Lärmschutz beim FID

Diskutiere Lärmschutz beim FID im NVA-LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Bei der Durchsicht alter Bilder bin ich über den in den Geschwader verwendeten Lärmschutz gestolpert. Bei den Lärmschutzhelmen hatten wir zwei aus...

Zoni-MFG-28

Kunstflieger
Dabei seit
17.03.2009
Beiträge
25
Zustimmungen
8
Ort
Titz-Jackerath
Bei der Durchsicht alter Bilder bin ich über den in den Geschwader verwendeten Lärmschutz gestolpert. Bei den Lärmschutzhelmen hatten wir zwei aus der CSSR stammende Versionen, mit und ohne Sprecheinrichtung und die Gehörschutzkapseln mit Haube als Netzteil, Lederol und für den Winter den Kälteschutz - bis dahin ist alles klar.
Bei den Helmen sind mir neben den weißen auch grüne bzw. Braune aufgefallen, wurde dies als farbliche Markierung für unterschiedliche Funktionen oder Fachbereiche genutzt.
Ähnliches ist mir dann auch bei den Kapseln aufgefallen. Auf Bildern aus den 70er Jahren habe ich Gelbe und schwarze gesehen. Aus meiner Zeit in Laage kannte ich nur die Grauen.
Es kann natürlich sein, dass ich auf einen total falschen Weg bin und ausgegeben wurde was gerade verfügbar, bzw. zur Hand war
 
#
Schau mal hier: Lärmschutz beim FID. Dort wird jeder fündig!

Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren

Zoni-MFG-28

Kunstflieger
Dabei seit
17.03.2009
Beiträge
25
Zustimmungen
8
Ort
Titz-Jackerath
Eine etwas andere Formulierung und die Nutzung der Fragezeichen hätten die für mich offenen Fragen leichter erkennen lassen. Also formuliere ich es jetzt mal direkter:
-waren nur die zwei genannten Helme (PP-1 und POP-6) bei uns im Einsatz?
-wem wurde welche Version ausgegeben?
-hatten die Helmschalenfarben eine Bedeutung oder war angedacht mit den Farben eine Funktion zu kennzeichnen?
-bei den Gehörschutzkapseln, wurden die Farben vom Nutzer aufgebracht oder wurden die unterschiedlichen Farbe Herstellerseitig geliefert?
-welche Ausführungen / Versionen gab es bei den Kapseln?
 
Tester U3L

Tester U3L

Astronaut
Dabei seit
01.05.2005
Beiträge
2.731
Zustimmungen
3.437
Ort
Meerbusch/Potsdam
Eine etwas andere Formulierung und die Nutzung der Fragezeichen hätten die für mich offenen Fragen leichter erkennen lassen. Also formuliere ich es jetzt mal direkter:
-waren nur die zwei genannten Helme (PP-1 und POP-6) bei uns im Einsatz?
Mir sind keine weiteren bekannt (Staffel; MFG-28 Laage).
Die Fachgebiete FFMA und ZNA trugen bei uns anstelle der Lärmschutzhelme die Lederkopfhaube SchL-60 der Helme ZScha-3 ('Erdbeere').

-wem wurde welche Version ausgegeben?
Ich hatte beide.
Den 'normalen' Lärmschutzhelm (PP-1, wenn der so hieß) bekam jeder Mechaniker beim Antritt des Truppendienstes.
Den 'Technikerhelm' POP-6 mit Sprechgarnitur (Kopfhörer und Kehlkopfmikrofon) bekam ich, als ich regelmäßig bei den Triebwerksprobeläufen und Systemtests auch die SAU-Prüfläufe (Autopilot) auf der Nachbrennerplatte durchführen musste, um mit dem Techniker in der Kabine kommunizieren zu können (Das wurde alles in einem 'Abwasch' gemacht, Triebwerksprobelauf, Systemtest (Hydraulik, Ruder, Klappen usw.) und SAU nach Vorgabe des Prüfgeräts).
Der Helm lag dann aber in der Regel im Spind im PDG und wurde nur für solche Anlässe genutzt. Ansonsten war das Teil einfach zu schwer, unhandlich, unbequem...

-hatten die Helmschalenfarben eine Bedeutung oder war angedacht mit den Farben eine Funktion zu kennzeichnen?
Nein.
Das wurde ausgegeben, wie es gerade vorhanden war.
Ich hatte glaube ich so einen grünlichen.

-bei den Gehörschutzkapseln, wurden die Farben vom Nutzer aufgebracht oder wurden die unterschiedlichen Farbe Herstellerseitig geliefert?
Würde ich mal behaupten, so wie geliefert. Oder jemand hat die individuell angemalt.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass solche bei uns offiziell ausgegeben wurden, oder sie haben sich irgendwann von den uncoolen Hauben getrennt, die ich aus dem praktischen Dienst nicht erinnere.
Die Gehörschutzkapseln ('Mickey Maus') wurden bei uns dann von den älteren Diensthalbjahren beim Ausscheiden an die jüngeren 'vererbt'.
Das war für den Sommer ganz nett, da luftiger. Meine war glaube ich auch grau.

-welche Ausführungen / Versionen gab es bei den Kapseln?
keine Ahnung
Standard DDR würde ich mal sagen.

Wir haben die Lärmschutzwirkung z.T. zusätzlich durch Einbringen von Gehörschutzwatte in die Kapseln erhöht.

Wir bekamen jeder am Anfang des Truppendienstes auch eine Packung Gehörschutzwatte ausgegeben, aus der man sich auch (zusätzliche) Ohrstöpsel formen konnte.
 

Zoni-MFG-28

Kunstflieger
Dabei seit
17.03.2009
Beiträge
25
Zustimmungen
8
Ort
Titz-Jackerath
Schon mal danke für die Antwort.
Obwohl die TDZ gleich neben der SLB lag hatten wir keinen persönlichen Lärmschutz. Einzig im Staukasten der UKS lagen ein paar, die beim Betrieb hätten getragen werden sollen (woran ich mich jedoch nicht erinnern könnte.
 
Tester U3L

Tester U3L

Astronaut
Dabei seit
01.05.2005
Beiträge
2.731
Zustimmungen
3.437
Ort
Meerbusch/Potsdam
TDZ MFG? Gleich neben der Bahn? Hm.

Also, die TDZ lag doch bei uns im Dez. 3, gleich neben dem PDG. Also dort, wo der technische Dienst lief, nicht die Flugdienste (bzw. nur in Ausnahmefällen).
Im Dezentralisierungsraum wurde - auch im Freien und wenn das andere Geschwader Flugdienst hatte - kein Lärmschutz getragen. Nur bei Probeläufen auf der Nachbrennerplatte trug man den dort direkt am/neben dem Flugzeug.
Ansonsten wurde der Lärmschutz nur während des Flugdienstes getragen, also an der Vorstartlinie (wenn Triebwerke liefen) oder als SchiPo direkt an der SLB. Wenn es die (gefühlte) Lautstärke irgendwie zuließ, wurde der Lärmschutz auch abgesetzt, so z.B. im Technischen Quadrat, oder auch während der Arbeit an den Flugzeugen, wenn der Platz für den Kopf eng war und bei der Arbeit störte. Ein startendes Flugzeug auf der SLB war aber auch dort eigentlich kein Grund, den Lärmschutz aufzusetzen. Ein bisschen was vom 'Sound' wollte man ja auch haben. Und die Lautsprecherdurchsagen vom IKP musste man ja auch hören können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zoni-MFG-28

Kunstflieger
Dabei seit
17.03.2009
Beiträge
25
Zustimmungen
8
Ort
Titz-Jackerath
Der Standort ist korrekt wiedergegeben. In Abhängigkeit der Start- bzw. Landerichtung konnte es "für unsere Verhältnisse" laut werden. Die Übergabe bzw. Rücknahme der LFK erfolgte nur im seltensten Fall während der Flugschicht, unter diesem Gesichtspunkt betrachtet brauchten wir keinen persönlichen Lärmschutz. Ich erinnere mich auch nur an zwei Fälle, wo ich während einer laufenden Flugschicht an der VSL war um Daten zu erfragen bzw. zu erfassen.
 
Thema:

Lärmschutz beim FID

Lärmschutz beim FID - Ähnliche Themen

  • Problem mit FS-2020: Immer gleicher Airport und Flugzeug beim Start

    Problem mit FS-2020: Immer gleicher Airport und Flugzeug beim Start: Hallo. Zunächst schicke ich vorraus, das mein PC grundsätzlich sehr gut funktioniert und er ist auf dem neuesten Stand. Mein Problem: Der...
  • 18.11.2022 Lima - A320 Neo kollidiert beim Start mit Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr

    18.11.2022 Lima - A320 Neo kollidiert beim Start mit Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr: Es hätte eine Katastrophe werden können: Als ein Airbus A320 Neo von Latam startete, kollidierte er mit einem Feuerwehrwagen. Zwei Menschen...
  • Was bringt eine Lärmschutzhalle?

    Was bringt eine Lärmschutzhalle?: Hey zusammen, mich interessiert, was genau eine Lärmschutzhalle bringt, so wie sie z.B. in DUS steht. Das sagt Wikipedia: Werden in diesen...
  • Benötige Hilfe zu Lärmschutzmaßnahmen in Flugzeugen

    Benötige Hilfe zu Lärmschutzmaßnahmen in Flugzeugen: Hallo liebe Community, ich hab nun schon ewig das Cyberspace nach Lärmschutzmaßnahmen bei Flugzeugen durchsucht und noch keine verwertbaren...
  • Lärmschutzhalle

    Lärmschutzhalle: Kennt sich wer mit Lärmschutzhallen für Militärjets (Triebwerktests, etc.) aus. Ich brauche es für eine wichtige Projektarbeit. Mich würde...
  • Ähnliche Themen

    Oben