterschiedliche Auslegungen dieser Scheiben gab. Etwas hatten aber alle mir bekannten gemeinsam, sie waren alle mit Beton umfasst, die Scheibe war mit Holz beplankt und sie hatten einen Ausleger um das Spornrad samt Heck anzuheben, sodass das LFZ im Lot stand.
    Den Rest überlies ich weitgehend meiner Fantasie.
    Angefangen wurde mit der Betoneinfassung welche einfach mit den geeigneten Durchmessern aus einem Stück Zeichenkarton geschnitten und in je 3 Segmente pro ¼ Kreis geteilt wurde.

    Die spätere Betonumrandung mit der Schere aus einem Zeichenkarton mit den ca. Durchmessen 220mm und 190mm geschnitten:
     

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  3. #2 Friedarrr, 01.01.2006
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    Der innere Durchmesser bildete sogleich den Durchmesser für den sich drehenden Teil, welcher aus einem 3mm starken Sperrholz gesägt wurde.


    Die Drehscheibe wurde mit der Laubsäge ausgesägt, man kann natürlich auch Kunststoffplatten oder anderes dafür verwenden:
     

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  4. #3 Friedarrr, 01.01.2006
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    Aus diesem Kreis wurde nun der Bereich des Auslegers gesägt. Der Ausleger geht wie man sehen kann über den inneren drehbaren Kreis bis nahezu über die Betoneinfassung. Das wird wohl deshalb so gewesen sein um den drehbaren Bereich möglichst klein zu halten, aber um dennoch große Flieger aufnehmen zu können.


    Der Ausschnitt wurde hier schon mit Kunststoffplatten eingefasst:
     

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  5. #4 Friedarrr, 01.01.2006
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    Der Ausleger wurde mit Kunststoffplatten erstellt und abschließend mit dünnen Balsaholz- Brettchen beklebt.


    Als Kleber eignet sich Sekundenkleber ganz gut:
     

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  6. #5 Friedarrr, 01.01.2006
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    Das Balsaholz gibt es z.B. in RC-Modellbauläden und ist ca. 1mm dick.

    Die Brettchen kann man je nach Geschmack zuschneiden:
     

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  7. #6 Friedarrr, 01.01.2006
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    So sieht der Ausleger von unten aus, das ist natürlich nur Fantasie, denn ich haben keine Unterlagen gefunden, die diesen Bereich zeigen:
     

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  8. #7 Friedarrr, 01.01.2006
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    Auch die drehbare Platte wurde mit diesen Brettchen beklebt, wobei sie noch eine Zugangsklappe aus der Restekiste erhielt.
    So eine Zugangsklappe sind auf einigen Fotos zu erkennen und dienten vielleicht um an den Mechanismus zum anheben des Auslegers zu gelangen?

    Die Brettchen werden dann mit einem Bastelmesser am Radius entlang abgetrennt:
     

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  9. #8 michael2005-3, 01.01.2006
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    Interessantes Thema! Bin gespannt...
     
  10. #9 Friedarrr, 01.01.2006
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    Der Schacht des Auslegers sollte natürlich verkleidet werden. Auch hier könnte es so gewesen sein:
     

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  11. #10 Friedarrr, 01.01.2006
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    Das Bekleben ist schon ein bisschen Fleißarbeit, aber man muss deshalb nicht zur Flasch greifen:
     

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  12. #11 Friedarrr, 01.01.2006
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    Der Ausleger nach der ersten Farbbehandlung. Für solche Sachen nehme ich meist Revell farben:
     

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  13. #12 Friedarrr, 01.01.2006
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    Die Hölzer werden mit Ölfarbe bemalt und bekommen ein "Washing", mit ölfaebe kann man dann auch noch ein bisschen spielen und die "Eintönigkeit" berechen:
     

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  14. #13 Friedarrr, 01.01.2006
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    Der Ausleger nach der "Alterung":
     

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  15. #14 Friedarrr, 01.01.2006
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    Da die gesamte Konstruktion natürlich eine gewisse Tiefe benötigt, sollte man das Ganze auf z.B. einem ausreichend dicken Styropor oder ähnlichen aufbauen.
    Aus dem dann ein Kreis mit dem Durchmesser der drehbaren Platte geschnitten wird um diese aufzunehmen.

    Das Brett wurde unregelmäßig ausgeschnitten und mit der Oberfräse ein Ziehrrand gefräst:
     

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  16. #15 Friedarrr, 01.01.2006
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    Natürlich muss der schacht für den Ausleger auch berücksichtigt werden. Nach dem Verkleben mit Holzleim ist hier schon die "Grundiert" um später kein unschönes Durchschimmern des weißen Styropors zu haben:
     

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  17. #16 Friedarrr, 01.01.2006
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    Auf einem Bild einer anderen Modellkompensierscheibe habe ich einen Kanaldeckel gesehen, ob das wirklich so war weiß ich nicht, wirkt aber interessant. Daher hab ich auch so etwas ähnliches gemacht:
     

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  18. #17 Friedarrr, 01.01.2006
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    Außenherum werden dann die „Betonsegmente“ geklebt.
    Farblich wurden alle Metallbereiche mit Panzergrau behandelt und natürlich gealtert. Die Hölzer wurden mit verschiedenen Brauntönen aus Ölfarbe bemalt und der ein oder andere Ölfleck wurde aufgetröpfelt.
    Der Betonrahmen wurde mit verschiedenen Grautönen lackiert und die Trennfugen wurden mit schwarz eingefärbtem Holzleim aufgefüllt.


    Hier der Rahmen für den Gully:
     

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  19. #18 michael2005-3, 01.01.2006
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    Wenn der Ausleger "versenkt" wird, also unter dem Niveau des äußeren starren Ringes die Basis hat, wie stellst Du dann die "theoretische Drehbarkeit" der Scheibe dar?
     
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  21. #19 dg1000flyer, 01.01.2006
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    Alter Schwede! Sieht ja echt klasse aus! Vorallem die Holz-Lackierung gefällt mir sehr!
     
  22. #20 Friedarrr, 01.01.2006
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    Der Betonring vor der ersten Lackierung:
     

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