LTA Research: Neue Starrluftschiffe aus den USA

Diskutiere LTA Research: Neue Starrluftschiffe aus den USA im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Google Gründe Sergej Brin baut im historischen Goodyear Airdock in Akron, Ohio - in dem die historischen US Navy Luftschiffe "Akron" und "Macon"...

MX87

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Google Gründe Sergej Brin baut im historischen Goodyear Airdock in Akron, Ohio - in dem die historischen US Navy Luftschiffe "Akron" und "Macon" gebaut wurden - wieder neue Starrluftschiffe. Sein unternehmen heißt LTA Research und es gibt schon einen größeren Prototypen im Hangar:


Das komplette Gerippe des Pathfinder 3 Prototypen (600 Fuß lang, ca. 180 Meter ). Der Erstflug steht noch aus.

In diesem Video sieht man den Prototypen in einem früheren Baustadium und das kleinere Erprobungsmodell:

Bemerkenswert, dass die Grundprinzipien der Ringe und Landemasten wie sinnvolle Weiterentwicklungen der historischen Zeppeline daherkommen. Das Gerippe ist ähnlich dem Zeppelin NT aus Carbon, allerdings sind es hier Ringe welche die LTA-Luftschiffe zu "echten" Starrluftschiffen machen, während der Zeppelin NT genau genommen ein halbstarres Luftschiff ist.
Anwendungsbereiche der LTA-Luftschiffe sollen u.a. Cargo-Transport und Überwachungsfahrten sein. Inbesondere der Frachttransport in Katastrophengebiete soll eine der Hauptaufgaben sein. Angetrieben sollen die Luftschiffe wahrscheinlich elektrisch (zumindest das Erprobungsmodell ist elektrisch, die vielen kleinen Motoren am großen Pathfinder 3 legen dies allerdings auch für diesen nahe).

Sehr interessantes Projekt, das bisher nicht wirklich viel PR gemacht hatte. Vor Jahren hatte Google u.a. einen anderen alten Luftschiffhangar in Kalifornien für Projekte genutzt, allerdings ist nicht klar ob LTA auch dort Anfing. Immerhin wird im oben verlinkten Video erklärt, dass Pathfinder 2 in Kalifornien gebaut wurde, was zumindest eine Verbindung suggeriert.

EDIT:
Weiter Artikel aus dem September 2022 mit Foto des Pathfinder 2 Prototypen in Kalifornien:

Interessante Info darin: Nase und Ankermast(system), sowie Gondel kommen von Zeppelin Luftschifftechnik.

EDIT 2:
In diesem Artikel kann an einem Bild von einem Modell von Pathfinder 3 auch erahnt werden wie die Gondel aussieht: Sie folgt dem Zeppelin NT Design.
 
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Von Seiten der Zeppelin Luftschifftechnik gab es darüber hinaus Mitte September zu Ihrer Involvierung Infos:

Zeppelin beliefert seit mehreren Jahren eine Projektgesellschaft in Amerika. Das hat Geschäftsführer Breuer am Donnerstag bekannt gegeben. Es bringe dem Unternehmen hohe Einnahmen.

Zeppelin-Chef Eckhard Breuer teilte beim Festakt zu 25 Jahre Zeppelin NT in Friedrichshafen mit, dass sein Unternehmen seit sieben Jahren die Projektgesellschaft "LTA Research and Exploration" in den USA beliefert. Bisher habe der Kunde in Amerika keine Berichterstattung zugelassen, doch nun sei er selbst an die Öffentlichkeit gegangen, erklärte Zeppelin-Chef Eckhard Breuer im Interview mit dem SWR. Die Zeppelin Luftschifftechnik liefert Ingenieurleistungen und Bauteile in die USA, darunter auch eine Passagiergondel, so Breuer.

[...]

Laut Geschäftsführer Breuer hat die Hälfte des Umsatzes der Zeppelin Luftschifftechnik im vergangenen Jahr dieser Kunde in den USA ausgemacht.
 

wilco

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Die technischen Herausforderungen beim Luftschiffbau und -Betrieb mögen ja lösbar sein - aber sind es auch die psychologischen?

Zugegeben, der Faszination des statischen Schwebens entkommt man nur schwer, und wenn man dann genug Geld hat, aber niemandem, dem man Rechenschaft schuldig ist, wenn man ferner bereit ist, die selektive Wahrnehmung auf "optimistisch" zu schalten und die katastophalen Erfahrungen früherer Versuche auszublenden, dann...

Ich möchte nur einmal ins Gedächtnis rufen, dass es zuletzt in England weniger der eigentliche Flugbetrieb des Airlanders war, sondern das zweimalige Versagen der Ankervorrichtung, die, jedesmal auf eigene Weise, zum totalen Bruch geführt hat. Einmal stand die Nichtfunktion des Ankers "nur" am Anfang der Ursachenkette, beim zweiten mal führte der ungesicherte Haltepin direkt zum Lösen der Verankerung, und damit zum Totalverlust des Geräts.

Es gab sicher Checklisten genug für das Luftfahrzeug, aber es wurden keine Checks der Nebenaggregate vorgesehen, oder sie wurden nur unzulänglich durchgeführt. Also das menschliche, oder noch wichtiger das Organisationsversagen stand hier im Hintergrund.
 
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