Modellbauausstellung des JFR Team Neufgrange am 09. und 10. mai 2026 in Neufgrange (Frankreich)

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Norboo

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Der Modellbauer an diesem Tisch hat seine beruflichen Erlebnisse im Modell umgesetzt. Wie sich herausstellte, war er Flugkapitän, was ich aufgrund seiner jetzigen Körperfülle nicht vermutet hätte. Aber wer ohne Kalorienüberschuss ist, werfe den ersten Stein....
Erst auf Nachfrage wies er auf ein interessantes Detail seines Modells hin: Kleine rote Flecken am Rumpf. Was hatte es damit auf sich? Auf einem Hilfsflug in den Südsudan hat ein Priester sein Flugzeug mit dem Blut einer frisch geschlachteten Ziege. in das er seine Hände getaucht hatte, gesegnet. Wer genau hinschaut, kann die Spuren erkennen. Manchmal kommen im Gespräch solche Geschichten und Details zutage.
Auch die anderen Modelle zeigen Flugzeuge, die unser Modellbauer mal geflogen hatte:

 
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Ja, Serge Texier hat wirklich viel zu erzählen - und er tut das auch gern. Die Eindrücke der Region wie auch aus der Fliegerei für alle möglichen Unternehmen in Nordafrika und "outre mers" scheinen zu allen Zeiten sehr einprägsam zu wirken, was man ja auch in 1001 Nacht erkennen kann. Dazu noch eine Prise "Leichtigkeit des Seins" à la Gregor von Rezzori - das ist Serge.

Man könnte meinen , dass in den Vogesen auch starke Träume zu Hause sind: dies Diorama stand bei MMC, also dem Modellbauclub von Mirecourt. Der Name klingt so ein wenig nach wunderbarem oder geheimnisvollem Hof oder Platz. Naja, das Dio beantwortet alle Fragen. Oder stellt sie?



Derweil ging es sonst hier ziemlich realistisch zu: ein gut recherchiertes Dio mit den für die Buschflieger Kanada's typischen Niederdruckreifen. Das alles in 48!



Noch ein Dio bei MMC: eine Wellington, 1941 auf Malta. Die hatten auch wegen der in Sizilien stationierten Me 109 günstigstenfalls nur aufregende Einsätz zu bestehen. Das Dio ist auch in 72.



Sich auch aufregend muß der Betrieb der Hafner Rotachute gewesen sein. So waren die Startvorbereitungen!



Der MMC Stand hatte eine enorme Bandbreite: ich lasse jetzt mal das militärische Schwermetall beiseite und zeige ein ziviles Beispiel: nette Vignette!



Nebenan bei M545 war noch mit der Bemerkung "in Arbeit" diese eindrucksvolle Szene zu sehen: eine Spitfire lenkt eine V1 durch Flügelkontakt vom Kurs ab. Das ist jetzt in 72, die Herren Bertrand Delclaux und Philippe Dosne zeichnen dafür verantwortlich.

 
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Es gibt Modellbauer. die können einfach kein Modell nur aus der Schachtel bauen. JFR-Teammitglied Jean-Yves gehört dazu. Er muss einfach Klappen öffnen und das Innenleben darstellen und das sehr sehenswert! Alles in 1:48 oder bei Hellerbausätzen 1:50.

 
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Wer sauber gebaute 48er Flieger sehen will, dem bietet M54S schon gute Beispiele. Da Stand die Bristol Blenheim Mk.1F, kein klarer Hinweis auf den Erbauer (ich tippe mal auf Kowalski) und gar nichts zum Kithersteller.



Das völlig eingestrakte Cockpit hat mich schon immer fasziniert und hier sind etliche Details deutlich erkennbar. Sicher ein toller Bausatz, aber der will auch so gebaut sein!



Daneben die tragische Douglas Devastator TBD-1, wohl vom gleichen Modellbauer.



Auch hier peinlichst sauber gebautes Cockpit! Auch die Gravuren überzeugen mich, besonders auch die ganz zarte Alterung.



Deutlich auch zu sehen auf der Fläche, da ist kein Schmutz, wo er nicht hingehört, und wenn, dann authentisch verteilt.



Der Modellbauclub von Ostheim zeigt eine Northrop N1-M, wohl auch in 48, in der "gestreckten" Bauweise. Bei dem Flieger konnten die Flächen ja in unterschiedlicher V-Stellung eingestellt werden. Ein Meilenstein der Flying Wings aus dem Jahr 1940.

 
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Waren eigentlich dieses Jahr die 'Mondial des Patrouilles' vor Ort, wenn ja wer kann davon Fotos posten?
 
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Nein, Kunstflugstaffeln waren nicht zu sehen, tut mir leid.
 
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Es sind ja vor allem die schrägen Vögel, die mich anziehen. Der Stand der Modellbauer aus Grenoble zeigte den Prototyp Farman F.1020, den Dujin 2002 auf den Markt gebracht hat. Das ist im Wesentlichen der Rumpf und Leitwerk der F.190, jedoch mit diesem außergewöhnlichen Flügel, dem französische Zeitgenossen dem 1933 gezeigten und geflogenen Gerät den Spitznamen "Pelle-Bêche" (Spaten) verliehen. Wie wichtig die Erkenntnisse aus dem Einsatz dieses halbkreisförmigen Flügels waren, konnte ich nicht rausfinden. Neben diesem Modell



habe ich bisher nur das hier gesehen - echte Raritäten, die beiden!

Der Resin - GraphyAir-Kit der Max Holste MH-151 machte auf mich optisch einen sehr guten Eindruck. Dass man daraus ein Modell bauen kann, beweist dieses gute Stück hier, das sich eine Göttin (DS wird ja DéEsse gesprochen) als Hintergrund leistet. Alles 72.



Noch mal was wirklich Schräges: Hafner Rotabuggy von Sign models, auch in 72.



Häufiger sieht man die Stampe & Vertongen SV-4c, die Planet als Bausatz anbietet, natürlich in 72. Der BMW 328 macht dann was Exclusives daraus.



Auf dem Stand Les Phaochéres de l'Est (Die Wildschweine aus dem Westen?) hab ich diesen Hubi gesehen:



Zu dem weiß ich gar nichts, was mir bei Hubis eigentlich fast immer passiert. Ab der Pilot darin hat mir gefallen, vor allem die überzeugende Gestaltung der Kleidung und wie der da drin sitzt..

 
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An diesem Stand gab es neben schön gebauter A-7 Corsair und F-5 in 1:48 auch eine Il-40. Die hatte eine modellbauerisch anspruchsvoll gemachte Oberfläche, aber auf dem einzigen Foto, das ich vom Original finde konnte, sind gar keine Paneele oder Blechstöße erkennbar. Aber ohne diese wäre das Modell wohl zu langweilig. Diese Diskussion kann man sehr oft führen.



Dieses Senkrechtstarterprojekt Lockheed XFV-1 sieht man auch nicht so oft:

 
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Jetzt geht es zur Kurpfalz! Schon wieder eines der besonders seltenen Geräte: Naleskiewicz JN-1 Zabus II heißt der fast-Nurflügler mit vollem Namen. Ein Modell von Fly. Mehr zum Original und zum Bausatz gibt es hier.



Der Rumpf ist winzig!



Noch einen Vertreter der extremen Aerodynamik, jetzt mit Motorantrieb haben die Kurpfälzer zu bieten, auch in 72, aus der AviS Schachtel diesmal. Das ist eine Strega, von Alexander Moskalyev konstruiert. Das SAM-9 flog im Jahr 1937.



Wir bleiben noch ein wenig bei den Seglern: ein französischer Modellbauer mit dem Codenamen JMB57 (bei master194) hat den DFS Kranich II aus dem AZ Model Kit gebaut, also in 72. Schön, die Reifen auf der Tragfläche!



Haube offen: dann schaun wir mal rein! Sieht schon sehr appetitlich aus, finde ich.



Ein weiterer Segler stand auf dem Tisch namens Mini Model. Es ist ein Geier von PZL, die IS-1 Sep. Als Bausatz erfuhr ich nur "aus der DDR".



Die haben schon was, die Segler!!!
 
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Ein Garant für gute Modelle ist Regis Biaux, auch AirBio genannt. Und er baut in 72, auch viele Zivile, und stellt seine Modelle meist in einer Art Sammlung auf. Da werden viele sagen "kenn ich doch schon!", aber es kommt auch auf den Vergleich an, verschiedener Typen z.B., aber gern auch "wie hab ich das früher gebaut, wie heute?".

Recht neu ist seine Dornier Do-28D-1 Skyservant aus einer uralt-Matchbox-Schachtel, natürlich mit reichlich scratch-Elementen.



Eine Junkers F 13 von Revell interpretiert er so:



Bei Franzosen oft gesehen, die Parasol-Flugzeuge von Morane Saulnier. Diese SM225 entstand aus dem Resine Kit von Maquette.



Seine SNCASO Vautour NII basiert wohl auf dem Bausatz von Special Hobby - ganz ohne Washing, dafür aber recht viele Türen offen...



Jetzt noch mal ein paar seltene Vögel - eher in Bodennähe operierend. Wenn denn überhaupt: von der Avrocar VZ-9 wird berichtet, sie hätte nur wenige cm geschafft mit viel Leistung; der Kit kommt hier wohl von Fly.



Deutlich effizienter gelang wohl das Hovercraft von Saunders Roe. Da gibt es einen Bausatz von Airfix, aus dem sich viel machen läßt.
Die beiden Bläser standen auf dem Tisch des Club Maquettistes Labry, und es stand der Name Alain drauf.

 
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Zurück zu den Hubschraubern: Regis Biaux hatte auch einen ausgestellt, einen Djinn im Maßstab 1:72,



Sehr lustig ,wenn ein Modell so kommentiert wird! Übersetzt: Herr Kapitän, haben wir nicht etwas vergessen?
Nein, es war wohl tatsächlich so, dass die Bachstelze nebst Pilot bei einem Nottauchen des schleppenden U-Boots ihrem Schicksal überlassen wurden. Schwund ist halt immer...



Diese Hughes 300 stammt wohl aus dem Bausatz der Calypso von Yves Coustau von Revell in einem krummen kleinen Maßstab:

 
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In #4 ist die Sikorsky S-64 im Großmaßstab 35 von ICM ja schon gezeigt worden. Diese Variante der italienischen Feuerwehr, wie von einem Mitglied des CSM gebaut, verdient sicher noch ein paar Bilder:











und zum guten Schluß:



Damit endet auch mein Beitrag zu der wieder gelungenen Ausstellung des JFR-Teams in Neufgrange! Wann geht's weiter? Hoffentlich im Mai 2028!
 
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Thema:

Modellbauausstellung des JFR Team Neufgrange am 09. und 10. mai 2026 in Neufgrange (Frankreich)

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