LILIUM: Ein Elektrokleinflugzeug für den Alltagseinsatz

Diskutiere LILIUM: Ein Elektrokleinflugzeug für den Alltagseinsatz im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Auch auf der anderen Seite des Teiches, hatte man sich schon skeptisch gezeigt: Air Taxi Start-Up Lilium Boldly Claims It Will Start Flying 'Much...
Stovebolt

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Anscheinend ist der Pessimismus doch nicht nur typisch deutsch.
Gruß!
 

Michael aus G.

Space Cadet
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leider zu weit wech von einem richtigen Flugplatz
Man sollte sich hier daher also nicht „gebetsmühlenartig“ an dem utopischen Werbeversprechen festklammern und (wie senil) daran herumnörgeln, ...
Ohh, und ich Depperl dachte immer, senil ist, wenn man sich an sein Verspechen von gestern nicht erinnern kann... :rolleyes1:

Mich erinnert das ganze PR-Gedöns ja an Cargolifter. Eins jedenfalls ist klar: Auch für Lilium gelten die Grenzen der Physik, PR hin oder her. :wink2:

Ist der Lilium-Jet ein Rohrkrepierer?
Experten zweifeln am "Lilium Jet"

Dass der große Aufschrei unter Fachleuten bisher ausgeblieben sei, habe allein einen praktischen Grund: "Alle haben Sorge, es könnte ein 'Cargolifter-Effekt' eintreten." Der Luftschiffentwickler hatte 2002 Insolvenz angemeldet und habe, so Hornung, die gesamte Branche mit sich gezogen – "auch Ideen, die hätten funktionieren können, waren daraufhin tot."

Das wolle man diesmal vermeiden,
erklärte der Forscher. Es gebe durchaus Unternehmen mit vergleichbaren Fluggeräten und guten Ansätzen auf dem Markt, bei denen realistische Werte für Reichweite und Energieverbrauch kommuniziert würden. Neben Lilium arbeiten noch zahlreiche andere Unternehmen an elektrisch getriebenen Luftfahrzeugen, die senkrecht starten und landen können. In Deutschland sind das etwa Volocoper und Airbus Helicopters.
 
Intrepid

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Lilium bereitet den Weg und ein anderer Hersteller setzt sich dann ins gemachte Nest. Wo ist das Problem?
 
F-16

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Das Problem ist die Glaubwürdigkeit des dann u.U. nicht mehr existenten Herstellers, welches (zu Unrecht) auf die gesamte Branche und (teils wahrscheinlich zu Recht) auf die involvierten Ingenieure ebenso wie auf Hochjubler wie Kapital-, Design- und Managementzeitschriften durchschlägt.
Seit den fehlenden Stahlrohrverstärkungen beim Opel Sintra sollte bekannt sein daß Verkäufer und Hersteller für ihre Werbeaussagen haften.
Und dort betraf es eine Nebensache, das Auto hatte trotzdem vier Räder, seine Motorleistung und die entsprechende Reichweite. Bei Lilium betrifft es aber wesentliche Produktmerkmale, genauer gesagt jene beiden über die sich das Ganze definiert.
 

78587?

Space Cadet
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Logistik und Produktion sollen der eines Autoherstellers ähnlicher sein als der eines Flugzeugbauers. Deshalb holt man sich für diesen Teil der Unternehmensplanung Fachleute aus der Automotive-Branche.
Da komme ich nicht klar mit,... Fahrzeug-Designer haben mit Logistik und Fertigung rein gar nichts zu tun.
"Lilium", will das Produkt ja nicht als Massenware über die Design/Formsprache an Endverbraucher verkaufen. Gerade bei einem Fluggerät, hat die optische Erscheinung erst einmal hinten anzustehen, da gibt es viel wichtigere Aspekte die Priorität haben.
Erst wenn man schon mal funktionierendes Produkt hat, kann man am "Design" arbeiten, und dann sind auch Investoren einfach zu gewinnen.

.
 
gero

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Die ganze Chose erinnert mich ein wenig an die seelige HPA TT-62. Auch da schmückte man sich mit einem Stardesigner für die Inneneinrichtung noch bevor die Kiste zum ersten mal geflogen war. Investoren, Innovationen, Optionen und die Versprechungen von unschlagbar günstigen Flugpreisen.

Schau mer ma.

gero
 

orca30

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Da komme ich nicht klar mit,... Fahrzeug-Designer haben mit Logistik und Fertigung rein gar nichts zu tun.
"Lilium", will das Produkt ja nicht als Massenware über die Design/Formsprache an Endverbraucher verkaufen. Gerade bei einem Fluggerät, hat die optische Erscheinung erst einmal hinten anzustehen, da gibt es viel wichtigere Aspekte die Priorität haben.
Erst wenn man schon mal funktionierendes Produkt hat, kann man am "Design" arbeiten, und dann sind auch Investoren einfach zu gewinnen.
Ganz schön kleinlich, an so unwesentlichen Nebensächlichkeiten wie "Funktion", Physikalische Machbarkeit oder Reichweite festzuhalten.
("Senil", nannte das ein anderer Forent so originell)

Was wichtig ist, ist tolles Design, eine heisse Webseite und schnieke Powerpoints. SO kriegt man Investoren und SO gehts voran mit Deutschland!

Ob da letztendlich so etwas wie ein "Produkt" rauskommt, was dann auch noch funktioniert, ist absolut unwichtig.

Noch heute erstarrt die Welt in Ehrfurcht vor deutscher Ingenieurskunst und deutschem Erfindergeist, wenn das Wort "Cargolifter" fällt!
 

Rhönlerche

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Mal eine Frage an die Obi-Spotter hier: Hat irgendjemand das Ding überhaupt schon mal in der Luft gesehen? Ich meine einmal? Und falls ja, wie hört es sich an? Laut?
 

innwolf

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Hallo,
erinnert sein an die Innovationsphase Deutschlands. Ob Pabst von Ohain bei Heinkel, Farb- und Farbumkehrfilm bei Agfa-Wolfen, Siemens Halbleiterdioden um 1940, Perlon aus Leuna der IG-Farben, die Spitzenentwiclungen der Maschienenbauer, Optik bei Leitz und Zeiss, Medikamente und Kunstoffe. Die "Verstaatlichte" in Linz mit dem LD-Verfahren für Stahlproduktion usw.

Immer nahmen große Firmen selbst Geld in die Hand und liessen entwickeln, ohne Presserummel und Schaumschlägerei.

Und das funktionierte sehr erfolgreich!

Desaster Cargolifter, war abzusehen!
1. Sehr empfindlich betreff Wind am Absetzplatz der Schwerlast.
Am Zielort ist eine aufwendige Logistik nötig um Ballastwasser übergabe im Tausch mit der last zu ermöglichen..
2. Eine Luftschiffkonstruktion mag viel Zuladung ermöglichen, aber nicht PUNKT-Lasten, ein coil mit 100t aufzuhängen ist was anderes als 2000 Säcke mit Reis zu 50kg zu verteilen über die ganze Länge. 20t ging schon mit dem Afrikaschiff 1917..
 

Flint

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Wie heißt es doch immer so schön heut' zutage:
Wenn nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht...
 

Rhönlerche

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Klappern gehört zum Handwerk. Damit habe ich kein Problem. Aber man darf schon kritisch prüfen, was alles im Prospekt steht. Wenn man dann eher skeptisch reagiert, ist man weder gleich "technologiefeindlich", noch "typisch deutsch".
 
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Intrepid

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"Lilium", will das Produkt ja nicht als Massenware über die Design/Formsprache an Endverbraucher verkaufen.
Richtig. Es soll weltweit nur ein einziges Luftfahrtunternehmen geben, welches den Lilium-Jet jemals betreiben wird (so er denn mal seine Einsatzreife erreicht).
 

MartinBakerGW6A

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Ahh, danke. Interessanter Ansatz. Aber die Frage war ja, kann der Demonstrator das schon? Und nicht wie... :rolleyes1:
Im Schwebeflug fliegt das Ding doch wie jeder andere Multikopter auch, nur eben mit Impellern.

Soweit nichts wirklich Besonderes.

(Wie hier bereits erwähnt, drehen die eine Hälfte der Motoren links- und die Andere rechts herum. Über entsprechende Drehzahlunterschiede wird eine Drehung um die Hochachse realisiert.)

Sieht in diesem Video ab 2:10 schon sehr gut aus:


 

78587?

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I(Wie hier bereits erwähnt, drehen die eine Hälfte der Motoren links- und die Andere rechts herum. Über entsprechende Drehzahlunterschiede wird eine Drehung um die Hochachse realisiert.)
ich denke das geht anderes, und nicht über die Drehzahl. Würde man die verändern, ändert sich auch der "Auftrieb" und man hätte ein "banking".
Ich nehme an, dass die Treibwerkseinheiten leicht vom Senkrecht-Auftrieb geschwenkt werden, eine Flügelseite geht ins Plus die andere ins minus, und damit die Rotation bewirkt wird.

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bodo

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Zu dem Reichweiten- und Geschwindigkeitsthema: wer sagt denn, dass der Lilium-Jet die ganze Strecke selbst fliegt? Er muss doch nur zum passenden Zeitpunkt starten und dockt dann an der Unterflügelstation eines der Mutterflugzeuge an, die knapp über FL100 (wegen fehlender Druckkabine im Lilium-Jet) im Taktverkehr auf verschiedenen festgelegten Strecken unterwegs sind. Der eigene Antrieb wird dann nicht mehr benötigt. Während dieser Zeit können dann auch die Akkus wieder aufgeladen werden. Am optimalen Punkt löst sich der Lilium-Jet dann wieder und fliegt mit eigenem Antrieb die Reststrecke bis zu seinem Zielpunkt, wo er dann vertikal landet. Auch der zwischenzeitliche Wechsel auf ein anderes Mutterflugzeug wäre denkbar, wenn dessen Flugstrecke nicht so ideal ist. Bei Problemen (technische oder meteorologische) kann der Lilium-Jet zur Not auch am Mutterflugzeug bleiben und so auf dessen Basis landen. Diese Basen können problemlos ehemalige Militärplätze in abgelegenen Gebieten sein, da das Mutterflugzeug prinzipiell ja weder auf Passagiere noch auf Fracht angewiesen ist und nur geringe Infrastruktur am Boden benötigt. Während des angekoppelten Fluges ist man mit der hohen Sicherheit unterwegs, die in der Verkehrsfliegerei vorhanden ist. Durch ein Gesamtrettungssystem ist für die Sicherheit im freien Flug gesorgt.

Hört sich zwar utopisch an, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sowas tatsächlich technisch machbar wäre. Das mit dem Mutterflugzeug gab es schon in den 30er-Jahren. Ob es ein Andocken im Flug schon mal gab, weiß ich nicht, aber wenn man es schafft, Raketen auf kleinen Plattformen im Meer landen zu lassen, würde ich das auch durchaus im Bereich des möglichen sehen. VTOL mit den Fans ist sicher auch möglich, wenn man nicht so auf die Energieeffizienz achten muss. Und dass ein (teil-)autonomes Luftfahrzeug und ein flugplanmäßiges Luftfahrzeug zeitlich und räumlich optimiert zusammenfinden, zumal der Start- und Landezeitpunkt in einem gewissen Bereich flexibel geregelt werden kann, halte ich auch für kein großes Problem mehr. Ob das Mutterflugzeug jetzt auch elektrisch fliegt (vielleicht mit Brennstoffzelle) oder auch zunächst einmal konventionell, spielt glaube ich keine entscheidende Rolle. Ist vermutlich ein realistischeres Szenario als das, welches den Investoren zur Zeit verkauft wird, muss man aber auch relativ groß denken, sonst wird es finanziell untragbar.
 
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