Mysteriöser Flug löst Luftalarm aus

Diskutiere Mysteriöser Flug löst Luftalarm aus im News aus der Luftfahrt Forum im Bereich Aktuell; Eine Piper Aztec ist unerlaubt und ohne Flugplan von Litauen nach Bulgarien geflogen, der Pilot hat weder auf Funksprüche noch auf Zeichen...
JohnSilver

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Eine Piper Aztec ist unerlaubt und ohne Flugplan von Litauen nach Bulgarien geflogen, der Pilot hat weder auf Funksprüche noch auf Zeichen aufgestiegener Jets reagiert.
Letztendlich wurde das Flugzeug, nachdem es zwei Mal zum tanken (aus Kanistern?) zwischengelandet war, in Bulgarien auf einem ehemaligen Flugplatz verlassen aufgefunden, vom Piloten fehlt derzeit jede Spur.

 
T6G

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Entweder man wusste wer drin war und man wollte ihn nicht kriegen, oder die Österreicher haben Recht und den ganzen Luftpolizeizirkus braucht man nicht.
 
sixmilesout

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Auf Funksprüche soll der Pilot ebenfalls nicht reagiert haben.


Die US-Jets sind im Rahmen einer Nato-Mission in Rumänien stationiert. Sie versuchten per Handzeichen Kontakt aufzunehmen, doch auch darauf soll der Pilot nicht reagiert haben.
Mir würden schon Lösungs Optionen einfallen, die wären aber nicht so Human. :evil:
 
macfly

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... den ganzen Luftpolizeizirkus braucht man nicht.
Ich habe von Diebstählen, Raubüberfällen und sogar Morden gehört, die hat die Polizei auch weder verhindert, noch bis heute aufgeklärt. Polizei funktioniert also generell auch nicht immer. Folglich müsste doch die Polizei insgesamt abgeschafft werden, schließlich "bringt das ja alles gar nichts"... Oder?

Umgekehrt gefragt, wie viele Fälle gab es bisher, wo ein Pilot so einen Flug durchgeführt hat und letztlich nicht erwischt wurde? Wie oft kam das vor? :-)

Ob der Pilot hier tatsächlich unerkannt bleibt, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass man ein Flugzeug tatsächlich nicht einfach "zur Landung zwingen" kann - jedenfalls nicht zu einer "normalen" Landung...
 
Kenneth

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Es stimmt zunächst mal nicht, dass das Twitter-Foto im T-Online Artikel von einem Webcam auf dem Flugplatz in Ungarn ist. Dieser ist ein Grasplatz, ohne befestigten Rollwege oder Abstellflächen. Sieht eher aus nach dem Zielort in Bulgarien, mit Polizei drumherum. Und in Ungarn soll das Flugzeug gelandet sein, Leute ausgestiegen sein, mit dem Tanken aus mitgebrachten Kanistern angefangen und zu Ende gebracht haben, ohne dass jemand rechtzeitig eingreifen konnten? Mit 1-2 Autos wäre der Weiterflug sehr schnell blockiert. Und jemand macht was illegales, weswegen er wahrscheinlich ohnehin nicht mehr das Flugzeug sehen wird, deckt es jedoch dennoch sorgfältig mit einer Plane ab?
 
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alois

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Und die begleitenden Behörden konnten nicht rechtzeitig die Kieberer vor Ort verständigen? Alles sehr merkwürdig...
 
Kenneth

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Was mir auch auffällt: Wäre es nicht wesentlich unauffälliger gewesen, mit einem ordnungsgemäßen VFR-Flugplan loszufliegen, und dann erst kurz vor knapp Kurs auf dem stillgelegten Flugplatz zu nehmen?
 
macfly

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Und in Ungarn soll das Flugzeug gelandet sein, Leute ausgestiegen sein, mit dem Tanken aus mitgebrachten Kanistern angefangen und zu Ende gebracht haben, ohne dass jemand rechtzeitig eingreifen konnten?
Ich interpretiere den Artikel so, dass die Maschine bis zu der Aktion in Ungarn gar nicht verfolgt wurde. Die sind dort gelandet, der Sportverein hat sich über die ungenehmigte Landung geärgert, der Pilot war unkooperativ - also hat man die Polizei gerufen. Bevor die kommt, haut der Pilot aber schon wieder ab. Würdest du dich da als Flugleiter mit dem Auto in den Weg werfen - zumal du das Kennzeichen notiert hast? Ich nicht. Die Aktion mit den ungarischen F16 usw. kam sicher erst danach - als die Polizei in Ungarn von der Aktion hörte und das weitergab. Dann ging die "große Verfolgung" los.

Was mir auch auffällt: Wäre es nicht wesentlich unauffälliger gewesen, mit einem ordnungsgemäßen VFR-Flugplan loszufliegen, und dann erst kurz vor knapp Kurs auf dem stillgelegten Flugplatz zu nehmen?
Ich bin vor Jahren mal in Polen geflogen, da hatten die allein wegen eines Papst-Besuchs mal eben die Schengen-Regelung außer Kraft gesetzt. Jegliche Ein- und Ausflüge aus dem polnischen Luftraum für alle VFR Maschinen waren nur bei Landung an einem internationalen Flughafen erlaubt. Also haben wir nach dem Grenzüberflug an irgendeinem Verkehrsflughafen gestoppt. Nach der Landung mussten wir im Flugzeug warten, bis nach 1h endlich der Zoll/Polizei Zeit hatte, um uns am Flieger zu kontrollieren. Die Kontrolle dauerte keine zwei Minuten - Blick in den Pass. "Alle deutsch? Guten Flug!" Und wir konnten weiter. Die sinnloseste Zwischenlandung meines Lebens. Ich weiß, das damals einige dieses NOTAM ignoriert haben - und auch einfach ohne Flugplan/ohne Transponder über die Grenze sind - um sich das Geld und Umstand am Verkehrsflughafen zu sparen.

Sind derzeit wegen des Ukraine-Kriegs spezielle NOTAMs in Kraft - in Polen/Litauen/Ungarn/...? Reicht ja, falls so etwas in einem Land derzeit gelten würde. Das könnte erklären, warum jemand, der z.B. etwas schmuggeln möchte - oder der von der Polizei gesucht wird etc, es ohne Flugplan und "unter dem Radar" versucht...
 
Intrepid

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Wenn die (zweimal?) igendwo gelandet sind und dort Kanisterbetankung gemacht haben, hatten die viele Helfer am Boden.

Und für kleine Flugzeuge im unkontrollierten Luftraum gibt es sogesehen keine Luftpolizei. Das passiert so selten, dafür hält man nicht landesweit irgendwelche Kräfte vor. Es gibt auch keine gesetzliche Regeln, wie man Zwang ausüben dürfte. Abschießen ist nicht erlaubt. Man kann so sogar unbehelligt bis zum roten Platz in Moskau fliegen (Mai 1987: Wie einer über den Kreml flog).
 
Kenneth

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So habe ich es auch verstanden. Da ich mich gerade vor der Bügelwäsche drücke, habe ich folgendes aus Daten aus dem Internet grob überschlagen:

Zuladung = (satte!) 860 kg (!)
Tankkapazität = 547 l = 394 kg
2 Personen, sagen wir mal 170 kg
=> noch 296 kg „frei“ (W&B nicht berücksichtigt)
=> ein paar Kanister hätte wohl schon mitgenommen werden können.
Laut Wikipedia verbraucht die Aztec etwa 100 l/h
 
T6G

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Ich habe von Diebstählen, Raubüberfällen und sogar Morden gehört, die hat die Polizei auch weder verhindert, noch bis heute aufgeklärt. Polizei funktioniert also generell auch nicht immer. Folglich müsste doch die Polizei insgesamt abgeschafft werden, schließlich "bringt das ja alles gar nichts"... Oder?

Umgekehrt gefragt, wie viele Fälle gab es bisher, wo ein Pilot so einen Flug durchgeführt hat und letztlich nicht erwischt wurde? Wie oft kam das vor? :-)

Ob der Pilot hier tatsächlich unerkannt bleibt, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass man ein Flugzeug tatsächlich nicht einfach "zur Landung zwingen" kann - jedenfalls nicht zu einer "normalen" Landung...
Entschuldigung, ich habe glatt vergessen ein Sarkasmus-Schild aufzustellen!

Und die begleitenden Behörden konnten nicht rechtzeitig die Kieberer vor Ort verständigen? Alles sehr merkwürdig...
Aber auch Alois meint das die Sache sehr merkwürdig ist.

Und Achtung Sarkasmus:
aus den gesamten Beiträgen lese ich heraus:
Drogenkuriere macht den Unsinn mit Kleinflugzeugen, dort läßt man euch wegen dem Aufwand in Ruhe.

Sarkasmus aus!

Meine Lösung wäre wohl gewesen, in der Luft begleiten und am möglichen Landeplatz schnellstmölich Einsatzkräfte postieren. Ist ja Aufwand aber wenn dann.
Man muss ja nicht immer gleich alles abschiessen was fliegt.
 
macfly

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So habe ich es auch verstanden. Da ich mich gerade vor der Bügelwäsche drücke, habe ich folgendes aus Daten aus dem Internet grob überschlagen:
Falls die Arbeit mit der Bügelwäsche noch immer drohen würde, und du lieber noch etwas weiter rechnen würdest: laut diesem Artikel sind mindestens 5 oder 6 Leute in Ungarn ausgestiegen, als sie die Maschine aus Kanistern betankt haben. Das verändert die W&B Berechnung doch deutlich...

Nicht, dass die am Ende etwa noch überladen geflogen sind... Das wäre nicht nur illegal, sondern auch grobfahrlässig... ;-)


The media quoted the director of the airport in Debrecen, Hungary, who reportedly said the Beechcraft also landed at a small airport in Hungary. Reportedly five or six people got off and refuelled the plane using jerrycans.
 
Kenneth

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Wird immer bunter 😳 Mir fällt gerade ein, dass wenn ich mich nicht täusche, dann hat die Autec zwei große Gepäckfächer, eins in der langen Nase und eins hinter der Kabine. Also Platz für Kanister. Geflogen ist sie ja, fragt sich nur wie viel Kanister und Leute in der Tat an Bord waren…
 
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Meine Lösung wäre wohl gewesen, in der Luft begleiten und am möglichen Landeplatz schnellstmölich Einsatzkräfte postieren.
Habe ich schon so erlebt. Weil ein Pilot keine NOTAMs gelesen hat und in die 30-NM-Sperrzone beim Pabstbesuch geflogen ist. Der kam mit Polizeihubschrauber-Begleitung zum Platz geflogen, am Tor stand schon ein Streifenwagen und fragte nach Einfahrt. Der Flugleiter musste Amtshilfe leisten und die Flugvorbereitung an sich nehmen. Und der Pilot wurde zur Vernehmung abgeführt.

In Frankreich ist mal einer unserer Fluglehrer verhaftet worden, weil er Radarvectoren folgte die ihn über ein Kernkraftwerk führten. Der arme Kerl wurde Nachts um 2:00 Uhr wieder auf freien Fuß gesetzt - mit einem "sorry", weil ihm nicht vorzuwerfen war. Entschädigung, Hotelgutschein, irgendetwas in der Richtung: Fehlanzeige.

Also passieren tut das schon. Mir fallen aber weit mehr Gelegenheiten ein, wo eben nichts passierte.
 
JohnSilver

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Allzu viele Kanister müssen das gar nicht gewesen sein.

Laut Handbuch hat die Aztec C (kann man hier runterladen), bei Intermediate Cruise eine Reichweite von grob 1080 statute miles, bei Long Range sogar 1160 sm, abzüglich Sprit für 2 Zwischenlandungen.

Die Entfernung vom Start- zum Zielflugplatz mit Umweg über Ungarn sind grob aber nur etwa 1000 stat. miles.



Ich spekuliere mal:
Bei den Zwischenlandungen wurde jemand oder etwas aufgenommen und die Tanks etwas aufgefüllt.

Wobei ich mich gerade frage, ob die Kanister, die angeblich gesichtet wurden, nicht etwas anderes waren.
 
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