Der Bau
Der Bau verlief unspektakulär, die Passform ist gut bis sehr gut. Die großen Teile haben kaum Grat, bei einigen kleinen Teilen sieht es tlw. anders aus.
Wie man sieht, gibt es auch einige heftige Angüsse. In einigen Bausatzbesprechungen wird empfohlen, die recht dicken Ruderpedale gegen Ätzteile auszutauschen. Dem widerspreche ich: Die Durchbrüche noch öffnen und die Fußriemen mit Tamiya-Band ergänzen reicht. Im eingebauten Zustand kann man die Dicke nicht erkennen, nicht mal bei geöffneter Haube.
Einen Teil des Zubehörs besorgte ich mir, weil – wie erwähnt – in Bausatzbesprechungen Unstimmigkeiten bemängelt wurden. Die sind da, keine Frage. Ob man die Teile alle auswechseln muss, weiß ich nicht so recht. Ich finde, gar so schlimm ist es nicht. Im Fall des Lufteinlaufs war es sogar eine „Verschlimmbesserung“. Das Resinteil von Quickboost ist nicht vollständig hohl und passt nicht gut an den Rumpf. Die Anzahl der Spachteldurchgänge habe ich nicht gezählt. Ich denke, dass man auch ohne Ergänzungen ein schönes Modell bauen kann.
Das Cockpit ist von Haus aus schon sehr gut. Ich habe zwar ein paar Schaltkästen und Leitungen ergänzt, die Teile hinter dem Instrumentenbrett kann man jedoch getrost weglassen. Die sind im eingebauten Zustand fast nicht zu sehen, schon gar nicht bei geschlossener Haube. Anders sieht es bei den Gurten aus: Die sind angegossen. Eigentlich nicht schlimm, sorgfältig bemalt kann das ganz gut aussehen. Allerdings scheinen die Enden der Schultergurte hinter der Sitzschale zu verschwinden, und das sieht nicht gut aus. Deshalb habe ich die aufgeprägten entfernt, und meine Eda-Gurte von HGW kamen zum Einsatz (Eda, weil sie eh’ da waren). Für das Instrumentenbrett verwendete ich die Bausatz-Decals. Mindestens bei geschlossener Haube reicht das völlig.
Die stoffbespannten Ruder sind recht grob dargestellt, das habe ich etwas entschärft. Besonders an den Höhenrudern befinden sich etliche runde Erhebungen, die weder auf Originalfotos noch auf Zeichnungen zu finden sind. Ich habe sie komplett abgeschliffen und die Struktur durch das HGW-Fabric-Covering ersetzt. Bei der Gelegenheit habe ich die seltsamen Trimmklappen neu erstellt.
Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich die Oberfläche nachnieten soll. Bis auf die Tragflächenunterseite ist sonst alles glatt. Auf Originalfotos sieht man nur bei extremen Nahaufnahmen die Andeutung von Nietköpfen. Ja, es belebt die Modelloberfläche, aber was ist näher am Original? Ich habe es mit einem Kompromiss versucht: genietet, aber nicht farblich betont.
Dem Bausatz wird manchmal vorgeworfen, etwas kleinteilig zu sein. Nun ja, Revell hat mehrere Kits der G-Serie im Angebot. Es sind nicht immer komplett neue Teile konstruiert worden, sondern manchmal nur die betroffenen Abschnitte des Rumpfs oder der Tragflächen. Apropos – die Konstruktion der Tragfläche mit dem durchgehenden Holm gefällt mir gut. Der Holm bringt Stabilität und den perfekten Winkel, außerdem ist er Teil des gut gemachten Fahrwerkschachts. Nachteil: Die Tragfläche wird Stück für Stück am Rumpf zusammengebaut. Da alles gut zusammenpasst, ist es nicht wirklich schlimm.