MiG-15UTI: technische Infos aller Art gesucht

Diskutiere MiG-15UTI: technische Infos aller Art gesucht im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hallo zusammen! Für ein Flugsimulator-Projekt (FlightGear, nicht-kommerziell) suche ich alles an: - Cockpit-Fotos - technischen Unterlagen -...

AndreasZ

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Hallo zusammen!

Für ein Flugsimulator-Projekt (FlightGear, nicht-kommerziell) suche ich alles an:
- Cockpit-Fotos
- technischen Unterlagen
- praktischen Erfahrungen

des Typs MiG-15UTI. Willkommen sind natürlich auch alle anderen Varianten und Lizenzfertigungen, auch die MiG-17 könnte mir in einigen Fragen weiterhelfen.

Die Suche nach Cockpit-Fotos ist unerwartet schwierig!
Mit das Beste bisher waren die Fotos vom ausgebauten Cockpit hier: http://www.flugzeugforum.de/threads/768-MiG151719/page27
Was mich richtig glücklich machen würde, wäre einfach eine Panorama-Serie aus HD-Fotos, von links nach rechts, am liebsten von der polnischen Version. Wer weiß, in welchem Museum man die Haube mal für drei Minuten öffnen kann?

Die Anleitungen, die ich bisher gefunden habe, beschreiben die Flugleistungen der MiG-15, aber ich weiß noch nicht viel über die Bedienung der einzelnen Geräte.
Ich hab "Verhalten in besonderen Fällen" von den NVA-LSK gelesen, und die Fliegerfibel, die es hier http://www.jbg37.de/html/mig-17f_fliegerfibel.html zu sehen gibt. Leider fehlen da die letzten Seiten.

Aktuell interessieren mich die Langsamflugeigenschaften, speziell das Trudeln.
Ich dachte immer, das ein Überziehen der MiG-15 wegen der Trudelgefahr grundsätzlich immer vermieden wurde. Aber hier gibt es den Bericht einer Flugschülerin, die das Abkippen über eine Tragfläche übt: http://www.aopa.org/News-and-Video/All-News/2013/April/4/MiG-15-Flying-the-enemy-fighter . Dort heißt es, dass die MiG nach schräg hinten wegsackt, dabei kaum an Höhe verliert und sich mit Vollschub und leichtem Drücken wieder abfangen lässt.
Stimmt es, dass sich das Trudeln so zuverlässig verhindern lies? War das eher ein Problem der höheren Geschwindigkeiten? Immerhin sind z.B. Gagarin und sein Fluglehrer durch Trudeln ums Leben gekommen und was ein Pfeilflügel bei Strömungsabriss macht ist ja relativ giftig, siehe den "Sabre-Dance"
http://www.youtube.com/watch?v=mZL0x-gEDM8
oder den Startunfall der restaurierten MiG-15UTI
http://www.youtube.com/watch?v=BF55AJgv_mo&list=PL81318E5C7D91D4C4&index=7&pxtry=1
http://www.military.com/video/military-aircraft-operations/aviation-accidents/mig-15-uti-baleset-takeoff-accident/2191640664001/

Ich würd mich freuen über viele Meinungen, Erfahrungen, Dokumente und Fotos! Schönen Tag noch,
AndreasZ
 

AndreasZ

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:) WOW das ging ja schnell! Da sag ich als alter Eifler aber nen "schruhße Merci noh Letzeburesch !" :TOP:
 
Schorsch

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Ich hab so eine Art "technische Beschreibung" mit allerhand Angaben zu Leistungen und technischen Details. Tatsächlich für die Erstellung eines halbwegs realistischen Performance*-Modells sehr brauchbar (es sind etwa sehr detaillierte Triebwerksdaten darin vorhanden), allerdings MiG-17.





---------------------------------
Ein Flugmodell umfasst verschiedene Aspekte:
- das äußere, optische Modell (in der klassischen Flugmechanik ohne Relevanz)
- das Flugeigenschaftsmodell, mit allen schnellen Eigenbewegungen (als Funktion von Alpha und Beta sehr kompliziert und vor allem datenintensiv wenn man es bis auf die Spitze treibt)
- das Flugsteuerungsmodell, mit Dynamik der Stellflächen; speziell bei einem frühen Transoniker erschwert, da Stellgeschwindigkeit Funktion der Fluggeschwindigkeit wird
- das Flugleistungsmodell, also Widerstand, Auftrieb und Triebwerksleistung; wichtig, um etwa eine halbwegs realistische Mission fliegen zu wollen

Klassisch ist die Begeisterung bei FluSi-Progis sehr hoch bei Punkt 1, ein generelle Einsicht über Notwendigkeit gibt es bei Punkt 2, Punkt 3 und 4 werden mit Staunen eventuell zur Kenntnis genommen. Das erklärt die übersichtliche Qualität vieler Flugmodelle.
 

AndreasZ

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Ich hab so eine Art "technische Beschreibung" mit allerhand Angaben zu Leistungen und technischen Details.
Das könnte sowas ähnliches sein wie meine Hauptquelle: "Aircraft / UTI MiG-15 / Description / Book One / Flight Characteristics". Ich glaub für ein aerodynamisches Modell reicht die Info, die da drin steckt.
- das Flugsteuerungsmodell, mit Dynamik der Stellflächen; speziell bei einem frühen Transoniker erschwert, da Stellgeschwindigkeit Funktion der Fluggeschwindigkeit wird
Meinst du, weil die Rudermomente so groß werden, dass die Kraft des Piloten zum begrenzenden Faktor wird?
Das ist schwer zu simulieren, eigentlich bräuchte man einen Joystick mit steuerbarer Gegenkraft. Mein Plan ist, dass der Joystickausschlag nicht den Steuerknüppelausschlag direkt darstellt, sondern die Kraft des Piloten auf den Stick. Ich bin aber nicht sicher, ob sich das spielerisch sinnvoll umsetzen lässt.
 

Flusirainer

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Mein Plan ist, dass der Joystickausschlag nicht den Steuerknüppelausschlag direkt darstellt, sondern die Kraft des Piloten auf den Stick. Ich bin aber nicht sicher, ob sich das spielerisch sinnvoll umsetzen lässt.
Also im MS Flugsimulator konfiguriere ich das immer so, das oberhalb einer bestimmten Geschwindigkeit die Ruderwirkung mit zunehmenden Speed abnimmt. Ob das bei Flightgear möglich ist, weiß ich natürlich nicht.
Und mit dem Trudeln, war es wohl bei der MiG-15 so, das sie bei Kampfkurven mit hohen G-Kräften schnell ins Flachtrudeln geriet, wenn mans übertreibt. Ein Handykap, das dann wohl bei der MiG-17 durch die veränderte Tragflächengeometrie beseitigt wurde.
 
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Also im MS Flugsimulator konfiguriere ich das immer so, das oberhalb einer bestimmten Geschwindigkeit die Ruderwirkung mit zunehmenden Speed abnimmt. Ob das bei Flightgear möglich ist, weiß ich natürlich nicht.
Und mit dem Trudeln, war es wohl bei der MiG-15 so, das sie bei Kampfkurven mit hohen G-Kräften schnell ins Flachtrudeln geriet, wenn mans übertreibt. Ein Handykap, das dann wohl bei der MiG-17 durch die veränderte Tragflächengeometrie beseitigt wurde.
Die MiG-15 war prinzipiell noch subsonisch, und hatte daher allerhand Ärger oberhalb M.85.
Die MiG-17 hat dünneres Profil und einige Anpassungen, so dass sie auch jenseits dieser Machzahl noch steuerbar bar.
Trudeln kann man eigentlich kaum simulieren, würde das auch eher als Folge eines einseitigen Strömungsabriss bei asymmetrische Anströmung & Flug sehen. Zu deutsch: zu doll gezogen in der Kurve.

Das könnte sowas ähnliches sein wie meine Hauptquelle: "Aircraft / UTI MiG-15 / Description / Book One / Flight Characteristics". Ich glaub für ein aerodynamisches Modell reicht die Info, die da drin steckt.
Lade sonst mal eine Grafik daraus hoch, dann kann ich kurz sagen ob es das gleiche ist.

Meinst du, weil die Rudermomente so groß werden, dass die Kraft des Piloten zum begrenzenden Faktor wird?
Das ist schwer zu simulieren, eigentlich bräuchte man einen Joystick mit steuerbarer Gegenkraft. Mein Plan ist, dass der Joystickausschlag nicht den Steuerknüppelausschlag direkt darstellt, sondern die Kraft des Piloten auf den Stick. Ich bin aber nicht sicher, ob sich das spielerisch sinnvoll umsetzen lässt.
Ja, genau. Und es lässt sich schwer simulieren, dies als abnehmende Ruderwirkung zu simulieren ist sinnvoll. Ein weiterer Effekt ist die abnehmende Ruderwirksamkeit durch Kompressibilität.
 
Toryu

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@AndeasZ
falls noch Fotos der UTI benötigt werden, hier ein paar die ich heute gemacht habe, polnische Lizenzfertigung. Kann jederzeit an die Maschine ran. Der Aufbau auf dem Instr.Brett war ein hiesiger Anbau, zur Aufnahme vonFunk/Radiogeräten, ansonsten original.

 
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AndreasZ

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@F4-Phan: Vielen Dank, Traumhaft!
Besonders interessant ist für mich der Bereich zwischen den beiden Cockpits, weil ich für das 3D-Modell eine MiG-15bis zur UTI umbauen will. Sehr schön zu sehen sind auch die verschiedenen Leitungen im Hintergrund.
 
Thema:

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