Legenden und Mythen des Großen Vaterländischen Krieges

Diskutiere Legenden und Mythen des Großen Vaterländischen Krieges im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; https://en.topwar.ru/170308-legendy-i-mify-velikoj-vojny-v-chem-prichina-takogo-nachala.html Das Thema einer aktuellen Diskussion in Russland. Die...

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Das Thema einer aktuellen Diskussion in Russland. Die Google-Übersetzung hat "Schwächen", es sei denn man ist bereit, die Besonderheiten der russische Ausdrucksweise zu akzeptieren.
"Aber jetzt werden wir darüber sprechen, was der Luftwaffe im Juni 1941 einen echten Vorteil verschafft hat. Bisher - ohne den menschlichen Faktor. Für diese Komponente sollte separates Material bereitgestellt werden, und wir werden dies in naher Zukunft tun."
Auch die Kommentare mit weiteren Details nicht vergessen.
Die Details waren mir schon länger bekannt. Doch in dieser offenen Form, auch von russischer Seite, ist das sicherlich bemerkenswert.
 
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Alien
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Hier hat sich ein russischer Hobby-Historiker mal richtig Gedanken gemacht, wenn auch zum großen Teil im luftleeren Raum.
Was will er uns denn mit seinem langen Artikel nun sagen ??

Müssen irgendwelche geschichtlichen Daten korrigiert werden ?
 

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Alien
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Was ja nicht schwer zu verstehen ist. Der reine Vergleich von Eckwerten für Flugzeuge ist nur irreführend. Das die Art ihrer Nutzung erst einen wirksamen Vorteil verschafft.
So war der Weg zum Endsieg weit blutiger, als vom Sieger beschrieben. Was ihn in meinen Augen um so beachtenswerter macht. Da erst die politischen Hemmnisse überwunden werden mussten, ohne die Verantwortlichen zu beschädigen.
Noch 1943 war das "System des Vierfinger-Schwarm" in der SU nicht vollständig eingeführt, während es die Briten es noch 1940 übernahmen und zum neuen Standard machten. . Solche wichtigen Details gelangen erst ins Bewusstsein, wenn man z.B. das biografische "Jagdflieger" eines A.W. Woroshejkin aus den 60igern liest. Der sicherlich nicht ahnte, dass seine Angaben mal mit weit mehr Hintergrund-Wissen gelesen werden.

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"Für die sowjetische Geschichtsschreibung gehört die militärische Katastrophe des Sommers 1941, die Frage nach Ursache und Ausmaß der Niederlagen in den ersten Monaten des deutschen Angriffs immer noch zu den "heißen Eisen". Lange Jahre vom Triumph des Jahres 1945 verdeckt und von Stalin autoritativ gedeutet, verknüpften sich die historischen Probleme des Sommers 1941 zwangsläufig mit politisch-ideologischen, als der Stalin-Mythos in der Ära Chruschtschow ins Wanken geriet. Die Diskussion der sowjetischen Historiker über den "22. Juni 1941" ist in ihrem Auf und Ab geradezu ein Seismograph für den Grad an "Entstalinisierung" und "Restalinisierung" in der sowjetischen Geschichtsschreibung und in der Sowjetunion überhaupt."....

Ich habe gerade Rainer Göpfert, SOWJETISCHE JAGDFLUGZEUGE im zweiten Weltkrieg, gelesen und war schon überrascht, wie noch 2018 im Stile der sozialistischen Geschichtsschreibung berichtet wird.
Es gab zwar Probleme, doch die werden durch reklamierte Erfolge relativiert. Siehe dazu die LaGG-3, "die Gehilfin des Totengräbers", die erst als La-5 zur vollwertigen Waffe für die Mehrheit der sowjetischen Piloten wurde.
 
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Alien
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Nur noch mal zur Erinnerung:
Bis 1941 hatten ALLE angegriffenen Länder des europäischen Festlands die Hände gehoben bzw. sind von der Wehrmacht überrannt worden.
Sogar das Britische Expeditionskorps musste die Flucht antreten.

Was soll jetzt bei der Roten Armee anders sein ?

Nach 22 Wochen hatte man sich aber gefangen und der Wehrmacht vor Moskau eine strategische Niederlage beigebracht. Das hatte noch niemand geschafft.
Über Moskau hatte die deutsche Luftwaffe ein paar Überflüge gemacht, das war es dann auch schon.
Mit der Konsequenz, dass die Luftwaffe unfähig war, die Panzerwerke im Ural anzugreifen.
 

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Das britische Empire stand schon ein Jahr alleine gegen das DR. Bei der SU war das nicht der Fall und nur zwei Drittel der militärischen Kraft konnte gegen sie genutzt werden. Die bisherigen Verluste hatten zudem dafür gesorgt, dass die nominale Stärke der deutschen Luftwaffe der , dem Frankreich-Feldzug entsprach. Die erste strategische Niederlage hatte Deutschland schon in der Luftschlacht gegen Britannien erlitten.
 
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Die erste strategische Niederlage der Luftwaffe war der Umstand, dass man einen strategischen Krieg mit taktischen Mitteln/ Material führen wollte.

Weder die Luftschlacht um England, noch die Luftwaffenoperationen gegen die Sowjetunion (besonders nachdem Letztere ihre wichtigsten Produktionsstätten nach Osten verlegt hatte) hatten eine Aussicht auf Erfolg und konnten mittel- bis langfristig betrachtet nur scheitern.
 
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