Moderne russische Anti-Schiffsflugkörper und Gegenwehr

Diskutiere Moderne russische Anti-Schiffsflugkörper und Gegenwehr im Bordwaffen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Vermutung (ich war ja leider nicht dabei :D) : Eine ballistische Rakete fliegt eigentlich nicht mit Geländefolgeradar, also keine Cruisemissile...
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Schuttwegraeumer schrieb:
Wie tief flog die CM?
Wurde sie nur vom Schiff aus geortet?
Irgenwie sollte man hier den Begriff Radarhorizont in die Diskussion werfen.
War vieleicht ein Radarflugzeug beteiligt?
Schutti
Vermutung (ich war ja leider nicht dabei :D) :
Eine ballistische Rakete fliegt eigentlich nicht mit Geländefolgeradar, also keine Cruisemissile. Nicht tief, eher hoch.
Ja, Schiffsortung mit Aegis.
Nein, kein Radarflugzeug.
 

Schuttwegraeumer

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Ups, habe das "balistisch" überlesen.
Nur wie groß ist die Gefahr durch balistische RAketen?
Konventionell eher gering ausser als Terrorinstrument wie Scud gegen Israel.
Nuklear natürlich eine große Gefahr.

Die SM3 kann trotzdem nur gegen Ziele wirken die erkannt wurden auch wenn sie auch over the horizont angreifen kann (Wegmarken und so)
Obwohl das Radar recht hoch montiert ist braucht man doch luftgestütztes Radar umd tieffliegende AShM zu entdecken und noch rechtzeitig Gegenmassnahmen einzuleiten.
Phalanx würde ich nur als allerletze Möglichkeit in Erwägung ziehen, man kann sie erst auf den allerletzten 2km einsetzen war höllisch nahe ist und sogar bei subsonic Seaskimmer recht eng werden kann und 2cm Kaliber ist nicht wirklich ein Garant für sichere Zerstörung des FLugkörpers.

Lenkwaffenbasierte CIWS dürften mehr zeitgemäss sein.
SM3, RAM und Seasparrow (keine Ahnung wie weit die inzwischen alle verbessert wurden) dürften recht wirksam sein.

Wenn man keine Radarflugzeuge hat oder garkein Träger in der Nähe ist gibt es auch UAV die sowas machen können.

Schutti
 

EloKa1981

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Die SS-22 Sunburn ist derzeit definitiv der beste Seegestützte LFK den die Russen zur verfügung haben sein Bedrohungspotenzial für eine Amerikanische Taskgroup betrgägt 98,09%. Was einer Völligen Auslöschung der Taskgroup entspricht sofern der LFK den Nuklearrüstsatz verwendet. Eine Abwehr ist kaum möglich da der SS-22 als Seaskimmer ( auf Wellenhöhe ) anfliegt und somit vom Radar nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% entdeckt werden kann. Ein Sofkill ( per ECM ) ist kaum möglich da man vermutet das der LFK Rörentechnologie verwendet. Welche bekanntlich gegen jede Art von ECM immun ist. Ein Hardkill ist ebenfalls extrem schwer da der Sunburn über eine Verstärkte Frontpanzerung verfügt und somit auch von einem Phalanxsystem der Amerikaner nicht Frontal zerstört werden kann. Hinzukommt das er in der Lage ist im Endanflug einen Pop Up auszuführen und dem Vulcansystem entkommen würde. Zusammen mit dem Neuentwickelten CIWS-Systems der Russen welches aus zwei sechsrohrige 7.62 Miniguns und Acht Fk´s pro System besteht, steigt der Kampfwert der Russischen FK Kreuzer und Zerstörer rapide an. Das er über ein ARM-System verfügt welches ihm ermöglicht Gegnerische RADAR Emissionen zum Zielanflug zu verwenden ist weder KLar belegt noch dementiert. Sicher ist jedoch das der SS-22 Sunburn eindeutig zu den Gefährlichsten und besten LFK Weltweit gehört.
 

Schuttwegraeumer

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Sunburn ist sicherlich nicht schlecht.
Leider ist die Reichweite nicht so hoch wie bei einem gleichschweren Subsonic Seaskimmer.
Und Sunburn dürfte inzwischen von diversen Klub Versionen überholt worden sein.
 
Schorsch

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EloKa1981 schrieb:
Die SS-22 Sunburn ist derzeit definitiv der beste Seegestützte LFK den die Russen zur Verfügung haben sein Bedrohungspotenzial für eine Amerikanische Taskgroup betrgägt 98,09%. Was einer Völligen Auslöschung der Taskgroup entspricht sofern der LFK den Nuklearrüstsatz verwendet.
Traue niemals den Zahlen von Lenkwaffenherstellern. Interessant, dass zwei Nachkommastellen angegeben werden, wo ich persönlich schon der allerersten misstraue. Wie ermittelt man ein "Bedrohungspotenzial"? Wurden 10000 Testraketen auf handelsübliche US-Schiffe abgefeuert?

Sollte sich eine CVBG einer nuklearen Gefahr bewusst sein, so würden sie entsprechend weite Abstände waren. Vermutlich könnte man nicht alle Schiffe auf einmal "ausradieren".
 

Praetorian

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EloKa1981 schrieb:
Die SS-22 Sunburn ist derzeit definitiv der beste Seegestützte LFK den die Russen zur verfügung haben
Definiere "beste"... SS-N-22 (nicht SS-22 !) ist ein fast zehn Meter langes vier Tonnen-Monster, insofern schon allein von der Größe her ganz deutlich von westlichen Systemen abzugrenzen. Reiner Carrier-Killer halt, außerhalb eines blue water-Szenars viel zu groß und konzeptionell völlig ungeeignet
sein Bedrohungspotenzial für eine Amerikanische Taskgroup betrgägt 98,09%.
Woher hast du diese Zahl? :?!
Was einer Völligen Auslöschung der Taskgroup entspricht sofern der LFK den Nuklearrüstsatz verwendet.
Unsinn. Eine CBG ist nicht mit einem einzelnen Nukleargefechtskopf "völlig auszulöschen", jedenfalls nicht mit einem System, das in einen Seeziel-FK passt.
Eine Abwehr ist kaum möglich da der SS-22 als Seaskimmer ( auf Wellenhöhe ) anfliegt und somit vom Radar nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% entdeckt werden kann.
SS-N-22 ist kein echter sea skimmer. Größe, Gewicht, Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeit sind nicht mit den sehr geringen Höhen vereinbar, die einen sea skimmer ausmachen. Vielmehr liegt das Flugprofil, das mir hier in verschiedener Literatur vorliegt, um einiges höher. Woher die Zahl kommt, würde ich erneut gerne wissen - SUNBURN ist aufgrund seines Flugprofils vergleichsweise einfach zu orten, und sei es durch IRST
Ein Sofkill ( per ECM ) ist kaum möglich da man vermutet das der LFK Rörentechnologie verwendet. Welche bekanntlich gegen jede Art von ECM immun ist.
Das ist nun wirklich Unsinn :rolleyes:
Ein Hardkill ist ebenfalls extrem schwer da der Sunburn über eine Verstärkte Frontpanzerung verfügt und somit auch von einem Phalanxsystem der Amerikaner nicht Frontal zerstört werden kann.
Es fängt zumindest sehr richtig an. Phalanx ist hinsichtlich Kaliber und Zielwirkung ziemlich am Ende, wenn es um die sowjetischen/russischen FK-Monster wie SHIPWRECK, SAMPSON, SUNBURN und andere geht. Das hat allerdings nur teilweise mit Schutzmaßnahmen zu tun, sondern schlicht und einfach mit der schieren Masse, die innerhalb der begrenzten Reichweite von Phalanx trotz erfolgter Bekämpfung nicht großartig mehr vom eingeschlagenen Pfad abweicht. Der Suchkopf in der Nase ist nicht zu panzern. Wie die Wirkung von Phalanx auf einen im Endanflug befindlichen SUNBURN aussieht, hängt von Myriaden von Faktoren ab und lässt sich nicht mit einer Pauschalaussage belegen.
Hinzukommt das er in der Lage ist im Endanflug einen Pop Up auszuführen und dem Vulcansystem entkommen würde.
Und wieder falsch. Phalanx erreicht eine maximale Überhöhung von 80°, was völlig ausreicht, um jegliche Popup-Manöver mitzugehen. Das Popup hat primär andere Gründe.
Zusammen mit dem Neuentwickelten CIWS-Systems der Russen welches aus zwei sechsrohrige 7.62 Miniguns und Acht Fk´s pro System besteht, steigt der Kampfwert der Russischen FK Kreuzer und Zerstörer rapide an.
Kashtan verfügt über zwei wassergekühlte Rotations-Maschinenkanonen ("Gatling", wenn man will, auch wenn es nicht hundertprozentig korrekt ist) Kaliber 30 mm und bis zu acht FK SA-N-11. Das verwandte Kortik verzichtet auf die FK und die dazugehörigen Systemkomponenten. Insgesamt sind beide Systeme nicht sehr berauschend. Die Gründe fangen bei der Größe an, erstrecken sich über die Elektronik und Sensorik und enden bei den Wahrscheinlichkeiten für den Bekämpfungserfolg sowohl der FK und des Gesamtsystems, die im Vergleich mit westlichen Systemen bedenklich niedrig sind, und noch niedriger werden, wenn es taktisch etwas anspruchsvollere Szenarien werden
Das er über ein ARM-System verfügt welches ihm ermöglicht Gegnerische RADAR Emissionen zum Zielanflug zu verwenden ist weder KLar belegt noch dementiert.
Ein "ARM-System", soso...SUNBURN wird durch eine Kombination aus Trägheitsnavigation (Marschphase) und aktivem Radarzielsuchkopf (Terminalphase) gelenkt. Letzterer soll noch anti-radiation und home-on-jam können, was noch keine vollwertigen Kapazitäten bedeutet
Sicher ist jedoch das der SS-22 Sunburn eindeutig zu den Gefährlichsten und besten LFK Weltweit gehört.
Das ist mal ein gutes Schlusswort!
fett
 

pingp

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Ich habe eine Frage, wenn man 20-30 solche FK auf CV schießen, wie werden die Rader Kanale verteilt? könnten sie (20-30 Radars) nicht gegen einandere stören?
 
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pingp schrieb:
Ich habe eine Frage, wenn man 20-30 solche FK auf CV schießen, wie werden die Rader Kanale verteilt? könnten sie (20-30 Radars) nicht gegen einandere stören?
Ja, könnten sie. Tun sie aber wahrscheinlich nicht.
Die "Trägerfrequenz" eines Radargerätes läßt sich im Regelfall ändern. Entweder ist das Radargerät wie z.B. ein Dampfradio "durchstimmbar" oder die frequenz wird mit wechselbaren Quarzen (ähnlich wie z. B. bei einer Modellflugzeusteuerung) vor dem Start festgelegt. Da es sich bei der Radaranlage des SS-20-N um einen "Wegwerfartikel" handelt, wird man wohl die Frequenz vor dem Start einstellen. Mann muss dann halt nur dafür sorgen, dass man bei allen LFK eine unterschiedliche Frequenz festgelegt hat.

Gruß R.
 
radist

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In Radaranlagen ist auf Grund der verwendeten Frequenzen und der benötigten Leistung in aller Regel mit Quarzen nichts zu holen.

Bei Anlagen auf Röhrenbasis wird die Frequenz durch mechanische Abmesungen z.B. im Magnetron oder einer Wanderfeldröhre bestimmt. Im Klystron kann man die Resonanzfrequenz ebenfalls mechanisch einstellen und mit der Reflktorspannung in bestimmten Grenzen regeln.

Wie sieht das eigentlich bei modernen Anlagen auf Halbleiterbasis aus? Dafür bin ich zulange raus aus dem Geschäft. :confused:

rdist
 

pingp

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Ja, aber muss man vor dem Start schon vereinbaren? Wenn die FLK aus unterschiedlichen Einheihen zusammengezogen würden, oder Z.b 100 F-16s befinden sich im deselben Luftraum, es ist mir
unvorstellbar, solche Frequenz ständig vor jedem Start zu koordinieren.

derBruchpilot schrieb:
Ja, könnten sie. Tun sie aber wahrscheinlich nicht.
Die "Trägerfrequenz" eines Radargerätes läßt sich im Regelfall ändern. Entweder ist das Radargerät wie z.B. ein Dampfradio "durchstimmbar" oder die frequenz wird mit wechselbaren Quarzen (ähnlich wie z. B. bei einer Modellflugzeusteuerung) vor dem Start festgelegt. Da es sich bei der Radaranlage des SS-20-N um einen "Wegwerfartikel" handelt, wird man wohl die Frequenz vor dem Start einstellen. Mann muss dann halt nur dafür sorgen, dass man bei allen LFK eine unterschiedliche Frequenz festgelegt hat.

Gruß R.
 

Schuttwegraeumer

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pingp schrieb:
Ich habe eine Frage, wenn man 20-30 solche FK auf CV schießen, wie werden die Rader Kanale verteilt? könnten sie (20-30 Radars) nicht gegen einandere stören?
Da die Radare der AShM vermutlich (je moderner desto wahrscheinlicher) recht robust gegen Störmassnahmen sind können sie vermutlich Störungen auf einer Frequenz recht leicht ausweichen indem sie eine andere suchen oder generell Frequenzhopping betreiben.
 
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Schuttwegraeumer schrieb:
Da die Radare der AShM vermutlich (je moderner desto wahrscheinlicher) recht robust gegen Störmassnahmen sind können sie vermutlich Störungen auf einer Frequenz recht leicht ausweichen indem sie eine andere suchen oder generell Frequenzhopping betreiben.
Wenn 20 bis 30 AShM allerdings 'Frequenzhoppend' über den Ozean fliegen, so hat die Elektronik sich eine astreine ABM geschaffen: Nachbarflugkörper 'hoppt' auf meine Frequenz, dann 'hoppe' ich entweder weg oder er 'hoppt' auf gleich die nächste belegte Frequenz oder findet gar ne freie, auf die ich dann gleich 'raufhoppe'. Big hoppening. 'Hoppen' ist ein schönes Wort.

Das mit den F-16: Ein Radar sendet ja nur einen sehr kurzen Impuls und erwartet das Signal ein gleich wieder zurück: Bei 150km Reichweite braucht das Signal maximal 1ms. Das Radar würde also alles was nach 1ms ankommt als Unsinn ablehnen. Bei einer Tastfrequenz von eventuell 10Hz bliebe exakt Platz für 100 Radars, was natürlich niemals klappen würde. Eventuell muss man dann doch 'rumhoppen'.
Doll wäre natürlich wenn zwei Flugzeuge aufeinander zufliegen und sich mit gleichen Frequenzen anpeilen. Dann würde das entgegenkommende zum Phantomziel auf dem Schirm des anderen. Genau das wird übrigens als Gegenmaßnahme gemacht.
Aber ich glaube hier kann nur der Bruchpilot helfen. Der hat ist ja der Experte auf diesem Gebiet.
 
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Wie breit ist so ein Radrsignal?
Es sollten sich weit mehr wie 20-30 Kanäle ausgehen aus denen das Radar wählen kann.
 
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radist schrieb:
In Radaranlagen ist auf Grund der verwendeten Frequenzen und der benötigten Leistung in aller Regel mit Quarzen nichts zu holen.

Bei Anlagen auf Röhrenbasis wird die Frequenz durch mechanische Abmesungen z.B. im Magnetron oder einer Wanderfeldröhre bestimmt. Im Klystron kann man die Resonanzfrequenz ebenfalls mechanisch einstellen und mit der Reflktorspannung in bestimmten Grenzen regeln.

Wie sieht das eigentlich bei modernen Anlagen auf Halbleiterbasis aus? Dafür bin ich zulange raus aus dem Geschäft. :confused:

rdist

Srimmt so nicht ganz.

Impulsradare klassischer Bauform (also kein phesd-array-radar) arbeiten im Regelfall mit Laufzeitröhren in der Senderbaugruppe. Beim Magentron wird beispielsweise mechansich durch Änderung des Resonanzraumes umgestimmt, allerdings sind Magnetrone sowieso nicht besonders frequenzstabil.
Bei "Beleuchtungsradaren" werden im Regelfall sogenannten Dauerstrichsender verwendet, die keine einzelnen Impulse, sondern ein kontinuierliches Signal abstrahlen. Da die aufzubringende Senderleistung relativ gering ist, werden bei klassicher Bauform wohl vor allem Klystrone als Senderröhre eingesetzt. Hier ist die Verwendung von Quarzen (mit nachfolgendem Frequenzvervielfacher, z. B. ein Klystronvervielfacher, bei dem aus dem Anodenstrom die n-te Harmonsiche ausgefiltert wird) durchaus möglich. Zur prinzipiellen Machbarkeit siehe u. a. Demidow/Kutyiew, Geräte zur Lenkung von Fla-Raketen, Wojenisdat Moskau 1978 oder Militärverlag, Berlin 1984. Praktisches Beispiel ist das Beleuchtungsradar der SA-6 Kub.


Gruß Ralf
 
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Schuttwegraeumer schrieb:
Wie breit ist so ein Radrsignal?
Es sollten sich weit mehr wie 20-30 Kanäle ausgehen aus denen das Radar wählen kann.
Das kann man pauschal nicht so einfach sagen.
Mal ein Beispiel (Achtung, ist nicht ganz extakt, dient mehr der Verdeutlichung): Ein UKW-Rundfunksender arbeitet auf der Frequenz 100 MHz. Das übertragene NF-Signal hat eine Bandbreite von 15 kHz. Ohne Seitenbandunterdrückung würde das ausgesendete (oder ausgesandte?) Signal also einen Frequenzbereich von 99,985 bis 100,015 MHz einnehmen. Wenn ich keinen "Rasen" zwischen den Sendesignalen lasse, passen in einen Bereich von 100 bis 108 MHz also 8 MHz / 30 KHz also 266 Sendekanäle rein.
In der Praxis wenige, weil mein Signal breiter (u. a. wegen des Pilottons für Stereoübertragung) ist und auch ein gewisser Zwischenraum zwischen den Kanälen bleiben sollte.

Wie breit ist nun mein Radarsignal?
Wenn es sich um einen Dauerstrich, also ein kontinuierliches Signal handelt, dass nicht in irgendeiner Art und Weise moduliert ist, ist die Bandbreite theoretisch 0. Wenn das Signal frequenzmoduliert wird, hängt die Bandbreite von der Frequenz ab, mit der ich das Signal moduliere.
Schwierig wird es mit allen impulsmodulierten Signalen, da hier die benötigte Bandbreite von der Impulsform abhängt.

Fazit: Ohne genaue Kenntniss des verwendeten Gerätes und seiner Arbeistweise lassen sich wohl keine Angaben über die Bandbreite machen, es dürfte aber genügend Platz sein.


pingp schrieb:
Ja, aber muss man vor dem Start schon vereinbaren? Wenn die FLK aus unterschiedlichen Einheihen zusammengezogen würden, oder Z.b 100 F-16s befinden sich im deselben Luftraum, es ist mir
unvorstellbar, solche Frequenz ständig vor jedem Start zu koordinieren.
Ich weiss wie gesagt nicht genau, wie das Radar der SS-20-N arbeitet. Bei einigen klassichen sowjetischen FlaRakSystemen (wie z. B. der SA-6) wird die Frequenz tatsächlich vor dem Start gesteckt, bei der Rakete sogar schon während der Montage des LFK in der Technischen Batterie, beim Dauerstrichsender vor dem Einschalten. Das hat natürlich den entscheidenden taktischen Nachteil, dass ich während des Betriebes die Frequenz nicht mehr ohne weiteres ändern kann und deshalb Störungen relativ hilflos ausgeliefert bin.Aber auch wenn ein Umstimmen während des Betriebes möglich ist, muss ich vor dem Start eine saubere Frequenzplanung machen, um gegenseitiges Stören zu verhindern. Das trifft übrigens auch auf alle anderen verwendeten funktechnischen Mittel zu. Die Truppe im Einsatz bekommt beispielsweise für einen bestimmten Zeitraum zu verwendende Funkfrequenzen zugeteilt.
Die Frequenzplanung dürfte auch kein Problem sein, eine SS-20-N schießt man nicht aus der Hüfte ab, der Einsatz gegen einen Flugzeugträgerverband wird schon ordentlich geplant. Und für die Frequenzplanung an sich werden schon seit sehr langer Zeit entsprechende EDV-Programme verwendet.

schorsch schrieb:
Wenn 20 bis 30 AShM allerdings 'Frequenzhoppend' über den Ozean fliegen, so hat die Elektronik sich eine astreine ABM geschaffen..
Auch beim Hopping werden im Regelfall die zu verwendenden Frequenzen nur einmal vergeben, zwei LFK dürften bei vernünftiger Planung also nie auf die gleiche Frequenz hoppen. Also werden den LFK bei FHSS unterschiedliche Kanäle zugeteilt werden müssen.

Gruß R.
 
derBruchpilot

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Schorsch schrieb:
Das mit den F-16: Ein Radar sendet ja nur einen sehr kurzen Impuls und erwartet das Signal ein gleich wieder zurück: Bei 150km Reichweite braucht das Signal maximal 1ms. Das Radar würde also alles was nach 1ms ankommt als Unsinn ablehnen. Bei einer Tastfrequenz von eventuell 10Hz bliebe exakt Platz für 100 Radars, was natürlich niemals klappen würde. Eventuell muss man dann doch 'rumhoppen'.

So nicht ganz richtig.
Der Antwortimpuls sollte tatsächlich nach 1ms spätenstens da sein, also könnte ich den Empfänger nach 1ms erts einmal dicht machen.
Irgendwann sollte ich ihn aber wieder aufmachen, da ich ja nach meinem ersten Impuls noch einen zweiten Impuls sende.
Wenn die Taktfrequenz jetzt 100 Hz beträgt, sende ich also alle 10ms einen Impuls, hätte also 9ms "Platz" zwischen spätestmögliches Eintreffen reflektiertes Signal vom letzten Impuls (Empfänger zu) und Aussenden neuer Impuls (Empänger auf).
In diesen 9ms Könnte also ein zweites Radargerät auf der gleichen Frequenz arbeiten.

Ich hoffe, ich habe Deine Idee richtig wiedergegeben.
Dazu müsste ich aber die Sendeanlagen aller fliegenden LFK in der Luft synchronisieren. Sender B darf ja erst einen Impuls senden, wenn die 1ms für Sender A um ist. Genau 1ms später dürfte dann Sender C senden usw.
Ich will nicht bestreiten, dass es irgendwie amchbar wäre, der Aufwand erscheint mir aber sehr hoch. Das Einstellen verschiedener Frequenzen halte ich für einfacher.
Und wenn es sich beim beleuchtungsradar tatsächlich um einen Dauerstrichsender handeln sollte, funktioniert das Verfahren eh nicht.

Gruß R.
 
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derBruchpilot schrieb:
So nicht ganz richtig.
Der Antwortimpuls sollte tatsächlich nach 1ms spätenstens da sein, also könnte ich den Empfänger nach 1ms erts einmal dicht machen.
Irgendwann sollte ich ihn aber wieder aufmachen, da ich ja nach meinem ersten Impuls noch einen zweiten Impuls sende.
Wenn die Taktfrequenz jetzt 100 Hz beträgt, sende ich also alle 10ms einen Impuls, hätte also 9ms "Platz" zwischen spätestmögliches Eintreffen reflektiertes Signal vom letzten Impuls (Empfänger zu) und Aussenden neuer Impuls (Empänger auf).
In diesen 9ms Könnte also ein zweites Radargerät auf der gleichen Frequenz arbeiten.
Ich hoffe, ich habe Deine Idee richtig wiedergegeben.
Dazu müsste ich aber die Sendeanlagen aller fliegenden LFK in der Luft synchronisieren. Sender B darf ja erst einen Impuls senden, wenn die 1ms für Sender A um ist. Genau 1ms später dürfte dann Sender C senden usw.
Ich will nicht bestreiten, dass es irgendwie amchbar wäre, der Aufwand erscheint mir aber sehr hoch. Das Einstellen verschiedener Frequenzen halte ich für einfacher.
Und wenn es sich beim beleuchtungsradar tatsächlich um einen Dauerstrichsender handeln sollte, funktioniert das Verfahren eh nicht.
Ja, ich ahnte schon, dass ich da "leicht" daneben lag. Wobei es gibt z. B. beim zivilen Sekundärradar (oder auch Transponder oder auch IFF) ein ähnliches Problem: Alle Sender arbeiten mit der gleichen Frequenz, so dass ein Flugzeug von einem Interrogator (also dem bodenseitigen Frage-Dingens) angefragt wird und auch darauf antwortet. Nun mag ein anderer Interrogator kurz danach oder davor ebenfalls 'fragen', so dass dem Interrogator zwei Antworten des Transponders im Flugzeug vorliegen (die Sendeantennen im Flugzeug haben keie Richtungscharakteristik). Man schafft es aber, diese Probleme durch tricky filtering loszuwerden.
Mal ne Frage: Funktioniert die ganze Sache bei dem EM-Salat am Himmel überhaupt ordnungsgemäß oder ist es normal, dass man sich mehr oder weniger gegenseitig stört (ob nun absichtlich oder unabsichtlich)?
 

LFeldTom

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EloKa1981 schrieb:
Eine Abwehr ist kaum möglich da der SS-22 als Seaskimmer ( auf Wellenhöhe ) anfliegt und somit vom Radar nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% entdeckt werden kann.
Andere fliegen auch auf Wellenhöhe, sind kleiner und werden ab und an auch entdeckt. Und die höhere Geschwindigkeit verstärkt den Dopplereffekt - könnte also bei der Entdeckung durchaus helfen. Die 10% scheinen mir da schon arg.



EloKa1981 schrieb:
Ein Sofkill ( per ECM ) ist kaum möglich da man vermutet das der LFK Rörentechnologie verwendet. Welche bekanntlich gegen jede Art von ECM immun ist.
Könnte es sein, daß da ECM und EMP durcheinander geraten sind ? :FFTeufel:
Eigendlich bieten gerade DSPs bessere Möglichkeiten der Signalanalyse und somit Störunterdrückung. Gestört wird eigendlich nicht der Rechner sondern das Signalmaterial.


EloKa1981 schrieb:
Ein Hardkill ist ebenfalls extrem schwer da der Sunburn über eine Verstärkte Frontpanzerung verfügt und somit auch von einem Phalanxsystem der Amerikaner nicht Frontal zerstört werden kann.
Ist vermutlich eine Panzerung, die nur von den eigenen Radarstrahlen durchdrungen werden kann. Gutes Produkt.



Ok - ich gestehe - ich war ein klein wenig sarkastisch - Sorry.

Damit meine ich jetzt nicht, daß diese Rakete untauglich ist. Im Gegenteil stellt sie sicherlich eine sehr ernstzunehmende Gefahr für angegriffene Schiffe dar. Auch wenn man von einem Wunder 20% abzieht bleibt jede Menge über.

Gruß,
Tom
 
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Ich glaube Praetorian und der Herr Bruchpilot haben den ganzen Sachverhalt sehr gut aufgeklärt. Es verbleiben kaum Fragen. Ich danke! :TOP:
 
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derBruchpilot schrieb:
Srimmt so nicht ganz.

Impulsradare klassischer Bauform (also kein phesd-array-radar) arbeiten im Regelfall mit Laufzeitröhren in der Senderbaugruppe...
Gruß Ralf
Danke, das mit dem Quarz im Klystronsender ist einleuchtend.
Ich habe aus Deinem Beitrag noch eine Frage:
Ist Impulsradar mit phesd array antenne unvereinbar? Eigentlich geht es dabei doch nur um die Schwenkung des Antennendiagrams und es gibt doch auch dauerstrich Radars mit Casagrin Antennen.

radist
 
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