Konflikt in Libyen wird weiter internationalisiert

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Wie kommst Du darauf? Für mich sieht das eher nach einer propagandistischen Reparatur aus, denn diese Art der Übergabe war bisher nicht üblich. Siehe dazu die erste reklamierte Lieferung und ihre zeitliche Verspätung.
 

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Damit geht auch der "frontnahe" Flugplatz verloren.
Hier mal die unkommentierte Einschätzung von anna-news.info:
.....
"Beachten Sie, dass dieses Ereignis als Abschluss der laufenden 14 Monate der Schlacht von Tripolis angesehen werden kann. LNA-Einheiten werden aus der libyschen Hauptstadt vertrieben, die nun vollständig unter der Kontrolle der PNS-Streitkräfte steht. Ihr nächstes Ziel wird die Stadt Beni Walid sein. Unbestätigten Informationen zufolge verhandelt die Regierung von Tripolis mit den Führern lokaler Stämme über ihren Übergang zu ihrer Seite. Ist das in naher Zukunft wirklich der Fall? Wir können jedoch bereits sagen, dass die Schlacht von Tripolis mit einer Niederlage für die Haftar-Armee endete. Bedeutet dies das Ende der Feindseligkeiten? Natürlich nicht. Die PNS verfügt nicht über ausreichende Ressourcen, um die libysche Region der libyschen Region Cyrenaica treu zu machen, und der Krieg wird sich auf unbestimmte Zeit hinziehen. ".....

Da fällt die neue Sprachregelung auf, wobei jedoch zu beachten ist, woher diese Nachricht stammt und trotzdem so übernommen wurde.
"Russia Today nennt die international anerkannte Regierung der GNA Libyen und die LNA "Haftar's Libya National Army"."
Dort gibt es weitere Details, die mehr vom Interesse an den Beobachtungen als von der Propaganda geprägt sind.
Hier mal seine davon abweichende Einschätzung:
"Oded Berkowitz @ Oded121351 · 6 Std. Diese rasche Umschichtung der Streitkräfte #LNA und #Russia | n in Richtung Osten (ich habe mich insbesondere dafür entschieden, dieses Wort zu verwenden und nicht für Flucht oder gar Rückzug) scheint an diesem Punkt fast absichtlich, genau das zu tun, um die #GNA in einige potenzielle Fallen zu locken. .."
Ob er damit richtig liegt können wir die kommenden Tage beobachten, denn dazu gehört auch wer die jeweilige Loyalität der Stämme vor Ort richtig einschätzt.
 
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Sirte elders offer to hand over the city of Sirte to GNA forces without a fight Surt, Sirte District - Libya live map. Libya civil war news today - libya.liveuamap.com Als ob mein letzter Satz mitgelesen wurde.
"Die Ältesten von Sirte bieten an, die Stadt Sirte kampflos an die GNA-Streitkräfte zu übergeben"


"Bemerkenswerte von Sirte und Persönlichkeiten jeder Stadt, deren Hauptziel es ist, ihren Städten den Krieg und seine verheerenden Auswirkungen zu ersparen. Was ihre Loyalität betrifft, variieren sie je nach dem Gleichgewicht der Starken auf dem Feld. Sie schlossen sich Haftar an, um seinen Angriff auf die Stadt zu vermeiden, als er in der stärksten Position war. Jetzt erklären sie ihre Loyalität gegenüber dem Abkommen, weil Haftar zurückgezogen und besiegt wird und nicht Es kommt auf etwas an"
Das sind die drei historischen Regionen, wo es gemeinsame Interessen der libyschen Stämme gibt. Jede achtet jedoch darauf, dass sie bei der Verteilung aus dem Einkommen der Bodenschätze nicht zu kurz kommt. Nur so kommt das notwendige Maß an Sicherheit für ihre Förderung zu Stande oder man leistet sich eine mobile Streitmacht von Söldner, wie einst Gaddafi. Haftar dürfte etwas vergleichbares im Sinn gehabt haben und ist an den Interessen der äußeren Unterstützer und internem Widerstand gescheitert. Alles unter dem Vorbehalt, dass es keinen Sinneswandel bei seinen Unterstützern gibt.
 
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"Das nächste Ziel ist #Waddan (5): Die Stadt Waddan ist eine komplette Kreuzung. Diese Straße kann von Ost nach West von Libyen erreicht werden. Darüber hinaus befinden sich die russischen Mig-29 auf dem Luftwaffenstützpunkt #Jufra in dieser Region. Um nach Osten zu ziehen, müssen diese Schlüsselstadt und der Luftwaffenstützpunkt erobert werden."
Dies ist eine türkische Sicht der Ereignisse.
 
eggersdorf

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Video vom U. S. Africa Command, unmarkierte russsiche MiG-29 mit (wie man jetzt weiß) syrischen Piloten während der Verlegung über dem Mittelmeer. Sofern das Video nicht schon wieder eine Archivaufnahme ist. Nach einer MiG-29S sieht das jedenfalls nicht aus.
Ob die Amerikaner wussten das in diese kurz zuvor aus Russland überführten Flugzeuge syrische Piloten eingestiegen sind und diese dann den Überführungflug durchführten? Und ob das syrische Personal diese Verlegung unter Funkstille hätte durchführen können vermag ich nicht einzuschätzen aber es sollte möglich sein Funksprechverkehr abzuhören und dann zu erkennen ob da jetzt ein russischer oder syrischer Pilot spricht.

Eine Bodenaufnahme von dem Flugplatz wo die Flugzeuge gelandet sind zeigt eindeutig eine Flugzeugdeckung des sowjetischen Typs AU-16, darin passt eine MiG-29 rein. Vergleich und Zuordnung sind u. a. über die Torform möglich. Über dieses Wissen sollten auch die Amerikaner verfügen.
 
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Video vom U. S. Africa Command, unmarkierte russsiche MiG-29 mit (wie man jetzt weiß) syrischen Piloten während der Verlegung über dem Mittelmeer. Sofern das Video nicht schon wieder eine Archivaufnahme ist. Nach einer MiG-29S sieht das jedenfalls nicht aus.
Ob die Amerikaner wussten das in diese kurz zuvor aus Russland überführten Flugzeuge syrische Piloten eingestiegen sind und diese dann den Überführungflug durchführten? Und ob das syrische Personal diese Verlegung unter Funkstille hätte durchführen können vermag ich nicht einzuschätzen aber es sollte möglich sein Funksprechverkehr abzuhören und dann zu erkennen ob da jetzt ein russischer oder syrischer Pilot spricht.
Was soll DAS jetzt heißen/beweisen, es ist nur die alte Aussage des U.S.-Afrikakommandos, jetzt versehen mit einem (nicht genau einzuordnende) Video, das genau was als Fakt beweist?
Woher kommt den jetzt plötzlich die Aussage, dass (man jetzt weiß) das es russische(!) MiG-29 mit syrischen Piloten sind?

Eine Bodenaufnahme von dem Flugplatz wo die Flugzeuge gelandet sind zeigt eindeutig eine Flugzeugdeckung des sowjetischen Typs AU-16, darin passt eine MiG-29 rein. Vergleich und Zuordnung sind u. a. über die Torform möglich. Über dieses Wissen sollten auch die Amerikaner verfügen.
Was soll diese Aussage eigentlich beweisen? Das in die Shelter auch MiG-29 passen/stehen könnten. Das Russland dort extra für MiG-29 geeignete Shelter gebaut hat um MiG-29 darin zu verstecken!?
Bei dem Video ist aber nur von MiG-21 die Rede!

Irgendwie folgen die Verlautbarungen des U.S.-Afrikakommandos einem bekannten Muster, man stellt eine Behauptung auf, mit fragwürdigen Beweisen, und erwartet dann, dass sie als „bewiesene Fakten“ akzeptiert werden. Was die Mainstreampresse auch tut, schlicht weil es gegen Russland geht.

Letztlich gibt es m.M.n. keine wirklichen überzeugende Beweise, das „russische“ MiG-29 nach Libyen gelangt sind! Nichtmal Beweise, dass MiG-29 überhaupt dauerhaft in Libyen stationiert sind!

Die einzigen veröffentlichten Satellitenaufnahmen von MiG-29 am Boden in Libyen könnten letztendlich auch ägyptische MiG-35 sein, die gegen die GNA eingesetzt worden sind und den besagten Flugplatz dabei als FOL genutzt haben.
Oder Syrien hat wirklich syrische MiG-29A nach Libyen geschickt und hat neuere MiG-29C(S) aus Russland erhalten.
Die letzten beiden Aussagen sind nach bewiesener Faktenlage und wohl offiziellen syrischen Angaben möglich ... alles darum herum sind bloße unbewiesene Behauptungen des U.S.-Afrikakommandos!
 

Sens

Alien
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Wenn in Libyen keine MiG-29 und Su-24 zum Einsatz kommen, dann lag das U. S. Africa Command falsch oder hat sein Ziel erreicht.
Dort gibt es eine gut lesbare Analyse zum Kampf um die örtliche Luftüberlegenheit in Libyen bis Anfang Mai diesen Jahres.
Trotz Gegenteiliger Ankündigung aus Bengasi gibt es keine Luftunterstützung für die LNA und damit deren aktuellen Rückzug.
 

gringo

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Die Flüge gingen nach Misrata und Bengasi über zwei Jahre und dürften in erster Linie Verbindungsflüge gewesen sein. Die C-17 der USAF haben den Selbstschutz, der nach den Erfahrungen der Amerikaner in Libyen absolut notwendig ist. Es wird ja gern vergessen, dass es kleinere Spezialkräfte gibt, die mit der Zustimmung der GNA und LNA gegen radikale Gruppen, wie den ISIL vorgehen.
"
"Amerikanische Streitkräfte, die in Libyen operieren, sind vorübergehend evakuiert worden, sagte der oberste Befehlshaber des US-Militärs für Afrika am Sonntag, als Zusammenstöße zwischen rivalisierenden Milizen am Rande der Hauptstadt das Gespenst eines umfassenden städtischen Krieges auslösten.
"Die Sicherheitsrealitäten vor Ort in Libyen werden immer komplexer und unvorhersehbarer", sagte Marine Corps-General Thomas Waldhauser, Leiter des US-Afrika-Kommandos, in einer Erklärung.
Der vorübergehende Rückzug der USA nach Evakuierungen durch andere Länder und internationale Unternehmen unterstrich die fließende und schwache Umgebung des Landes drei Tage, nachdem ein abtrünniger Befehlshaber aus Ostlibyen eine Offensive zur Eroberung von Tripolis gestartet hatte. Am Sonntag versprach die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung in Tripolis, die Hauptstadt gegen General Khalifa Hifter zu verteidigen, und erklärte, er beabsichtige, einen Militärputsch durchzuführen.


Das kleine Kontingent der US-Streitkräfte in Libyen hat militärische Unterstützung für Terrorismusbekämpfung und diplomatische Missionen geleistet und dazu beigetragen, die Sicherheit in der Region zu stärken, heißt es in der Erklärung. Waldhauser diskutierte nicht, wo die US-Streitkräfte, die Berichten zufolge mit schnellen Amphibienbooten aus Tripolis abgeholt wurden, umgesiedelt wurden oder wann sie zurückkehren wollten."
 
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Sens

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Libya live map. Libya civil war news today - libya.liveuamap.com Vergleicht man die heutigen Ereignisse mit den angekündigten Stoß-Richtungen vom 22. Mai, dann gibt es noch nicht einmal Kämpfe um Schlüsselstellungen bis zum Inkrafttreten eines Waffenstillstands.

...
"Der ägyptische Präsident Abdul-Fattah Al-Sisi kündigte eine neue Kairoer Initiative für einen Waffenstillstand in Libyen an, die die Einstellung der Feindseligkeiten ab dem 8. Juni in ganz Libyen und die Bedingungen für eine politische Beilegung des Konflikts vorsieht.
...
Laut Al-Sisi unterstützt Kairo die interlibysche Waffenstillstandsinitiative ab 8 Uhr morgens am 8. Juni." ....
Da aller Nachschub für die GNA über Ägypten läuft, da dürfte es erst einmal eine Denkpause geben, wo alle Beteiligten ihre jeweiligen Ziele überdenken.
 
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Sczepanski

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Es gibt entlang der libyschen Küste nur wenige Gebiete, die als "Sperr-Riegel" gegen motorisierte Verbände geeignet sind. Das war schon bei Rommel so. Vormarsch und Rückzug erfolgten jeweils sprungweise über weitere Strecken. Und je länger und überdehnter die Nachschubwege waren, desto leichter waren die Konvois dann auch aus der Luft angreifbar.
Daran wird sich wenig geändert haben.
 

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Da hinkt der Vergleich mit dem heutigen Libyen. Da geht es ohne Treibstoffmangel über gut ausgebaute Straßen. Nur deren Nutzung zur Tageszeit macht einen aus der Luft angreifbar, weil nur dann eine Unterscheidung zwischen dem herrschenden zivilen Verkehr und Militärfahrzeugen möglich ist. Erst jetzt bei der schnellen Verfolgung gibt es erste Vorfälle, wo auch Zivilfahrzeuge nicht als solche erkannt wurden. Die Truppen der jeweiligen Seite bewegen sich in motorisierten Kolonnen durch die jeweiligen Stammes-Gebiete. Meist geduldet aber immer auch beobachtet. Da gab es auch Video-Bilder von der Gruppe Wagner, die in einer Ortschaft halt machten, um dort noch etwas ein zu kaufen. Die eigentlichen Kampfhandlungen in Libyen gingen fast nie über den Charakter von Scharmützeln hinaus. Wurde die Situation zu brenzlig, dann verließ man den "ungastlichen" Ort. Mit regulären Truppen, hier die Türken, als Korsettstange gelang es die LNA zum Laufen zu bringen und die Gruppe Wagner, sah es nicht als ihre Aufgabe, diesen Mangel an echtem Willen zum Kampf für eine Sache, aus zu gleichen. Die Türken achteten sogar darauf, dass diese unbehelligt abziehen konnten.
Was die Nutzung der Straßen durch alle Libyer anging, da errichteten die jeweilige Seite nur einige Kontrollposten, die dafür ausreichten, solange keine bewaffnete Kolonne im Anmarsch war. Auf diese Weise kamen auch die letzten Erfolge der LNA westlich von Tripolis zu Stande, bevor die Türken intervenierten und den Spieß umdrehten. In der Rückschau war der Wendepunkt der Fall des strategischen Luftwaffenstützpunkt al-Watiya und wie er zustande kam.
Libya launches operation to liberate Al-Watiya airbase
Es gibt sicher aussagekräftigere Videos (24.12.2019). Hier nur eines auf die Schnelle darüber, wie man sich heute in Libyen bewegt oder die Fahrer der zivilen Fahrzeuge verhalten. Gibt es eine mögliche Bedrohung aus der Luft, dann wissen Soldaten, dass man einen Abstand von mindestens 200 m von Fahrzeug zu Fahrzeug hält. "Laiendarstellern" ist das weniger bewusst und man vertraut auf Allah.
 
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Hier mal ein Eindruck wie gekämpft wurde und wird. Da erstaunt nur, dass der Anzahl der Personen, die dabei zu Schaden kam, doch erstaunlich begrenzt blieb, obwohl da echte Waffen zum Einsatz kamen.
 

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Wir bekommen eher solche Bilder zu sehen, die wenn man die Videos nicht kennt, den Eindruck vermitteln, es gäbe Kämpfe, wie einst in Europa und in vergleichbarer Intensität.
 

Sczepanski

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Da hinkt der Vergleich mit dem heutigen Libyen. Da geht es ohne Treibstoffmangel über gut ausgebaute Straßen. Nur deren Nutzung zur Tageszeit macht einen aus der Luft angreifbar, weil nur dann eine Unterscheidung zwischen dem herrschenden zivilen Verkehr und Militärfahrzeugen möglich ist. ....
Ich gestehe dass ich das nicht verstehe. Im WWII lag für Nachschubkonvois die Hauptgefahr durch Luftangriffe doch auch am Tag, oder? Und die seinerzeit weit einsehbaren Staubfahnen aus den Sandpisten werden durch die heutigen Sensoren doch auch ersetzt.

Btw.:
Ägypten schickt massiv Verstärkungen zur Grenze
 
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Sens

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Die Verlegung der Ägypter ist genauso eine Drohgebärde wie die vorherige "Verlegungsübung" der MiG-29 und Su-24 aus Syrien. Russland hat schon so genug Probleme, gefangene Wagner-Leute vor der Verurteilung in Tripolis zu bewahren.

Im WW II gab es in Libyen fast keine Luftangriffe auf Straßenkonvois und erst recht keine zivilen Fahrzeuge, die man zu beachten hätte. Da war nur das Schiffe versenken oder der Angriff auf einen Hafen ein sinnvolle Option, um die Gegenseite zu hemmen.
Die heutigen UAVs haben eine Verweildauer von über 20 Stunden und bewegen sich vom Boden unhörbar in über 5 km Höhe mit etwa 150 km/h. Genügend Zeit ein mögliches Ziel zu identifizieren, wenn man zusätzliche Informationen darüber von Informanten entlang der Straße bekommt. Nachts ist es sehr viel schwieriger die "Pickups" und "Lastwagen" mit einer militärischen Funktion von den zivilen zu unterscheiden. Da sind die Kolonnen teilweise gemischt oder werden überholt. Erst wenn eine Kolonne die "Schnellstraße" verlässt und sich einer bekannten Einrichtung der Gegenseite nähert, dann ergibt sich die Möglichkeit für einen Angriff. Tagsüber ist das leichter, wenn man identifizierte Fahrzeugen aus der Luft verfolgen kann und es auf einem Abschnitt keine Durchmischung mit dem zivilen Verkehr gibt.
 
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Zur Zeit hängt in Libyen alles vom Verhalten der Türkei ab, lässt sie es beim Status-Quo, sind es nur / bleibt es bei Drohungen der Ägypter. Sollte die Türkei aber, wie es aktuell aussieht und sich die offiziellen Äußerungen anhören, dem typischen türkischen/erdoganschen Größenwahn nachgeben und nach einer Eroberung ganz Libyens streben, wird es zwangsläufig zum offenen Konflikt mit Ägypten kommen. Bisher war die Unterstützung der LNA durch Ägypten und die VAE wohl im Vergleich zur türkischen Unterstützung der GNA relativ moderat ... Waffenlieferungen und die Finanzierung von Söldnergruppen! Allerdings wird Ägypten niemals zulassen, dass sich mit massiver türkischer Unterstützung die GNA und die mit ihr verbündeten extremistischen Islamistenmilizen sowie der IS in ganz Libyen und bis an die ägyptische Grenze ausdehnt.

Interessant wäre dann, wie sich EU und die USA dann positionieren. Bisherige Meldungen dazu lassen aber nichts Gutes hoffen, da in den Mainstreammedien Haftar meistens als abtrünniger Warlord bezeichnet wird und nicht, wie es richtig wäre, als Militärchef der offiziellen Streitkräfte des gewählten Parlaments in Benghasi ... und immer wieder Russland als Unterstützer genannt wird, obwohl es hauptsächlich die Regionalmächte Ägypten und die VAE sind, die Haftar unterstützen.
 
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gringo

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Zur Zeit hängt in Libyen alles vom Verhalten der Türkei ab, lässt sie es beim Status-Quo, sind es nur / bleibt es bei Drohungen der Ägypter. Sollte die Türkei aber, wie es aktuell aussieht und sich die offiziellen Äußerungen anhören, dem typischen türkischen/erdoganschen Größenwahn nachgeben und nach einer Eroberung ganz Libyens streben, wird es zwangsläufig zum offenen Konflikt mit Ägypten kommen.
Zunächst führt nur die Türkei eine offene Militärintervention in Libyen durch ...

Die türkische Militärintervention in Libyen wurde hauptsächlich als Versuch angesehen, den Zugang zu Ressourcen und Seegrenzen im östlichen Mittelmeerraum im Rahmen der Blue Homeland Doctrine ( türkisch : Mavi Vatan ) zu sichern , insbesondere nach der Ratifizierung des Seeverkehrsabkommens zwischen Libyen und der Türkei . Es wurde auch festgestellt, dass sekundäre türkische Ziele die Bekämpfung des ägyptischen und emiratischen Einflusses in der Region umfassen . [
Turkish military intervention in the Second Libyan Civil War - Wikipedia

Das von Ägypten jüngst initiierte Angebot für ein Waffenstillstandsabkommen wurde von der Türkei (GNA) ignoriert. Schließlich würde es langfristig auf eine Teilung Libyens hinauslaufen. Die Beute für die Türkei wäre dann Tripolis. Die LNA (Haftar) wäre dann irgendwann offizieller und anerkannter Exporteur von Öl und Gas ....
Die Türkei braucht also das "Öl- und Gas-Libyen", d.h. nach dem Sieg und mit dem Tripolis-Vertrag im Rücken heißt es:
"Im Rahmen der Vereinbarung mit Libyen können wir dort innerhalb von drei bis vier Monaten unsere Ölexplorationsaktivitäten aufnehmen"
...
Der Schritt könnte die Spannungen in der Region weiter verschärfen, in der die Türkei seit Jahren mit Griechenland, Zypern, Ägypten und Israel wegen des Eigentums an natürlichen Ressourcen in Konflikt gerät. Die Türkei könnte auch möglichen EU-Sanktionen für ihre Operationen ausgesetzt sein.
Da sich die Nachbarn eher nicht auf Sanktionen verlassen wollen, wird es nun für die Türkei ernster.
Ägypten beginnt, offen sein Militär in Stellung zu bringen:
Egypt sent Abrams tanks and attack helicopters to the Libyan border
Nun sind 18 M1A2 Abrams und 6 Mi-24 noch nicht die Welt ..., kommen aber die MiG-29M der Ägypter ins Spiel wird es dramatischer als mit den angebliche MiG-29 aus Syrien. Und bei Sirte gab es bereits einen Luftschlag "unbekannter" Flugzeuge, den die Luftabwehr der GNA nicht parieren konnte ...
MiG-29s destroyed a huge Turkish convoy of military and GNA forces (video)
 
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Nun sind 18 M1A2 Abrams und 6 Mi-24 noch nicht die Welt ..., kommen aber die MiG-29M der Ägypter ins Spiel wird es dramatischer als mit den angebliche MiG-29 aus Syrien. Und bei Sirte gab es bereits einen Luftschlag "unbekannter" Flugzeuge, den die Luftabwehr der GNA nicht parieren konnte ...
MiG-29s destroyed a huge Turkish convoy of military and GNA forces (video)
Auf der Küstenstraße nach Sirte, d.h. unter der Luftdeckung zumindest der türkischen Kriegsschiffe sieht das aber eher nach MiG-35 als nach MiG-29A aus !?
Das hieße eine deutliche Warnung der Ägypter sich an den Staus-Quo zu halten!
 
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