Mehrfachtriebwerken

Diskutiere Mehrfachtriebwerken im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Bei den Düsenflugzeugen erzeugen die Turbinen ja bekanntlich Schub für den Vortrieb. Deswegen bedeutet je mehr Triebwerke , umso mehr Schub und...

Moderatoren: gothic75
  1. #1 Tiger-Fan, 10.02.2007
    Tiger-Fan

    Tiger-Fan Space Cadet

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    Bei den Düsenflugzeugen erzeugen die Turbinen ja bekanntlich Schub für den Vortrieb. Deswegen bedeutet je mehr Triebwerke , umso mehr Schub und desto mehr Sichheit .
    Wie aber sieht es bei einem Hubschraubermuster mit 3 Triebwerken aus ???
    ( EH101)
    Die Wellen der Triebwerke müssen ja irgendwie gemeinsam die Rotorwelle antreiben. (über das Hauptgetriebe)Wie wird der Gleichlauf sichergestellt, bzw. werden die unterschiedlichen Drehzahlen der Triebwerke gebündelt , um die Rotorantriebswelle anzutreiben .
    Habt Ihr dazu ggf. Linkverweise

    Danke
     
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  3. L29

    L29 Testpilot

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    wg. Gleichlauf: die Turbinen sind nicht direkt mit dem Rotorgetriebe gekoppelt sondern treiben ein Schaufelrad an das dann mit dem Getriebe verbunden ist, ähnlich dem Schaufelrad in einem Kraftwerk
     
  4. #3 Markus_P, 11.02.2007
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    Markus_P Space Cadet

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    Nur zur Info: Dein "Schaufelrad" ist auch eine Turbine ;)

    Wellenleistungstriebwerke für Hubschrauber werden m.W. als Zweiwellentriebwerke ausgeführt, d.h. auf der einen Welle sitzen Verdichter und zugehörige Turbine des Kerntriebwerks, auf der anderen Welle sitzt die sogenannte "freie Nutzturbine". Über letztere Turbine wird die Leistung aus dem Abgasstrahl entnommen und mittels Welle an das Rotorgetriebe übertragen. Die freien Nutzturbinen aller Triebwerke drehen im Normalfall synchron, Ein Freilauf sorgt dafür, daß das Rotorsystem schneller drehen kann, als die Nutzturbine (z.b. bei Autorotation)
     
  5. #4 ColibriEC120, 11.02.2007
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.2007
    ColibriEC120

    ColibriEC120 Kunstflieger

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    Soweit ich weiß, haben sie nur begrenzt "Gleichlauf", die Leistung des einzelnen Triebwerks weicht immer etwas ab. Es wird elektronisch geregelt. Dabei muss aber ein gewisses "spiel" bei den Drehzahlen vorhanden sein, weil sonst eine Turbine die gesamte Leistung liefert und das andere keine Leistung liefert. Werde aber nochmal genau nachlesen und dann hoffentlich genaueres sagen können...
    Soviel schon mal: Grundsätzlich treiben die Turbinenwellen (mit bis zu 6000 RPM) ein Sammelrad an, welches dann über Getriebe auf die Rotorwelle übertragen wird... genaueres wird noch nachgeliefert:) :) ;)
    Gruß ColibriEC120
     
  6. Hirsch

    Hirsch Flieger-Ass

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    Der Gleichlauf der Losturbinen (also der 2.Welle, die unmittelbar in das Hauptgetriebe geht) wird durch mechanische oder heutzutage eher elektronische Mittel sichergestellt. Es ist immerhin ein enger Bereich erforderlich, in dem die beiden/ drei Triebwerke laufen müssen. Von der Betrachtung her ist es egal, ob es nun 2 oder 3 Triebwerke sind, das Verfahren muss überall gleich sein (Die W-12 schaffte sogar 4 Triebwerke).
    Andererseits muss man bei der Betrachtung des Gleichlaufes auch einbeziehen, dass die (sofern ungeregelt, sich selbst überlassen) Drehzahl der Losturbine von der abgenommenen Leistung abhängig ist. Je geringer die Last, desto höher würde sie drehen. Da sie aber über einen Freilauf in das Getriebe einkoppelt, würde sie dieses schneller drehen, womit die andere Turbine(n) entlastet wären... was wiederum zu einer Erhöhung von deren Drehzahl fürhern würde. Also ein gewisses Maß an "Selbstkompensation" ist möglich. Generell wird aber die Rotordrehzahl (=Losturbinendrehzahl) in normalen Flugzuständen in engen Bereichen konstant gehalten. Die Leistungsregulierung erfolgt nicht über die Drehzahl.

    Ist zwar sehr Mi-lastig (und damit nicht auf dem neuesten technischen Stand wie eine EC-x) aber Grundprinzip eines Wellenleistungs-TW für HS hier und allgemeiner bei Wikipedia hier
     
Moderatoren: gothic75
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