National Museum of the United States Airforce, Dayton OH, USA

Diskutiere National Museum of the United States Airforce, Dayton OH, USA im Luftfahrt im Museum Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Während schon immer eine schwarze CH-3E im der Nordöstlichen Ende des 2. Hanagrs steht, so wird dort jetzt auch eine HH-3E Jolly Green Giant mit...
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Während schon immer eine schwarze CH-3E im der Nordöstlichen Ende des 2. Hanagrs steht, so wird dort jetzt auch eine HH-3E Jolly Green Giant mit Luftbetankungssonde ausgestellt.
Sie wird in Südostasien Tarnfarben gezeigt.
Die US Air Force entwickelte sie Sikorsky HH-3E mit dem Kosenamen Jolly Green Giant um Kampfrettungseinsätze (CSAR) zur Rettung von abgeschossenen oder abgestürzten Besatzungen in Südostasien durchzuführen. Der Sikorsky CH-3 Transporthubschrauber wurde dafür mit Schutzpanzerung und Waffen versehen, um Schutz vor gegnerischen Kräften im Kampfgebiet zu bieten.
Fünfzig CH-3E's wurden mit Schutzplatten, Selbstabdichtenden Tanks, Verteidigungswaffen und einer Rettungswinde modifiziert. Mit ihrem wasserdichten Rumpf konnte sie im Wasser landen und die große Heckklappe und Rampe boten einen einfachen Lade- und Entladezugang.
Sie war der erste luftbetankbare Hubschrauber und zusammen mit den Außen Zusatztanks wurde die Reichweite so nur noch von dem Durchhaltevermögen der Besatzung limitiert.
1967 wurde das demonstriert, als man mit einem Langstreckenflug von zwei HH-3E's von New York nach Paris einen Weltrekord aufstellte.
Diese Langstreckenkapazität erlaubte CSAR Einsatze überall im Südostasischen Kriegsgebiet und sie nahmen auch an dem Rettungsversuch amerikanischer Kriegsgefangenen aus dem Son Tay POW Camp 1970 teil.

Die gezeigte Maschine mit der Seriennummer 67-14709 hat eine lange und bemerkenswerte Einsatzgeschichte. Sie wurde dem 37. Luftrettungs und Bergungsgeschwader auf der Da Nang Air Base zugewiesen und flog mit dem Callsign Jolly Green 22.
Am 14. März 1968 versuchte sie, als Bestandteil einer Rotte aus zwei Maschinen eine abgeschossene Besatzung einer US Marine Corps F-4 Phantom aus Nordvietnam herauszuholen. Einer der beiden Besatzungsmitglieder konnte geborgen werden, dann zwang schweres Maschinengewehrfeuer
einen Abbruch, bevor man auch den zweiten Mann bergen konnte.
Die Waffeneinwirkung hatte Jolly 22 beschädigt, aber die Besatzung wagte einen zweiten Versuch. Leider hatten die Vietkong in der Zwischenzeit den Marine getötet und einen Hinterhalt eingerichtet.
Trotz massiven Beschuss entkam man ein zweites Mal mit 68 Löchern im Rumpf, einer herausgeschossenen Cockpitscheibe und Löchern in den Rotorblättern.
Für diesen Einsatz wurde die Crew von Jolly Green 22 für das Air Force Cross vorgeschlagen, aber nur der Pilot, Major Stuat Hoag, Copilot Oberstleutnant Gerald Lowe und der Fallschirmretter Unteroffizier Dennis Richardson bekamen Silver Stars während der Flugingenieur, der sich dem Feuer ausgesetzt hatte und wohl den Hubschrauber gerettet hatte, einen Purpel Heard für seine Kampfverletzung erhielt.
Nach einer neuen Begutachtung durch die Air Force bekam der inzwischen im Ruhestand befindliche Master Sergeant Richardson das Air Force Cross für sein Handeln unter Beschuss im Jahre 1968.
Während der 32 Monate in Vietnam bekamen Besatzungen der "709" (abgeleitet aus ihrer Seriennummer) ein Air Forc Cross und 14 Silver Stars als Anerkennung ihres Mutes. Ihnen wurde die Rettung von 27 Amerikanischen Besatzungsangehörigen zugesprochen.
Nach dem Krieg führte "709" einen weiteren wagemutigen Rettungseinsatz im Gelben Meer durch. In der Nacht vom 30. auf den 31. Maerz 1979 barg Major James E. McArdle Jr und seine Crew 28 Seeleute von dem Taiwanesischen Frachter Ta Lai, der auf Grund gelaufen war. Man kämpfte gegen 5 Meter hohe Wellen und Sturm und führte 3 Flüge durch, bis alle Schiffbrüchigen zur Kwangju Air Base in Südkorea evakuiert waren.
Dafür bekam der Major und seine Crew 1979 die MacKay Trophäe, die jedes Jahr für den verdienstvollsten Flug des Jahres von der amerikanischen Luftwaffe vergeben wird.
Nach der Befreiung Kuwaits durch den Desert Storm wurde die Maschine 1991 außer Betrieb genommen und 2010 vom Museum restauriert.

 
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Übrigen kommt der Name Jolly Green Giant von einer Werbefigur einer Konservendosenfirma in Minnesota.
Wegen der Größe des Hubschraubers und seiner grünen Lackierung bekam er zügig diesen Spitznamen verpasst und die Michigan National Guard, die ihn einige Jahre flog, malte dies Figur in ihr Hangar auf der Selfridge Airbase.


 
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Gleich nebenan steht jetzt eine Bell UH-1P in einer Szene, die eine weitere heldenhafte Extraktion zeigt.

Bell UH-1P Iroquoise

Die UH1 ist eine Weiterentwicklung aus einem Wettbewerb der US Army für einen neuen Nutzhubschrauber. Die Army setzte ihn in verschiedensten Rollen ein, inklusive als bewaffneter Begleithubschrauber und als Gunship.
Die Army bezeichnete ihn ursprünglich als HU-1 was zu dem inoffiziellen Spitznamen Huey führte. Alle US Streitkräfte nahmen ihn später in Dienst, genauso wie zahlreiche andere Länder und 1962 wurde er nach einer Vereinbarung von drei Teilstreitkräften UH-1 umbenannt. Die USAF orderte die UH-1F Huey in den frühen 60er Jahren für den Nachschub von Raketensilos und die TH-1F für Ausbildungsflüge, Winchtraining und medizinische Evakuierungen. Später orderte man bessere Varianten der Huey. Die HH-1H verfügte über einen längeren Rumpf und einen größeren Laderaum. Diese wurden in den 70er Jahren als lokale Rettungshubschrauber auf Luftstützpunkten stationiert, wobei sie die HH-43 Huski ersetzte.
Die erste UH-1N, eine Variante mit zwei Triebwerken, die mit einem Triebwerk fliegen konnte, wurde 1970 beschafft.
Die ausgestellte Huey diente in Südvietnam beim 20. Special Operation Squadron wo sie gefährliche und streng geheime Einsätze flog um Spezialkräfte nach Laos und Kambodscha brachte. Im Juni 1969 wurde sie zu einem UH-1P Gunship umgebaut und mit 2 Raketenabschussbehältern und zwei Miniguns ausgestattet.
Die Museums UH-1P ist konfiguriert und lackiert wie die UH-1F, die Leutnant Jim Fleming am 26. November 1968 flog. An diesem Tag trotzte er intensivem Feindfeuer, um ein Aufklärungsteam zu retten, das kurz davorstand von einer übermächtigen feindlichen Einheit überrannt zu werden. Für diese Tat bekam Fleming die Medal of Honor.
Green Hornets als Retter
Oberst James P. Fleming, Medal of Honor.
Am 26. November 1968 setzten Helikopter des 20. Special Operations Squadron „Green Hornets“ das Aufklärungsteam „Chisel“ in der Nähe von Duc Co, in Südvietnam ab. Als Teil der verdeckten DANIEL BOONE Operation entlang der Staatsgrenze zu Kambodscha geriet das 6-Mann-Team sofort unter Feuer durch eine feindliche Übermacht und musste sich an ein nahes Flussufer zurückziehen.
Während die Kommunisten sie von drei Seiten unter Beschuss nahmen und kurz davor standen, die Stellung zu überrennen, erbat man über Funk eine Notabholung.
Die Green Hornets hörten den Notruf und kehrten um, um die bedrohten Männer aus der brenzlichen Lage zu holen.
Trotz schwerem Beschuss flog Oberleutnant (später Oberst) Flemming seine UH-1F über die Landezone während Major (später Oberstleutnant Leonard Gonzales, mit seinem Gunship Feuerschutz gab.
Ohne sichern Landeplatz und unter schwerem Beschuss drehte Fleming ab und flog erneut an, der schwebte knapp über dem Fluss am Ufer und die Door Gunner zwangen den Feind in die Deckung. Das gab dem Chisel Team die Möglichkeit zum Helikopter zu sprinten. Door Gunner Sergeant (später Master Sergeant) Fred Cook erinnerte sich später, „dass der Beschuss so dicht war, dass man drauf hatte laufen können.“
Während er mit seinem M60 Maschinengewehr einhändig zurückschoss, zog Cook mit der anderen Hand die Mitglieder des Chisel Teams an Bord.
Dicht über dem Wasser entkam man unter dichtem Feuer und trotz zahlreicher Einschusslöcher wurde keiner verletzt.|
Für seinen Mut bekam Fleming das Destinguished Flying Cross, Flemmings Copilot, Major (später Oberleutnant) Paul McClellan bekam den Silver Star, Gonzales das Air Force Cross. Die anderen teilnehmenden Green Hornets bekamen elf Distingueshed Flying Cross, einen Silver Star und zwei Air Medals.

Für mich als Vater eines US-Offiziers ist es ziemlich beruhigend zu wissen, dass unsere Streitkräfte schon immer alles Menschenmögliche getan haben, um unsere Soldaten zurückzubringen.

 
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Echter Wahnsinn...
Bei manchen Modelen wundert man sich, daß diese schon so nah zu betrachten sind.
Weiß jemand wo der Toni herkommt?
Vielleicht Zeit, diese Frage von vor 13 Jahren einmal zu beantworten.

Ich übersetze hier die ganze Tafel:
Panavia Tornado GR1
Während des Golfkrieges von 1991 machten die Planer des Krieges die Ausschaltung der irakischen Luftverteidigung zum Schwerpunkt.
Zum Start der Operation DESERT STORM (von den Briten Operation GRANBY genannt), griffen Royal Air Force (RAF) Tornado GR1's irakische Fliegerhorste mit Tiefflug Anti Runway Waffen vom Typ Hunting JP233 an, um die Luftverteidigung zu unterdrücken.
Danach flogen GR1's Angriffe in mittlerer Höhe mit 1000 Pfund Bomben. Am Ende das Konflikts flogen sie Angriffe auf strategische Ziele mit Paveway II Laser gesteuerten Bomben.
Die Tornados flogen mehr als 1500 Einsätze, die meisten Nachts. Damit spielen die GR1 Besatzungen eine wichtige Rolle dabei, die Irakischen Streitkräfte zum Rückzug aus Kuwait zu bewegen. Die RAF verlor dabei sechs GR1's während des Konflikts.
Die Entwicklung des Tornado begann 1968 als Großbritannien, Westdeutschland und Italien ein Gemeinschaftsprojekt startete, um einen Überschall fähiges und tieffliegendes Kampfflugzeug zu bauen. Es wurde die Firma Panavia Aircraft von allen drei Nationen gegründet, um den Schwenkflügler zu bauen und der erste Prototyp flog am 14 August 1974.
Die Einsatzmaschinen wurden ab Juli 1980 ausgeliefert.
Tornados können eine ganze Reihe von Waffen tragen, inklusive der Anti Radar Rakete ALARM um die Luftabwehr zu bekämpfen (SEAD) sowie die Paveway II und III Laser gesteuerten Bomben.
Die RAF modifizierte eine ganze Reihe von Maschinen, sodass sie Sea Eagle Anti Schiffs Raketen einsetzen konnte. Diese Variante wurde GR1B benannt.
Die ausgestellte Maschine flog im 17. Geschwader von Dharan, Saudi Arabien aus und trug Wüsten Tarnung und bekam den Namen Miss Behavin (Fräulein Benimm).
Sie ist zurzeit lackiert als eine Maschine des 617. Geschwaders. Sie kam in das USAF Museum im Oktober 2002 als eine Spende der RAF.

 
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F-4phan

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Die "Nose Art" "Miss Behavin" hat doppelte Bedeutung, einmal wie schon oben erwähnt (Fräulein Benimm), zum anderen als ein Wort "missbehavin(g)" mit der Bedeutung "schlecht benehmen" (für den Feind:3sauer:)
 
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Stimmt und für RAF vor 30 Jahren im scharfen Einsatz ist die Dame ja recht züchtig bekleidet.
 
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Im Raketensilo zwischen der 3. und der 4. Halle hat sich auch etwas getan.

Safe mit den Angriffsplänen, fast wie in dem Film Dr. Seltsam!

Dieser Container aus einem USAF B-52-Bomber enthielt die Geheimcodes, die benötigt wurden, um nukleare Angriffe zu starten. Diese Codes wurden umgangssprachlich Kekse oder auch Eintrittskarte genannt. Die Kiste war am Flugzeugboden verankert und enthielt auch Karten und Beschreibungen. Der Pilot und der Navigator hätten im Ernstfall zwei Schlösser öffnen müssen, um an die Pläne zu gelangen.

Blitzbrillen für Luftfahrzeugbesatzungen
Diese Brillen sollten die Augen der Crew vor dem intensiven Lichtblitz einer nuklearen Explosion schützen. Die elektrisch ausgelösten Brillen wurden an den Standard Helm angebracht und wären undurchsichtig geworden, sobald ein Blitz erkannt wurde und konnte dann wieder zurückgestellt werden.

Das offizielle Motto der USAF Nuklearstreitkräfte lautete, „Frieden ist unser Beruf“, was die Crews mit der inoffiziellen Erweiterung, „Krieg ist nur unser Hobby versahen“.


 
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Hier noch ein weiterer Retter, der in der 3. Halle steht.
MH-53M Pave Low IV
Die Spezialkräfte der USAF benutzten Sikorski MH-53M, um unerkannt in vom Feind kontrolliertes Gelände zu kommen. Sie war in der Lage bei Tag und Nacht und in schlechtem Wetter zu operieren. Dieser Hubschrauber führte Langstrecken Tiefflug Missionen aus, um Spezialkräfte abzusetzen, aufzunehmen und zu versorgen.
Die MH-53 waren ursprünglich HH-53 "Super Jolly Green Giants", die von der US-Luftwaffe in Südostasien benutzt wurden.
Uber die Jahre wurde er unzählige Male verbessert und upgegradet. In den 70er Jahren wurde die Beplankung ersetzt und Triebwerke und Rotoren wurden ersetzt. Zusammen mit den Verbesserungen gab es eine neue Bezeichnung MH-53 („M“ für Multi Mission und „H“ für Helikopter).
Die wichtigste Kampfwertsteigerung der Super Jollies war das Pave Low Program, welches sie modifizierte, um bei Nacht und bei schlechtem Wetter einsetzbar zu sein. Die Modifikation umfasste FLIR (Nach Vorne gerichtete Infrarotsensoren, GPS, Doppler Radar Navigationssysteme sowie Bodenfolgesysteme und Hindernisumgehungssysteme.
So konnte sie am Ende bei jedem Wetter verdeckte Einsätze fliegen.
Die MH-53M Pave Low IV hat ein weiteres System, das das Einsatzspektrum erweitert. Dieses System gab der Crew einen Echtzeitzugriff auf alle Gefechtsfeld Daten auf einer farbigen digitalen Karte, die mit den Nachtsichtbrillen gekoppelt war. So konnten Datenströme von Satelliten in fast Echtzeit angezeigt werden um Gefahren wie Stromleitungen und Feindliche elektronische Abwehrmaßnahmen angezeigt werden.
Das ausgestellte Luftfahrzeug war dem 20. Expeditionary Special Operation Squadron zugeordnet und der letzte Einsatz war ein Kampfeinsatz im Irak am 28. März 2008. Während seiner 38 jährigen Karriere nahm er an vielen wichtigen Einsätzen teil.
So transportierte er die Befehlshaber der Operation KINGPIN, die amerikanische Gefangene aus dem Son Tay Lager befreien sollte, es war das letzte von 5 HH-53, die an dem Einsatz teilnahmen.
Nach Vietnam flog es viele weitere Einsätze inklusive für Operation Desert Strom und Operation IRAQI FREEDOM bevor es in den Ruhestand ging.
2008 wurden alle MH-53 durch die CV-22 Osprey ersetzt.

Rufname "Apple1"
Bevor diese HH-53 (Seriennummer 68-10357) zur MH53M umgebaut wurde, nahm sie am Son Tay Angriff teil, einem der wichtigsten Angriffe des Krieges in Südostasien. Geflogen von Oberstleutnant Warner A. Britton, mit dem Rufzeichen Appel 1 trug er die Befehlshaber der Aktion, die geplant wurde, um amerikanische Gefangene zu befreien, von denen man anhamen, das sie in dem Lager seien.
In der Nacht vom 20. auf den 21. November 1970 machten sich Sturmtrupps auf den gefährlichen Weg nach Nordvietnam und die Hubschrauber landeten versehentlich 500 m vom Gefängnis entfernt. Der Trupp wurde in ein Feuergefecht verwickelt bevor Apple 1 zurückkehrte, um sie wieder aufzunehmen. Bemerkenswerterweise gab es keine Verluste.
Apple 1's Crew wurde mit folgenden Orden ausgezeichnet:
Oberstleutnant Britton bekam das Air Force Cross, Major Montrem, Master Sergant Harvey, Master Sergant Tasker und Staff Sergant Hoberg bekamen Silver Stars.
Es gibt noch eine Ausstellung mit einer durchschossenen und notdürftig geflickten Treibstoffleitung in der Südostasien Galerie in der 2. Halle, von der ich in 2 Wochen noch berichten werde, ich glaube, die wurde hier noch nicht gezeigt.

 
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Schon seit 12 Jahren hier und es wurde auch über die Ankunft hier berichtet, aber gezeigt hat sie bisher noch niemand, was ich dann jetzt nachholen werde.

Boeing C-17 Globemaster III
Indienststellung 1993, ist die C-17 Globemaster III das neueste und vielseitigste Transportflugzeug der US Air Force. Sie ist in der Lage schnelle strategische Truppenverlegungen durchzuführen und verschiedenste Arten von Fracht zu Einsatzbasen oder direkt zu kleinen Plätzen zu bringen.
Sie kann gleichfalls taktische Lufttransporte und Absetztflüge sowie ausgestattet mit Tragen Ambulanzflüge als Medivec durchführen.

Die Dreimann-Crew aus Pilot, Copilot und Lademeister bedient die Maschine, die 170.000 Pfund (ca. 77 t) Fracht transportieren kann. Die Große Hecktür erlaubt den Transport von nahezu allen lufttransportfähigen US Army Fahrzeugen inklusive des M1 Abrahams Standard Kampfpanzers sowie pelletierter Fracht.
Sie kann auf Runways ab 3.500 Fuß (ca. 1.067 m) Länge und nur 90 Fuß (ca. 27 m) Breite starten und landen. Die vier Pratt&Whitney F117PW-100 Triebwerke können mit der Schubumkehr benutzt werden um die Landegeschwindigkeit zu reduzieren. Die Schubumkehr nach oben und vorne, um das Einsaugen von Staub und Dreck zu verhindern.
Die Schubumkehr wird ebenfalls eingesetzt, um auf engen Plätzen Rückwärts zu rollen oder um mithilfe der Dreipunktsternmethode zu drehen.
Die Globemaster III, die hier gezeigt wird ist die Prototyp C-17, die von Douglas Aircraft Co. gebaut wurde, die heute zu Boeing gehört. Sie wurde als T-1 bezeichnet (Serien# 87-0025). Der Erstflug erfolgte am 15. September 1991, als es zur USAF Base in Edwards / CA zum Testen überführt wurde. Nach dem Beenden des intensiven Flugtestprogramms wurde sie für unzählige Flug und Antriebsprogramme für USAF, NASA und andere Organisationen eingesetzt.
Sie ist in zahlreichen Filmen zu sehen gewesen, wie in „Transformers“ von 2007, „Transformers: Revange of the Fallen“ von 2009, „Iron Man“ von 2008 und „Iron Man 2“ von 2010. Nach 20 Jahren unterschiedlichster Testflüge erreichte die T-1 das Ende ihrer fliegerischen Karriere und wurde auf der USAF Base in Edwards 2011 außer Dienst gestellt um dann im April 2012 in das Museum geflogen zu werden, um eine neue Karriere zu starten.

Technische Daten
Flugbesatzung: Drei (Pilot, Copilot und Lademeister)
medizinische Besatzung für Medivac : Fünf (zwei Krankenpfleger und drei Medizintechnische Assistenten)
Triebwerke: Vier Pratt&Whitney F117-PW100 Turbofan Triebwerke mit jeweils 40.440 Pfund Schub
Ladevermögen : 170.900 Pfund (ca. 78 t) Fracht oder 102 Soldaten oder Fallschirmjäger oder 36 Tragen und 54 ambulante Patienten.
Geschwindigkeit 518 mph (Mach.74) auf 28.000 Fuß.
Die Reichweite ist mithilfe der Luftbetankung global bzw. unbegrenzt, sprich man kann jeden Punkt der Welt bedienen und ohne Landung zum Startpunkt zurückkehren.


 
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Vielen Dank für euer Interesse und die viele Zustimmung für mein kleines Update hier.
Das ist vorerst mein letzter Post, aber ich werde nach dem 4th of July Wochenende wohl wieder hinfahren, denn die X-32 habe ich irgendwie verpasst in der 4. Halle, wobei ich wie gesagt da auch wie ein alter Mann nur noch hinken konnte und die Motivation rapide sank.

Auch schon lange in der 3. Halle, aber noch nicht gezeigt wurde die Douglas C-133A Cargomaster.

Die mit Propellerturbinen angetriebene C-133 wurde entwickelt, um die Forderung der USAF nach einem großen strategischen Transportflugzeug zu erfüllen.
Die Cargomaster wurde damals ohne einen Prototyp gleich in Serie gebaut. Der Erstfluge erfolgte am 23. April 1956 und als die Produktion 1961 endete, hatte Douglas 35 C-133A und 15 C-133B gebaut. C133's begannen militärische Lufttransporte weltweit 1958 und zwei C133 stellten einen Geschwindigkeitsrekord nach Europa auf dem ersten Flug auf. Mit ihren Heck- und Seitenladetüren waren sie in der Lage eine ganze Reihe von militärischer Fracht zu laden.
Am bemerkenswertesten war die Fähigkeit ballistische Raketen wie die Atlas zu transportieren, schneller und billiger als per Trailer. Abgelöst wurde sie 1971 von der größeren C5A Galaxie.
Die ausgestellte C-133A stellte einen Rekord für Propellergetrieben Flugzeuge am 16. Dezember 1958 auf, als es 117.900 Pfund auf einer Höhe von 10.000 Fuß brachte.
Der Flug in das Museum erfolgte am 17. März 1971.



 
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Und weiter geht es. Gestern war es ziemlich voll im Museum, viele Familien im Sommerurlaub und Kirchen- und Pfadfindergruppen bevölkerten die heiligen Hallen. Was mir im Presidential Hanger auffiel, ist die große Lücke, die man dort geschaffen hat, es wird dort sicher demnächst auch etwas Neues geben.



Gleich neben der rechten Tragfläche des Space Shuttle Mock up’s steht die X-32, die ich vor drei Wochen verpasst habe. Ein durchaus hässlicher Vogel. Wie auch schon bei der F-15A hat man einen Bildschirm in die Schautafel integriert, in der ein kurzer Endlosfilm mit Flugaufnahmen läuft.
Ich übersetze die Tafel ins Deutsche. Da es diese Maschine in 1/72 gibt, wer es braucht kann von mir gerne einige Detailaufnahmen in Originalauflösung bekommen.



Die Boeing X-32 war ein Konzeptionelles Demonstrations Flugzeug (CDA) gebaut als Teilnehmer des Multi Purpose Jet Fighter im Joint Strike Fighter (JSF) Wettbewerb der 1996 gestartet wurde.
Boeing baute zwei Varianten, die X-32A und die X-32B, welche zusammen konventionelle Starts und Landungen (CTOL), Kurzstart und Vertikale Landungen (STOVL), und Trägerlandungen (CV). Die X-35's CDA schlug die X-32 in dem Wettbewerb durch die Zusammenfassung der Vertragsbedingungen in einem einzelnen Flugzeug. Sie wurde weiterentwickelt zur F-35 Lightning II.
Der Erstflug der X-32 war im September 2000 und es wurden innerhalb von 4 Monaten insgesamt 66 Flüge durchgeführt. Die Flüge bewiesen die Fähigkeit der Maschinen zur Luftbetankung, Waffenschacht Aktivierung und Überschallflug.
Die Maschine wurde dann 2005 geliefert und 2024 nach einer Restauration ausgestellt.
Technische Daten
Vmax Mach 1.2
Reichweite 660 Meilen (ca. 1.062 km)

Triebwerk P&W JSF119-614 Turbofan mit Nachbrenner und etwa 50.000 Pfund Schub.

 
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Jedenfalls ist die X-32 kein Langweiler - hat schon was in meinen Augen. Aber mir gefallen ja auch französische Flieger der Zwischenkriegszeit. Oder sowas!
 
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Habe ich gestern auch gedacht, obwohl ich ja eigentlich Bundeswehr baue. Auf jeden Fall habe ich so einige Referenzbilder gemacht, die wohl gerade bei einem so wenig dokumentierten Flugzeug hilfreich sind, zumal er als Prototyp während der Erprobung verändert wurde.
 

Flint

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Die X-32 war damals mein optischer Favorit gegenüber der X-35.
Meine Frau sagte immer, das ist ein grinsendes Flugzeug :squint:
 
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Die geschwungene Linie der Tragflächen hat was.

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Die X-32 war damals mein optischer Favorit gegenüber der X-35.
Meine Frau sagte immer, das ist ein grinsendes Flugzeug :squint:
Ernsthaft??? :huh: Diese Gurke?? ... thihihihi, na ja, über Geschmack lässt sich zum Glück entweder vortrefflich oder eben garnicht streiten haha ...


 
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National Museum of the United States Airforce, Dayton OH, USA

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