Moderne russische Anti-Schiffsflugkörper und Gegenwehr

Diskutiere Moderne russische Anti-Schiffsflugkörper und Gegenwehr im Bordwaffen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Wer weiss was zu dem relativ neuen russischen Anti-Schiffsflugkörper "Sunburn" ? Stimmen die Leistungsfähigkeit dieses Flugkörper, wie er hier...

Moderatoren: Learjet
  1. #1 BavarianFighter, 07.02.2005
    BavarianFighter

    BavarianFighter Guest

    Wer weiss was zu dem relativ neuen russischen Anti-Schiffsflugkörper "Sunburn" ?

    Stimmen die Leistungsfähigkeit dieses Flugkörper, wie er hier beschrieben ist:
    "Die Sowjets hatten Erfolg: sie entwickelten mehrere überschallschnelle Anti-Schiffs-Raketen, von denen eine, die SS-N-22 Sunburn, als die "tödlichste Rakete heute in der Welt" bezeichnet wurde. ... Die Sunburn kann einen nuklearen 200-Kilotonnen oder einen konventionellen 340-Kilogramm-Sprengkopf mit einer Reichweite von 160 Kilometern, mehr als dem doppelten der Exocet, transportieren. Die Sunburn kombiniert eine Geschwindigkeit von Mach 2,1 (die doppelte Schallgeschwindigkeit) mit Flugbewegungen knapp über der Oberfläche, die "heftige Endmanöver" einschließen, um der Verteidigung des Feindes zu entgehen. Die Rakete wurde insbesondere entwickelt, um das US-Aegis-Radarverteidigungssystem zu besiegen. Sollte eine Phalanx-Verteidigungseinheit der US-Marine es wie auch immer schaffen, eine sich nähernde Sunburn-Rakete zu registrieren, so hätte das System nur Sekunden, um eine Feuerlösung zu errechnen - nicht genug, um die sich nähernde Rakete zu zerstören. Die US-Phalanx-Verteidigung setzt eine sechsläufige Kanone ein, die 3.000 Projektile aus abgereichertem Uran pro Minute abfeuert, aber die Waffe muß präzise Koordinaten haben, um einen Eindringling "rechtzeitig" zu zerstören.

    Die kombinierte Überschallgeschwindigkeit und Größe des Sprengkopfs der Sunburn führen bei ihrem Einschlag zu einer gewaltigen kinetischen Energie, mit verheerenden Folgen für das Schiff und seine Besatzung. Eine einzige dieser Raketen kann ein großes Kriegsschiff versenken, kostet aber deutlich weniger als ein Kampfflugzeug. Obwohl die Marine die älteren Phalanx-Systeme stufenweise außer Dienst stellt ist ihr Nachfolger, das "Adaptive Raketensystem" noch nie gegen die Waffe getestet worden, der es sich anscheinend eines Tages im Kampf gegenübersehen wird."

    Und was ist mit der "der noch fortschrittlicheren SS-NX-26 Yakhont-Raketen, ebenfalls von Rußland hergestellt (Geschwindigkeit: Mach 2,9; Reichweite: 290 Kilometer)" ?
    Gibt es diese Flugkörper ? Stimmen ihre Leistungsangeben (ungefähr) ?

    Und was plant/entwickelt die US-Marine zur Abwehr dieser Waffen ?


    Wenn der Artikel nur annährend stimmt, dann bekommt die US-Marine sehr große Probleme bei einem möglichen Iran-Krieg.
     
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  3. #2 Tiger53, 07.02.2005
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    Neu ist relativ.

    Die SS-N-22 ist seegestützt. Ihre erste Stationierung erfolgte auf dem 1986 in Dienst gestellten Zerstörer "Boevoj". Die Reichweite von 250 Sm macht sie zu einer gefährlichen Waffe. Mittlerweile ist ihre Stationierung auf den 10 Zerstörerern der Sovremennyi Klasse sowie auf dem Udaloj II Zerstörer Chabanenko (i.D 1999 ) erfolgt.
    Mit der heutigen flächendeckenden Überwachung der Weltmeere , besonders der Schiffe mit Nuklearkapazitäten würden diese Schiffe jedoch zu den ersten Primärzielen gehören. Da ihr Einsatzaber auf Zerstörern erfolgt, also auf Sicherungsschiffe ist in erster Linie von einem konvetionell taktischem Einsatz auszugehen.
    Die frühere Taktik der Sowjetmarine basierte auf dem Überschütten des Gegners mit schnellen Langstreckenraketen wie zum Beispiel die AS-6 Kingfish, welche von den Bombern der Typen Tu-22/22M/26 sowie 95 abgeschossen werden sollten. Hauptziele wären hier die Carrier-Battle-Groups gewesen. Ein geplanter Einsatz der SS-N-19 Shipwreck sowie der SS-N-22 Sunburn wäre hauptsachlich bei den zu erwartenden Landungen der NATO im Bereich Nordmeer oder Raum Wladiwostock zu erwarten gewesen. Dort hätten ihre Schiffe Luftdeckung von den Landbasen gehabt. Man muss eines deutlich erkennnen. Die Sowjetmarine war trotz ihrer Größe eine Küstenverteidigungsstreitmacht. Einzig ihre SSN operierten weltweit. Von einigen Demonstrtionsfahrten und dem "Mittelmeergeschwader" mal abgesehen.
    In dem Artikel ist vom Iran die Rede. Der Iran besitzt keine Schiffe , die in der Lage wären diese Waffe mit ihrem Gewicht von 4 to aufzunehmen. Eine küstengestützte Variant der Sunburn ist nicht bekannt. Die größten Einheiten der iranischen Marine sind die 3 Fregatten der Vosper Mk.5 Klasse. Diese tragen jeweils 4 Raketen vom Typ c-802.
    Jetzt zur Gefährdung der US-Navy am Golf : Der Hauptangriff würde mit Sicherheit über die irakische Grenze mit gleichzitigen Luftlandungen im Nordbereich erfolgen. Die iranische Marine würde wohl gleich als erstes Ziel dran glauben müssen. Eine direkte Einfahrt von größeren Kampfverbänden in den Golf wäre wohl kaum vonnöten. Die Trägerverbände würden weiter draussen im indischen Ozean operieren. Die Reichweite ihrer Maschinen lässt dies ohne weiteres zu ( siehe Angriffe der Einterprise auf Afghanistan). Die Amerikaner praktizieren ja seit längerer Zeit die Politik der Einkreisung des Iran. Neue Basen in Afghanistan, Georgien und in Pakistan sind Zeugnis dessen
     
  4. #3 Tiger53, 08.02.2005
    Tiger53

    Tiger53 Testpilot

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    Änderung : erste Stationierung 1980 auf DD Sorvremenny. Klasse umfasst 20 Schiffe. Davon noch 10 Schiffe bei Russischer Marine.
    Verteilung :
    Balitische Flotte : Nastojcivyi, Bospokojnyi
    Nordflotte : Besstransnyi , Buzuderznyi , Rastoropnyi, Gremjascij (ex Veduscij)
    Pazifikflotte : Boevoj ,Burnyi , Bezboyaznennyi, Bystryi,

    China : Fou Zhou ( ex A. Nevskij ) Hang Zhou ( ex Jekatarinenburg , ex Vaznyi )

    Rest ist bereits ausser Dienst
     
  5. #4 BavarianFighter, 08.02.2005
    BavarianFighter

    BavarianFighter Guest

    @Tiger53

    Danke, die Antwort hilft mir schon viel weiter.
    Also war der Bericht stark übertrieben. :rolleyes:
     
  6. #5 Tumanski, 08.02.2005
    Zuletzt bearbeitet: 08.02.2005
    Tumanski

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    Es gibt noch bessere
    SS-NX-26

    Länge 6,10m
    Durchmesser 0,72m
    Flügel 1,70m
    Antrieb
    -Starttriebwerk Feststoffrakete (Booster)
    -Marschtriebwerk regulierbares Überschalltriebwerk (Ramjet)
    Geschwindigkeit
    -Marsch 2-2,6 Mach
    -Zielanflug 3,2-4 Mach ?
    Flughöhe
    -Marsch 14000 m
    -Zielanflug 5-15 m
    Flugweite 120-300 km
    Zielsuche
    Autonomes Trägheits- mit Aktiv,Passiv-Funkmesssuchkopf
    Masse 2500 kg
    Gefechtsteil 200 kg

    Noch einige URL´s

    http://www.brahmos.com
    http://www.rbase.new-factoria.ru/pup/article_pkr/page3.html
    http://www.almaz.info/
    http://www.submarina.ru/history/b53.shtml
    http://www.new-factoria.spb.ru/missile/wobb/jakhont/jakhont.htm
    MFG
    Tumanski
     
  7. #6 Schorsch, 09.02.2005
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    Oh, dann können die Amis ja wieder die F-14 ausmotten. So wie das klingt, ist eine Verteidigung gegen diese Raketen außerordentlich schwierig, jedoch die Reichweite mit 160km relativ schmal (Überschall über dem Wasser braucht auch ne Menge Energie). Also müßte man einen möglichen Feind früh angreifen.
    Eventuell kann man solche Raketen durch Störmaßnahmen überlisten, allerdings werden die Russen ihre Rakete gegen einfache Düppel-Werfer immun gemacht haben (die Exocet war es nicht).

    Falls die Amis wirklich irgendwann mal Iran angreifen sollten, so würden sie ihre teuren Flugzeugträger bestimmt in den Golf stellen. Ich würde mit meinem Träger niemals mehr als 300 bis 400km an die Küste ranfahren.
     
  8. #7 Tiger53, 09.02.2005
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    Die Frage ist doch auf was die ( Iraner ? ) schiessen wollen. Ohne Zieldaten is es so als würde ich mit verbundenen Augen um mich ballern, in der Hofffnung was zu treffen. Die Schwirigkeiten bei der Aufklärung sind ja hinlänglich bekannt. Ließ mal " Im Sturm" von Tom Clancy. Dort is recht gut beschrieben was für ein Aufwand dem Einsatz einer solchen Waffe vorrausgeht.
    Desweiteren ist eine solche Waffe aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit ein Ziel welches in seiner Manövrierfähigkeit stark eingeschränkt ist. Die Flugabwehrrakete müsste einfach nur auf die Kollisionskurs gebracht werden und mittels Radarabstandszünder vor dem Ziel zur Explosion gebracht werden. Die SSM würde dann direkt in die Splitterwolke hineinrasen. Eindirekter Treffer is da nicht nötig. Als andere Alternative kann man eine solche rakete recht einfach mit Infarotsuchköpfen erfassen. Die starke Reibung der Luft an der Nase der Rakete gibt ein riesiges Ziel ab.
     
  9. #8 Schorsch, 10.02.2005
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    Ja, die harte Wahrheit ist: Es gibt keine Wunderwaffen. Stealth-Bomber, Überschall-ASM, Eurofighter oder Wahlen im Irak. Alles wirksame Dinge, aber eben keine Wunderwaffen.
     
  10. #9 SU-47 Berkut, 10.02.2005
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    hallo
    mein erster Beitrag *freu*

    So viel ich weiss ist die Missile gegen elektronische Störmassnahmen (ECM's) vom Ziel resistent. Sie nutzt gar deren Störsignale im Endanflug um das Ziel besser Orten zu können(ECCM)!!! Hab nirgends gelesen welche Wirkung Düppelwolken auf die Sunburn haben. Im Link ist die Bewaffnung der Flanker beschrieben, darunter mehrere Anti-Schiff Raketen ;)

    mit freundlichen Grüssen
    Roman

    http://www.airpower.at/news04/0706_flanker/bewaffnung.htm
     
  11. Tacco

    Tacco Fluglehrer

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    Sagen wir mal "relativ resistent". Keine Technologie ist perfekt und auf jede militärische Entwicklung erfolgt eine Gegenentwicklung.
    ECM, ECCM, ECCCM etc.

    Gruß Tacco
     
  12. #11 SU-47 Berkut, 11.02.2005
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    Ja 100% kannst du dich nie auf die Technik verlassen...und kaum hat der Eine was neues, versucht der Andere diesen Vorsprung auszugleichen. :)

    Mfg
    Roman
     
  13. #12 BavarianFighter, 12.02.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.02.2005
    BavarianFighter

    BavarianFighter Guest

    Die Sunburn ist ein ziemlich großes Gerät. Und bei der großen Geschwindigkeit dürfte der Flugkörper nicht mehr der agilste sein.
    Ein moderner RAM-Starter dürfte doch Chancen haben, wenn er Salven abfeuert, oder ?
     
  14. #13 SU-47 Berkut, 13.02.2005
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    moin
    angeblich soll die Rakete nach endgültiger Zielaufschaltung Ausweichmanöver mit bis zu 10g fliegen um Abwehrmaßnahmen zu erschweren. Ist nur die Frage wie sind bei einer Rakete dieser Grösse solche Manöver möglich :confused:

    mfg
     
  15. #14 Schuttwegraeumer, 17.02.2005
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2005
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    Die Iraner verwenden die P80.
    Ist ein ukrainischer Lizenzbau und sie haben davon die Küstenverteidigungsversion.

    Das Thema Seezeielflugkörper ist ein sehr komplexes.

    Einerseits wird behauptet dieser oder jener SZFL sei durch irgendwelche Massnahmen unabwehrbar.
    Auf der Anderen Seite werden bestimmte Abwehrmittel in den Himmel gelobt.

    Wo sind denn schon SZFL und Abwehrmittel der annähernd gelichen Generation gegeneinander angetreten?

    EDIT: was haltet ihr denn von http://www.bharat-rakshak.com/NAVY/Klub.html ?

    Schutti
     
  16. #15 BavarianFighter, 18.02.2005
    BavarianFighter

    BavarianFighter Guest

    Ich habe bei www.airpower.at folgendes Interview gefunden:

    ""Schiffe werden sinken...!"

    Die US-Marineflieger/Pazifik über den "Flanker"-buildup in ihrem "Zuständigkeitsbereich"...
    Auszug aus einem Gespräch mit Cdr. Naval Air Force U.S. Pacific Fleet (COMNAVAIRPAC), Vice Adm. Mike Bowman, NAS North Island, San Diego, Frühjahr 2000; G. MADER-JDW

    "Zur Erläuterung: Wir gehören hier zum Befehlsbereich der US-Pazifikflotte. Der Einflussbereich des COMNAVAIRPAC beinhaltet den Pazifischen und den Indischen Ozean, ein Gebiet von etwa 100 Millionen Quadratmeilen, von der Arktik zur Antarktis, und exakt vom Mississipi nach Westen - bis zum Arabischen Golf." ... "Zu Ihrer Frage nach den 'Flankers' neuerdings. Ja das ist ein Problem, wir beobachten das genau."
    ...
    "Sie sehen nun auf den (Südostasien)-Karten hier diese kleinen Kreuzchen, dass sind die verschiedenen Stützpunkte dieser Maschinen die da gerade beschafft werden - bzw. von denen wir wissen, dass sie in Hinkunft dort oder dort sein werden.

    Die größeren Radien sind jene inklusive dieser neuen Anti-Schiffs-Flugkörper. Nicht sosehr die Plattformen, die Proliferation dieser Mach2+ Dinger macht dem Stab hier 'viel Arbeit'" ... Diese Yakont kommt mit 2,5-facher Schallgeschwindigkeit bis zu Zielen in 190 Meilen Entfernung.
    Oder nehmen Sie diese russische Sunburn (Moskit), die sogar einen kleinen nuklearen Gefechtskopf tragen kann, die ist - auch mit einem normalen 250kg Gefechtskopf - extrem gefährlich, wegen ihrer großen Geschwindigkeit, niedrigen Flughöhe und hoher Agilität ist das fast unmöglich für Anti-Missile Systeme zu stoppen. Speziell die Endgeschwindigkeit der Sunburn in ihrem finalen 'Pop-Up' ist ein echtes Problem für jedes Defensivsystem. Und davor schlägt sie noch Haken, mit diesen Steuerflächen!"
    ...
    Ich habe natürlich grosses Vertrauen in unsere verschiedenen Defensivmaßnahmen und ein paar Ideen dazu haben wir schon, aber über die sprechen wir dann 'ein anderes mal'.
    Aber: Wenn man sich eine konzertierte Attacke vorstellt, in einer feuchten und wellenelektronisch-unfreundlichen Monsunnacht, wenn da jemand - ich nenne hier kein Land - diese Kombinationen verwendet, dann werden Schiffe sinken, definitiv !!! Auch, weil die - ich nenne wieder kein Land - wahrscheinlich den ersten Schuss haben würden."
    ...
    "Eigentlich wäre es - eine sich entwickelnde politische und militärische Krisen- oder Konfliktsituation vorausgesetzt - am wirksamsten die Basen dieser Flugzeuge anzugreifen. Aber das ist dann eine rein politische Frage unserer Supreme Commanders."
    ...
    "Die Frage dieser Proliferation ist auch wieder eine politische, das hat mit Russland zu tun, mit vertrauensbildenden Maßnahmen, mit Abrüstungsverträgen. Das Potential an solchen Systemen ist in diesem Gebiet des Indopazifik sicher überzogen - aber das beobachten wir und daran messen wir unsere Präsenz. Die internationalen Seewege außerhalb der Territorialgewässer müßen frei bleiben - für alle Nutzer und ihre wirtschaftlichen Interessen...!".

    Georg Mader, JDW"


    Ich finde, dass ist ein vielsagendes Interview. Die russischen Anti-Schiffsflugkörper insbesondere die "Sunburn" bereiten der US Navy Kopfzerbrechen.
    Das Interview wurde vor 4 Jahren geführt. Man darf annehmen, dass die US Marine und Rüstungsindustrie an diesem Problem arbeiten. Bis zur Umsetzung der Lösungen bzw. einem besseren Schutz dauert es natürlich.
     
  17. #16 Schuttwegraeumer, 19.02.2005
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  18. #17 Schorsch, 26.02.2005
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    Passend dazu habe ich verschiedene Berichte gelesen, dass die US Navy nach überschallschnellen Flugkörpern sucht, die sie als simulierte Ziele benutzen kann. Man denkt darüber nach, eben jene russische Flugkörper zu kaufen (wenn's die Russen denn verkaufen wollen) oder eine Tomahawk mit einer überschallschnellen "Endstufe" zu versehen.
    Man sieht: Die Bedrohung wird wohl sehr ernst genommen. Kein Wunder: Im Gegensatz zu irgendwelchen dubiosen Anti-Stealth-Radars sind diese Flugkörper eine außerordentlich reale Gefahr und im können im Ernstfall massiv Menschen und Material kosten (vernichtet wahrscheinlich keinen CVN, aber macht ihn wahrscheinlich recht nutzlos).
     
  19. AE

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    "Die USA haben unterdessen erneut mit Erfolg ein neues System zur Abwehr ballistischer Kurzstreckenraketen getestet. Es war der fünfte Erfolg im bislang sechsten Versuch, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Die Besatzung des Kreuzers "Lake Erie" feuerte im Pazifik eine Abfangrakete ab, die zwei Minuten später eine in 160 Kilometer Entfernung von der Hawaii-Insel Kauai gestartete Kurzstreckenrakete traf und zerstörte. Geortet wurde die Kurzstreckenrakete mit dem High-Tech-Radarsystem Aegis an Bord des Kriegsschiffs.
    Die ersten Schiffe der US-Marine sollen noch in diesem Jahr mit den Abfangraketen des Typs Standard Missile-3 (SM-3) ausgerüstet werden, wie Rick Lehner von Behörde zur Raketenabwehr (Missile Defense Agency) im Pentagon mitteilte. Die SM-3 hat eine geringere Reichweite als landgestützte Experimentalraketen für die Raketenabwehr, wie sie in Alaska und Kalifornien stationiert wurden. Als mögliches Szenario für ihren Einsatz wird die Abwehr von nordkoreanischen Raketen gegen Japan oder von chinesischen Raketen gegen Taiwan genannt."
    http://www.n-tv.de/5499124.html Also Bericht kopiert von N-TV

    Trifft nicht ganz das Thema, zeigt aber die vorhandenen Aktivitäten auf, um Kurz- und Mittelstreckenraketen bekämpfen zu können.
     
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  21. #19 Schorsch, 27.02.2005
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    Eine insgesamt beeindruckende und ausnahmsweise sinnvolle Fähigkeit (im Gegensatz zur NMD). Aber wie Du bereits angemerkt hast: Dies betrifft ja mehr die Bedrohung von "oben", und weniger von der Seite.
     
  22. #20 Schuttwegraeumer, 27.02.2005
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    Wie tief flog die CM?
    Wurde sie nur vom Schiff aus geortet?
    Irgenwie sollte man hier den Begriff Radarhorizont in die Diskussion werfen.
    War vieleicht ein Radarflugzeug beteiligt?


    Schutti
     
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