Lazzarini Design "Air Yacht"

Diskutiere Lazzarini Design "Air Yacht" im News aus der Luftfahrt Forum im Bereich Aktuell; Auf standard.at habe ich heute diesen Artikel überflogen: "Air Yacht": Eine fliegende Megayacht für die Superreichen Eine Art Doppelluftschiff...
RomanW.

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Auf standard.at habe ich heute diesen Artikel überflogen:

"Air Yacht": Eine fliegende Megayacht für die Superreichen

Eine Art Doppelluftschiff, mit riesigem Wohnbereich dazwischen, inklusive Pool und Hubschrauberlandeplatz oben drauf. Das Teil landet oder fährt man am Wasser wie ein Schiff, und wenn es einem vor Ort nicht mehr gefällt, fliegt man eben wo anders hin. 150 Meter lang, 80 Meter breit. Der Passagierteil (eingezwängt zwischen den beiden Heliumzellen) "nur" 80 Meter lang und 10 Meter breit. "Hypothetisch könne man ab 550 Millionen Euro die erste Yacht bauen" so Lazzarini.

Frech würde ich sagen: Es dürfte sich also eher um eine Studie mit dem Titel "Was unsere Computerprogramme alles zulassen, dass wir entwerfen können" handeln. Kann meiner Meinung nach so einfach nicht wirklich funktionieren, in der Praxis. Wind und Wellengang darf es da dann nämlich einfach nicht, bis kaum geben, meine ich. Naja. Wollte es hier jedenfalls posten.
Wenn ich das auf den Renderings richig gesehen habe, steht da am Ende des Raumes ein Doppelbett, etwas erhoben. Dieser Ausblick muss natürlich schon der Hammer sein. Wenn man aufwacht und über den Wolken ist, runter blickt. Allerdings, eben die Frage nach der Umsetzbarkeit...

Die Website der Firma ist unter Design Gesichtspunkten nicht uninteressant. Teilweise hat das Design der Yachten und Luftfahrzeuge etwas steampunk-mässiges, finde ich.
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Beste Grüße

Roman
 
pok

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Ich glaube auch nicht das so etwas umgesetzt wird.
Was mir ins Auge springt ist :"...Das mit 400.000 Kubikmeter (200.000 auf jeder Seite) komprimiertem Helium gefüllte Flugobjekt“ warum komprimiert, der Tragkörper wird so nur unnötig schwer und der Auftrieb sinkt.

Den Pool wird man hoffentlich vor dem Take-off ablassen, was ganz pfiffig ist, um das Luftschiff nach der Landung im Wasser zu halten, quasi das Reservoir für den Ballast, in dem man auch planschen kann.

Antrieb durch Solarzellen und Elektromotore ist wohl dem Zeitgeist geschuldet, denn die Reichweite und die Nutzlast sinken so signifikant und bei schlechtem Wetter und Wind hat man eigentlich gerne eine etwas größerer Fahrtzeit, auch wenn die Batterien nicht laden können wegen Wolken oder Nacht.

Aber aussehen tun die Bilder schon toll, in den 50er Jahren hätte man es mit einem Kernspaltungsreaktor versehen und den Leuten als das Urlaubsvehikel der Zukunft verkauft.
 
Simon Maier

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Hallo,

@pok Die Aussage mit dem komprimierten Helium findet sich seltsamerweise sogar auf der Webseite der Firma (als Bildunterschrift unter Bild 22), warum weiß ich nicht. Technisch gesehen macht es natürlich absolut keinen Sinn Helium hier zu komprimieren, von einem minimalen Überduck gegenüber der Umgebungsluft in den Gaszellen abgesehen um die Hülle straff zu halten.
 
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Ich denke, dass es ein reines Design/ Styling Projekt ist und kein Ingenieur mit der Studie bisher befasst war, das erklärt diese Aussage genauso wie die Wahl eines Antriebes aus Solarzellen und Elektromotoren.

Beides macht gerade bei einem Produkt in so kleiner Stückzahl überhaupt keinen Sinn, wenn schon, dann sollte man Turboprop oder Gasturbinen verwenden, aber sicher keinen Solarzellen.



Reines Fantasie Projekt
 
bodo

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Ich denke, dass es ein reines Design/ Styling Projekt ist und kein Ingenieur mit der Studie bisher befasst war, das erklärt diese Aussage genauso wie die Wahl eines Antriebes aus Solarzellen und Elektromotoren.

Beides macht gerade bei einem Produkt in so kleiner Stückzahl überhaupt keinen Sinn, wenn schon, dann sollte man Turboprop oder Gasturbinen verwenden, aber sicher keinen Solarzellen.
Mit Turboprop oder Gasturbinen kannst du diese Anforderung hier aber nicht erfüllen:
Zeitungsbericht schrieb:
So soll die Yacht mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten auf dem Wasser segeln, ohne Lärm oder Umweltverschmutzung zu verursachen.
Wäre dann vermutlich aber eher ein ökologisches Feigenblatt und für das gute Gewissen des Besitzers, dass man ja umweltfreundlich unterwegs ist.

Was mir noch nicht so ganz klar ist: abheben kann das Ding ja nur, wenn genügend Helium in den beiden Zellen ist, so dass das Ding leichter als Luft wird. Um zu landen muss es wieder Helium ablassen. Aber wo bekommen sie dann für die nächste Luftfahrt neues Helium her? Oder soll das ganze wie der Zeppelin NT gar nicht leichter als Luft sein und mit Triebwerksschub nach unten starten und dann aerodynamisch Auftrieb erzeugen? Scheint mir noch nicht so ganz zu Ende gedacht...
 
pok

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Na ja, vielleicht denken die Entwickler ja, sie können das Helium aus Tragesäcken in einen Kompressor ziehen und dort verdichten, um ihn in Druckbehältern zu lagern.
Theoretisch alles möglich, aber hat noch nie jemand gemacht, da man ein Luftschiff so leicht wie möglich hält. Wenn der Antrieb durch Verbrennungskraftmaschinen erfolgt, kann man auch eine Ballastwassergewinnungsanlage einbauen, die während des Betriebes der Verbrennungsmotoren Ballastwasser erzeugt. Das gab es in den 30er Jahren schon und funktioniert auch, solange man keine Elektroantriebe verwendet.
 
macfly

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Aber aussehen tun die Bilder schon toll, in den 50er Jahren hätte man es mit einem Kernspaltungsreaktor versehen und den Leuten als das Urlaubsvehikel der Zukunft verkauft.
Ein Kernkraft-Luftschiff! Sehr gute Idee! Damit würde es in der EU ja auch als besonders umweltfreundlich gelten...
Das mit der Kernkraft wäre auch eine super Idee für den Cargolifter damals gewesen... ;-)
 
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Hallo,
@pok für so unwahrscheinlich halte ich die Idee mit der Kompressor/Tank Lösung nicht. Man muss sich vor Augen halten dass das Schiff die doppelte Menge an Gas in den Zellen hat im Vergleich zur Hindenburg (400k m³ statt 200k m³), falls jemals eines gebaut werden sollte (was natürlich niemand weiß) wäre es das größte jemals gebaute Luftschiff mit ca. 70 % des Gasvolumens des nie gebauten Cargolifters (550k m³).
Als ''Tank'' würde vermutlich auch ein 2. kleinerer und druckfester Ballon in der eigentlichen Gaszelle gehen, in den das Helium umgepumpt werden könnte.
 
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Also mit Ballonetten arbeiten auch Blimps, aber da wird lediglich Luft entweder in die Ballonette geleitet oder wieder abgelassen, wodurch die Masse des Schiffes sich ändert sowie die Schwerpunktlage. Trotzdem hangelt man sich so wie Sporttaucher immer knapp unter oder über einem neutralen Auftrieb herum, weswegen wie gesagt der Pool eine Notwendigkeit ist, um im Schwimmmodus nicht überraschend abzuheben.
Helium ist sauteuer, abgelassen wird es sicher nur als letzte Maßnahme, wenn das Schiff durchsteigt, zumal dann die Landung etwas unsanft enden kann.
 
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