MiG-21 Motorbuchverlag

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Xena hat zwar die Latte bezüglich einer Wortmeldung in diesem Thread ganz schön hoch gehängt:



Ich sach' ma' "dropsdem" was dazu.

Keine Ahnung, ob das Buch neue Erkenntnisse mitteilt, es dürfte auch schwierig sein, den Kenntnistand so vieler Mitleser zu überblicken, bzw. habe ich ich nicht die Zeit, mit allen bekannten oder wichtigen Büchern zum Thema zu vergleichen. Aber ich möchte dennoch Holger Müller meinen Dank für dieses Buch aussprechen. Inhaltlich ist es sauber strukturiert. Man kann es in einem Rutsch durchlesen, aber auch als Nachschlagewerk bei speziellen Fragestellungen verwenden. Die angelesenen Kapitel bestätigen Flugis Aussage, hier schreibt jemand vom Fach. Angesicht der Berücksichtigung von Bildrechten Dritter ist auch eine stattliche Bilderauswahl zustande gekommen. Als zu dunkel ist mir nur ein Bild aufgefallen, alle anderen sind in Ordnung bzw. sehr gut. Für mich sehr wichtig - das Bild auf Seite 180 oben MiG-21M von der TAFS mit Aufklärungsbehälter CLA-87/III :HOT:(Was für ein Monster!).

Spätestens beim Lesen des Vorwortes hat mich das Buch dann endgültig "abgeholt". Ich habe mich sofort wiedergefunden, denn mir ging es ganz genauso. Bis vor vielen Jahren .. gähn .. schon wieder MiG-21. Und ab einem Schlüsselerlebnis konnte es dann gar nicht mehr genug davon sein. Bei mir war es das Erscheinen der F-13 von Revell, hier fertig.
Na das geht doch runter wie Öl :). Und wenn mein Buch Inspiration für noch ein paar schöne Modelle auf dem Niveau des verlinkten bieten sollte, würde mich das doppelt freuen.
 
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Ich habe da mal bitte eine Frage an den Autor.
Gab es den SARPP-12, oder was ähnliches auch schon bei den MiG´s der 1. und 2. Genaration schon?
Ich kann mich nicht erinnern, das da stänig am Leitwerk geschraubt wurde, um an das Dingens zu kommen. Irgendwie, hat mich da mein Gedächtnis nach 38 Jahren verlassen. :blush2:
Das ist eine der einfachen Fragen, die sich nicht so leicht beantworten lassen, zumal, wenn man selbst "nur" an MiG-21 der dritten und vierten Generation gearbeitet hat. Der SARPP-12 ist - so läßt es sich aus diversen Quellen herauslesen und so steht es auch im Buch - im Verlauf der Produktion der MiG-21R Serienstandard geworden. Zudem gab es wohl auch Nachrüstungen - so im Falle der MiG-21PFM. Ein Flugdatenschreiber für die erste und zweite Generation ist mir nicht bekannt. Das muß aber durchaus nicht heißen, daß nicht doch bei irgendeiner Version einen gab. Wenn mir eines bei meien Recherchen klargeworden ist, dann daß das Thema MiG-21 noch viele Überraschungen bereithalten wird ...
 
Flugi

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....
Der SARPP-12 ist - so läßt es sich aus diversen Quellen herauslesen und so steht es auch im Buch - im Verlauf der Produktion der MiG-21R Serienstandard geworden. Zudem gab es wohl auch Nachrüstungen - so im Falle der MiG-21PFM. Ein Flugdatenschreiber für die erste und zweite Generation ist mir nicht bekannt. Das muß aber durchaus nicht heißen, daß nicht doch bei irgendeiner Version einen gab. Wenn mir eines bei meien Recherchen klargeworden ist, dann daß das Thema MiG-21 noch viele Überraschungen bereithalten wird ...
Gut, ja, das sehe ich auch so.
Man hätte diesen Sachverhalt im Buch unter der Überschrift "Flugdatenschreiber" (S.91) so in etwa noch einmal erwähnen können.
Also ich bin mir jetzt sicher, das es diesen Datenschreiber an der SPS und SPS/K damals noch nicht gegeben hat. Ob der zu DDR-Zeiten noch zur Nachrüstung kam, das enzieht sich auch meiner Kenntnis. Ich denke, das wäre auch recht aufwändig gewesen. Es reicht ja nicht, das "Kästchen" einzubauen, es müssten ja auch die Sensoren und zu Zuleitungen platziert werden.
 
DDA

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Ich bin sicher, daß es weder in der F-13 noch in der PF ein SARPP-12 serienmäßig eingebaut war. Aber irgendwie geistert mir ein anderer, einfacherer Flugdatenschreiber im Hinterkopf herum, da bin ich mir aber einfach nicht sicher.

Axel
 
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Man hätte diesen Sachverhalt im Buch unter der Überschrift "Flugdatenschreiber" (S.91) so in etwa noch einmal erwähnen können.
Hätte man. Zum einen bin ich aber nicht Jefim G., der seitenlang über Möglichkeiten oder Einzelfälle schwabuliert, zum anderen mußte ich - um mal die Zwänge eines Autors zu verdeutlichen - mein Manuskript von 650.000 Zeichen auf gut 400.000 kürzen, damit es überhaupt zwischen die Buchdeckel paßte. Und deshalb steht im letzten Absatz des Vorworts:

"Das Thema MiG-21 ist angesichts von Produktionsdauer und
-menge, Versionsvielfalt und Verbreitung nahezu unerschöpflich.
Um den Rahmen dieser Darstellung nicht zu sprengen, wird deshalb
nur das erwähnt, was in nennenswertem Umfang Realität
wurde und hinreichend dokumentiert ist."

Außerdem brauche ich noch Stoff für die "MiG-21-Bibel", die ich dereinst als Rentner schreiben werde und die dann mindestens 1000 Seiten hat ...:)
 
Flugi

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Da es dem Autor hier nicht ansteht, sein Buch selbst zu besprechen, habe ich mich mal aufgerafft, für den einen oder anderen, ungeduldigen User hier, meine ganz persönlichen Emfindungen zum Buch niederzuschreiben. Ich weiß, das ich das nicht gedankt bekomme und ich muss dazu sagen, ich kenne den Autor persönlich nicht.

Holger Müller
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224 Seiten, 228 Farbfotos, 8 s/w, 7 Zeichnungen

Was eigentlich als Fortsetzungsreihe in der Flieger Revue X geplant war, ist nun ein stattliches Buch mit 224 Seiten geworden.
Das kann man letztlich nur begrüßen, wäre doch die Verteilung auf mehrere Hefte nur Stückwerk geblieben.
Aber jetzt, - das erste kompakte, deutschsprachige Buch zur MiG-21. War das jetzt eine Marktlücke?
Ich glaube für den deutschsprachigen Raum, schon. Noch weiter gedacht oder besser gesponnen, so ein Buch vor 30 Jahren wäre glatt als Lehrbuch vom Kommando der LSK vereinnahmt worden. Aber damals war ein Holger Müller noch nicht so weit. Er musste erst einmal selber Hand anlegen, als Techniker für Triebwerk/Zelle an einer, seiner MiG-21. Erst hier wurde sein Interesse für die Technikgeschichte geweckt. Ein Interesse, das bis heute geblieben ist, sich in seiner Internetseite zum Thema manifestiert und in der letzten Konsequenz einfach ein Buch werden musste.

Auch wenn man englischsprachige oder russische Literatur zur MiG-21 Geschichte ließt, die in den letzten 20 Jahren, mit zum Teil umstrittenen Autoren, wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, ließt man in vielen Textpassagen, oder nur mit einem Wort, den Techniker und die Liebe zum technischen Detail heraus.
Das Buch ist sauber strukturiert. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis und man findet was man sucht. Ob man das dann auch im Text wiederfindet, steht auf einem anderen Blatt.
Beginnend mit der Entwicklungsgeschichte, die Suche nach dem richtigen Flügel, die Technik im Detail, bis zum Einsatz an der vordersten Linie im Kalten Krieg. Der Autor zieht hier einen Bogen, hat die technischen Dinge sehr schön erklärt, ohne sich jetzt an der letzten Schraube zu verzetteln. Das Buch ist keine Wartungsvorschrift und es ist auch kein Buch, für Zahlensammler, wo endlose Werksnummern und der Verbleib von Flugzeugen dokumentiert ist.

Aufgrund der prägnanten Schreibweise, hier schreibt der Autor selbst, vom Zwang sein Manuskript von 650.000 Zeichen auf gut 400.000 zu kürzen, sind dann wohl auch ein paar Details nicht genannt worden. Diesen Zwang auf das Wesendliche, finde ich an vielen Stellen im Buch wieder.
Ich hätte gern auf Seite 94 noch etwas über die Systematik der Ausschussfolge der Sitze, bei den U-Typen gelesen.
Zu Irritationen kann es kommen, wenn, siehe Flugdatenschreiber, die Informationen dort sucht, wo man sie vermutet. Diese Feinheiten muss man bei den einzelnen Serienvarianten heraus lesen.
Stichwort Serienvarianten. Erstmalig werden für den deutschsprechenden Leser auch die Serienversionen mit ihren unterschiedlichen Ausstattungen, trotz gleicher oder analoger Zelle, genau aufgeschlüsselt und deren Besonderheiten erklärt. Hierbei geht es nicht ohne die obligatorischen Erzeugnisnummern ab. In so fern, ein exzellentes Nachschlagwerk, um der Variantenvielfalt über vier MiG-21 Generationen auf die Schliche zu kommen.
Es werden weiter die Triebwerke, die Ausrüstung und die Bewaffnung beschrieben. Auf Seite 101 wird erklärt, warum die RS-2US ihre Schubdüsen an der Seite hat. Ein warum, wäre auch nicht schlecht gewesen. Weil sich da hinten die Empfängerantenne für den Leitstrahl befindet, also musste man den Gasstrahl seitlich ausleiten. Der Autor weiß das, aber nur ein paar Worte mehr und alles wäre erläutert.
Das alles wird mit aussagekräftigen, meist farbigen Fotos unterlegt. Das ein paar Bilder aus der nichtdigitalen Fotoära etwas dunkel erscheinen, mag subjektiv erscheinen, muss man akzeptieren. Zu der einen, sehr schöne Risszeichnung einer MiG-21MF, hier ist vor allem der Modellbauer begeistert, hätte ich mir noch vergleichbare Risse der anderen MiG-21 Varianten gewünscht, zumal der unvorbereitete Leser hier die Unterschiede besser vergleichen kann als auf dem umfangreichen Bildmaterial.

Nach dem Umbruch 1990 standen viele MiG-21 Betreiber vor der Frage, Verschrotten oder Modernisieren. Dabei sind einige Untervarianten der 21 entstanden, an der die sowjetisch/russischen Hersteller nur noch einen geringen Anteil hatten. Auch hier hat der Autor fleißig Recherche betrieben und beschreibt Umrüstungsvarianten aus Rumänien, Indien, Israel und Tschechien sehr detailliert.
Einen überschaubaren Einblick erhält der Leser dann auch noch über die ganze Systematik der MiG-21 in China und deren ansehnliche Produktpalette. Alles von Anfang an, chinesische Kopien, Eigenentwicklungen, sauber der Reihe nach, übersichtlich, gut.
Das abschließende Thema Kalter Krieg wird auch einen breiten Leserkreis unter den vielen ehemaligen Angehörigen der Luftstreitkräfte der NVA ansprechen. In den 28 Jahren, in denen die MiG-21 zum Standardjagdflugzeug gehörte, hatten viele, in den unterschiedlichsten Tätigkeiten, ob Pilot oder Techniker ihre eigenen Erlebnisse und Berührung mit diesem Flugzeug. Ich nehme mich da nicht aus. 12 Seiten widmet der Autor dem Einsatz bei der NVA. Neben den sowjetischen Fliegerkräften und den allgemein bekannten MiG-21 Betreibern, werden auch die von Finnland , Albanien und Jugoslawien erklärt.

Man muss davon ausgehen, das immer noch nicht alle technischen Finessen der MiG-21 bis ins letzte Detail enträtselt sind. Die Ursache liegt aber auf der Hand und sind in den hohen Stückzahlen, der langen Produktionsdauer, den unterschiedlichen Produktionsstätten und den vielen Wartungsbetrieben zu finden, die Änderungen nicht immer gleich dokumentiert haben. Auf solche Dinge weist der Autor hin und lässt auch mal Fragen offen, die noch einer Klärung bedürfen.
Also nicht das ultimative Buch zur MiG-21. Aber ich denke, das war auch nicht der Anspruch des Autors. Was dabei herausgekommen ist, ist eine Liebeserklärung an ein Flugzeug, das seit fast 60 Jahren, heute immer noch seine Kondensstreifen am Himmel zieht, ein Buch, das man auch nach dem Lesen immer mal wieder zur Hand nehmen wird.

Bernhard Pethe
 
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Rhönlerche

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Interessante Zusammenfassung. Vielen Dank.
Sowas finde ich viel besser, als, wie bei manchen anderen Büchern hier, nichtssagende Werbe-Klappentexte reinzustellen, was andere hier gemacht haben.
 
Andruscha

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Interessante Zusammenfassung. Vielen Dank.
Sowas finde ich viel besser, als, wie bei manchen anderen Büchern hier, nichtssagende Werbe-Klappentexte reinzustellen, was andere hier gemacht haben.
Du hast es auf den Punkt gebracht. Und , wie gewohnt, eine sehr faire Sprache. Bloss das mit den Pilsen und Pilzen kann in gutgläubigen Teilen der Bevölkerung zu Verwirrung anstiften.
 
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atlantic

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Danke Flugi.:TOP:

durch dich weiss ich jetzt, das sich der Kauf des Buches doch lohnen wird.:wink:
 
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Ich weiß, das ich das nicht gedankt bekomme und ich muss dazu sagen, ich kenne den Autor persönlich nicht.
Daß wir uns persönlich (noch) nicht kennen, kann ich bestätigen, die Sache mit dem ausbleibenden Dank nicht :). Auf Grund Deiner Rezension weiß ich jetzt, daß ich mein Ziel erreicht habe, ein Buch zu schreiben, das man gern in die Hand nimmt. Dafür danke ich Dir.
 

Xena

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Da es dem Autor hier nicht ansteht, sein Buch selbst zu besprechen, habe ich mich mal aufgerafft, für den einen oder anderen, ungeduldigen User hier, meine ganz persönlichen Emfindungen zum Buch niederzuschreiben.
Na, das ist doch mal eine gelungene Rezension. :TOP:
 
Augsburg Eagle

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Ich habe es mir heute im Buchladen angeschaut und beschlossen, dass sich der Kauf definitiv lohnt.

Vielleicht blicke ich jetzt evtl. mal bei den MiG-21 Versionen durch :!:
 
RindVieh

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Mein Exemplar wurde verspätet durch amazon geliefert. Aber da ich Moment sowieso keine Zeit habe macht dies nichts.

Beim ersten Durchblättern sieht alles sehr hochwertig und liebevoll gestaltet aus.

Ich denke mit diesem Buch habe ich nichts falsch gemacht und freue mich auf's Lesen :loyal:
 
DDA

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Da es dem Autor hier nicht ansteht, sein Buch selbst zu besprechen, habe ich mich mal aufgerafft, für den einen oder anderen, ungeduldigen User hier, meine ganz persönlichen Emfindungen zum Buch niederzuschreiben. Ich weiß, das ich das nicht gedankt bekomme und ich muss dazu sagen, ich kenne den Autor persönlich nicht.
...

Nun, ich tue es trotzdem und danke Dir ganz herzlich für die Zusammenfassung. Sie bestätigt mich in meinem Wunsche, das Buch in meine Sammlung mit aufnehmen zu wollen.

Axel
 
-dako-

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Da ich zwar 4 Eduard Mig-21 hier liegen habe mit der Aussicht sie beizeiten zu bauen, aber bisher nur Squadrons Mig-21 Heft hatte, hab ich auch mal zugegriffen. Inwiefern in dem Band "neues" Wissen auftaucht im Vergleich zu dem was bisher am Markt war, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall liefert es aber einen angenehm zugänglichen Überblick zu allen Mig-21 Varianten und gefällt auch von der Aufmachung und Bildqualität sehr. Alles in Allem ein guter Kauf.
 
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