Macchi M.67 - NOIX 1/48

Diskutiere Macchi M.67 - NOIX 1/48 im Props bis 1/48 Forum im Bereich Bauberichte online; Geschichte Nachdem Italien 1926 den Schneider-Pokal mit der M.39 erfolgreich gewonnen hatte, fand das 1927er Rennen in Venedig statt. Italien...
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Alien
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Geschichte
Nachdem Italien 1926 den Schneider-Pokal mit der M.39 erfolgreich gewonnen hatte, fand das 1927er Rennen in Venedig statt. Italien hatte mit der M.52 eine verbesserte Version der M.39 an den Start geschickt, aber keine der Maschinen kam ins Ziel. Im direkten Vergleich mit der Supermarine S.5 zeigte sich aber auch, dass die englische Maschine schneller war.

So kam es 1929, nachdem der Abstand zwischen zwei Wettbewerben auf zwei Jahre vergrößert worden war, erneut zu der Situation, dass „Italien gewinnen sollte, koste es, was es wolle (Mussolini)“. Castoldi steigerte die Leistungsfähigkeit seines Entwurfs weiter, nicht zuletzt durch einen 18-Zylinder W-Motor anstelle des 12-Zylinder V-Motors. Diese Maschine wurde M.67 bezeichnet. Zwei Exemplare nahmen am Rennen teil, hielten aber erneut nicht bis zur letzten Runde durch, wegen Motorproblemen. Die Backup-Maschine M.52R kam zwar ins Ziel wurde aber von der Supermarine S.6 geschlagen. Nachdem England den Wettbewerb zum zweiten Mal in Folge gewonnen hatte, fehlte bloß noch ein dritter Sieg um den Wettbewerb als Ganzes zu gewinnen und zu beenden. Was beim nächsten Mal in 1931 mit der S.6B ja auch gelang.

Hier ist eine schöne Liste aller Schneiderpokal-Renner: List of Schneider Trophy aircraft - Wikipedia
 
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Bausatz
Ein Bild des kompletten Bausatzes habe ich gerade noch auf einem japanischen Server gefunden:



Mein Modell habe ich Anfang 2020 von FF-User @flogger in begonnenem Zustand erworben, als in der üblichen, anfänglichen Wettbewerbs-Begeisterungswelle viele Bausätze vorgestellt wurden und er keine Lust hatte, das Projekt zu vollenden.


 
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Verglichen mit den Sollmaßen ist das Modell ein wenig zu klein, was sich auch im direkten Vergleich mit der Dreiseitenansicht von NOIX zu bestätigen scheint:



Also habe ich die Ansicht aus dem Fana de l’Aviation so vergrößert, dass sie zum Modell passt. Im Bild ist das das kleinere Rechteck. Das große Rechteck stellt die rechnerischen Sollmaße dar. Die Abweichung ist also nicht riesig:



Was dem Bausatz schon mal fehlt, ist eine dritte Reihe an Abgasstutzen für die dritte Zylinderreihe:

 
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Na da schaue ich doch gerne wieder zu.
Viel Spaß mit der Rennsemmel! :dadr:
 
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Bei dem beigelegten Resin-Gestell denkt man zunächst, das würde einen Slipwagen abgeben? Dafür ist aber zu wenig dran. Nicht mal als Helling oder später zum Abstellen des Modells taugt es, denn der Abstand der beiden Schwimmer zueinander ist um 5 mm zu gering:



Nachdem die Schwimmer aber darin ganz guten Halt finden, ist es ein Einfaches, die beiden Seiten voneinander zu trennen und mit 5 mm mehr Abstand auf die noch von der M.39 vorhandene Basis zu kleben. Dabei stellt man fest: Die Schwimmer sind genauso lang und weit auseinander wie dort. Man sieht, dass Castoldi manche Dinge übernommen hat.



Nachdem es bei der M.67 aber keine Verbindungsstreben von Schwimmer zu Schwimmer mehr gibt, sondern nur noch eine Verspannung, besorge ich mir 0,8 mm Stahldraht, den ich beidseitig tief und stabil in die Schwimmer klebe:

Das ergibt eine stabile Basis für den weiteren Aufbau der Maschine. Das habe ich bei der M.39 sehr geschätzt.

 
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Ja was ist den das? Laut Bauplan war das Höhenleitwerk mal an einem Stück. Wenn man die beiden Hälften, die ich habe, zusammen legt, dann sieht das so aus:



Rechts muss hinten immer noch ein wenig weg:



Vorne an der Motorverkleidung fehlen links einer und rechts zwei Langschlitze. Zum Glück lässt sich das leicht fräsen:

 
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Hut ab :070:vor dieser nicht einfachen Arbeit, gefällt mir sehr gut und auch der Mut solche Modelle zu einen ordentlichen Abschluß zu bringen.
 
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Da das Instrumentenbrett aus Metall gegossen ist, ist es vergleichsweise dick, so dass ich ihm im Resin-Rumpf etwas mehr Platz verschaffe:



Positive Erkenntnis: Wenn man die Grundierung in der Dose lange genug (> 3 Minuten) schüttelt, dann funktioniert sie auch (im Gegensatz zu hier Macchi M.39 - S.B.S. model 1/48):

 
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Ab jetzt wird’s spannend! Anstelle von angegossenen oder als Ätzteile beiliegenden Kühlern, kennt der NOIX-Bausatz lediglich Gravuren und Streifen-Decals. Letztere habe ich nicht. Sie wären aber leicht selber zu machen. Daher will ich probieren, ob ich die Kühler auch anders machen kann.



@flogger hatte wohl den gleichen Gedanken und verschiedene Alu Wellblech-Folien bereit gelegt, aus denen man die unterschiedlichen Abschnitte für die Kühler ausschneiden könnte. Das am besten geeignete davon besteht aus geritzten oder geprägten parallelen Linien, so wie man das mit einem Silhouette-Schneidplotter auch machen könnte.

Im Hintergrund liegt ein 0,5 mm PS-Sheet in dem ich schon mal vier Linien zur Probe geschnitten habe. Für den Fall, dass ich lieber dünnes PS-Sheet anstelle von Metallfolie verwenden möchte. Mit Bleistift wurden die Linien etwas betont, damit man sie hier im Foto erkennt. Die verwendete Plottereinstellung habe ich mir daneben notiert:

 
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Also bemühe ich als nächstes mein Silhouette Design Studio für die Kühlflächen, die ja alle sehr individuell sind:



Hier ein direkter Vergleich der rechten und linken Tragflächenoberseiten, um die absichtlichen Unterschiede aufgrund unterschiedlicher Spannweite zu erfassen:



Und dann wird geritzt. Ich fange mal mit den kleinen Kühlern für die Rumpfseiten und die Schwimmer-Oberseite an. Als Material habe ich hier 0,2 mm Messingblech verwendet:



Mit Ölfarbe könnte man sie noch etwas altern:



Leider ist der Kühler auf dem Schwimmer vom Zuschnitt her ein wenig konisch und konische Linien kann das Design Studio nicht einfach zeichnen:



Auch die 0,2 mm Blechstärke erweist sich eher als zu dick. Daher liegt der Kühler nicht zu 100 Prozent perfekt an.

 
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Extrem schwierig!
Welchen Kleber hast Du benutzt? Und laesst sich das Blech durch eine Stoff-Manschette vielleicht gleichmäßiger anpressen?
 
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nur aufgelegt!

Noch nicht geklebt.

Ich denke, ich brauche dünneres Blech
 
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z.B die dickere selbstklebende Folie aus dem Dachdeckerbereich (lässt sich mit stumpfer Nadel drücken) - oder 0,16mm sheet?
 
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Als zweite Alternative habe ich selbstklebende Goldfolie probiert. Sie ist nur halb so dick und sehr anschmiegsam.



Hier mal ein Versuchskühler aus Goldfolie auf dem Schwimmer (geklebt):



Der Goldglanz ist mir evtl. einen Tick zu goldig. Daher hier ein Washing-Versuch mit brauner Ölfarbe, um dem entgegen zu wirken:



Mit der Goldfolie könnte ich später die Streben tapezieren, denn sie ist sehr dünn (ca. 0,1 mm) und leicht anzubringen:

 
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DC-fix Goldfolie? Sieht gut aus!
Danke für den Tipp!
 
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Am Ende wird es wohl eine Mischung aus verschiedenen Techniken werden müssen. Der Kühler am Kinn hat z.B. doppelte Krümmung und die bekomme ich weder in dc-fix- noch in Metall-Folie hin. Also brauche ich auch noch Messing-Farbe und ein Decal mit schwarzen Linien. Generell ist mir die dc-fix-Folie zu dünn und zu goldig. Dünneres Messingblech für die Tragflächen und die Rumpfseiten wäre wohl dort das Beste. Während ich auf die Lieferung aus China warte, will ich mal mit dem WMM-Bausatz der Gloster VI üben: Gloster VI - WMM 1/48

Unklar ist beispielsweise, ob man die Metallfolie vor der roten Lackierung oder hinterher anbringen sollte. Es ist damit zu rechnen, dass der Lack um die Kühler herum mit Klebstoff versaut wird. Dann wäre es gut, nochmals Schleifen und Grundieren zu können, bevor der Endlack drauf kommt.
 
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Gute Nachricht! China hat Messing-Folie geliefert. Ging günstig und flott über Ebay. (Irgendwie kam das Material nach Deutschland und wurde dann von dort verschickt.)



Leider ergeben die ersten Versuche, dass die Folie ziemlich steif und daher schlecht in die exakte Form zu biegen ist. Mal sehen, was die Silhouette mit ihr macht? Aber vorher wird die Gloster VI fertig gemacht.
 
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flogger

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Mein Modell habe ich Anfang 2020 von FF-User @flogger in begonnenem Zustand erworben, als in der üblichen, anfänglichen Wettbewerbs-Begeisterungswelle viele Bausätze vorgestellt wurden und er keine Lust hatte, das Projekt zu vollenden.
Das Kann man so nicht sagen. :biggrin:
Ich hatte nie die Absicht, die Modelle (auch die Gloster) fertig zu bauen. Ich habe noch nie ein Modell größer als Maßstab 1/72 gebaut.
Die Modelle wurden von mir so weit vorbereitet, das man sie scannen konnte, um Daten für 1/32er Bausätze zu erstellen. Was daraus geworden ist, kann ich nicht sagen.
Ist schön zu sehen, das die Bausätze doch noch fertig gemacht werden.:TOP:
 
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