Luftangriffe auf Züge im Raum Freiburg, Dezember 1944

Diskutiere Luftangriffe auf Züge im Raum Freiburg, Dezember 1944 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo zusammen, am 25.12.1944 verstarb mein Großvater im Kriegslazarett 4/607 in Emmendingen bei Freiburg. Einige Tage zuvor war er als...
Erico

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Hallo zusammen,

am 25.12.1944 verstarb mein Großvater im Kriegslazarett 4/607 in Emmendingen bei Freiburg.

Einige Tage zuvor war er als designierter Kompaniechef mit dem Reisezug unterwegs zu seiner neuen Infanterie-Einheit im Elsass.
Der Zug wurde nördlich von Freiburg durch einen Luftangriff der Alliierten getroffen.

Hat evtl. hier Jemand Kenntnisse von entsprechenden Einsätzen der alliierten Luftstreitkräfte oder auch von konkreten Einsatzgruppen im fraglichen Zeitraum?

P.S.
Das Grenadier Bataillon 292 wurde aus mehreren im Osten zerschlagenen Infanterie-Einheiten und Bewährungssoldaten neu gebildet und war ab November 1944 in den Vogesen eingesetzt (Org-Nr. 876). Vielleicht gibt es auch Informationen über weitere Personen von Heereseinheiten, die evtl. im gleichen Zug unterwegs waren?
 
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FREDO

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Ich empfehle, diese Frage mal im forum-der-wehrmacht.de zu stellen.
 
Jeroen

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Nordlich von Freiburg ist noch ziemlich ungenau kann man die Eisenbahnstrecke genauer deuten, oder wieviel Kilometer nordlich soll es gewesen sein?
Uber die grosse Luftangriff im Raum Freiburg von 27 November 1944
 
Erico

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Nordlich von Freiburg ist noch ziemlich ungenau kann man die Eisenbahnstrecke genauer deuten, oder wieviel Kilometer nordlich soll es gewesen sein?
Danke für Eure ersten Hinweise! Leider kann ich zum Ort des Angriffs auf den Zug nicht weiter eingrenzen. Die Informationen/Umstände der Verletzungen waren nur grob in einem Arztbrief an meine Großmutter angerissen. Es könnte 10km nördlich Freiburgs sein, aber auch bis Höhe Straßburg.

Es scheint aber denkbar zu sein, dass es auch gänzlich unabhängig von größeren Operationen entsprechende Jabo-Einsätze auf Truppentransporte und Nachschublinien gab. Es gibt ja durchaus Videos, in denen einzelne alliierte Flieger quasi "bei Gelegenheit" (auch) Züge beharkt haben.
 
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50th Fighter Group mit P-47 damals basiert in Toul und Ochey
Hatte dort die 6e US Army Group unterstutzt waehrend Kaempfe um die Colmar Sack, dein Grossvater sollte vermutlich an Operation Nordwind teilnehmen dessen Ziel war es Strassbourg zu befreien. Die 1th TAF (Provisional) war die Amerikanische -Franzoesische Allierte Luftarmee.
Die Eisenbahnstrecke Freiburg-Hugstetten-Breisach wird wohl die Strecke gewesen sein.
Nebst die Bruecke in Chalampé war vor allem auch die Rheinbruecke bei Breisach sehr wichtig um die Truppen und Waffen fuer "Nordwind" uber de Linksufer der Rhein zu schaffen.
Bei Hugstetten war ausserdem (bis 1939 Genthin) der schwerster Zugunfall der deutsche Geschichte, mit 69 Toten 200 Verwundeten, aber das war in 1882.
 
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The Duke

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Operation Nordwind ist erst gegen Mitte/Ende Dezember 1944 ausgeplant worden, also können Einheiten dafür nicht schon im November 1944 irgendwo hin verlegt worden sein.
 
Jeroen

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am 25.12.1944 verstarb mein Großvater im Kriegslazarett 4/607 in Emmendingen bei Freiburg.
Einige Tage zuvor war er als designierter Kompaniechef mit dem Reisezug unterwegs zu seiner neuen Infanterie-Einheit im Elsass.
Der Zug wurde nördlich von Freiburg durch einen Luftangriff der Alliierten getroffen.
Eher Mitte oder spaet Dezember 1944....und nicht "schon im November 1944 irgendwo hin verlegt"??

Schon 12 Dezember gab es schon einer geplanter Gegenagriff der deutschen dort an der Vogesen-Rhein Front.
"Vom Befehlshaber der Heersgruppe Oberrhein wurde am 12. Dezember im oberen Elsass zwischen Kaisersberg und Rappoltsweier ein Umfassungsangriff (Deckname „Habicht“) angesetzt, der die dort über die Vogesen vorgedrungenen alliierten Truppen vernichten sollte (Divisionsbefehl vom 11. Dezember 1944 und Gefechtsbericht vom 14. Dezember 1944, Militärarchiv Freiburg, Barch RH 20-19/145).
Dazu waren „erhebliche Kräfte an Offiziersbewerbern, Reserveoffiziersbewerbern, Unteroffiziers-Lehrgängen und weitere(n) Teile(n) des Ersatzheeres, des Heeres und der Waffen-SS“ herangeführt worden. „Obwohl es wegen des kurzen Vorlaufes zu keiner sachgemäßen Vorbereitung kommen konnte, wurde der Angriff mit diesen kaum bis gar nicht kampferprobten und bunt zusammengewürfelten Verbänden begonnen.
Die verhältnismäßig beachtlichen Anfangserfolge am ersten Tag mussten folgerichtig mit derartig hohen Verlusten erkauft werden, dass der Angriff bereits am zweiten Tag abgebrochen wurde“.
Ich nehme mal an das man ab 14 Dezember im Stab dieser Heeresgruppe weiter geplant hatte wie man den Feind vorort erfolgreicher vernichten sollte.
Und wie man dazu weitere Soldaten an die Front heranführen sollte.
Die Operation der 19e Armee vorort wurde ab 2 dezember 1944 von Himmler personlich gefuhrt, die damit jedoch überfordert war, da ihm jede Erfahrung in der Führung militärischer Verbände fehlte. Am 23 Januar wechselte Himmler dann mit sein Stab an die Ostfront (Weichsel).
 
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Erico

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Eher Mitte oder spaet Dezember 1944....und nicht "schon im November 1944 irgendwo hin verlegt"?
Das Grenadier Bataillon 292 wurde schon im November 1944 zur HG Oberrhein zugeführt. Nur persönlich sollte mein Großvater erst Weihnachten 1944 - nach Genesung einer Verletzung aus Russland von Februar 1944 (Inf. Bat. 550 als Teil der 3. Panzerarmee bei Witebsk) - zu dieser Einheit stoßen.

Dein Hinweis auf die Hinzuziehung verschiedener Führungsnachwuchskräfte ins Elsaß ist daher sehr interessant.
 
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