Modellfotografie - Grundlagen und mehr

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  1. AM72

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    Hier wollen wir mal zusammentragen wie man so am besten sein Modell fotografiert. Wir hatten dieses Thema schon öfters - aber nie zusammenhängend und ausführlich.

    Wir wollen der Übersicht wegen gleich ein wenig die Reihenfolge festlegen :

    Innenaufnahmen in Räumen
    - Wo : Der Ort
    - Was wird benötigt
    - Kamereinstellungen
    - Nachbearbeitung

    Aussenaufnahmen
    - Wo : Der Ort
    - Wann : das Wetter
    - Was wird benötigt
    - Kamereinstellungen
    - Nachbearbeitung
     
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  3. AM72

    AM72 Alien

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    Innenaufnahmen in der Wohnung - Wo ?

    Wir kennen sie oft die Bilder wo man wenig oder fast nix erkennt vom Modell dafür aber mehr vom sonstigen Umfeld das eigentlich weniger interessiert.

    Hir mal so ein "Beispiel" ;) - Wir erkennen deutlich Fernebdienungen, eine Couch, eine Fernsehzeitung und unter anderem auch ein Modell.
     

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  4. AM72

    AM72 Alien

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    Solche Bilder sagen natürlich sehr wenig über das Modell aus - der Typ ist erkennbar - und das war es schon fast.
    Mit ein wenig Überlegung und Planung aber sind bessere Ergebnisse leicht erreichbar.
    Der erste Ansatzpunkt ist das Umfeld - wir wollen das Bild auf das Modell reduzieren. Oftmals wird nun versucht auf den Fussbodenfliesen oder sonstiger Beläge ein passendes "Umfeld" zu erzeugen. Ein passendes Umfeld aber erreichen wir nur durh ein passendes Dioram mit Hintergrund.
    Das aber haben viele nicht oder eben nicht passend zum Modell.
    Was nun ?
    Einfache Antwort :
    Gar kein Umfeld.
    Wir schaffen eine "Neutrale Zone" ind der ausser dem Modell erst gar nix zu sehen ist - und das geht sehr einfach.
    In schreibwarenläden oder entsprechenden Abteilungen von Supermärkten und Kaufhäusern gibt es Buntpapiere in verschiedensten Formaten. Das normal grösste ist A3 - und das nehmen wir. Die Farbe : ich empfehle Blau. Sieht irgendwie immer am besten aus.
    Beim Kauf/Transport darauf achten : Keine Falten ! Nicht knicken ! - nur ein Zusammenrollen! - das ist wichtig.
    Das ist nun unser Umfeld - nun brauchen wir noch den passenden Ort.
    Hier bietet sich immer ein platz ind der Wohnung an wo Durch ein möglichst großes Fenster genug Tageslicht einfallen kann. Hier brauchen wir nun eine wand mit einem tisch oder einer sonstigen Fläche davor die breit genug ist um unser Modell aufzunehmen. Hier nun befestigen wir mit etwas Klebeand das Blaue Papier so das es einfach nach unten fällt - es darf dabei nur oben befestigt werden.
    Ich selber habe mir - um innerhalb der Wohnung je nach Lichteinfall immer mal "umziehen" zu können - eine Vorrichtung aus 2 Möbelplatten gebaut - dies aber braucht man nicht unbedingt.
    Hier sehen wir nun unseren Standort zur Modellfotografie :
     

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    Nun haben wir Standort und Umfeld - was brauchen wir noch ?

    Natürlich eine Kamera. Desweiteren ist ein Stativ äusserst empfehlenswert - es geht kaum ohne.
    das Tageslich ist auch nicht immer so wie wir es möchten - ein paar drehbare Lampen ( IKEA hat viel sehr preiswerte Angebote) oder auch ein Bauscheinwerfer ( ich habe einen über der Vorrichtung mit 500Watt) helfen hier gut.

    Das Stativ wir nun gerade vor dem Fotostandpunkt aufgebaut - die Höhe der Kameraaufnahme kann dabei gleich auf leicht unterhalb der Unterkante unseres Standpunktes eingerichtet werden. Der Abstand zum Modell beträgt ca. 40cm.
     

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    Das Modell ist Mittig auf dem Blauen Papier positioniert. Nun prüfen wir per eigener Augen wie die Schatten fallen : es darf auf jeden Fall kein Schatten an "Rückwnd", also den senkrechten Teil des blauen Papieres fallen.

    Nun kommen wir zu den Kameraeinstellungen :

    Ich nutze eine Canon Powershot G1, das Modell ist mehrere Jahre alt. Die Canon-besitzer unter uns werden nun mit den einzelnen bezeichnungen sofort klar kommen - Nutzer anderer Kameras sollten in das Anleitungbuch sehen.

    Wir haben grundsätzlich 2 Möglichkeiten :
    1. Die Kamera entscheidet alles - Einstellung "Automatik"
    2. Wir legen selber alles fest - Einstellung "P" oder "AV"

    Möglichkeit 1 lassen wir gleich weg, fällt aus, - es geht besser, viel besser mit Möglichkeit 2.

    Einstellung " P" :
    Hier kann ich einstellen :
    - ISO-Empfindlichkeit
    - Weisabgleich ( Automatik/Voreinstellung/Manuell - dazu später mehr)
    - Bildauflösung
    - Kompression
    - Makro
    - Blitz ( an/ aus/ Rote Augen)
    - Fernauslösung/Zeitverzögerte Auslösung

    Einstellung "AV" :

    alles wie zuvor - hier aber habe ich die zusätzliche Möglichkeit der Blenden-Einstellung. Und das ist wichtig für die Tiefenschärfe - wie ich seit neuesten Dank Toni-Power weis :)

    Nun machen wir einfach mal ein Foto - Einstellungen :

    P - ISO-Automatik, Weisabgleich Voreinstellung "Bewölkt" ( kommt den aktuellen Verhältnissen z.Z. am nähesten), Makro, Kein Blitz
    Auflösung : ich nehem bei sowas immer die höchste, Kompression nehme ich immer die geringeste - also bestmöglichste Bildqualität.

    Nun zoome ich mir genau den Bildausschnitt heran den ich haben will : Nämlich das Modell ! - es soll den Kompletten Bildbereich ausnutzen.

    Beim Scharfstellen per kurzen Auslöserdruck (der noch kein Bild auslöst) sagt die Kamera eventuell per dem "Kamera-Wackel-Symbol" das die Kamera eben auf dem Stativ stehen sollte. Hieran erkennen wir das eine Aufnahme frei aus der Hüfte schön unscharf werden würde.

    Hier nun das Bild :
     

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    Das ist schon ganz zufriedenstellend. Einige aber unter uns werden sofort ein Manko feststellen :
    Die Tiefenschärfe ist nicht gut. Der Bereich der weiter weg ist ( Bug, Kanzel) ist unscharf.
    Deshalb das selbe Bild mit den selben Einstellungen aus der selben Position mit "AV" und hier Blende 8 ( mehr geht bei mir nicht) noch einmal.
    Hier "meckert" die Kamera (rote Zahl im Display) das dafür zuwenig Licht ist. Davon lasse ich mich nicht beeindrucken : Digitale Bilder können mit Corel Photopaint und "Tonkurve" ohne Qualitätsverlust und Farbverfälschung sehr gut aufgehellt werden.

    So sieht es nun aus - Vergleicht mal den Bugbereich mit vorigen Bild.
     

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  8. AM72

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    Bevor wir nun mit weiteren einstellungen fortfahren schnell ein Abstecher zum Thema Bildausnutzung / Bildbeschneidung.

    Das Modell ( bei Komplettaufnahmen) immer so heranzommen das es den ganzen Bildbereich benötigt.
    Mit der Kamera weiter weg und ranzommen ist immer besser als kamera ran und wegzoomen.

    Sollte das nicht möglich sein - dann beschneiden wir das Bild dementsprechend am PC.

    Es geht nämlich so :
     

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  9. AM72

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    .. aber auch so - mit weniger Speicherplatz und den selben Detaills ;)

    ... in Kürze mache ich mit dem Thema "Weisabgleich" weiter.
    Wer kann etwas zum Thema "ISO-Einstellungen" beitragen ( mit Beispielfotos wo man die Unterschiede auch erkennt) ?
     

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  10. #9 Strike, 17.05.2004
    Zuletzt bearbeitet: 17.05.2004
    Strike

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    Das mir den ISO-Sachen mache ich :)
    Noch ein paar Worte dazu von einem Hobby-Fotografen:
    Die Belichtung ist immer ein zusammenspiel von Blendenöffnung und Belichtungszeit. Je höher die Blendenzahl (also je kleider die Blende geöffnet ist), desto länger ist die Belichtungszeit. Ich kann also ein Motiv mit 1/90 Sekunde und Blende 2,8, aber auch mit Blendenzahl 8 uind Belichtungszeit von 1/10 aufnehmen. (kann sein das das Verhältniss nicht 100%ig stimmt, aber es verdeutlicht das wohl ganz gut.)
    Jetzt erkennen wir eins: 1/90 Sekunde lang lässt sich ohne Probleme aus der Hüfte schiessen, bei 1/10 braucht man schon ein sehr ruhiges Händchen.
    Also als kleine Zusammenfassung: Je Größer die Tiefenschärfe werden soll, desto größer müssen Blendenzahl und zwangweise Belichtungszeit sein. Also ist ein Stativ fast immer sinnvoll :)

    Noch ein Tip zum Weisabgleich: Die meisten Blitze sind so eingestellt das die "Tageslicht"-Einstellung am besten hinhaut :)

    @Arne: Im Nachhinein aufhellen ist zwar auch ne Möglichkeit, ich finde es aber besser gleich von Anfang an ein gescheites Bild zu haben.
     
  11. #10 Strike, 17.05.2004
    Zuletzt bearbeitet: 17.05.2004
    Strike

    Strike Space Cadet

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    Jetzt etwas zum Thema ISO-Einstellungen:
    Die ISO-Zahl gibt die Empfindlichkeit des Sensorchips (oder bei KB Filmen) die Emfindlichkeit an. Das bedeutet, wenn ich unzureichende Lichtverhältnisse habe kann ich die ISO-Zahl erhöhen, der Chip verstärkt dadurch die Siganle die er bekommt. Der Vorteil liegt natürlich darin das man nunr weniger lange Belichten muss/ eine größere Blendenzahl wählen kann. Einen großen Nachteil hat das ganze allerdings auch: Es entsteht beim Erhöhen der ISO-Zahl ein Effekt namens "Bildrauschen", dabei entstehen vor allem bei sehr dunklen Flächen eine menge sogenannter "Hotpix", die das Bild sozusagen körniger wirken lassen. Extrem macht sich das auf sehr dunklen Flächen bemerkbar, hier reagiert der Chip praktisch über und "sieht" kleine farbige Punkte die gar nicht da sind.
    Mehr Info's dazu gibts noch unter http://www.digitalkamera.de/Tip/18/50.htm

    Was schließt jetzt der Modellfotograf daraus? -> Wenn's geht mit möglichst niedriger ISO-Zahl knipsen, dafür dann auch Stativ verwenden falls von Nöten :)
    Bildrauschen lässt sich aber auch sehr gut per Bildbearbeitungsprogramm wegmachen (siehe Link oben), was aber wieder ein wenig auf Kosten der Schärfe geht ;)
    Entschuldigt das ich keine Vergleichsfotos liefern kann, Kamer ist gerade ausser Haus.
     
  12. AM72

    AM72 Alien

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    Noch ein Tip zum Weisabgleich: Die meisten Blitze sind so eingestellt das die "Tageslicht"-Einstellung am besten hinhaut

    Das stimmt so nicht- dann würde es den Weisabgleich an Kameras überhaupt nicht geben ;) - wie gesagt dazu später von mir mehr.


    @Arne: Im Nachhinein aufhellen ist zwar auch ne Möglichkeit, ich finde es aber besser gleich von Anfang an ein gescheites Bild zu haben.

    Da widerspreche ich Dir wieder. Ich habe auch gern von Anfang an ein besseres Bild - nur lassen es die Verhältnisse nicht immer zu. Desweiteren suche ich Dir gerne entsprechnde Bilder von Dir raus wo nachträgliches Aufhellen sehr angebracht wäre. ;)


    Ansonsten :

    Bitte keine Mutmassungen und Behauptungen - das nutzt nicht allzuviel. Aussagen, Techniken und Tips sollten hier mal durch entsprechende und vor allem vergleichbare Fotos vom Modell aufgzeigt werden. Ich bin selber kein "Foto-Profi" und muss als solcher feststellen das Strikes Erklärung zur ISO-Thematik gut , die Bilder dazu aber ungeeignet sind (nicht vergleichbar).
    Das ändert aber Strike noch - gelle ? ;)

    Edit : er hat die Bilder schon gelöscht ( hätteste noch da lassen können bist Du neue hast ;) )
     
  13. AM72

    AM72 Alien

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    Nun mal etwas zum Weisabgleich.
    Der wird oft unterschätzt, nicht genutzt oder falsch verstanden.

    Farben erscheinen unter verschieden Lichtverhältnissen unterschiedlich. Einer Digitalen Kamera kann man über den Weisabgleich eine Art "Farbreferenz" geben um die Farben korrekt darzustellen.
    Zunächst hat eine Kamera dafür mehrer Voreinstellungen :

    - Weisabgleichautomatik
    - Sonnenlicht
    - Bewölkt
    - Kunstlicht (Glühbirne)
    - Kunstlicht (Scheinwerfer)
    - Blitz

    Mit diesen Einstellungen liefert der Hersteller sozusagen voreingestellte "durchschnittliche Erfahrungswerte".

    Anbei ein Beispiel :
    von links nach Rechts :

    Automatikprogramm + Makro
    AV - Programm + Weisabgleich Automatik
    AV - Programm + Weisabgleich "Bewölkt"
    Ich denke den Farbunterschied erkennt man recht gut - das rechte Bild ist das dessen Farbton dem des Modells in Wirklichkeit am ähesten kommt.
     

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  14. AM72

    AM72 Alien

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    Nun haben wir noch die Option des "manuellen Weisabgleiches "

    Hier haben wir die Möglichkeit der Kamera unter den aktuellen gegebenen Lichtverhältnissen die realen Farbwerte zu geben.
    Das passiert einzig und allein über die Farbe Weis - warum ?
    Aus der Optik wissen wir das in der Farbe Weis das gesamte Farbspektrum enthalten ist.
    Was also mus getan werden ? - nun ganz einfach : wir bauen unsere Kamera auf - und bevor wir nun das Modell fotografieren zeigen wir unserer Kamera ( nach Einstellung aller anderen Werte) die Farbe Weis.
    Dazu stellen wir die Option "manueller Weisabgleich" ein und halten nun vor das Objektiv ( nicht direkt dran - aber so das das ganze Bildfeld davon ausgefüllt ist) ein sauberes, weises Blatt Papier. Nun drückt man die entsprechende Taste an der Kamera ( bei Canon ist es die * - Taste - nicht der Auslöser) und nun misst die Kamera das Weis des Papiers unter den Lichtverhältnissen die wir aktuell haben. Dieses Weis - und zwar hier wieder die hellste Stelle - wird nun Kameraintern auf die RGB-Werte 255,255,255 ( also weisestes Weis) geschrieben. Somit hat die Kamera nun eine sehr genaue Referenz.
    Nun wird so mancher fragen - na Weis na gut - und die anderen Farben ? - ja die werden davon alle mitbeeinflusst.
    Im Folgenden nun dasselbe Bild mit manuellen Weisabgleich - achtet mal vor allem auf die Roten Farbtöne und vergleicht sie mit den vorhergehenden Bildern.
    Der Manuelle Weisabgleich ist somit die einzigste wirklich ganz genaue Farbtonreferenz für eine Digitale Kamera.
    Aber mit den Voreinstellungen , so denke ich , kann man auch ganz gut leben - aber das perfektesten ist eben der manuelle Wweisabgleich.

    Oft wird bei diesem Thema das Nachbearbeiten am PC ins Feld geführt. Ich selbst halte das für Unfug. Am PC fehlt jegliche Referenz zu den Wirklichen Lichtverhältnissen - hier werden die Farben vor allem verfälscht. Damit möchte ich auch gleich sagen das ich bei Bildern wie denen von Modellen absolut nix von farblicher Nachbearbeitung am PC halte - einerseits ist dies eine sehr subjektive Sache ( wie sehe ich es, wie will ich es haben, was stellt mein Monitor dar, was stellt die Grafikkarte dar und was die Bildbearbeitung - das sind alles ganz unterschiedliche Paar Schuhe !!!! - viel Spass beim "auf die Reihe" bringen)

    Anbei nun das Bild mit manuellen Weisabgleich (das Untere) - wie gesagt auch mal auf die Roten Farben achten :
     

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    Markus_P gefällt das.
  15. AM72

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    Gehen wir nun einen Schritt weiter.

    Wir haben ein Modell - nun aber mit Grundplatte oder Dioram dazu. Und nun wollen wir das so fotografieren das es wie "Lebensecht" wirkt.

    Dazu haben wir wieder 2 Grundsätzliche Möglichkeiten :

    - Zu Hause mit künstlichen Hintergrund
    - Draussen

    Bei beiden Varaianten müssen wir eines erreichen :
    Das saubere "verbinden" von Grundplatte/ Dioram mit dem Hintergrund.
    Dazu ist natürlich ein passender Hintergrund nötig welcher eben gut zur Grundplatte/ Dioram passt.
     
  16. AM72

    AM72 Alien

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    Beginnen wir mit dem Beispiel zu Hause :

    Wo bekommen wir die passenden Hintergründe her ?

    Da haben wir z.B. die Möglichkeit nach passenden Postern auf Baumärkten, Möbelhäusern etc zu suchen - solche wo viel Himmel darauf sind. Dieses Poster hier war ursprünglich das Foto eines Karibischen Strandes - der wurde aber unten einfach weggeschnitten. Das Poster hat einen nachteil : es ist glänzend - hier kann man nicht blitzen und muß generell die Lichtverhältnisse so bewerkstelligen das dieses Poster nix reflektiert.
     

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  17. AM72

    AM72 Alien

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    Damit lassen sich dann schonmal solche Bilder realisieren :
     

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  18. AM72

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    Eine weitere und bessere Möglichkeit ist das Verwenden von selbst fotografierten Hintergründen. Hierzu muss man sich aber passende Motive - also Lanschftspanoramen aussuchen. Wichtig ist dabei das im Vordergrund keinerlei größeren Objekte (Häuser, Bäume, Sträucher etc) sein dürfen. Desweiteren darauf achten das keine Telegrafenmasten, Hochspannungsleitungen, Verkehrsschilder oder Windräder im Bild sind.
    Von gelungenen und passenden Fotos lässt man sich dann A3-Abzüge in Matt machen.
     

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  19. AM72

    AM72 Alien

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    Der hier gezeigte Hintergrund lässt sich verschiedenartig einsetzen : es kommt nämlich auch darauf an in welcher Höhe das Modell zum Hintergrund steht.
    Vom wald sollte nur der obere Rand zu sehen sein - geht man zu tief mit der grundplatte wirkt das Foto unrealistisch.

    Im folgenden Bild sieht man was ich meine :
    Das Dioram wurde auf einen Karton gestellt - die horizontale gelbe Linie auf dem Hintergrundfoto gibt an ab wo mein Hintergrund auf dem Foto "beginnen" soll -die andere Linie ist faktisch die gedachte Linie von Kamera über Dio zum Hintergrund.

    Bei solchen Bildern IMMER bedenken das die Kameraposition die des natürlichen Betrachters entsprechen sollte - wenn man hier aus einem überhöhten Winkel die Bilder macht wirkt alles unrealistisch - die Kamera muß ungefähr die gedachte Postion des maßstäblich verkleinerten Beobachters haben. :!:
     

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  21. AM72

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    Die Kamera wird nun entsprechend positioniert - die Einstellungen wie folgt :

    - Program AV
    - Weisabgleich Manuell oder Bewölkt
    - Makro
    - kein Blitz !!!

    So haben wir dann zunächst mal das Dio + Hintergrund in der Kamera :
     

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  22. AM72

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    Nun können wir noch das Dio seitlich nach links oder rechts anders positionieren und die Höhe der Kamera auf dem Stativ nachregulieren.

    Das Dio wird nun weitest möglichst herangezoomt - dieses Foto haben wir nun :
     

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