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Diskutiere Lufthansa im Airlines Forum im Bereich Einsatz bei; Na klar. Aber erstens ist das extrem unwahrscheinlich. Und zweitens ist es eben ein Zugeständnis: man gibt etwas, man bekommt etwas. Die...
macfly

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Und was passiert, wenn der Luftverkehr in einem oder zwei Jahren wieder boomt? Gilt dann der Vertrag mit Nullrunden usw trotzdem bis 2024?
Na klar. Aber erstens ist das extrem unwahrscheinlich. Und zweitens ist es eben ein Zugeständnis: man gibt etwas, man bekommt etwas. Die Flugbegleiter verzichten auf Gehaltserhöhungen, dafür wird jetzt keiner entlassen - obwohl es, rein wirtschaftlich betrachtet, derzeit absolut gerechtfertigt und fast selbstverständlich wäre, weil man auf absehbare Zeit nur noch einen Teil der Flugbegleiter brauchen wird.

Alternativ hätte die LH sicher auch angeboten, vielleicht 30% der Flugbegleiter sofort zu entlassen. Dann hätte man den anderen die nächsten Jahre auch Gehaltserhöhung geben können...
 
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mcnoch

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Die ausgehandelten Vereinbarungen enthalten wohl noch div. Regelungen mehr, wie Freiwilligen-Programme und z.B. die bevorzugte Versetzung in den Bodendienst. Sind zwar keine rosigen Zeiten, aber mit etwas gutem Willen auf beiden Seiten, kann man da schon einen Weg in die Zukunft finden. Wichtiger als irgendwelche abstrakten Ideologien ist für die Beschäftigten wieder Handlungsoptionen zu eröffnen, wo keine mehr waren.
Ich denke, die betroffenen vor Ort haben da ein viel besseren Einblick, wie schlimm es um die Branche steht, als die meisten von uns, die nicht in dem Bereich tätig sind. Das dürfte auf beiden Seiten auch durchaus so sein, darum sollte man jetzt vermeiden, dass sich die Politik da allzu sehr einmischt und Symbolpolitik macht, die nicht die realen Probleme in der Branche löst, weil damit keinem gedient ist.
 
FastEagle107

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Als alter Bremer, der nur unweit vom Flugplatz aufgewachsen ist und regelmäßig mit dem Fahrrad mal hingefahren ist, um ein büschen zu gucken stimmt mich diese Meldung sehr traurig.
 
Intrepid

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Die Verkehrsfliegerschule hatte schon mal die Kosten reduziert und von Cheyenne auf Seneca umgestellt. Als man zurück zur Cheyenne ging, standen 11 Senecas zum Verkauf. Eine davon hatten wir uns geholt.

Aber jetzt brauchen sie nicht mehr auf günstig zu wechseln, dafür gibt es längst den Ableger in Laage.
 
MaBa

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Der Ableger in Laage ist aber nur desshalb günstig, weil dort Kollegen arbeiten, welche nicht nach LH- Tarif bezahlt werden!
Das wäre der alte Äpfel- Birnen- Vergleich.
 
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Der Ableger in Laage ist aber nur desshalb günstig, weil dort Kollegen arbeiten, welche nicht nach LH- Tarif bezahlt werden!
Da ich in einer Verkehrsfliegerschule (bis zu deren Insolvenz) als Angestellter gearbeitet habe und in einer anderen noch Freelance tätig bin: Laage ist der Normalfall und LH die Ausnahme.
 
mcnoch

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Philipus II

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Die LH-Gruppe kämpft immernoch ums Überleben. Man rechnet intern bereits damit, weitere Staatshilfen zu brauchen. Hinzu kommt, dass die Staatshilfen der LH in Deutschland einen enorm hohen Preis haben. Die Kapitalerhöhung hat die Anteile des bisherigen EIgenkapital-Investoren verwässert. Die Kredite haben ausgesprochen harte Konditionen. Ich sage keiensfalls, dass die Bundesregierung hier zu harte verhandelt hat, aber es muss klar sein, dass andere Airlines ohne derart massiven Balllast dastehen werden, wenn sich der Gesamtmarkt erholt. Ryanair und Easyjet scheinen die am freien Markt beschafften Finanzmittel noch lange zu reichen. Die ME3, Turkish aber auch vor allem die US-Airlines erhalten nicht rückzahlbare Subventionen. Selbst wenn die Krise Mitte 2021 überwunden wäre und man zu 80% der Passagierkilometer vor Corona zurückkommen würde, wäre der Markt für die LH in Europa wie auch auf der bisher profitablen Langstrecke knallhart. Man kann die Kapazitätsanpassung gar nicht früh genug durchführen. Und sind wir ehrlich - Personal und Flugzeuge stehen erstmal reichlich rum.
 
AIRBUG

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Die LH-Gruppe kämpft immernoch ums Überleben.
Nein.Bei Hanses hat man immer noch nicht bergriffen,dass es nur noch ums Überleben geht.
Der Laden muss mindestens um die Hälfte schrumpfen.Sonst ist Schluss für alle.

Für ein paar offene Stellen in Europa für 737 Kutscher haben sich gerade 3000 Piloten beworben.
Die Party ist vorbei...
 

Philipus II

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Und eine Ryanair wird den Überhang an verfügbarem Personal auch ausnutzen. Wir werden wieder Copiloten mit 2k und Kapitäne mit 3k Brutto sehen, während die LH im teuren Tarifvertrag feststeckt. Der Wettbewerb wird einfach unfair hart gegen Ende der Krise. Und 5-10 Jahre später wird es wieder massive Personalknappheit geben - Schweinezyklus halt.
 
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Wir werden wieder Copiloten mit 2k und Kapitäne mit 3k Brutto sehen [...] Der Wettbewerb wird einfach unfair hart gegen Ende der Krise.
Die Verkehrsfliegerschulen sind voll (außer LH in Bremen). Was im 2. Quartal wegen der Abstandsregeln/Hygienemaßnahmen nicht geflogen werden konnte, wurde längst nachgeholt. Die Rekord-Flugbewegungszahlen an den entsprechenden Flugplätzen zeigen es. Die jungen Piloten werden alle eine Chance bekommen, alte gutbezahlte Piloten hat man vorher mit Covid-19-Krise als Begründung entlassen.
 

Philipus II

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Eine Chance zum Direkteinstieg als Angestellter in Vollzeit? Oder eher die Chance auf ein selbst bezahltes Line-Training, bestenfalls auf Freelancing? Aber interessant, dass der Nachwuchs (zu Recht) optimistisch ist. Das wusste ich nicht. Ich ging persönlich von reduzierten Ausbildungszahlen aus. Die Bedingungen werden zum Einstieg sicher erstmal mässig sein, aber die jungen Nachwuchspiloten haben auch noch ihre fetten Jahre vor sich, die sicherlich kommen werden.
 
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Ich ging persönlich von reduzierten Ausbildungszahlen aus.
Die werden erst in ein oder zwei Jahren erwartet, wenn die dauerhaften Folgen für die Großluftfahrt für alle ersichtlich sind. Also wenn die Covid-19-Pandemie vorbei ist, sich die alten Bewegungszahlen aber nicht wieder eingestellt haben.

Gutachter, die Prognosen für die nächsten Jahre erstellen sollen, erbeten sich zwei Monate Zeit und glauben, dann die Entwicklung abschätzen zu können. Nach einem Monat vermelden sie, es hätte sich soviel anders entwickelt als erwartet, man brauche einen weiteren Monat. Also auch die Experten wissen es nicht.

Im Moment sind das alles selbsterfüllende Prophezeiungen: man fragt die Unternehmen, die in der Luftfahrt tätig sind, wie sie die Zukunft einschätzen. Anschließend bietet man ihnen darauf basierend einen wissenschaftlichen Ausblick auf die Zukunft, wonach die Unternehmen wiederum ihre Investitionen planen. Das führt zu einer neuen Einschätzung, die dann wieder abgefragt wird. Ein lustiges Spiel :wink2:.
 
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Aus der FAZ von heute:
"Grund sei die deutlich langsamere Erholung des Luftverkehrs von der Corona-Pandemiekrise. So soll die Flotte von Lufthansa und den anderen Airlines des Konzerns bis zu dem erst für Mitte des Jahrzehnts erwarteten Ende der Krise auf dann rund 610 Flugzeuge schrumpfen und damit um 50 mehr als bislang vorgesehen."
 
lutz_manne

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Und keine Zahl ist in Stein gemeißelt...
 
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Je nach Prognose-Model kommen da aber auch wirklich dramatische Zahlen bei raus. Einige Flughäfen in den USA, Arabien und Asien diskutieren mit ihren Aufsichtsbehörden, ob man für einige Monate auch Personen in den Einkaufsbereich lassen könnte, die dort nur shoppen, aber nicht fliegen wollen. Die Sicherheitsanforderungen sollen wohl die gleichen bleiben, nur dass man eben kein gültiges Flugticket vorweisen können muss und später den Bereich einfach wieder verlassen kann. Eine Vorgehensweise, die vor einigen Jahrzehnten in den USA und Teilen Europas schon mal üblich war.

Aktuell macht die Lufthansa pro Monat 500 Mio € Verlust.
 
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