Kurzfristig einsetzbare Flieger

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  1. #1 PilotAmerika, 13.12.2010
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    Hi,

    Mich würde mal interessieren wieviele Flieger die airlines "auf Abruf" haben. Also nehmen wir das Beispiel Frankfurt. Dort hat ja LH ihren grössten Hub. Mich würde jetzt mal interessieren wieviel Airbusse bzw. Boeings da zur Verfügung stehen, wenn mal nicht alles nach Plan läuft. Also stehen da meinetwegen 2 A320 und 4 B737, die kurzfristig eingesetzt werden können? Oder wie läuft das?
     
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  3. #2 Philipus II, 14.12.2010
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    Eine pauschale Antwort wird es da wohl nicht geben. Zu Zeiten geringer Auslastung stehen viel mehr Flugzeuge ohne Nutzung am Boden, eben weil eine wirtschaftliche Nutzung zu dieser (Tages-/Nachts-)Zeit bzw. Wochentag nicht möglich ist. Für geplante Wartungsarbeiten wird wohl immer Ersatz eingeplant sein, kleinere Airlines nutzen dazu auch oft Fremdkapazität. Einfach so rumstehen, also bewusst für die Reserve vorgehalten, werden wohl deutlich weniger Maschinen. Dazu ist der Kostendruck einfach zu hoch. Jedes rumstehende Flugzeug kostet richtig Geld.
     
  4. #3 PilotAmerika, 14.12.2010
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    na ja ich frag weil ich habe vor gut 24 h mal Anhand u.a. der LH-website (arrivals/departures - gate) gekuckt welche Strecken ein spezieller Flieger (in diesem Falle D-AIRP /A321) an diesem Tag (13.) fliegt. Es sollte also morgens losgehen FRA-TXL und zurück, dann FRA-FCO und zurück, dann Paris hin und her, und zu guter letzt noch Frankfurt nach Stockholm. Hat auch alles geklappt, bis zum Rückflug von Paris nach Frankfurt. Dort gab es ne Verspätung von 186 min (!). D.h. dass wenn es kein Ersatz gegeben hätte, hätte der Flug Frankfurt-Stockholm auch um rund soviel verspätet sein müssen. Nun ist der Flug nach ARN allerdings rel. normal gestartet, auch mit nem A321, allerdings D-AISR. Somit muss dieser ja auf "stand-by" gewesen sein, vermute ich... Oder vllt war D-AISR auch für nen anderen Flug geplant, wurde aber dann kurzfristig um-gedispatched (ob sowas auf die schnelle geht...hmmm)
     
  5. #4 Fw 200 Condor, 14.12.2010
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    Moin PilotAmerika,
    Da Du hier ein konkretes Beispiel von DLH nennst: Der Lufthansa Flugzeugeinsatz (in FRA) koordiniert zentral den Streckeneinsatz aller Lufthansa Flugzeuge. Kommt es zu Ausfällen oder Verspätungen, werden Flugzeuge und / oder Flugzeugbesatzungen nach Möglichkeit so umgeleitet bzw neu eingesetzt, das die Störungen im Streckennetz möglichst gering gehalten werden. Somit also auch negative Folgen für die Passagiere möglichst vermieden werden - denn im Idealfall bekommen die Fluggäste die Bemühungen hinter den Kulissen erst gar nicht mit.
    Es gibt durchaus "Reserveflugzeuge", die an strategischen Punkten (wie z.B. Frankfurt, München und Hamburg) auf Abruf bereit stehen. Aus nachvollziehbaren wirtschaftlichen Gründen, können die natürlich nicht in großen Stückzahlen bereitstehen. Der Normalfall ist also eher das Umdirigieren von im Einsatz stehenden Flugzeugen, was relativ häufig vorkommt.
    Lufthansa unterscheidet übrigens sehr genau zwischen "Wartungsreserve" und "Opsreserve" Flugzeugen: Während die "Operative Reserve" unmittelbar für den Flugbetrieb bereitsteht, hat bei der "Wartungsreserve" die Technik die Hand auf dem Flieger - bzw die Finger darin. Daher steht die Wartungsreserve nur mit einer gewissen Vorlaufzeit für den Flugbetrieb zur Verfügung - wenn überhaupt. Schließlich sollen die geplanten Arbeiten ja vollständig und störungsfrei verlaufen.
     
  6. cool

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    Da kann ich nur wenig anfügen, allerdings wollte ich das nochmal kommentieren:
    Sind die Flugzeuge als Wartungsreserve deklariert, werden i.d.R. nur kleinere Sachen gemacht. Von Anfrage bis "Auslieferung" sollten nicht mehr als 30 min liegen (nur ganz grob, ob da irgendwas spezielles ausgehandelt wurde, weis ich nciht), da Flugzeugausfälle aber ohnehin oft technischer Natur ist, kann man ja schon reagieren, falls sich etwas anbahnt. Erst nach ablauf der Reserve werden dann Zeitintensivere Arbeiten angefangen.
    Üblicherweise kommt man aber tatsächlich mit Flugzeugtauschen ganz gut über die Runden, Problematisch wirds dann, wenn man keine Reserve mehr stellen kann, weil ohnehin schon Flugzeuge aus Wartungsgründen längerfristig ausser Dienst genommen wurden.
     
  7. #6 IberiaMD-87, 14.12.2010
    IberiaMD-87

    IberiaMD-87 Astronaut

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    Sehr interessante Informationen habt ihr.

    Ich las mal, dass Hawaiian Air zwei ihrer einst zu diesem Zeitpunkt 13 DC-9-50 als „spare aircraft“ in Bereitschaft hielt, Midwest Airlines eine MD-81 und über Jahre hinweg Swissair offiziell kein Ersatzflugzeug einplante, sondern ähnlich wie hier geschildert Reserven schaffte. Vor einigen Jahren las ich mal, dass British Airways in London fünf bis sechs Flugzeuge pro Tag weder für Wartung und Flüge einplante und diese dann ersatzweise „sofort“ (also innerhalb von 30 Minuten) für ein anderes Flugzeug einspringen konnten. Bei großen Fluggesellschaften ist natürlich das Vorhalten von Reserven eher möglich als bei einer kleinen Fluggesellschaft. In den meisten Fällen scheinen Flugzeuge an einem Drehkreuz in Bereitschaft zu sein und dies ist ja auch mehr als sinnvoll.

    Gruss
     
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