Na ja, wie geschrieben schon im Sommer 1942 benötigten die Vichy-Franzosen eine Erlaubnis der Deutschen obwohl Vichy-Frankreich noch gar nicht besetzt war. Zwar durften eigene Streitkräfte unterhalten werden aber diese unterlagen, gerade bei der sehr starken Marine Frankreichs, starken dtsch. Auflagen. Immerhin wurden in Vichy-Frankreich noch weitere Flugzeuge gebaute wie eben die D.520 aber techn. fortschrittliche Weiterentwicklungen wie z.B. die VG-Reihe, die D.550 und MB.155 und deren Nachfolger wurden von den Deutschen jedoch unterbunden, auch wenn man deren Ergebnisse gerne mal "abgriff".
Ab dem 12.11.1942 war Vichy-Frankreich jedoch ebenfalls besetzt und hatte in Bezug auf seine Außen- sowie Wirtschaftspolitik und seine (bis dahin halbwegs wieder aufgebauten) Land- und Luftstreitkräfte in Südfrankreich gar nichts mehr zu bestimmen.
Das Vichy-Regime und seine noch funktionierenden Organe der Polizei und Justiz dienten nur noch als eine Art "Feigenblatt"! und hatte lediglich noch bei Kollaborations-Hilfsdiensten in Bezug auf die Juden. und Kommunistenverfolgung sehr freie Hand.
Das es dann also die Deutschen waren, welche Bulgarien 1943 die D.520 (statt der von Vichy angebotenen MS.406 und ggf. MB.152) offerierten liegt also auf der Hand, zumal sie ja die in Südfrankreich Ende 1942 noch vorhandenen Flugzeuge Vichys fleißig eingesammelt hatte. Immerhin wurde die D.520 ja bis 1942 noch in Toulouse weiter gebaut, war also in ausreichenden Stückzahlen vorhanden so das man diese an Verbündete an Nebenkriegsschauplätzen abgeben bzw. für eigene Fliegerschulen nutzen konnte.
Letztendlich bleibt wohl aber festzuhalten, dass Bulgarien mit Sicherheit keine MS.406 (und auch keine MB.152) erhielt!