Lockheed Super Constellation 1049 Lufthansa - (Revell 1/144)

Diskutiere Lockheed Super Constellation 1049 Lufthansa - (Revell 1/144) im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Als ich in München auf Geschäftsreise war, sah ich in deren Besucherpark ein wunderhübsches Flugzeug: eine Superconnie, die dort in der...

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  1. #1 TheHutt, 29.06.2012
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    Als ich in München auf Geschäftsreise war, sah ich in deren Besucherpark ein wunderhübsches Flugzeug: eine Superconnie, die dort in der Retro-Lufthansa-Lackierung im Freilichtmuseum steht.

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    Dann, ganz zufällig, sah ich im Karstadt das Kit von Revell mit eben jener Lackierung (Lufthansa/TWA) und habe dafür dann glatt 8 EUR gezahlt. Allerdings wurde ich nach dem Auspacken etwas enttäuscht: es fehlten sämtliche Klarsichtteile. Und so musste ich an die berühmte Abteilung X eine Mail schreiben, die mir auch prompt antwortete, mit dem Versprechen, das fehlende Detail nachzuschicken - das Ganze würde 2-3 Wochen dauern.

    Zu Untätigkeit verdammt, habe ich beschlossen, das Flugzeug von München etwas genauer zu besichten. Obwohl es u.a. bei Airliners.net reichlich Fotos von der dortigen Superconnie gibt, ist ein persönlicher Besuch immer etwas besser - daher habe ich bei meiner nächsten Geschäftsreise meine Spiegelreflex mitgenommen, einen späteren Flug gebucht und reichlich Zeit für einen Walkaround eingeplant.

    Der Besucherpark war völlig menschenleer, aber erstaunlich interessant: für 50 Cent kann man ganze drei Flugzeuge begutachten (habe allerdings nur eines besucht) - und sogar ins Innere der Super Constellation steigen. Letztendlich war ich dort gute eineinhalb Stunden unterwegs, lief umher wie ein Wolf und knipste alle Antennchen, Lämpchen, Leitungen, Ausbeulungen und Aussparungen. Das Innere der Kabine war auch recht spannend: durch eine Plexiglastür kann man sogar das Innere der Pilotenkanzel bestaunen (wo ein Mannequin sitzt) und durch eine separate Öffnung sogar fotografieren.

    Hier einige Fakten über das Flugzeug:

    - Eigentlich ist dieser D-ALEM nicht original von Lufthansa, sondern eine umlackierte Air France-Maschine. Deswegen beschloss ich auch, nicht die D-ALEM Variante des Revell-Kits zu machen, sondern D-ALIN (die Maschine, die jetzt im Hermeskeil-Museum steht, und mit der Konrad Adenauer damals nach Moskau flog).
    - Die Retro-Lackierung der Connies in München und in Hermeskeil paßt nicht zu den Decals von Revell: es ist die frühere Lufthansa-Lackierung, die Revell-Decals geben aber eine spätere Version wieder. Der Unterschied sind die Nase und der "Blitz-Knick" auf den Cheatlines, sowie einige anderen Details.
    - Die Gehäusen der Triebwerke glänzen auf historischen Fotos erheblich mehr, als beim Flugzeug in München: dort sind die im gleichen matten Aluminium gehalten, wie die ganze Unterseite.
    - Die vorderen Räder sind in München mit komischen flachen Scheiben verschlossen, so was gehört nicht aufs Modell.

    So sah die alte LH-Lackierung aus:

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    Und dann kamen auch schon die Klarsichtteile von Revell und man konnte langsam mit der Arbeit beginnen.

    Was genau ich bei diesem Modell vorhatte (der Bau ist schon etwas fortgeschritten, der Baubericht ist eine Retrospektive):
    - Out-of-the-Box-Zusammensetzung. Ich weiß, wo das Modell ihre Mängel hat: der Winkel der Flügel, das um 2mm zu kurze Zentralleitwerk... aber ich fühle mich nicht geschickt genug, das akkurat beheben zu können.
    - Verglasung. Eigentlich geht das bei der Revell-Livery ja nur. Um die Passagierkabine etwas lebendiger zu gestalten, habe ich beschlossen, Sonnenblenden von innen zu machen. Diese sind beim realen Flugzeug aus Stoff und sind einfach nur Vorhänge.
    - Das Innere des Cockpits: etwas mehr, als das Model an sich bietet (nur drei von vier Sitzen, 2 Steuerknüppel und das vordere Instrumentenpanell. Man wird's natürlich von außen nicht einsehen können - aber ich werde es ja besser wissen).
    - Für die Detaillierung habe ich Ätzteile von Extratech erworben (waren glatt doppelt so teuer wie das Modell selbst).

    To be continued...
     
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  3. bladov

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    Erst einmal viel Spaß beim Bauen der Super G. :TOP:

    Da die Fenster der Lufthansa Super Gs in Grün eingefärbt waren sollte man dies auch berücksichtigen und die Kabinenfenstern in Moosgrün einfärben. Ich habe Fensterfarbe soweit verdünnt bis die Farbe spritzbar war.
    Betrachtet man die vorderen Passagierfenster so fällt einem auf, dass die vorderen Passagierfenster (Backbord: drei, Steuerbord: fünf Fenster) in Ihrer Höhenanordnung so nicht stimmen. Wenn wir die Lufthansa Decals benutzen wollen, kann man die Anordnung nicht verändern. Wenn man die Conni in einer anderen Bemalung bauen will, stellt sich hier eine Gewissensfrage: entweder die Fenster versetzen oder Augen zu und mit diesem Fehler leben, der sicherlich nicht sofort auffällt.
    Weiter sind auch die Connis in Museen (hier Hermeskeil) mit Vorsicht zu genießen. Die „welligen„ beweglichen Ruder waren mit Segeltuch bespannt. Um die Conni vor der Witterung im Museum zu schützen wurden diese durch „platte“ Ruder aus Kunststoff/Metall? ersetzt.
    Ich werde den Baubericht mit Freude verfolgen da der Anteil an gebauten zivilen Airlinern leider viel zu gering ist.
     
  4. #3 TheHutt, 30.06.2012
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    Danke für die Hinweise! Das mit moosgrün wußte ich nicht: ich werde schauen, ob ich sie noch einspritze, oder es so sein lasse. Maskiert habe ich sie leider schon... :)

    Finde ich auch seltsam, dass zivile Airliner so wenig Beachtung finden. Mich hingegen interessieren fast ausschließlich diese.
     
  5. #4 TheHutt, 02.07.2012
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    Cockpit

    Wie schon erwähnt, wurde das Cockpit von Revell sehr vereinfach gemacht. Nur die Steuerkonsole mit zwei Knüppeln und drei Sitze (eins zu wenig). Dann fehlt auch noch die Trennwand dazwischen - wenn man also vorne reinschaut, würde man die Fensterreihen der Passagierkabine durchsehen. Und dann ist in der Anleitung auch die Sitzanordnung falsch. Laut Anleitung müsste der Sitz des Bordingenieurs hinter den beiden Pilotensitzen in der Mitte stehen und nach vorne "zeigen", so dass der Bordingenieur zwischen den beiden nach Vorne konzentriert blicken würde. In Wirklichkeit ist sein Sitz nach rechts ausgerichtet, also Richtung Steuerbord. Dann gibt es noch den Sitz des Funkers, der nach hinten schaut.

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    Da ich hier nur 2 Bilder anhängen darf, geht es im nächsten Post weiter.
     
  6. #5 TheHutt, 02.07.2012
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    Ich habe, wie erwähnt, beschlossen, das Cockpit etwas detaillierter auszugestalten (auch wenn nicht zu sehr - man würde ohnehin nichts sehen). Daher habe ich mir auch den Sitz des Funkers erspart, da er ohnehin kleiner ist und hinter dem Pilotensitz nicht zu sehen wäre. Die Sitze wurden nun entsprechend bemalt und eingeklebt.

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    Bei der Kabine habe ich ferner folgendes gemacht: von innen lackiert (mit Pinsel), sowie die Klarsichtteile eingeklebt. Als Vorhänge habe ich dünn geschnittene Stücke von Tempo-Taschentüchern verwendet, die dann mit dem Kleber für Klarsichtteile eingeklebt wurden. Sieht von innen recht häßlich aus, von außen jedoch ziemlich nett.

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    Leider sind die Scheiben schon eingeklebt, deswegen werde ich es wohl lassen, den Nachgang mit der moosgrünen Farbe zu machen. So wie ich die Kapillarwirkung kenne, würde die Farbe dann glatt in die Zwischenräume reinlaufen, das muss nicht sein.
     
  7. #6 Gilmore, 09.07.2012
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    Die kleinen Fehler des Modells, die hier beschrieben wurden, sind alle entweder leicht behebbar oder fallen nicht sonderlich auf. Der größte Fehler des Revell-Modells ist, daß die Cockpitfenster viel zu schräg sind, sowohl die vorderen als auch die seitlichen stehen beim Original viel steiler. Zudem hat die Superconnie ein etwas höheres Cockpitdach. So, wie es Revell realisiert hat, entspricht der Cockpitbereich eher der L-749 Constellation als der L-1049G Super Constellation.
    Das mußte ich hier einfach mal anfügen, weil das der augenfälligste Fehler des Modells ist. Leider habe ich kein Patentrezept, wie man den Fehler korrigieren kann.
    Grüße von Gilmore
     
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