Mi-1, 1/72 WK / MPM

Diskutiere Mi-1, 1/72 WK / MPM im Hubschrauber Forum im Bereich Bauberichte online; Hier mal mein erster Baubericht im Forum. Noch vor der Wende konnte ich mal einen Bausatz eines Mi-1 erwerben. Dieser war von der Firma WK und...

Moderatoren: AE
  1. #1 Monitor, 04.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Hier mal mein erster Baubericht im Forum.

    Noch vor der Wende konnte ich mal einen Bausatz eines Mi-1 erwerben. Dieser war von der Firma WK und in Short-Run-Qualität. Die Oberflächengestaltung war in recht guter Qualität, feine gravierte Linien.
    Später gab es den Bausatz nochmal und zwar von der Firma MPM.
    Die Plastik-Teile der beiden Bausätze sind gleich, unterscheiden sich aber bei den Glasteilen. Im WK-Bausatz sind die Kabine und das untere verglaste Bugteil aus Plast gespritzt, dem MPM-Bausatz liegen Vacu-gezogene Teile bei, die gespritzten fehlen.
    Diese beiden Bausätze dürften auch die einzigen sein, die einen Mi-1 darstellen (den mit der kleinen 'Schnauze'), alle anderen Bausätze von GRAN und AMODEL stellen den Mi-1M dar.

    Ich habe mich entschieden, die gezogene Kabine zu verwenden. Die gespritzte war etwas dick. Die gezogene Kabine von MPM war recht gut gemacht, der Verlauf der Fenster war gut eingepresst, so dass man beim Bemalen eine gute Orientierung hatte. Da die Kabine im Bausatz nur einmal vorhanden war, hat man nur einen Versuch, sie entsprechend auszuschneiden und an den Rumpf anzupassen. Die Kabine wurde dann mit Zwei-Komponentenkleber am Rumpf angebracht, eine recht schwierige Arbeit.

    Für den unteren Bugteil habe ich das gespritzte WK-Plastteil genommen. Einmal, weil die Fenster hier recht klein sind und außerdem muss an dieses Teil später noch das Bugrad angeklebt werden.

    Die Verpachtelung der Nähte zwischen Vacu-Kabine und Rumpf war etwas aufwendig und schwierig. Das lag daran, dass das Vacumaterial recht hart war, der Rumpf war aus recht weichem Material und der Spachtel hat wieder eine andere Härte. Beim Schleifen geht dann manchmal wieder was weg, was eigentlich bleiben sollte.
    Das gleiche Problem hat man nochmal beim Nachgravieren der Seitentüren. Die Gravier-Linien gehen über drei Materialien mit unterschiedlicher Härte.

    Wie auf dem Bild zu sehen, wurden die Fensterstreben vorgrundiert.

    Hier wurden auch schon die beiden Auslässe der Auspuffanlage eingesetzt, ein Röhrchen und eine ausgestanzte Klappe.
     

    Anhänge:

    • pic7.jpg
      Dateigröße:
      28,1 KB
      Aufrufe:
      168
  2. Anzeige

    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Monitor, 04.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Hier sind die Fensterstreben schon mal grün vorgemalt. Ich habe mich entschlossen hier freihand die Farbe aufzubringen und nicht abzukleben. Wie schon gesagt, auf dem Vacu-Teil waren die Fensterlinien sehr gut vorgegeben.

    Da der Bausatz bei mir recht lange gelegen hatte, kam inzwischen der AMODEL-Bausatz auf den Markt. Besonders die Kleinteile sind hier wesentlich besser abgespritzt. So wurden die Heckschraube und das komplette Fahrwerk von AMODEL übernommen.

    Den Treibstofftank hatte ich schon vor Erscheinen des AMODEL-Bausatzes gefertigt. Dazu wurde ein MiG-17-Tank von KP zerschnitten. Das Mittelteil wurde herausgetrennt, Vorder- und Hinterteil zusammengeklebt und verspachtelt. Danach wurden noch dünne Gussäste um den Tank geklebt, um die Halterung darzustellen.

    Der Hecksporn ist von WK, aber sauberer verschliffen.

    Rechts schonmal die vorgefertigte Tragschraube. Im Wesentlichen wurde sie unverändert aus dem Bausatz übernommen, am unteren Teil der Tragschrauben-Nabe wurden aber die diversen Leitungen aus dünnem Draht mit Zweikomponenten-Kleber angebracht.
     

    Anhänge:

    • pic6.jpg
      Dateigröße:
      34,6 KB
      Aufrufe:
      163
  4. #3 Monitor, 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Dann geht's an die Farbgebung. Der Hubschrauber wurde gleich komplett mit dem Unterseiten-Hellblau gespritzt. Der Farbtopf lag schon Jahre, aber irgendwie hat er gut abgedeckt, so dass man das Hellblau gleichzeitig als Grundierung und auch als Endlackierung benutzen konnte.
    Danach wurde die Trennstelle zwischen Grün und Hellblau mit KYOSHO Micron Line Tape abgeklebt und die Stellen die Hellblau bleiben sollen, mit Color-Stop abgedeckt.
     

    Anhänge:

    • pic8.jpg
      Dateigröße:
      36,2 KB
      Aufrufe:
      159
  5. #4 Monitor, 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Hier nochmal das Ganze aus anderer Sicht. Die Kabine war ja schon vorgemalt, deswegen auch hier die Abdeckung mit Color-Stop.
     

    Anhänge:

    • pic9.jpg
      Dateigröße:
      26,2 KB
      Aufrufe:
      160
  6. #5 Monitor, 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Das Hinterteil ist schon mal grün.
     

    Anhänge:

    • pic10.jpg
      Dateigröße:
      28,5 KB
      Aufrufe:
      158
  7. #6 Monitor, 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Jetzt ist fast schon der Erfolg zu sehen.
     

    Anhänge:

    • pic11.jpg
      Dateigröße:
      28,2 KB
      Aufrufe:
      160
  8. #7 Monitor, 04.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Irgendwann muss das Modell ja mal fertig werden.

    Für die rot-weißen Markierungen der Heckschraube wurden die drei Decals aus dem AMODEL-Mausatz verwendet.

    Für die drei Antennedrähte vom Rotorgehäuse zum Antennenmasten und von dort zum Bug wurde erst Repassiergarn verwendet, das war aber so dünn, dass man es fast nicht gesehen hat. Also wurden dann doch gezogene Gußäste verwendet.

    Als Vorlage dienten etliche Fotos aus dem Archiv von sowjetischen Mi-1. Die meisten sind alle in Einheitsgrün. Ich wollte erst einen machen mit einer gelben Nummer, aber da konnte ich keine entsprechenden Decals finden. Mir fiel aber eine recht schlechte XEROX-Kopie in die Hände von einem DOSAAF-Hubschrauber mit der 12. Da habe ich dann etwas gefunden. Der DOSAAF-Schriftzug stammt aus den AMODEL-Decals.

    Die Haupfahrwerksräder wurden noch mit je zwei roten Farbmarkierungen versehen.

    Auf dem Foto fehlen noch die zwei Steigbügel, wie sie an der Hauptfahrwerksstrebe angebracht sind. Diese wurden später noch hinzugefügt. An den Hauptfahrwerkstreben des AMODEL-Bausatzes waren diese ja schon dran, aber falsch. Die Streben waren auf der gleichen Seite, richtig ist aber, dass sie links und rechts der Strebe angebracht sind, damit der Mechaniker entsprechend hochkrabbeln kann.
     

    Anhänge:

    • pic0.jpg
      Dateigröße:
      40,8 KB
      Aufrufe:
      156
  9. #8 Flugi, 04.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2006
    Flugi

    Flugi Alien

    Dabei seit:
    09.07.2001
    Beiträge:
    18.925
    Zustimmungen:
    18.651
    Beruf:
    Ruheständler mit Lizenz
    Ort:
    Thüringen
    Ohhh, bei solchen Aussagen ruft Du natürlich Flugi auf den Plan. :D
    Vor zwei oder drei Jahren hatte ich das gleiche Problem. Die Steigbügel an meinem Amodel.
    Es gibt hinreichend Fotomaterial, wo die Steigbügel nur in Flugrichtung aber auch nach hinten angebracht waren. Auch die wechselseitige Anbringung war weit verbreitet. Das hatte folgenden Grund. Man konnte diese Trittbügel je nach Bedürfnis, wie es dem Mechaniker lieb war, selber montieren. Es mussten nur ein oder zwei Schrauben gelöst werden und man konnte das Dingens in alle Himmelsrichtungen verdrehen. :)

    Trotzdem, schönes Modell! :TOP:
     
  10. #9 Monitor, 04.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Du hast recht. Man sieht, dass Du vor Ort warst. Jetzt habe ich nochmal mein Archiv durchforstet und wirklich ein Foto gefunden, dass die Anbringung der Steigbügel so zeigt.
    Ich hatte mich bis hierhin an die Modellbesprechung in M-HOBBY gehalten, wo dies als Fehler kritisiert wurde. Aber es scheint ja kein Fehler zu sein.
    Hier allerdings ein Mi-1M. Das hat aber keinen Einfluss auf die Anbringung der Steigbügel. Hier sind sie übrigens nach vorn angebracht.
     

    Anhänge:

    • pic2.jpg
      Dateigröße:
      74,4 KB
      Aufrufe:
      151
  11. #10 Monitor, 04.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Hier nochmal ein interessantes Bild, auch hier ein Mi-1M.
    Die Steigbügel an der Hauptfahrwerkstrebe sind versetzt angebracht.
    Gut zu sehen der DOSAAF-Schriftzug.
    Auch modellbauerisch interssant die roten Farbmarkierungen an Bugrad und Hauptfahrwerksrad.
    Auch gut zu erkennen die Leitungen von Rotorkopf zu den Tragschraubenblättern (wozu dienen diese ??).
    Da dies ein Mi-1M ist, ist die Auspuffanlage auch vollkommen anders, als beim Modell des Mi-1.
     

    Anhänge:

    • pic1.jpg
      Dateigröße:
      77,9 KB
      Aufrufe:
      126
  12. Anzeige

    Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  13. Flugi

    Flugi Alien

    Dabei seit:
    09.07.2001
    Beiträge:
    18.925
    Zustimmungen:
    18.651
    Beruf:
    Ruheständler mit Lizenz
    Ort:
    Thüringen
    Die roten Markierungen an den Fahrwerksrädern sind sogenannte Rutschmarkierungen. Ein einfacher roter Farbstrich vom Reifen auf die Felge. Hierbei konnte man schnell erkennen, ob der Reifen auf der Felge verutscht, bzw. verdreht war. Obwohl, ein Abriss des Ventils hätte bei einem Hubi nicht die Auswirkung gahabt, wie bei einem Flächenflieger.
    Die Leitungen an der Tragschraubennabe zu den Blättern waren Kabel zur elektrischen Enteisung der Blätter.
     
  14. #12 Monitor, 04.11.2006
    Monitor

    Monitor Alien

    Dabei seit:
    09.09.2004
    Beiträge:
    8.146
    Zustimmungen:
    2.710
    Ort:
    Potsdam
    Als Bonus nochmal ein stimmungsvolles Foto.
     

    Anhänge:

    • pic3.jpg
      Dateigröße:
      49,8 KB
      Aufrufe:
      90
Moderatoren: AE
Thema:

Mi-1, 1/72 WK / MPM

Die Seite wird geladen...

Mi-1, 1/72 WK / MPM - Ähnliche Themen

  1. 1/72 Mil Mi-10K – Amodel

    1/72 Mil Mi-10K – Amodel: Hallo Freunde der russischen Luftfahrt Technik :TOP: Heute möchte ich euch mal das Modell der Mi-10K von Amodel in 1/72 etwas näher vorstellen....
  2. 1/72 Mil Mi-1 – WKmodels

    1/72 Mil Mi-1 – WKmodels: Als ich mich neulich auf Schnäppchensuche bei ebay befand und Ausschau nach modellbauerisch Verwertbarem hielt, stieß ich auf diesn Kit der Mil...
  3. 1/72 Mil Mi-14 – Luedemann Resin

    1/72 Mil Mi-14 – Luedemann Resin: schon seit längerer Zeit im Gespräch, eine Mi-14 als Ergänzungsbausatz zur Mi-8/17 von Zwesda. Nun liegt dieser Hubschrauber als Komplettbausatz...
  4. 1/72 Mil Mi-8T/Mi-17 – Zwesda

    1/72 Mil Mi-8T/Mi-17 – Zwesda: Mil Mi-8T Seit zwei Jahren angekündigt, und nun endlich angekommen, Zwesdas Mil Mi-8. Die fünf hellgraue Spritzrahmen mit 136 Bauteilen sind...
  5. Mil Mi-17 in 1:35, der auch fliegen kann

    Mil Mi-17 in 1:35, der auch fliegen kann: Die Mil Mi-17 ist die Exportvariante der Mi-8, einem der meist produzierten Hubschrauber der Welt. Mehr als 12000 Maschinen sind produziert....