Messerschmitt Bf 109 G-6, Hptm. Franz Dörr, Kommandeur III./JG 5

Diskutiere Messerschmitt Bf 109 G-6, Hptm. Franz Dörr, Kommandeur III./JG 5 im Props ab 1/32 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Insel Gossen, bei Molde, Norwegen, Mai 1945 Das Original Die Bf 109 G-6, Werknummer 411960, wurde im Mai 1945 vom Gruppenkommandeur des...
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein


Insel Gossen, bei Molde, Norwegen, Mai 1945



Das Original

Die Bf 109 G-6, Werknummer 411960, wurde im Mai 1945 vom Gruppenkommandeur des III./JG 5 „Eismeergeschwader“, Hptm. Dörr, vom Flugplatz Gossen in Norwegen aus geflogen. Die Maschine besaß eine späte G-6/G-14-Tarnung, eine späte Erla-Kabinenhaube, eine FuG 16ZY-Antenne unter den Flügeln und eine weiße Spirale auf einem hellgrünen RLM 25-Spinner. Das Einheitsabzeichen des JG 5 war nur auf der Backbordverkleidung angebracht. Auf der linken Seite des Ruders dieser speziellen Bf 109 G-6 waren 122 Siegesbalken in Weiß angebracht. In mehreren Veröffentlichungen heißt es, Franz Dörr habe den Krieg mit 128 Luftsiegen beendet, was jedoch nicht stimmt, da Hptm. Dörrs persönliches Logbuch lediglich 122 Luftsiege verzeichnet – alle in Norwegen errungen.
Quelle: Bauanleitung

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein


Auf dem Abziehbildbogen ist zu Lesen: Researched and designed by AirDOC. Gehen wir mal davon aus, dass die das sorgfältig gemacht haben. Eine Quellenangabe wäre mir trotzdem lieb! Denn es gibt Ungereimtheiten:

Es gibt ein Originalfoto bei me109.info. Interessanterweise ist dort von einer Bf 109 G-14 die Rede und Werknummer unbekannt. Beim Blättern in den Werknummerblöcken fand ich Folgendes:
  • Informations about the Werknummer bloc 411 000 - 412 000 (Bf 109 G-6) Producer factory: Erla Maschinenwerk GmbH, Leipzig
Ich kann das nicht beurteilen. Tatsächlich kann man späte G-6 und G-14 wohl nur mit Expertenwissen auseinander halten. Wo AirDOC die Werknummer gefunden hat, würde mich dann doch interessieren.




 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein



Die Werknummer 411960 fällt in den Werknummernblock 410.000 – 412.999. Diese Maschinen wurden bei Erla in Leipzig zwischen Oktober ‘43 und Juni ‘44 gebaut. In diesem Block wurden unter Anderem 105 Maschinen als G-6 U2 gefertigt. Dies bedeutet das Vorhandensein einer GM-1 bzw. MW-50 Anlage. Allerdings befindet sich der Deckel im Rumpfteil 3 und nicht im Rumpfteil 5, wie im Decalplan angegeben. Der Deckel im Rumpfteil 5 ist für den Anlasskraftstoff.
Quelle: Bausatzbesprechung auf Kit Reviews Online

 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein



Im Info Eduard 04/2024 wird ein Dual-Combo-Bausatz 1:72 vorgestellt. Dort ist die Maschine auch Thema. Für Eduard ist es eine Bf 109 G-14 mit der Werknummer 465437. Obwohl eingeräumt wird, dass die Seriennummer nicht bewiesen ist, ist man der Meinung, dass die Tarnung darauf schließen lässt, dass die Maschine zum Block 465xxx gehört. Zu Franz Dörr: Hier werden 121 bzw. 127 Luftsiege angegeben.










 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein



Bei me109.info findet man bei der Werknummer-Suche Folgendes:
Die Werk-Nr. 465 437 gehört zum Werknummernblock 465 200 – 465 999, gebaut als Bf 109 G-14. Der Hersteller ist Erla Maschinenwerk GmbH, Leipzig.
Hinweise zum Werknummernblock: 350 Stück gebaut von 01.1945-03.1945.

Das zum Thema Recherche des Originals.




 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein
Der Pilot
Franz Dörr (10. Februar 1913 – 13. Oktober 1972) war ein deutscher Luftwaffenpilot und Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg. Ihm werden 128 Luftsiege (?, s.o.) in 437 Kampfeinsätzen zugeschrieben, wobei er neunmal als „Ass an einem Tag“ galt. Alle seine Luftsiege errang er an der Ostfront.
Nach seiner Flugausbildung diente er als Aufklärungspilot beim Überfall auf Polen und in der Schlacht um Frankreich. Ende 1941 diente er beim Jagdgeschwader 5, das in die Nähe des Arktischen Ozeans im nördlichen Abschnitt der Ostfront verlegt wurde. Seinen ersten Luftsieg errang er am 9. Mai 1942. Im September 1943 wurde Dörr zum Staffelführer der 7. Staffel des JG 5 ernannt und im August 1944 zum Kommandeur der III. Gruppe. Nach 95 Luftsiegen wurde Dörr am 19. August 1944 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Nach dem Verlust des deutschen Schlachtschiffs Tirpitz am 12. November 1944 wurde Dörr vor ein Kriegsgericht gestellt, jedoch von allen Anklagepunkten freigesprochen. Er starb am 13. Oktober 1972 in Konstanz.
Quelle: Wikipedia













 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein
Das Modell

Es wurde der Revell-Bausatz im Maßstab 1:32 verwendet.

Als ich den Bausatz kaufte, dachte ich, ich mache mal etwas Einfaches, Kostengünstiges, mit geschlossener Haube, ohne Zubehör, direkt aus dem Karton. Attraktive und korrekte Abziehbilder sind ja dabei. Folgendes ist aus dem Plan geworden:

Montex
  • Maxi Mask
HGW
  • Seat Belts
  • Messerschmitt Bf 109 F/G/K Fabric Covering (tlw.)
eduard
  • Exhaust Stacks
Quickboost
  • Air Intake
  • Oil Cooler
  • Correct Gun Bulges
Barracuda Studios
  • Bf-109G Prop And Spinner
ResKit
  • Weigted Wheels
Master Model
  • Bf 109 G5 - G14, K Bewaffnung (MG 131 Spitzen) & Pitotrohr
















 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein



Der Bausatz an sich ist ja gut. Allerdings hat Revell sich ein paar Fehler geleistet, die aus meiner Sicht unverständlich sind. Wie kann es sein, dass man bei einem so bekannten und gut dokumentiertem Typen, wo man die Form und Maße so gut hinbekommen hat, solche Kinken einbaut? Kompressor-Lufteinlauf, Ölkühler, Waffenbeulen und Propeller stimmen nicht so ganz. Ich kann verstehen, dass bei einem Spritzgussbausatz Dinge etwas vereinfacht dargestellt werden. Wer es genauer haben möchte, kann sich auf dem Zubehörmarkt umsehen. Für den Ersatz fehlerhaft gefertigter Teile extra Geld ausgeben müssen ist ärgerlich.

Das dazu, der Rest des Zubehörs gehört in die Kategorie „Schön zu Haben“. Die Gurte hatte ich sogar noch vom Bau meiner E-4 übrig.


 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein
Der Bau
Der Bau verlief unspektakulär, die Passform ist gut bis sehr gut. Die großen Teile haben kaum Grat, bei einigen kleinen Teilen sieht es tlw. anders aus.





Wie man sieht, gibt es auch einige heftige Angüsse. In einigen Bausatzbesprechungen wird empfohlen, die recht dicken Ruderpedale gegen Ätzteile auszutauschen. Dem widerspreche ich: Die Durchbrüche noch öffnen und die Fußriemen mit Tamiya-Band ergänzen reicht. Im eingebauten Zustand kann man die Dicke nicht erkennen, nicht mal bei geöffneter Haube.

Einen Teil des Zubehörs besorgte ich mir, weil – wie erwähnt – in Bausatzbesprechungen Unstimmigkeiten bemängelt wurden. Die sind da, keine Frage. Ob man die Teile alle auswechseln muss, weiß ich nicht so recht. Ich finde, gar so schlimm ist es nicht. Im Fall des Lufteinlaufs war es sogar eine „Verschlimmbesserung“. Das Resinteil von Quickboost ist nicht vollständig hohl und passt nicht gut an den Rumpf. Die Anzahl der Spachteldurchgänge habe ich nicht gezählt. Ich denke, dass man auch ohne Ergänzungen ein schönes Modell bauen kann.





Das Cockpit ist von Haus aus schon sehr gut. Ich habe zwar ein paar Schaltkästen und Leitungen ergänzt, die Teile hinter dem Instrumentenbrett kann man jedoch getrost weglassen. Die sind im eingebauten Zustand fast nicht zu sehen, schon gar nicht bei geschlossener Haube. Anders sieht es bei den Gurten aus: Die sind angegossen. Eigentlich nicht schlimm, sorgfältig bemalt kann das ganz gut aussehen. Allerdings scheinen die Enden der Schultergurte hinter der Sitzschale zu verschwinden, und das sieht nicht gut aus. Deshalb habe ich die aufgeprägten entfernt, und meine Eda-Gurte von HGW kamen zum Einsatz (Eda, weil sie eh’ da waren). Für das Instrumentenbrett verwendete ich die Bausatz-Decals. Mindestens bei geschlossener Haube reicht das völlig.





Die stoffbespannten Ruder sind recht grob dargestellt, das habe ich etwas entschärft. Besonders an den Höhenrudern befinden sich etliche runde Erhebungen, die weder auf Originalfotos noch auf Zeichnungen zu finden sind. Ich habe sie komplett abgeschliffen und die Struktur durch das HGW-Fabric-Covering ersetzt. Bei der Gelegenheit habe ich die seltsamen Trimmklappen neu erstellt.





Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich die Oberfläche nachnieten soll. Bis auf die Tragflächenunterseite ist sonst alles glatt. Auf Originalfotos sieht man nur bei extremen Nahaufnahmen die Andeutung von Nietköpfen. Ja, es belebt die Modelloberfläche, aber was ist näher am Original? Ich habe es mit einem Kompromiss versucht: genietet, aber nicht farblich betont.

Dem Bausatz wird manchmal vorgeworfen, etwas kleinteilig zu sein. Nun ja, Revell hat mehrere Kits der G-Serie im Angebot. Es sind nicht immer komplett neue Teile konstruiert worden, sondern manchmal nur die betroffenen Abschnitte des Rumpfs oder der Tragflächen. Apropos – die Konstruktion der Tragfläche mit dem durchgehenden Holm gefällt mir gut. Der Holm bringt Stabilität und den perfekten Winkel, außerdem ist er Teil des gut gemachten Fahrwerkschachts. Nachteil: Die Tragfläche wird Stück für Stück am Rumpf zusammengebaut. Da alles gut zusammenpasst, ist es nicht wirklich schlimm.


 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen Anhang anzeigen
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein
Verwendete Farben

Der Maskensatz von Montex ist genau auf den Bausatz abgestimmt, d.h. es sind dieselben Maschinen darstellbar. Hier machen die Masken wegen der vereinfachten Balkenkreuze richtig Sinn. Lackiert wurde mit Mr. Hobby, Gebrauchsspuren mit Ölfarben.

An dieser Stelle ganz vielen Dank an David, aka @lutz_manne. Er hat mich mit einigen Tipps unterstützt. Es gab Dinge, die ich übersehen hatte, Anderes habe ich nicht gewusst. Auf jeden Fall habe ich wieder etwas gelernt.

Beiwerk: Fahrzeuge, Figuren, Gerödel

MasterBox
  • Militär-Fahrrad
  • Die Skatspieler
ICM
  • Set „Luftwaffe Pilots“
Black Dog
  • German Clothes
Plus Model
  • Military boxes
PanzerArt
  • Fässer




 
Anhang anzeigen Anhang anzeigen
lutz_manne

lutz_manne

Alien
Dabei seit
08.07.2016
Beiträge
6.810
Zustimmungen
13.417
Ort
Bamberg
Da hast du noch ein sehr schönes Diorama zum Modell gezaubert. Perfekt.
 
WoSche

WoSche

Fluglehrer
Dabei seit
20.11.2017
Beiträge
147
Zustimmungen
831
Ort
Schleswig-Holstein
Danke, Jungs! Ihr seid so gut zu mir. :smile1:
Auch danke für die vielen „Gefällt mir“!
 
Thema:

Messerschmitt Bf 109 G-6, Hptm. Franz Dörr, Kommandeur III./JG 5

Messerschmitt Bf 109 G-6, Hptm. Franz Dörr, Kommandeur III./JG 5 - Ähnliche Themen

  • Messerschmitt Bf 109 E-4, 9./JG 3, Oblt. Egon Troha

    Messerschmitt Bf 109 E-4, 9./JG 3, Oblt. Egon Troha: Messerschmitt Bf 109 E-4, 9./JG 3, Oblt. Egon Troha, Desvres, Frankreich, Oktober 1940 Das Original Die Bf 109 gehört zu den bekanntesten...
  • Messerschmitt Bf 109G-6 OOB

    Messerschmitt Bf 109G-6 OOB: Ein Klubkollege forderte mich heraus: "Für OOB hast Du doch gar nicht die Kraft!" :biggrin: Nicht ganz unwahr, also wird es Zeit, mal etwas zu...
  • Messerschmitt Bf 109G-10 - Eduard

    Messerschmitt Bf 109G-10 - Eduard: Nach exakt sieben MiG-21 im Maßstab 1:72 hintereinander wurde es Zeit für etwas anderes. Gut, die 109 ist auch ein Jagdflugzeug und wurde...
  • Messerschmitt Bf 109G-6/R3 Erla, Stab I.JG300 Major Gerhard Stamp (Hasegawa 1:48)

    Messerschmitt Bf 109G-6/R3 Erla, Stab I.JG300 Major Gerhard Stamp (Hasegawa 1:48): Heute am Sonntag hatte ich genügend Zeit und Bock einige Kleinigkeiten, die einen immer Ruhe und Gelassenheit abfordern, zu erledigen. Die Bf...
  • Messerschmitt Bf 109G-6/R3 Erla, Stab I.JG300 Major Gerhard Stamp

    Messerschmitt Bf 109G-6/R3 Erla, Stab I.JG300 Major Gerhard Stamp: Schon eine Ewigkeit schwirrt mir diese Vorlage durch den Kopf, die Abziehbilder von Eagle Cals liegen ebenso lange bereit. Gestern am 01.03. -...
  • Ähnliche Themen

    Oben