Mr. Surfacer Spritzspachtel

Diskutiere Mr. Surfacer Spritzspachtel im Kleben, Spachteln, Schleifen und Gravieren Forum im Bereich Tips u. Tricks; Hallo Gemeinde, habt Ihr Erfahrungen mit dem Mr. Surfacer Spritzspachtel 500? Muß man da auf irgendwas achten? Oder einfach nur die Spraydose...

Moderatoren: AE
  1. Hoffi

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    Hallo Gemeinde,

    habt Ihr Erfahrungen mit dem Mr. Surfacer Spritzspachtel 500?
    Muß man da auf irgendwas achten? Oder einfach nur die Spraydose schütteln und rauf aufs Modell? (Sorry, aber die Bedienungsanleitung ist nur in japanisch)
     
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  3. #2 ArthurDent, 17.07.2008
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    Hallo Hoffi,

    mit der Spraydosenversion habe ich keine Erfahrung. Ich benutzte bisher nur die "normale" Version aus der Glasdose (500er und 1000er).

    Läßt sich gut verarbeiten, schrupft beim Trocknen aber ziemlich. Außerdem stinkt es erheblich, also Fenster auf!

    Läßt sich nur mit dem Gunze-Verdünner verdünnen bzw. entfernen. Deshalb verwende ich es auch nur mit meiner altgedienten Badger 150.

    Gruß
    Norbert
     
  4. #3 Han Solo, 17.07.2008
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    Universal-Nitro-Verdünner geht auch gut zum Reinigen der Pistole:TOP: .
    Ich verwende die Surfacer seit längerem mit Airbrush und Pinsel, je nach dem.
    Dass er stärker schrumpft ist logisch, da er ja recht dünnflüssig ist;) .
    Der Surfacer aus der Dose hat halt auch alle Nachteile einer Spraydosenlackierung.
     
  5. #4 fatfrets, 17.07.2008
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    Wofür ist diese Spray-Spachtel eigenlich gut? Einfach bessere Art von Dosierung oder wieder ganz normale "schnicki-schnacki" was den Modellbauern immer-wieder angedreht wird?:?!
     
  6. thud68

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    Das Spray sollte man nur als Ergänzung sehen und auch nur verwenden, wenn man Erfahrung im Umgang mit Spraydosen hat bzw. vorher etwas übt, sonst "ersäuft" das Modell ganz schnell. Also mit lockerem Handgelenk "Nebeln" und nicht starr "direkt draufhalten". Die mitglieferte Spraydüse ist vom Öffnungswinkel eher suboptimal, aber man kann diese durch feinere Düsen aus dem Graffitibedarf ersetzen. Der Vorteil der Spraydose gegenüber der Spritzpistole ist, dass man keine Arbeit mit Saubermachen hat und es sehr schnell geht. Auch härtet der Spachtel in der industriell vorgegebenen Mischung optimal aus. Das ganze ist aber recht teuer.
    Für feinere Sachen sollte man die anderen Surfacer (die ganz hervorragende Produkte darstellen) mit der Airbrush und Nitroverdünnung nehmen. Universalverdünnung bitte nur zum Reinigen benutzen, da der Spachtel sonst weit weniger gut aushärtet, als mit Nitro. Universalverdünnung ist halt "Gelumpe".
    Die sogenannte Resingrundierung von Gunze bringt dagegen keine Vorteile. Da wurde nur ein Teil des Lösungsmittels durch Petroläther ersetzt. Warum man das genau getan hat, weiß ich nicht. Vielleicht gab es mal in Japan komische Resinsorten. Es ist jedenfalls nicht so, dass die Resingrundierung besser hält.
    Sollte aus irgendeinem Grund der Surfacer nicht richtig halten und beim Nachschleifen abplatzen, kann man auch einen Haftvermittler auf Alkydharzbasis (gibt es in jedem besseren Baumarkt) mit Nitroverdünnung aufspritzen. Der härtet zwar langsamer aus, als der Surfacer und setzt das Schleifpapier furchtbar zu, hält dafür aber immer und ist unschlagbar billig und immer verfügbar.
     
  7. Hoffi

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    Hallo zusammen,

    besten Dank für Eure Antworten und Tips. Ich hatte mir das Spray vor allem deshalb gekauft, um großflächige Ausbesserungen vorzunehmen (z.B. auf der Tragflächenoberseite).

    Aber dass man natürlich den "normalen" Spachtel aus dem Glas auch verdünnen und mit der Airbrush auftragen kann, darauf bin ich gar nicht gekommen. Ist sicher auch besser und viel genauer!

    Also nochmals besten Dank!
     
  8. Hoffi

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    Da fällt mir grade noch eine Frage ein: Wo (also in welchem Fall) greift Ihr denn zum Airbrush um zu spachteln? Bisher habe ich die Spachtelmasse immer nur mit einem Spatel an die entsprechenden Spalten gedrückt und nach einer Weile geglättet.
     
  9. #8 Hans Trauner, 17.07.2008
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    Naja, da sind die Modellbauer schon selber schuld.Der Materialfetischismus ist nicht auszutrotten und wird es auch wohl nie sein.

    Ich hab den "Vorteil" von Gunzes Spritzspachtel bis heute noch nicht wirklich verstanden und ich bemühe mich wirklich um eigentlich fast jedes Material, dass im Modellbau eingesetzt wird. Gut, es ist ein Spritzspachtel. Deckt gut, füllt gut, stinkt erbärmlich und ist nur mit 'scharfem' Lösemittel zu verarbeiten ( Testbenzine mit hohen Anteilen an Xylol, Toluol etc etc). Spritzspachtel gibts von Dutzenden Herstellern - wirklich Sinn macht doch sowar nur bei einem Multimedia-Kit (viel unterschiedliches Material) und evtl. sehr grossen Spachtelstellen.

    Da tut es aber auch alles, was es an gut haftender Grundierung gibt: Ob Holts, Tamiya oder Gunze aus der Spraydose - oder einfach Farbe. Wenn ohnehin überschliffen werden muss, reicht Enamel-Farbe (=Alkydharzfarbe) aufgepinselt und überschliffen.

    Ein Muss ist Gunze ganz bestimmt nicht und schon gleich gar kein Wundermittel. Natürlich hat jeder seine bevorzugten Materialien und die will ich auch niemanden ausreden, ganz bestimmt nicht, aber es gibt immer Alternativen.

    H
     
  10. #9 Han Solo, 17.07.2008
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    Ich hab mir den Spachtel mal zum Verschließen von feinen Spalten gekauft, mit Pinsel aufgetragen eine tolle Sache find ich. Viel weniger Schleifarbeit. Ansonsten verwend ich ihn als Grundierung (Airbrush) auf Resin, oder wenn ich eine raue Oberfläche habe und zu faul bin die abzuschleifen. Sehr schön auch als erste Grundierung bevor mit Metalliclacken lackiert wird.
    Zur verarbeitung nehm ich natürlich den Verdünner von Gunze, zum Reinigen den Universalverdünner :TOP: .
    Aber letztlich kann man darüber natürlich wieder eine unendliche Diskusion lostreten. Besser selber ausprobieren, wie es einem liegt.
     
  11. thud68

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    Der Spritzspachtel zeigt einerseits jede Ungenauigkeit, andererseits braucht man eine Stelle die ok ist, nicht wieder nachzuarbeiten. Weiterhin hat der Spritzspachtel eine viel bessere Bruchmechanik, als jedes Resin oder Polystyrol. Somit läßt sich besser Schleifen und Gravieren. In den Spritzspachtel kann man Gravuren von einer solchen Schärfe und Genauigkeit und mit hoher Geschwindigkeit einbringen, wie dies anders nicht möglich ist. Insofern ist dies schon ein Wundermittel.
    Jetzt am Beispiel deiner Aero-300. Die großen Bausatzteile würde ich zuerst mit einer Alkydharzgrundierung versehen, danach Linien nachziehen, Löcher der Luftblasen mit Pinsel und Alkydharz auffüllen, Anschleifen, Gunze darüberspritzen, Feinschliff. Danach hat man eine Top-Oberfläche. Andernfalls schleift man sich leicht einen "Wolf".
    Im Profi-Bereich wird grundsätzlich alles grundiert. Das ist zwar ein Arbeitsgang mehr, führt aber nicht nur zu einer Verkürzung der anderen Arbeitsgänge und damit Arbeitszeiteinsparung, sondern auch zu einer höheren Qualität. Im Profi-Bereich werden dann auch oft 2k-Spritzspachtel verwendet, für deren Verarbeitung man aber wegen der hohen Gesundheitsschädlichkeit dieser Stoffe eine leistungsstarke Absauganlage benötigt. Mr.Surfacer kann aber, bis auf die längere Aushärtezeit, durchaus mit 2k-Grundierungen aus dem Profi-Bereich mithalten.
     
  12. Auita

    Auita Space Cadet

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    Moin,

    also ich benutze den Spritzspachtel gar nicht zum spritzen mit der Airbrush. Damit eine super Oberfläche zu bekommen ist eine Sache, aber ich benutze ihn eigentlich eher, um kleine Stellen auszubessern, bei denen ich im Umfeld so wenig wie möglich schleifen will um Gravuren zu schonen...

    Ein kleines Tröpfchen mit der Zahnstocherspitze reicht in solchen Fällen und schont das Umfeld...

    Hier z.B. habe ich "komische Löcher" und falsch gesetzte Nieten ausgebessert...
     

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  13. Auita

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    oh.... ich sehe gerade: an die Löcher muß ich wohl nochmal ran, da ist der Spachtel sehr geschrumpft und noch nicht ausreichend...
     
  14. Sören

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    Warum nimmst für sowas nicht gleich Sekundenkleber? Der schrumpft nicht
     
  15. Auita

    Auita Space Cadet

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    ich dachte immer: Kleber ist zum Kleben und Spachtel zum Spachteln...:)

    Spaß beiseite, Du hast natürlich Recht, das geht auch und wäre in diesem Fall wohl besser gewesen...
     
  16. Hoffi

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    Hallo zusammen,

    besten Dank für Eure Informationen zum "Spritzspachteln"! Haben mir einen guten Einblick in diese Technik gegeben!
     
  17. Hoffi

    Hoffi Space Cadet

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    Ich lesen übrigens immer in diversen Modellbauzeitschriften, dass man Resinmodelle am besten mit einem Gemisch aus Sekundenkleber und Mehl spachtelt. Hat das schon mal jemand ausprobiert???
     
  18. thud68

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    Nicht Mehl, sondern Backpulver. Dient als Füllmittel und nimmt dem Sekundenkleber etwas die Härte. Funktioniert sehr gut.
    Ach so, weil das Zeug nicht immer in kleine Löcher will... Ich ziehe mir dann einen Gußast auf ungefähr Lochstärke aus und klebe kleine Stücke davon dann mit Sekundenkleber ein. Nach Abbinden dann glattschleifen.
     
  19. #18 Thorsten Wieking, 18.07.2008
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    Das merke ich mir mal, denn gerade mit den ganz feinen Luftblasen habe ich so meine Probleme - irgendwie will da weder Mr. Surfacer noch Sekundenkleber rein.

    Danke.

    Gruß
    Thorsten
     
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  21. #19 Warthog85, 22.07.2008
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    Eignet sich die Mr. Surfacer 500 Spachtelmasse zur Darstellung von rauen Oberflächen in 1/72?
    Suche eine einfache Möglichkeit den rauen Feuerschutzlack der US Navy Bomben zu verwirklichen.
     
  22. #20 Wolfgang Henrich, 22.07.2008
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    wenn man rau und antrocknent spritzt....aber ansonsten eher nicht. der muss einigermaßen verdünnt werden um gespritzt werden zu können und zieht sich recht glatt.

    da könnte man eher sein Glück mit einem richtig matten Enamellack probieren den man mit Abstand nebelnd lackiert.
     
Moderatoren: AE
Thema: Mr. Surfacer Spritzspachtel
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