MiG-21 Ausbildung

Diskutiere MiG-21 Ausbildung im NVA-LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Wohl von allem etwas. Der Mangel selbst entstand besonders dadurch, weil seit Aufstellung des Geschwaders 1958 in Bautzen nicht kontinuierlich...
rak

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Warum haben die auf die Umschulung verzichtet, aus Altersgründen, weil sie kurz vor dem ausscheiden waren?
Wohl von allem etwas.
Der Mangel selbst entstand besonders dadurch, weil seit Aufstellung des Geschwaders 1958 in Bautzen nicht kontinuierlich jüngeres Personal eingebaut wurde.
Tatsächlich kam bis zu diesem Zeitpunkt der "Fluglehrernachwuchs" vor allem aus den Jagdfliegergeschwadern (Ausnahmen gab's natürlich auch damals schon). Das wiederum waren oft auch nicht mehr die Jüngsten.

Schau Dir das Bild 992 im Fag-25-Thread von 1965 an. Du wirst beim damaligen Stammpersonal wenig Altersunterschiede feststellen. Und nun denke 10 Jahre weiter :-)

Nun abba wieder zurück zur Ausbildung auf MiG-21 :TOP:

Gruß Keili
 
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Hani-JG8

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Schade, dass sich hier kein Fluglehrer aus dem JAG / FAG-15 äußert. Mich wollte man auch erst in Rothenburg behalten, aber ich konnte mich mit einer überzeugenden Argumentation der ganzen Sache entziehen und wurde ins JG-8 versetzt.
Gibt es eigentlich ein Forum an dem die "Rothenburger" teilnehmen oder diesen führen?
Was ist aus damals Mj. Funke, Oltn. Scheibel und den anderen geworden?
Wer kann Infos preisgeben?
Gruß,
Hani
 
Naphets

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wo die Sonne aufgeht
@Freund
Fantastische MIG-21 Bilder, die du heute im FF zeigst.
Interessant am Bild der 238, daß von den Piloten GScha-6 sowie GScha-4 (!) getragen werden.
 
Cirrus

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@Freund
Fantastische MIG-21 Bilder, die du heute im FF zeigst.
Interessant am Bild der 238, daß von den Piloten GScha-6 sowie GScha-4 (!) getragen werden.
Da die MiG-21US schon die Sauerstoffanlage KKO-5 hatte, konnte auf diesen Maschinen grundsätzlich der GScha-6 getragen werden. WIMRE hatten die OS im JAG-15 nur den GScha-4 erhalten. Insofern kein unmögliches Foto. GScha-6 bekamen die OS damals erst als Leutnant in den Geschwadern.
Bei den MiG-21U mit der KKO-3 durfte der GScha-6 nicht verwendet werden, da dort der Luftaustausch im Helm nicht gewährleistet war.
 
Ernst Dietikon

Ernst Dietikon

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CH Dietikon
UM, R, bis, bis ganz wenig... leider und auf 23 wollte ich nicht umsteigen...
Entschuldige die total Laienhafte Frage: Warum wolltest Du auf nicht auf 23 umsteigen? Konnte man da wählen? Wurde da nicht einfach befohlen?

Gruss
Ernst
 
Cirrus

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Alien
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Als ich in Rothenburg war (1982-83) wurde zu uns ein OS (Offiziersschüler) zum Abschluss seiner Ausbildung zuversetzt (Spitzname: Anatol).
Er hatte im großen Land nach der Ausbildung auf L-29, MiG-21bis auf die MiG-23 umgeschult und bei der Landung das BFW (Bugfahrwerk) einer MiG-23 abgebrochen. Die russischen Ausbilder wollten ihn danach nicht mehr zur fliegerischen Ausbildung auf der MiG-23 zulassen.
Da er aber offensichtlich auf der MiG-21 keine größeren Probleme hatte, wollte man in der DDR diese "wertvolle personelle Ressource" (in die ja nun schon genügend Geld geflossen war) nicht ungenutzt lassen und so wurde er in Rothenburg auf MiG-21 rückgeschult und beendete seine Ausbildung 1983 mit unserem Lehrgang.
 
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WIMRE absolvierten die Flugschüler eines deutschen Lehrgangs in der SU vor Umschulung auf die MiG-23 in Rothenburg je einen Flug auf MiG-21US mit Fluglehrer aus Rothenburg. Hintergrund soll wohl gewesen sein, dass man sich einen Überberblick über die Qualifikation der LFF und damit über die Qualität der Ausbildung in der SU verschaffen wollte...
 
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Da 1982 der Vorgängerlehrgang so einige Verzögerungen in der fliegerischen Ausbildung hatte, wurde für unseren Lehrgang entschieden, die vierte Theorieperiode gleich noch an die dritte Theorieperiode in Bautzen anzuhängen.
So fand mein erster Flug auf der MiG-21U am 05.05.1982 in Rothenburg statt. Der erste Alleinflug wurde auf dem Doppelsitzer durchgeführt (übrigens das einzige Mal, dass die MiG-21 Doppelsitzer einsitzig geflogen wurden). Dieser Flug war am 15.06.1982 in Rothenburg. Der Grund war, dass man den ersten Alleinflug in der "vertrauten" Kabine des Doppelsitzers machen sollte. Am gleichen Tag erfolgten noch zwei weitere Flüge auf der MiG-21PFM(SPS).

Gratulation nach dem ersten Alleinflug auf der MiG-21U 289 durch den damaligen Kommandeur des JAG-15 OSL Langener, meinem Fluglehrer H Stahnke, dem Wart und den Kettentechniker:
 
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Unsere fliegerische Abschlußprüfung fand am 24.06.1983 statt. Wir flogen von Dresden aus, da in Rothenburg die SLB ausgebessert wurde.
Die Prüfung bestand aus zwei Flügen:
Übung 290 Prüfungsflug Zone höherer Kunstflug und
Übung 292 Prüfungsflug Abfangen im Unterschallbereich

Der erste Flug war der spannendere: er fand auf dem Doppelsitzer statt und zwar mit dem Geschwaderkommandeur des Verbandes, zu dem man nach Abschluss der OHS versetzt werden sollte. Bei mir war das der OSL Reuschel vom JG-3. Dieser konnte so schon einen ersten Eindruck über die Leistungen seiner zukünftigen Piloten erhalten und man selbst wollte ja bei seinem zukünftigen Chef ein gutes Bild abgeben...
Der Abfangflug fand auf der MiG-21PFM(SPS) statt. WIMRE wurde da der Zielfilm beurteilt.

Am Abend fand dann mit den Fluglehrern und Geschwaderkommandeueren ein großes Besäufnis statt...
 
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Klaus04

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Unsere fliegerische Abschlußprüfung fand am 24.06.1983 statt. Wir flogen von Dresden aus, da in Rothenburg die SLB ausgebessert wurde.

Kann mich gut dran erinnern, ich war zu der Zeit in der KRG der TS-24. Unsere schöne Ruhe war beendet.

Gab es da nicht auch ein "Vorkommnis", bei einer MiG-21 von Euch knickte das Bugfahrwerk auf der SLB ein????
 
Cirrus

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Kann mich gut dran erinnern, ich war zu der Zeit in der KRG der TS-24. Unsere schöne Ruhe war beendet.

Gab es da nicht auch ein "Vorkommnis", bei einer MiG-21 von Euch knickte das Bugfahrwerk auf der SLB ein????
Nein, nicht das BFW. OS K. von unserem Lehrgang rollte in Dresden mit einer MiG-21PFM(SPS) auf die RWY 22 und stellte versehentlich den Fahrwerkhebel auf "Einfahren". Da die MiG-21 keinen Bodensicherheitsschalter (so wie z. B. die L-39) hatte, ruckten die Hydraulikzylinder auch sofort an. Er bemerkte sofort seine Fehlhandlung und stellte den Fahrwerkhebel gleich wieder auf "Ausfahren". Er brach aufgrund dieser Fehlbedienung den geplanten Flug ab und rollte über den TWY HOTEL zurück an die VSL. Sein Funkspruch "Kann ich glei off die "Hoddel" noff" führte zu allgemeiner Heiterkeit.
Ob die Technik damals nur eine Sichtkontrolle gemacht hatte oder das Flugzeug auch aufgebockt und das Fahrwerk gefahren hatte, weiß ich nicht mehr.

Auf jeden fall hatte ich das Pech, als nächster Pilot die Maschine zu bekommen. Auf dem Weg zum Start zog das Flugzeug leicht nach links, was aber bei Seitenwind oder leicht schrägem Rollweg schon mal vorkam.
Start und Flug waren ohne Besonderheiten. Doch nach der Landung zog das Flugzeug sehr stark nach links und ich hatte große Mühe, die Maschine auf der SLB zu halten. Da die MiG-21 keine Bugradsteuerung hatte, musste das mit dem Bremsen des rechten Hauptfahrwerkes bewerkstelligt werden. Die Bewegung auf der SLB war wie ein links gekrümmtes Kreisbogensegment, welches zum Glück auf einem TWY endete. Da ein Weiterrollen ohne Verlassen des Rollweges auf Grass nicht möglich war (das "nach links Ziehen" verstärkte sich immer mehr) meldete ich das Ganze und stellte das Triebwerk ab.
Aufgeregt und wild gestikulierend näherten sich eine Gruppe von Technikern. Anfangs meinte ich Unverständnis herauslesen zu können. Als sie sich jedoch dem Flugzeug näherten, ebbte das Gestikulieren ab und die Gesichter wurden etwas blass. Aus der Felge des linken Rades kamen korkenzieherartige Späne in allen Anlassfarben heraus!

Wie sich später herausstellte, hatte man übersehen, dass der Arbeitszylinder des linken HFW bei der Aktion von OS K. etwa 2 cm gefahren war und damit das Rad auf der Achse etwas verkeilt hatte...
Da die FWD ja gleich nebenan war, war schnell ein neues HFW an der Maschine. Es gab das Gerücht, dass jemand von der FWD gesagt haben soll: "das schreiben wir bei den Syrern mit auf die Rechnung". Der Wahrheitsgehalt lässt sich wohl nicht mehr nachprüfen.
 

edge

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Unsere fliegerische Abschlußprüfung fand am 24.06.1983 statt. Wir flogen von Dresden aus, da in Rothenburg die SLB ausgebessert wurde.
Die Prüfung bestand aus zwei Flügen:
Übung 290 Prüfungsflug Zone höherer Kunstflug und
Übung 292 Prüfungsflug Abfangen im Unterschallbereich
War das die fliegerische Hauptprüfung zum Abschluss der OHS oder nur der letzte Flugtag im JAG?
 
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HorizontalRain

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War das die fliegerische Hauptprüfung zum Abschluss der OHS oder nur der letzte Flugtag im JAG?
Vermutlich eher nicht, denn womit sollten die "Ossen" sich dann noch bis zur Ernennung (im August) die Zeit vertrieben haben?
Meine Prüfungsflüge fanden 1980 deutlich näher am Datum der Ernennung statt und trotzdem hatte ich noch 6 Flüge nach der Prüfung.

Aber Udo, wird Dir bestimmt noch explizit antworten, schätze ich!

HR
 

edge

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Tschuldigung, mich verwirrte der Begriff Abschlussprüfung. Die Fliegerische Hauptprüfung mit einer bunten Truppe von Prüfern aus Kommando und Geschwadern, ist mir dagegen bekannt.
 
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Cirrus

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War das die fliegerische Hauptprüfung zum Abschluss der OHS oder nur der letzte Flugtag im JAG?
Das war beides: die fliegerische Hauptprüfung und gleichzeitig der letzte Flugtag im JAG-15.

Bis zur Ernennung verlegte unser Lehrgang zurück nach Rothenburg.
Wir hatten da noch Unterricht, wahrscheinlich irgendwelches Politgedöns.
Außer uns war nur noch eine kleine Wachmannschaft in Rothenburg, der Rest (Techniker, Fluglehrer und der nachfolgende OS-Lehrgang) war ja noch in Dresden.

Es war eine schöne Sommerzeit, 50% waren regulär im Ausgang, die andere Hälfte underes Lehrganges hatte eine "Gemeinschaftsmassnahme" und war ebenfalls am Baggersee oder in Görlitz.
Zum Unterricht mussten wir da sein, ansonsten interessierte es keinen was wir den Rest der Zeit so machten.

Da der Unterricht stinklangweilig war, haben wir zwei Fliegen mit einem Haar an jeweils einem Bein zusammengebunden und durch den Klassenraum fliegen lassen. Das sah urkomisch aus. Zum Glück verjährt. Heutzutage bekommt man wahrscheinlich eine Anzeige irgendeiner Tierschutzorganisation...

Mein nächster Flug nach den Prüfungsflügen war dann am 22.09.1983 im JG-3.
 
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edge

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Danke für die Erläuterung, da habt ihr aber noch viel Zeit bis zur Ernennung gehabt. So ergibt das natürlich auch mit dem frühen Abschiedsbesäufnis seinen Sinn.
 
Cirrus

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Danke für die Erläuterung, da habt ihr aber noch viel Zeit bis zur Ernennung gehabt. So ergibt das natürlich auch mit dem frühen Abschiedsbesäufnis seinen Sinn.
Das Prasdnik fand nur mit Fluglehrern und den Geschwaderkommandeuren statt. OS waren dort nicht dabei.
 
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