Luftverkehrsmanagement

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Moderatoren: Learjet
  1. #1 787-dreamliner, 21.09.2007
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    Hallo.

    Ich interessiere mich für allerlei Berufe in der Luftfahrt. Nun bin ich auf den Luftverkehrsmanager gestoßen.

    Hat da jemand mal ein paar Infos dazu :confused: ?
     
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  3. 747F/E

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    Was verstehst du denn unter einem "Luftverkehrsmanager?" Davon gibt Es ja nun wirklich die Unterschiedlichsten und zwar immer gleich im Dutzend. Was denkts du, wie viele "Manager" alleine vor Departure um den Flieger rumrennen?! Und einer wichtiger als der andere!
    Jetzt sage ich dir mal, welche exact drei Möglichkeiten es gibt, bei einer grossen deutschen Airline wirkliche und echte "MANAGER Karriere" zu machen. Erstens: Pilot / Flugkapitän. Zweitens: Luft-Verkehrs-Kaufmann (LVK) und Drittens: Ein Absolviertes Hochschulstudium in BWL, Ingenieurwissenschaften etc, etc, aber möglichst mit Prädikatsexamen. Genau in dieser Reihenfolge. Jede andere "Manager Laufbahn" kannst du bei einer grossen Airline, ZUMINDEST IN DEUTSCHLAND, schlicht und ergreifend vergessen.
     
  4. #3 787-dreamliner, 22.09.2007
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    Es handelt sich, genauer gesagt, um den Studiengang "Ausbildung zum Bachelor of Arts, Luftverkehrsmanagement (FH) (m/w)".
     
  5. #4 Schorsch, 24.09.2007
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    Wie viele "Manager" in deutschen Fluggesellschaften sind Piloten? Und wie viele gelernte Kaufleute schaffen es heute noch nach oben?

    Wenn ich einen Studiengang wie "Luftverkehrsmanagement" höre, dann klingt das wie die wohlgefällige Kombination zweier netter Wörter. "Luftverkehr" ist toll und hat mit Flugzeugen zu tun, "Manager" wollen wir ja alle sein, das impliziert Cehf sein und BMW Z3 fahren.
    Mit einem "Bacheloer of Arts & Science" eines Zwischenstudiengangs würde ich allerdings keine direkten Einstieg ins "Management" erwarten.

    Wo soll dieser Studiengang eigentlich sein?
     
  6. #5 Luftpirat, 24.09.2007
    Luftpirat

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    Die Internationale FH Bad Honnef bietet den Luftverkehrsmanager in englischer Sprache an. Wer will, kann diese Ausbildung zum 'Bachelor in Aviation Management' direkt mit einer Pilotenausbildung zur Verkehrsflugzeugführerlizenz (ATPL) kombinieren. Das nennt sich dann ganz famos 'Flying Bachelor'.

    Das hört sich natürlich ziemlich verlockend und doppelt sicher an, aber der Lernstoff in diesen 6 Regelsemestern kommt dafür auch doppelt dick. :p Und wer die Ausbildung sponsort, bleibt ebenfalls unklar - im Zweifel ist es der eigene Geldbeutel. :(
    Das nimmt dieser Doppellösung gleich den besonderen Reiz. Aber man sollte überlegen, ob man dieser Lernbelastung überhaupt gewachsen ist und nicht riskiert, einen der beiden (oder gar beide) Abschlüsse zu versemmeln...

    Ich denke, man sollte sich vorab entscheiden, ob man ins Cockpit oder an den Schreibtisch geht. Der Pilotenschein nützt dem Bachelor - über das Fachwissen hinaus - mittelfristig wenig für die Managerkarriere. Gegen einen an den Boden zurückgekehrten 'Senior Pilot' hat man karrieremäßig kaum eine Chance, denn der Konkurrent hat schon sämtliche Berufs- und Insidererfahrung für einen leitenden Job. Man selbst glaubt es nach dem Bestehen des 'Flying Bachelors' bloß von sich.

    Wer glaubt, mit der Doppelqualifikation als Geschäftsführer und Pilot bei einer kleineren Firma so richtig Karriere machen zu können, muss schon Optimist und Glücksritter zugleich sein. Jedenfalls kann man einem "blutigen" Berufsanfänger in diesem ausgebufften, internationalen Konkurrenzgeschäft nur Glück wünschen...

    Ich denke, dass man mit dem 'Bachelor of Arts in Aviation Management' so oder so eher als Gepäcksortierer oder Sicherheitsmonitorüberwacher eingestellt wird, denn als 'Manager'. Aber in der mittleren Führungshierarchie im Betrieb eines Flughafens oder eines Passagier-, Catering- oder Frachtunternehmens wird man später schon seinen angemessenen Platz finden.

    Nachteil: die Ausbildung ist betriebswirtschaftlich orientiert, aber man wird doch ein wenig zum Spezi (d. h. Fachidioten) der Luftfahrt ausgebildet. Und wenn es mit der Einstellung bzw. der Konjunktur nicht so richtig läuft, ist man andernorts in benachbarten Branchen wie Speditionen, Groß- und Außenhandelsfirmen vielleicht als Exot mit schlechteren Einstellungschancen "gesegnet" als ein klassischer, kaufmännischer BBA (Bachelor of Business Administration).

    Um in die Führungsetage eines Unternehmens aufzusteigen, braucht es neben der beruflichen/akademischen Qualifikation auch gewisser Berufserfahrung: also praktische Erfolge und auch die nötige Zielstrebigkeit sowie vorzugsweise den richtigen Riecher bei einer Aufstiegsvakanz in die Chefetage. Und große Mobilität wird in der Luftfahrtbranche ohnehin als Karrierevoraussetzung unterstellt. :D

    Wer sich also zu diesem Studiengang des 'Luftverkehrsmanagers' durchringt, sollte vorher bei potenziellen Arbeitgebern mal nach den entsprechenden Qualifikationen der aktuellen Stelleninhaber fragen. Vielleicht bekommt man dort einen Überblick oder Einstellungstips, welches Studium sich am besten eignet. Ich denke, auch eine Rücksprache mit dem regionalen IHK-Vertreter für Luftfahrt kann einem statistische Werte liefern, an denen man die Nachfrage bzw. Zusammensetzung an Bachelor-Inhabern in der Branche ablesen kann.

    Viel Spaß denne :TOP:
    wünscht Luftpirat
     
    Schorsch gefällt das.
  7. #6 Schorsch, 24.09.2007
    Schorsch

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    Es macht meines Erachtens deutlich mehr Sinn, sich schnellstmöglich ein Diplom anzueignen, wenn man eben will eben in BWL. Das geht schnell, kostet überschaubare Mühe und danach weiß man, was man nicht will. Aber dann hat man was in der Hand! Dann kann man immer noch einen neuen Studiengang beginnen, oder Pilot werden, oder doch Schlachtabfälle an Dönerbuden verhökern.
    Wenn man Luftfahrtdingensmanager macht, schränkt man sich von vornherein ein. Sollte gerade kein Job in der Luftfahrt sein (was etwa alle vier Jahre vorkommt), dann ist man bei anderen Arbeitgebern zweite Wahl (warum sollten die einen "Luftverkehrsmanager" einstellen). Sowieso sind diese spezialisierten Combi-Studiengänge fast schon ne Landplage. Irgendwas mit "..."-Management und die Leute kommen wie die Mücken zum Licht. Dabei ist alles mit Management meist auch nur BWL mit Add-On. Man sollte vorher genau vergleichen, was denn eigentlich genau gelehrt wird.

    Wer einigermaßen schlau ist, kann mit einer Basisdisziplin (Ingenieur, BWL, Jura) und Berufserfahrung sich viele Sachen aneignen. Lebenslangen Lernen ist die Drohung der Moderne. Und das Studium sollte man auch nicht überschätzen: Es legt nicht fest was man später macht, Gott sei Dank, sonst müsste ich ja gemäß Beipackzettel mein Leben lang unbedeutende Berechnungen machen.

    Was Berufschancen und Aufstiegschancen angeht, denke ich ist man als Ingenieur, Wirtschaftsingenieur oder Betriebswirtschaftler am besten dran, bei letzterem muss man aber aufpassen, weil die Konkurrenz groß ist und sich dort solche Warmwasser-Quatscher stark sammeln.
     
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  9. #7 muermel, 24.09.2007
    Zuletzt bearbeitet: 24.09.2007
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    ***
    Danke für meinen "Lacher des Tages" (Punkt 1 mit den Schlachtabfällen)":TD: Sehr geil.

    Zu zweiterem kann ich dir auch nur zustimmen. Ich fahre bisher mit der Reihenfolge "Höhere Handesschule", dann Ausbildung zum Kaufmann, dann Studium BWL an der FH sehr gut. Ich bekomme ohne Probleme Nebenjobs für die Semesterferien oder auch im Semester im Verkauf/Administration und ja nachdem wie man seinen Schwerpunkt setzt ist die Konkurrenz auch noch überschaubar. Wenn man natürlich sowas wie "Marketing" und "Veranstaltungsmanagement" vertieft, nunja dann wirds vielleicht mit der Jobsuche etwas schwieriger (ich will hier niemanden angreifen; ist meine persönliche Meinung).

    Allerdings ist zu sagen dass BWLer auch in recht grossem Maßstab benötigt werden im Gegensetz zu "Schlagmichtot-Managern" in irgendwelchen Nischen.

    lg
     
  10. #8 Luftpirat, 24.09.2007
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    ...ja, mit einer Basisdisziplin (:TD: z. B. Verkehrspilot)

    Jetzt wissen wir also, was du genau studiert hast... :FFTeufel:

    Stimmt schon, nach unten hin ist später alles offen: Taxifahrer, Zeitungsausträger, Leinenhalter im Freiballon-Reiseunternehmen... etc.
    Wenn dein Chef dich mal wegen exzessiven Sürfens am Arbeitsplatz feuert, brauchste mit deiner Qualifikation aber nicht Schuhputzer zu werden. Im Ministerium für verrücktes Gehen suchen sie bestimmt noch jemanden mit genau deinem o. g. Abschluss. :D ;)
     
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