Luftraumverletzungen an der deutsch/deutschen Grenze

Diskutiere Luftraumverletzungen an der deutsch/deutschen Grenze im Andere Konflikte Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Ich hatte mal vor geraumer Zeit die SPIEGEL-Artikel über die Flüge des Herrn Friedemann Späth in den 1970er Jahren heruntergeladen: Teil-1 ==>...
ManfredB

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Ich hatte mal vor geraumer Zeit die SPIEGEL-Artikel über die Flüge des Herrn Friedemann Späth in den 1970er Jahren heruntergeladen:

Teil-1 ==> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40607103.html
Teil-2 ==> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40606817.html
Teil-3 ==> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40605688.html

und

==> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14024289.html

Er war schon "etwas durchgeknallt", solche lebensgefährlichen Flüge in die DDR zu wagen ... :headscratch:
Einmal ist er knapp einer MI-24 entkommen.
 
Veith

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Ich hatte mal vor geraumer Zeit die SPIEGEL-Artikel über die Flüge des Herrn Friedemann Späth in den 1970er Jahren heruntergeladen ... Er war schon "etwas durchgeknallt", solche lebensgefährlichen Flüge in die DDR zu wagen ... :headscratch:
Er nutzte dabei sogar seinen Hafturlaub, was DDR - Vertreter auf den Gedanken brachte, dass ihm von interessierter Seite gewisse Unterstützung erfuhr.

Ich habe nur zwei Vorfälle dokumentiert:
05.10.1970 ‐ Der Westdeutsche Wilhelm Späth nutzt seinen Hafturlaub, um in provokatorischer Absicht mit der Piper PA ‐ 18, Kennzeichen D ‐ EDYK, in die DDR einzufliegen und landet geg. 16.45 Uhr bei Langenwedding (Bezirk Magdeburg). Er kommt in DDR ‐ Haft
21.05.1981 ‐ Wilhelm Späth dringt zum wiederholten Mal im Raum Gera in den Luftraum der DDR ein. Trotz fehlender Lizenz und Flugerlaubnis konnte er unbehelligt in der BRD starten. Diesmal wird er von Hubschraubern attackiert und beschossen. Es gelingt ihn wieder die BRD zu entkommen.

Das mit den Attacken habe ich nur von westlicher Seite. Hier fehlt eine Bestätigung.

@RL
Ist Dir den Auflösungsbeschluß der Wehrmacht hier als "Beleg" anzuführen, nicht selber etwas peinlich?
http://www.verfassungen.de/de/de45-49/kr-gesetz34.htm
 

rimme

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Hallo ManfredB,

"durchgeknallt" ist für das, was diese Mann alles angestellt hat wirklich eine sehr freundliche Bezeichnung. Ich weiß, daß er vor seiner Zeit als "Profi-Fluchthelfer" ein passionierter Tiefstflieger war und das im wörtlichen Sinn. Nach eigener Aussage hat er gerne die Leute erschreckt. Dazu flog er den einen oder anderen schon mal in einer Höhe von 2-3 m über Grund an. Einmal ist er mit einer PA 28 auf eine Gruppe Mädchen zugeflogen, die so weit ich das noch weiß eine Wanderung machten. Er ist so tief geflogen, daß sich die Mädchen auf den Boden schmeißen mußten. Eines der Mädchen hat aber nicht rechtzeitig reagiert und er hat sie mit seinem Fahrwerk am Kopf getroffen. Das Mädchen ist an der Verletzung gestorben. Seine Fluglizenz hat er aber aus mir völlig unerklärlichen Gründen irgendwie wieder bekommen. Danach begann das mit den innerdeutschen Grenzflügen. Angeblich soll er auch den Kremelflieger Rust beraten haben.
Ich finde solche Leute braucht die Fliegerei nicht.


Gruß Rimme
 
ManfredB

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Das mit dem ums Leben gekommene Mädchen etc. steht ja im Teil-1 ...

Ich finde solche Leute braucht die Fliegerei nicht.
Stimme ich voll zu.
 
ManfredB

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Hatten wir diese Liste schon?
Nur Gebiet Braunschweig und nicht nur Luftraumzwischenfälle:

http://www.wolfgangroehl.de/Grenzzwischenfaelle/Grenzzwischenfaelle.htm
Zumindest ich kannte diese Auflistung bis dato nicht.

Zu diesem Vorfall hier ==> http://www.wolfgangroehl.de/Grenzzwischenfaelle/Grenzzwischenfaelle.htm#1.2.4.1:

... Irritationen entstanden dadurch, dass von westlichen Beobachtern von DDR Hubschraubern berichtet wurde. Definitiv waren es aber zwei sowjetische Maschinen, die das Segelflugzeug zur Landung zwangen.

Bei einer der Maschine handelte es sich sehr wahrscheinlich um eine MI24 der 314. FunkTechnische Kompanie (FuTK) aus Behnsdorf, ca. 10 KM nordöstlich von der erzwungenen Landung entfernt. Die zweite Maschine kam mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Standort Mahlwinkel, ca. 50 KM ONO entfernt. Dort war die 296. Hubschrauberstaffel stationiert. ...
Beim 314. RLP in Behnsdorf war nach meiner Kenntnis keine MI-24 stationiert, vielmehr beim 312. RLP in Hillersleben, ca. 24 km OSO von Behnsdorf.
Eine Karte mit den Stationierungsorten der DHS-Kampfhubschrauber der GSSD hatte ich 'nebenan' mal eingestellt:
==> http://www.flugzeugforum.de/threads/895-Sowj-Flugplaetze-in-der-DDR-gestern-heute/page187?p=2133428&viewfull=1#post2133428

Aus meiner Erinnerung: In den 1980er Jahren landete nördlich Salzwedel bei Hoyersburg - aus westdeutscher Sicht fast 'direkt hinter'm Zaun' - ein Segelflieger in der DDR; Foto dazu gab es in der Lüchow-Dannenberger Lokalpresse (EJZ).
 

rimme

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Hallo Nummi,

ich habe heute eine Mail von der bstu erhalten. Mir wurde mitgeteilt, daß zum Thema Klemm 107 auch in den zusätzlich angeforderten Signaturen leider nichts gefunden wurde. Meine Suche ist damit beendet. - Schade!!


Gruß Rimme
 
ManfredB

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Zum Vorfall des "Reiters ohne Kopf" (Absturz der Kolberger MiG-23 ohne Pilot in Belgien 1989, ==> Beiträge 37 und 40) habe ich per Zufall noch etwas in der
==> Drucksache 11/5037 des Deutschen Bundestages vom 04.08.1989
gefunden.
Siehe dort Seite 18, Fragen des damaligen SPD-Abgeordneten Dr. Klejdzinki mit Antworten des ehemal. Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Wimmer.
 
WaS

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Der Identifizierungseinsatz wurde mit Abfangjägern der amerikanischen
Luftwaffe durchgeführt, weil die Wahrnehmung luftpolizeilicher Aufgaben im
Frieden gegenüber Militärluftfahrzeugen des Warschauer Paktes im Luftraum
der Bundesrepublik Deutschland den sogenannten „TRIPARTITE-Nations"
(USA, Großbritannien und Frankreich) übertragenworden ist.
Danke, das war mir so präzise bislang nicht bekannt.
 
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Zum Vorfall des "Reiters ohne Kopf" (Absturz der Kolberger MiG-23 ohne Pilot in Belgien 1989, ==> Beiträge 37 und 40) habe ich per Zufall noch etwas in der
==> Drucksache 11/5037 des Deutschen Bundestages vom 04.08.1989
gefunden.
Siehe dort Seite 18, Fragen des damaligen SPD-Abgeordneten Dr. Klejdzinki mit Antworten des ehemal. Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Wimmer.
Auch das ist interessant (siehe hervorgehobene Zeilen). Ich kannte bisher auch nur das Geschreibsel zum möglichen "Abschuß".

 
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Obwohl an der BRD/CSSR Grenze am 21 April 1984 gab es ein Inzident nahe Zwiesel als ein Air Cavalry Troop
AH-1 Cobra von 2nd ACR aus Feucht AAF beschossen wurde von zwei CSSR MiG's mit Kanone und Rockets.
Der Cobra konnte nach ein (Aussen/zwischen?)landung ohne Schaden zuruck fliegen nach Feucht.
Ob es tatsachlich eine Luftraumverĺetzung gab ist aus dem NYT Artikel nicht eindeutig fest zu stellen.
Spaeter aber hat die USA erklaert der Cobra hatte sich ubrr 6 Milen in den CSSR veirrt.
MIG'S SHOOT AT ARMY COPTER ON WEST GERMAN-CZECH BORDER
Gibt es noch BGS Berichterstattung dazu?
 
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Dann im Zeitraum April-September 1985 gab es insgesamt 17 von US registrierte Grenzverletzungen des BRD Luftraums von WP Flieger.
Wieviel Verletzungen registriert wurden von DDR/CSSR/Polen von NATO Flieger in gleicher Periode wurde nicht gemeldet.

Der bedeutendeste Verletzung geschah dann am 28 September 1985 nahe Freysung als ein CSSR L-39ZA acht S-5 Raketen gegen ein 2 ACR AH-1S auf Grenzuberwachungsflug abfeuerte. Die Raketen verfehlten der Cobra und traffen Baumen in ein Waldstuck.

Incident

Fruhere Luftraumverletzungen gab es in 1970 am 27 Oktober hatte sich ein US Flieger 27 NM uber CSSR verirrt ist dann aber zuruck geflogen.
Am 1 November 1970 hatte sich ein US Flieger unweit uber der CSSR aber langere Zeit verirrt. Mehrere CSSR Luftverteidigungsjager wurden hoch geschickt, darauf auch zwei US Fighterjets, glucklicherweise wurde kein grosses Treffen daraus. Danach haben die US die Borderluftraumkontrolle und Grenznaheflugverfahren geandert.
Jeder musste jede Minute genau seine Position uberprufen und bei geringster Zweifel gleich auf Westkurz drehen.
 

Michael aus G.

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21.05.1981 ‐ Wilhelm Späth dringt zum wiederholten Mal im Raum Gera in den Luftraum der DDR ein. Trotz fehlender Lizenz und Flugerlaubnis konnte er unbehelligt in der BRD starten. Diesmal wird er von Hubschraubern attackiert und beschossen. Es gelingt ihn wieder die BRD zu entkommen.

Das mit den Attacken habe ich nur von westlicher Seite. Hier fehlt eine Bestätigung.
Du hast für mich gerade wahrscheinlich ein lang zurückliegendes Rätsel gelöst. Ich habe in den 80igern am Südende von Gera gewohnt. Leider kann ich mich nicht mehr an das Jahr erinnern, aber es war noch vor '85. Da überflog ein Flugzeug unser Hochhaus sehr schnell und tief(nur gehört, nicht gesehen) von West nach Ost. Was nun nicht wirklich etwas bemerkenswertes wäre, aber die 2 MilMi's eine Minute später, selbe Richtung, schnell und tief dann schon.... :biggrin:

Ende Mai könnte passen, Wetter war sonnig, klar und jedenfalls nicht kalt. Aber ob es 1981 war und sich um denselben Vorfall handelte kann ich nicht (mehr) sagen. :wacko:

Zumindest möglich. :thumbsup:
 

Michael aus G.

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Rhönlerche

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Könntest Du die Sache hier mal aus Deiner Sicht darstellen?
 
Chopper80

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Könntest Du die Sache hier mal aus Deiner Sicht darstellen?
Ich versuch's mal. Damals fand östlich von Rügen ein Manöver der Volksmarine? statt und wir sollten mal schauen und fotografieren, was da so veranstaltet wurde. Anwesende hohe Miltärs waren wohl über unser dortiges, für sie überraschendes Erscheinen nicht so begeistert und legten über die offizellen Kanäle umgehend Protest ein, so dass wir nach Rückkehr zum Rapport zitiert wurden. Lt. den Aufzeichnungen der doch recht genauen DECCA-Positionen unseres Navigators (SARO) sind wir aber immer in internationalen Gewässern geblieben, obwohl manche angeflogene Schiffe der VM versuchten, durch ganz langsame unauffällige Rückwärtsfahrt uns über die Grenze der Hoheitsgewässer zu locken...

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