Kompressor - Druckregler - modifiziertes Setup

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  1. #1 Knobstar, 14.08.2018
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    Hallo liebe Technik- und Airbrush-Freunde,

    ich habe in den letzten Tagen ein wenig Zeit und noch weniger Geld in die Verbesserung der Ergonomie meines Airbrush-Setups investiert, und da ich denke, dass auch der eine oder andere unter euch die gleichen Probleme hat, will ich hier mal kurz einen Überblick Über die Änderungen geben.

    Problem war, dass der Kompressor (SIL AIR 20A) platzbedingt weit hinten unter dem Basteltisch steht. Da mal eben den Ausgangsdruck neu einzustellen war also immer mit unter den Tisch krabbeln verbunden. Das muss doch auch einfacher gehen!

    Lösung Stufe 1:
    Druckminderer vom Kompressor lösen und einer besser zugänglichen Stelle (bei mir an der Seitenwand des Unterschranks, Tischbein o.ä. ist auch gut) montieren. Die Verbindung zwischen Kompressor und Druckminderer habe ich mit kleinteilen aus der Festo-Restekiste realisiert. Jetzt kann man schön sitzen bleiben und mit einem Griff unter die Tischplatte den Druck einstellen.

    Soweit so gut, aber:
    Irgend so ein Witzbold baut an so ziemlich jeden Kompressor, den ich bis jetzt gesehen habe, Manometer mit einer Skala von 0 bis 12 oder 16 bar. Der Arbeitsdruck, in dem ich mich bewege, liegt aber üblicherweise zwischen 0,7 und 1,5 bar. Da was genaues einzustellen ist mehr oder weniger Zufall und auch nicht sonderlich gut reproduzierbar.
    Ein weiteres Problem war, dass das Manometer ja immernoch direkt am Druckminderer, also immer noch unter der Tischplatte hängt.
    Problem 3: Schaltet man den Kompressor nach Benutzung ab und möchte das System für längere Zeit nicht mehr nutzen, ist es sinnvoll den Restdruck aus dem System abzulassen. Mit der Airbrush dauert das aber lange und dann tut einem der Finger weh vom langen sinnlosen Ventil-offen-halten.

    Daher Lösung Stufe 2:

    Anhänge:


    Am Druckminderer sind drei Anschluss-Öffnungen:
    1. Zuleitung vom Kompressor - hier wurde ein T-Stück mit einem Kugelhahn eingefügt, den man nach dem Abschalten zum Druck ablassen einfach einmal kurz öffnet. Dann Zischt es einmal kurz und der Zauber ist vorbei.

    2. Der Ausgang zur Airbrush - da bleibt alles beim alten, Schlauch ran und gut.

    3. Da wo vorher das (mikrige 0-16 bar) Manometer montiert war habe ich eine Druckleitung angeschlossen, deren anderes Ende an einem neuen (großen!) Manometer mit einem Anzeigebereich von 0-3 bar endet, und zwar auf Sichthöhe oberhalb der Lackierecke. (siehe Bild)

    Anhänge:



    Das Manometer habe ich für 20€ bei Kleinanzeigen gekauft, das ist sicher mehr als man braucht, aber es sollte ja auch schön aussehen. Kleinere Modelle sind auch deutlich günstiger zu haben (ca. 5€).
    Die Anschlussstücke und Schlauchleitungen haben in Summe vielleicht nochmal 10€ gekostet.
    Wer da zugang zu Festo-Restekisten hat, kommt sicher noch günstiger aus der Nummer raus.

    Alles in allem ist die Ergonomie jetzt aber ziemlich gut, man muss nicht mehr unter den Tisch klettern und kann den Druck auf 0,02bar genau einstellen!:3:

    Vielleicht hilft das dem einen oder anderen bei der Optimierung seines Arbeitsplatzes. Es soll schließlich auch Spaß machen.

    Viele Grüße und viel Spaß beim Nachbauen!
     
    MiGhty29 und Viking gefällt das.
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