MAZ-Artikel über kuriosen Luftzwischenfall 1945

Diskutiere MAZ-Artikel über kuriosen Luftzwischenfall 1945 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Samt Motorrad und Silberbesteck - Erstmals äußern sich Zeitzeugen über den Flugzeugabsturz bei Trieplatz vom April 1945 - Märkische Allgemeine -...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 eggersdorf, 10.01.2013
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    Samt Motorrad und Silberbesteck - Erstmals äußern sich Zeitzeugen über den Flugzeugabsturz bei Trieplatz vom April 1945 - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

     
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  3. Winter

    Winter Fluglehrer

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    Wenn es stimmt, was die MAZ bezüglich der Angaben aus Potsdam, Freiburg und des VdK schreibt, sehe ich ganz dunkelschwarz für die deutsche Militärgeschichtsforschung.

    Nach etwa 90 Sekunden "Rechercheaufwand" gibt es eigentlich nur einen Verursacher, welcher dafür in Frage käme. Diese Angaben sollten sich vor Ort entweder durch die entsprechenden Dokumente bestätigen oder aber widerlegen lassen.

    Ich will den Fachleuten in Potsdam bzw. Freiburg aber natürlich nicht vorgreifen, da ich mich vorerst auf eine schon vor 20 Jahren erschienene Buchveröffentlichung (also eine Sekundärquelle) beziehen müßte... :FFTeufel:

    Winter
     
  4. #3 eggersdorf, 11.01.2013
    eggersdorf

    eggersdorf Testpilot

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    Kannst Du bitte mal konkreter werden?
     
  5. FREDO

    FREDO Space Cadet

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    Lieber Freund,
    Potsdam, Freiburg und der VdK haben ihre umrissenen und per Gesetz/Satzung festgelegten Aufgaben und Arbeitsumfänge. Diese kann man inzwischen auch im Internet explicit nachlesen. Und diese Aufgaben erfüllen sie, mal mehr, mal weniger gut.

    Ihre Aufgaben sind aber keinesfalls die Recherche nach entsprechenden Luftkriegsvorfällen, diese Arbeit kann nur ein Historiker speziell vornehmen. Die Archive von Kommunen, Ländern und Bund können dabei nur Hilfestellung bei der Bereitstellung von Archivalia geben; der VdK sich um mögliche sterbliche Überreste kümmern.

    So ist im Groben die Lage; und dunkelschwarz ist es für die deutsche militärgeschichtliche Forschung deshalb nicht; eher das Gegenteil. durch moderne Medien, Dokumentenrückgaben und Recherchemöglichkeiten hat sich manches in der Forschung sehr erleichtert. Mithin kein Grund zur trauer oder Pessemismus.
    A und O sind in historischer Forschung immer noch die von Privatpersonen ausgehenden Initiativen ...
     
    Tracer und Nummi gefällt das.
  6. borsto

    borsto Flieger-Ass

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    FREDO !

    100 % korrekt !!!!

    Diese Archive haben überhaupt nicht die Möglichkeit, diese lokalen Ereignisse nachzuforschen. Sie verwalten zwar jede Menge Akten-Kilometer und haben auch teils sehr gute Findmittel. Sie bieten einem wirklich gute Hilfe an. Doch recherchieren muss man schon selbst.

    Als ich die Recherchen zu meinen Büchern begann, glaubte ich, die Archive würden mich selbstredent mit allen Informationen versorgen. Oh nein !.
    Niederstedem, mein Heimatort, Wo ist das !!!!
    Wenn Sie Informationen wünschen über Ereignisse im 2. Weltkrieg dort, teilen Sie uns bitte die Signatur der Archivalien Einheit mit, die Sie einsehen möchten und wir legen Sie Ihnen am Tag Ihres Besuches bei uns die Archivalie bereit.
    Die Signatur der Archivalie können Sie im Findbuch xxx ermitteln.
    Jetzt ist der Punkt bei manchen erreicht, an dem Frust beginnen kann.

    Meine Erfahrung in solchen lokalen Ereignissen ist, das diese ersteinmal auf lokaler Ebene gründlich recherchiert werden müssen (Gemeinde, Kreis (mehrere Befehle der Alliierten zur Feststellung aller gefallener allierter Soldaten und aller Personen der vereinten Nationen in den Jahren 1945-1947 ), womöglich Bezirk und DRK). Bei diesen Recherchen auf lokaler Ebene findet sich bestimmt auch ein Datum des Ereignisses (unbedingt wichtig!!). Mit diesen Informationen ausgestattet kann man sicherlich über die lokalen Informationen und die jetzt verfügbare Literatur einen Zeitrahmen des Ereignisses erstellen.

    Beste Grüße !

    borsto
     
  7. #6 Winter, 12.01.2013
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2013
    Winter

    Winter Fluglehrer

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    Leute,

    es geht hier weder um lokale Ereignisse noch um Einzelfälle beim Luftkriegsgeschehen. Was mich ärgert, ist dieses "...nicht dafür zuständig"-sein, "...Keine kompetenzen"..., Hauptsache abgewimmelt. Bei noch so blöden Anfragen in den USA und in GB wurde immer versucht, mir in irgendeiner Art und Weise weiterzuhelfen; und wenn schlechtestenfalls nur auf mögliche Fachliteratur verwiesen wurde. In einigen Fällen wurden mir durch NARA sogar alle möglichen Signaturen mit einem bestimmten Schlagwort herausgesucht, obwohl ich nie danach gefragt hätte...

    Selbst die Raumpflegerin im BA/MA sollte bei den Schlagworten "deutsch" und "viermotorig" schon stutzig werden, denn so viele gab es davon nicht; von den relativ wenigen, die es gab, flogen zum genannten Zeitraum inkl. Beutemaschinen nur noch ein paar Hände voll. Wenn ich dann noch den Ansatzpunkt "Junkers" - da im Bericht ja erwähnt - aufgreife, bleiben, ihr werdet es ahnen, noch viiieeel weniger übrig. Wenn das Militärarchiv, welches ja immerhin mehrer Schriften mit Bezug zur deutschen Luftrüstung (und gerade am Beispiel Junkers - z.B. Lutz Budraß) veröffentlicht hat, noch nicht einmal eine Hinweis auf Ihre eigenen Veröffentlichhungen gibt, finde ich das mehr als nur seltsam...

    Die Ju 90 scheidet aus, denn im April 1945 waren die entweder hin oder wurden später durch die Briten erbeutet - es bleibt die Ju 290.

    Auch von diesem Vogel flogen Ende April 1945 nicht mehr viele, davon wurde eine in Spanien interniert. Der verbleibende Rest wurde bei Kriegsende entweder zerstört aufgefunden oder durch die Alliierten erbeutet.

    Allerdings wurde kurz vor Kriegsende noch eine Ju 290, vermutlich die A-2 mit der Werknummer 110 158, "9V+AH", am 22.04.1945 "vermutlich im Raum Oranienburg durch eigene Flak abgeschossen". So weit in Kössler/Ott, "Die großen Dessauer - Ju 89, 90, 290, 390", Aviatik-Verlag. Einen kurzen Bericht inkl. einiger Namen dazu finden man auf S. 199, das Buch kann man gebraucht erwerben oder auch ausleihen. Ein Kontakt mit den Buchautoren sollte sich evtl. über den Verlag herstellen lassen, ein Leserbrief/Anfrage in Zeitschriften wie "Jet & Prop", "Flugzeug Classic" oder "Klassiker der Luftfahrt" hätte bestimmt auch zu einem Ergebnis bzw. weiteren Infos geführt.

    Wenn es Gräber mit Namen gibt, kann der VdK das querchecken - wenn er will, Lust hat, kompetent genug ist - was auch immer.

    Hinweis: Ein Ofw. Martin Kistler verstarb am 22.04.45 nach Angaben des VdK "bei Löwenberg/Mark", allerdings ist die Grablage unbekannt bzw. nicht angegeben. Laut dem o.g. Buch war ein Ofw. Kistler der 2. Flugzeugführer dieser 290...

    Man kann mir ja viel erzählen, aber das man bei einem solch seltenen Muster wie einem deutschen 4-mot inkl. Kenntnis des Verlusttages mehrere Jahre ergebnislos recherchiert, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ob man nun Internet hat oder nicht...

    @ eggersdorf: E-mail-Adresse via PN, dann sende ich Dir die betreffenden Seiten zu. Das kannst Du dann an die MAZ weiterleiten, damit es nicht nochmals 3 Jahre dauert. Ich hoffe, das ist konkret genug.

    Winter
     
  8. FREDO

    FREDO Space Cadet

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    VdK -Querchecken...

    Das kann man über die Seite Volksbund.de auch ganz einfach selbst tun... Namen eingeben...

    Und soviel Mühe sollte man sich selbst schon machen, nicht immer anderen alles aufhalsen...

    Weiterhin kann man die Friedhöfe der Umgebung abrecherchieren, die Pfarrer befragen, Totenbücher studieren... Möglichkeiten gibt es viele...
     
  9. Winter

    Winter Fluglehrer

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    Hallo Fredo,

    ein Mindestmaß an Eigeninitiative (wie die Gräbersuche online) setzte ich jetzt einmal voraus.

    Aber dem VdK liegen aus eigener Erfahrung in der Regel mehr Infos vor, als bei der "Gräbersuche" aufgeführt sind. Darauf wollte ich hinaus...

    Gruß

    Winter
     
  10. Anzeige

    Hallo

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  11. KlausJ

    KlausJ Fluglehrer

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    Hallo,

    euer Engagement in allen Ehren, aber gerade bei einer Recherche sollte man sich meiner Meinung nach klar ausdrücken.

    Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. (war vermutlich in den oberen Beiträgen gemeint) hat keine besonder Abkürzung, nennt sich aber selbst schlicht "Volksbund".

    Der VdK ist ein Sozialverband und vertritt nach eigenem Bekunden die Interessen von allen Sozialversicherten, von Menschen mit Behinderungen .... gegenüber der Politik und bei den Sozialgerichten. Die Abkürzung VdK gilt für den Namen bei der Entstehung: "Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.".

    Das soll jetzt wirklich keine Klugscheißerei sein, sondern die Bitte, besonders wenn man auch schimpft, den richtigen Namen zu nennen.

    Grüße
    Klaus
     
  12. FREDO

    FREDO Space Cadet

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    Sorry, und danke für die Richtigstellung. Man lernt halt nie aus...:TOP:
     
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