Messerschmitt Bf 108B, 4.(H)/Aufkl. Gr. 13

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Die Messerschmitt Bf 108 ist ein viersitziges einmotoriges Leichtflugzeug des deutschen Herstellers Bayerische Flugzeugwerke (BFW) bzw. der Messerschmitt AG und wurde zunächst als Wettbewerbsflugzeug konzipiert und später zu einem luxuriösen Schnellreiseflugzeug weiterentwickelt. In der Planung des Flugzeugs hat Willy Messerschmitt seine Vorstellung eines idealen Flugzeugs verwirklicht, und das Reichsluftfahrtministerium sah darin eine Chance, den Europarundflug 1934 zu gewinnen. Gleichzeitig wurden an dem Muster technische Neuerungen erprobt, die später teilweise in das Jagdflugzeug Bf 109 übernommen wurden.



Nachdem am 13. Juni 1934 die erste Bf 108 fertiggestellt und eingeflogen worden war, wurden bis 1945 etwa 885 Exemplare hergestellt. Die meisten waren für die Luftwaffe der Wehrmacht bestimmt und wurden für Umschulungszwecke oder als Kurierflugzeuge eingesetzt.



Da die Produktion während des Zweiten Weltkrieges nach Frankreich verlagert worden war, konnten nach dem Krieg noch weitere Exemplare des Typs unter französischer Produktion fertiggestellt werden. Die Société Nationale de Constructions Aéronautiques du Nord (SNCAN) nutzten die Bf 108 als Basis für die Weiterentwicklung des Musters und fertigten nach 1945 noch rund 300 Flugzeuge der Nachfolgemodelle Nord 1001 und 1002.



Mit der Bf 108 wurden zwischen 1934 und 1971 zahlreiche Rekorde und sportliche Erfolge erflogen. Insbesondere ist das Muster eng mit dem Namen der deutschen Sportfliegerin Elly Beinhorn verbunden, die dem Flugzeug nach der Überquerung von drei Kontinenten an einem Tag im Jahre 1936 den Beinamen „Taifun“ gab.
Quelle: Wikipedia

 
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Aufklärungsgruppe 13

Aufgestellt am 1. Oktober 1937 in Brieg aus der Aufklärungsgruppe 31. Der Stab wurde bei Mobilmachung Koluft 5 und 1941 Koluft 9. Er bildete 1941 den Stab der Nahaufklärungsgruppe 2. Die Gruppe bestand aus 5 H-Staffeln, zwei weitere H-Staffeln kamen bei Kriegsausbruch dazu. Am 14. August 1941 war die 6. Staffel auf Zusammenarbeit mit dem XX. Armeekorps angewiesen. 1942 wurden die Staffeln Nahaufklärungsstaffeln. 1. und 2. Staffel wurden 1943 11. und 12. Staffel.



4.(H)/13:

Die 4. Staffel wurde am 1. November 1938 in Göppingen aus der 4./Aufklärungsgruppe 15 mit Hs 126 neu aufgestellt. Im September 1939 wurde die Staffel im Polenfeldzug eingesetzt und flog Einsätze in Mittelpolen für die 4. Panzer-Division. Im Mai und Juni 1940 nahm die Staffel am Westfeldzug teil und flog Aufklärungseinsätze für die 4. Panzer-Division. Ende 1940 wurde sie dann als Lehrtruppe nach Rumänien verlegt. Im April 1941 nahm sie am Balkanfeldzug teil und flog hier Aufklärungseinsätze für das XXXXI. Armeekorps. Ab Juni 1941 wurde die Staffel in Russland für Aufklärungseinsätze für die 14. Panzer-Division eingesetzt. Die Staffel war bis Mai 1942 im Osteinsatz und wurde anschließend nach Westen verlegt, wo sie auf die Fw 190 umgerüstet wurde. Am 1. Oktober 1942 wurde die Staffel zur 1./Nahaufklärungsgruppe 13.
Quelle: lexikon-der-wehrmacht.de



 
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Soweit die Information zur Einheit. In der Bauanleitung wird auch ganz richtig angegeben, dass diese Maschine ein Verbindungsflugzeug dieser Staffel war. Im Text ist ebenfalls richtig erwähnt, dass sie im Herbst 1940 so in Rumänien zu sehen gewesen ist. In der Überschrift steht dagegen „April 1940“, das scheint dann wohl ein Druckfehler zu sein.





 
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Leider habe ich keine Originalfotos der 4E+RM gefunden. Möglicherweise stimmen deshalb Details meines Modells nicht mit dem Original überein. Ich wünsche mir von den Bausatzherstellern entweder Fotos der Vorbilder in den Bauanleitungen (Das es geht hat z.B. Wingnut Wings bewiesen!) oder wenigstens eine Quellenangabe. So hat es beispielsweise Montex in einem Maskensatz zur Bf 109E gemacht.





 
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Gebaut wurde der ProfiPACK-Bausatz in 1:32 von Eduard. Darin enthalten ist bereits ein Ätzteilsatz, sowie ein Resin-Propeller und Masken für die Fensteraußenseiten und Räder. Mit dem Bausatz kann man bereits ein ansehenswertes Model erstellen. Ich benutzte zusätzlich folgendes Zubehör:

Eduard:
  • Wheels
  • Bf 108 Taifun Ätzteileset
  • Bf 108 oil cooler
Montex:
  • Maxi Mask
Quinta Studio:
  • 3D-Decal Innendetails





 
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Der Bausatz besteht aus einem etwas seltsamen Material. Der Modellbaukollege Roland Sachsenhofer hat auf Modellversium beschrieben, dass ihm Klebestellen wieder auseinander fielen. So extrem habe ich es nicht erlebt, jedoch musste ich ein geklebtes Teil noch einmal entfernen, und das ging verdächtig einfach. Daraufhin habe ich überwiegend Sekundenkleber verwendet.



Bei meinem Exemplar gab es durchgängig auf beiden Tragflächenoberseiten Sinkstellen an der Verbindungsstelle zur Unterseite. Die Höhenflossen passten nicht in die Schlitze; zwischen Klebelaschen und Schlitzen gab es eine Differenz von 0,2 mm. Die Klarsichtteile passten mit sanftem seitlichen Druck auf den Rumpf. Ob ich da etwas ungenau gearbeitet habe oder ob das bausatzbedingt ist, kann ich nicht sagen. Die Übergänge von den Rumpfseiten zur Tragfläche empfinde ich als etwas unglücklich gelöst, das lässt sich nicht so gut spachteln und schleifen. Es gibt ja wohl Modellbauer, die das ignorieren und als Blechstoß behandeln (sogar auf der Eduard-Homepage), aber da ist beim Original keiner!
Abgesehen davon ließ sich das Modell gut bauen.





Von meinen Ergänzungen sind eigentlich nur die Räder nötig, denn die Bausatzexemplare sind nicht so schön. Purer Luxus ist das Quinta-Set, das wollte ich gern mal ausprobieren und war schwer begeistert. Die 3D-Decals sind wesentlich angenehmer zu verarbeiten als die beiliegenden Ätzteile. Wenn man den Preis nicht rechnet …



Die Montex-Masken sind genau auf den Bausatz abgestimmt, soll heißen: Es sind damit exakt dieselben Maschinen darstellbar, nur eben mit auflackierten Hoheitsabzeichen und Kennungen. Enthalten sind zusätzlich Masken für die Fenster innen und außen und für die Räder. Ich wollte das mal probieren, bin jedoch nicht restlos überzeugt. Das Ergebnis ist zwar Klasse, der Weg dahin ist jedoch sehr aufwendig im Vergleich zu Abziehbildern. Wenn ich ein Modell mit qualitativ guten Decals daneben stelle, sehe ich aus normalem Betrachterabstand nicht wirklich einen Unterschied. Ich habe mir für weitere Modelle ebenfalls Masken besorgt. Ob ich sie einsetzen werde, werde ich von Fall zu Fall entscheiden.
 
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Der zusätzliche Ätzteilsatz bietet z.B. Verfeinerungen für die Fahrwerkschächte und -abdeckungen (super, originalgetreuer geht nicht!) und für den Motor und die Verstärkungen für die Innenseiten der Motorklappen. Daraufhin habe ich eine Seite geöffnet dargestellt. Die Ölkühler, wovon hier nur einer Verwendung fand, sind auch wieder Luxus, denn soviel sieht man davon auch nicht.
In Eigenregie öffnete ich dann noch den Laderaum, verbunden mit einem Schott und dem Boden.



Lackiert wurde mit Mr. Hobby. Dank der Montex-Masken blieb an Abziehbildern nur das Staffelabzeichen und ein paar wenige Wartungshinweise übrig. Verschmutzung mit Ölfarben und Pigmenten. Als abschließenden Klarlack verwendete ich Mr. Color GX Super Smooth Clear Flat.

 
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Der Kübelwagen stammt von Tamiya, etwas aufgepeppt mit dem Eduard-Detailset. Dieses beinhaltet Ätzteile, einen Film für den Tacho und Lackiermasken. Einige der Ätzteile sind optional, andere hielt ich für nicht sinnvoll. So ist z.B. das Armaturenbrett aus dem Bausatz ganz originalgetreu gestaltet, es fehlt nur ein Abziehbild für den Tacho. Mit den Ätzteilen wäre es weniger plastisch.





 
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Die Figurengruppe ist der Satz „Women at War: Germany, Luftwaffe Helferinnen“ von MB. Die Bezeichnung ist etwas irreführend, sie trifft lediglich auf eine Person zu, die andere Dame ist eine Nachrichtenhelferin des Heeres. Die zwei weiteren Figuren sind ganz offensichtlich keine „Women“: ein Pilot und ein Heeresoffizier. Der Hund gehört mit zum Set, der Fahrer des Kübels ist Bestandteil des Fahrzeugbausatzes.











Das war's! Vielen Dank für's Anschauen!

Gruß - Wolfgang
 
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mannigausa

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Chapeau! Gut recherchiert und hervorragend gebaut.
 
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Tolles gesamt Bild und die Bf 108 kommt richtig gut daher :w00t:

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Apropos Kübelwagen. Vor 61 Jahren, ich war zehn, hat mir mein Vater auf diesem umgebauten Kübel das Autofahren beigebracht.
Leider muß ich diesen Satz hinzufügen. Die Bilder sind aus meinem persönlichen Archiv, das Copyright liegt bei mir.
 
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Tolles Modell und super Szene. Mir gefällt der Sonnenschutz in der Kabine... nettes Detail. Sieht sehr realistisch aus.
 
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Dankeschön! Gar nicht so einfach, so dünnes Papier aufzutreiben …
 
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Absolut schöne und saubere Modelle, vor allem die Bf108 (wenn der Herr Messerschmitt die noch sehen könnte, würde er sie dir aus der Hand reißen).
Auch der Kübelwagen ist wunderbar geworden, der Fahrer, der etwas gelangweilt ein Bein heraushängen läßt, super! Die Figuren sind toll geworden und sehr realistisch arrangiert.
 
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