Lackierkabine selber gebaut

Diskutiere Lackierkabine selber gebaut im Modellbau allgemein Forum im Bereich Modellbau; Vor ein paar Wochen bin ich auf eine Page gestoßen, auf der mehrere versierte Modellbauer ihre Bastelzimmer vorgestellt haben. Dabei fiel mir auf...
Friedarrr

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Vor ein paar Wochen bin ich auf eine Page gestoßen, auf der mehrere versierte Modellbauer ihre Bastelzimmer vorgestellt haben. Dabei fiel mir auf, dass die Mehrzahl von ihnen eine Spritzkabine hatten. Jetzt bau ich bzw. lackiere ich meine Modelle auch schon ein paar Jahre mit der Airbrush und ärgere mich immer über das herrichten des Lackierplatzes, der Gefahr das sich ein Staubkörnchen verirrt und und und.
Aber auf die Idee eine Lackierkabine zu benutzen, bin ich so eigentlich nicht gekommen. Was liegt nun näher es den „Spitzenmodellbauern“ nachzumachen?
Also gleich im Netz, auf den bekannten Händlerseiten, nach einer Kabine geschaut und beinahe vom Stuhl gefallen. Für einen Preis von ca. 200.-Euro kann man sich eben eine menge Modelle kaufen oder einen schönen Tag machen.
Zudem schien mir dieses Teil einwenig klein und vor Staub kann sie wohl auch nicht richte schützen, da sie zwar bestimmt eine tolle Absaugung hat, aber keine Türen.
So kann ich mir gut Vorstellen, das sie den Staub direkt an dem Frisch lackierten Modell vorbei saugt, wobei so eben viel an der frischen Farbe hängenbleiben muß?
Jetzt hab ich aber nicht nur im FF gesehen, dass viele ihre Kabinen selber gezimmert haben oder vielmehr alte Schränke dafür entfremdeten.
Also wenn es auch so geh, dann eben nach einem alten Schrank ausschau halten, oder selber etwas herstellen. Da wir ja alle so gern basteln, sollte es eine Kabine ganz nach meinen Bedürfnissen werden.
 
Friedarrr

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Da mir vor einiger Zeit im Baumarkt Kunststoffplatten aufgefallen sind, die nicht sehr viel kosten und die es in verschiedenen Farben gibt.
Wurde auf diese Material zurückgriffen, nennen tut sich dieses Zeug „guttagliss“ und bekommt man z.B. im Hornbach, Obi… (beim Praktika hab ich es noch nicht gefunden) oder www.gutta.com .
Da das Ausgangsmaterial schnell gefunden wurde musste nun das restliche Material besorgt werden.
Materialliste:
Holzleim
3 Holzleisten 14x14x 900
1 Holzleiste 14x35x900
1 Holzleiste Dreikantprofil 14x14x900
2 Holzleisten Winkelprofil 22x22x2400
1 Sperrholzplatte 10x500x700
1 Sperrholzplatte 10x100x700
Holzschrauben 2x16
Holzschrauben 2x12
1 Guttaglissplatte 500x1000
1 Guttaglissplatte 500x1400
2 Acrylglasscheiben 500x500x4
2 Magnetürthalter
Klavierband
1 Neonleuchte 8W
1 oder 2 230V Lüfter
Buntlack weiß uns schwarz (Reste)
 
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Die Sperrholzplatte 10x500x700 bildet den Boden, da das Holz doch verwindungssteifer ist als die Kunststoffplatten. Zurechtgeschnitten wurde es im Baumarkt. Genauso wie die 10x100x700 Holzplatte.
Alles andere lässt sich mit einem Messer oder einer kleinen Gärungssäge zurechtschneiden!

Als Werkzeug wurde lediglich folgendes verwendet:
Gärungssäge
Teppichmesser
Kreutzschraubenderer
Zollstab
Holzraspel
Schleifpapier
Akkubohrmaschine mit Bohrern (nicht unbedingt nötig)
Pinsel
 
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Die 3mm starken Kunststoffplatten lassen sich sehr leicht zurechtschneiden. Einfach die ohnehin vorhandene Holzplatte als Schneidleiste verwenden und mir dem Teppichmesser entlang schneiden. Dabei muss nicht durchgeschnitten werden, vielmehr reicht ein mittlerer Druck aus um einen Schnitt zu hinterlassen. Dann einfach am Schnitt die Platte knicken und ggf. wie beim Öffnen eines Briefes mit dem Messer die Platten endgültig trennen.
Es wurden 4 Platten auf Maße gebracht.
eine 400x706 (Rückwand)
eine 430x700 (Dach)
zwei mit den Seitenlängen 400/600 und der Breite 500 (Seitenteile).


P.S. Der Wohnzimmerteppich hat wirklich kaum gelitten und ich hab hier nunmal kein Bastelzimmer !:)
 
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Die schrägen Plastikplatten bilden die Seiten und wurden ebenso wie die Rückwand mit ein paar Schrauben am Boden befestigt. Von innen wurden, nur seitlich, die 14x14 Leisten geklebt. Das Dach bildet im hinteren Bereich die kleine 100x700 Sperholzplatte, daran lässt sich später gut eine Neonlampe sowie die Lüfter befestigen.
 
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Die Winkelleisten wurden z.T. Gärungsgesägt und mit Leim sowie den Schrauben an den Kannten befestigt. Durch die inneren Leisten gehen die Schrauben nicht durch (Verletzungsgefahr) und geben dem ganzen eine gute Steifigkeit.
Nun wurden die Holzleisten innen weiß und außen schwarz bemalt. Man kann natürlich auch die Kunststoffplatten je nach Geschmack bemalen. Innen wird es eh nicht lange so aussehen.
 
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Zum Schluss wurden noch zwei Türen aus Acrylglas mit Scharnieren und Magnetverschluss angebracht. So kann das Modell bei geschlossenen Türen beobachtet werden, während es trocknet und der böse Staub hat auch keine Chance mehr.
 
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Vor den 230V Lüftern die es schon ab 12.- Öro gibt, sind noch keine Filter. Leider hab ich hier in dieser Stadt 6 Läden abgeklapper die solche Sachen verkaufen müssten, aber nichts gefunden. Es werden aber noch Filter angebracht und irgendwann bin ich wieder im gelobten Land und werde dort welche bekommen! :)

Die Kabine wiegt dank den Kunststoffplatten erheblich weniger als ein vergleichbare Schrank, so überlege ich mir sie an zwei Schienen zu montieren, die an der Wand über meinem Basteltisch befestigt werden. So kann ich die Kabine nach oben weg schieben wenn sie nicht benötigt wird. Das spart Platz und so kann noch eine Vitrine mehr aufgestellt werden! :)
Wirklich nur noch eine, außer ich kann das Bett auch noch...... schienen....?? :FFTeufel:
 
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Wieviel waren denn die Materialkosten?
Baust du auch noch welche? (Kaufen!) :D
 
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Materialkosten:

2x ca. 11.- für die 230 Lüfter (hab aber schon eine bessere und
billigere Lösung)
ca. 9.- für die Neonlampe (war im Angebot)
ca. 15.- für die Kunsstoffplatten
ca. 16.- für die Acrylglasscheiben
ca. 7.- für die Holzleisten
ca. 3,50 für die Scharniere
ca. 10.- für die Sperrholzplatten
Farben, Schrauben, Leim, Schalter, Kabel und sonstige Kleinteile hatte ich noch im Keller. Auch kann man die Kosten noch drücken in dem man mal einen Flohmarkt durchstöbert...!

Der Bau war recht einfach und kann bestimmt von jedem der genügend Zeit hat bewerkstelligt werden. Hilfe kann man hier ja immer Bekommen!!
 
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Ähm, ich hab' noch zwei Fehler bzw. Verbesserungsvorschläge entdeckt:
1) Die Lüfter - Sie blasen dir viele liegengebliebende Farbpartikel, Staub und Farbgas in dein Zimmer. Mit Filter haben sie aber zuwenig Saugleistung. Also einfach irgentwelche kleine Plastikrohre draufsetzen, die das ganze Zeug aus dem nächsten Fenster blasen... :FFTeufel:

2) Der Boden - Er gibt die Nässe, die er aufnimmt, nicht mehr oder nur ganz langsam wieder ab, also ist die Folge ein dauerfeuchter Boden. Meine Empfelung: Pappeboden - aber nur locker auf den Holzboden gelegt. Das kann man aus z.B. Ex-Umzugskartons haben.

Jau, das war's erst mal...
 
Erdferkel

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Als kleiner Sicherheitsfanatiker stellt sich für mich die Frage ob das so gut ist, das die Lampe direkt in Lackierbereich ist. Ich meine, Aerosole neigen da zu recht schnell und heftig durchzuzünden bei Funkenschlag...das gleiche gilt auch für die Lüfter.


Ok ok, ich bin vielleicht etwas übervorsichtig was sowas angeht :red: :FFTeufel:

Trotz allem, guter Bericht, und sicher nachahmenswert und vorallem sieht es besser aus als mein Umzugskarton
 
Kunstflieger

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Erdferkel schrieb:
...das die Lampe direkt in Lackierbereich ist. Ich meine, Aerosole neigen da zu recht schnell und heftig durchzuzünden bei Funkenschlag...das gleiche gilt auch für die Lüfter...
Ähm, ich denke doch mal, dass man eher Richtung Boden sprüht??? :rolleyes:
 
Friedarrr

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Kunstflieger, auf den kompletten Boden kommt noch ein dünner Schaumstoff, zudem werde ich mir noch eine drehbare "Tortenscheibe" besorgen. Damit lässt sich dann das Modell in die gewünschte Richtung drehen ohne es anfassen zu müssen.
Mit der Ableitung hab ich auch schon überlegt, zudem wird die Kabine direkt neben einem Fenster aufgestellt.....
Habe aber auch schon sehr leistungsfähige Garagenlüfter für ca. 16.- im Baumarkt gesehen, damit dürfte dann ein Filter (Aktivkohle...)kein Pronblem mehr sein.

Erdferkel,
Es werden zwer keine Autos darin lackiert, aber ich werde mal unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen eine Dose, innen mit Licht und Lüfter versrühen, sollte ab da keine Beiträge von mir mehr kommen bleib beim Karton! :)
 
Erdferkel

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Bekanntlicherweise verteilen sich Aerosole sich in der Luft (daher der Name), und da die Lüfter auf der Oberseite montiert sind steigt das Zeug ja nach oben...;)
 
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