Neuerscheinungen vom Motorbuch Verlag

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Last Starfighter

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Deutsche Marineflieger


1913 bis heute
Ulf Kaack
Die Marinefliegerei ist eine hoch anspruchsvolle Art der Militärluftfahrt und für Länder mit Seeküste unabdingbar, auch für Deutschland. Das spiegelt sich vor allem in der technischen Entwicklung und den damals wie heute eingesetzten Luftfahrzeugen wider. Dieser Band stellt die spannende Geschichte der deutschen Marinefliegerei dar - von den Anfängen der Luftfahrt bis in die Gegenwart, durch die beiden Weltkriege und die Zeit der deutschen Teilung hindurch bis heute. Von Doppeldeckern über Luftschiffe, Hubschrauber, Aufklärer und Kampfbomber - Ulf Kaack geht hier in thematischer Tiefe und Vollständigkeit auf alle Marineflieger ein.
224 Seiten, 265 x 230 mm






29,90 EUR





EAN: 9783613043541
Bestellnr.: 04354



Neuheit
Erscheint am 27/04/2021






Voller Vorfreude und leider auch voreilig habe ich mir beim Buchhändler meines Vertrauens diesen Band bestellt. Wenn ich etwas gewartet hätte, bis man auf der Verlagsseite das Feature "Im Buch blättern" freigegeben hat, dann hätte ich mir eine Enttäuschung erspart. Leider suggeriert die Zusammenfassung ein Buch, in dem es um die Geschichte der deutschen Marineflieger geht. In der Realität findet man einen Typenkompass, der zwar sehr akribisch von den Anfängen kurz vorm 1. Weltkrieg einschließlich sämtlicher eingesetzter Luftschiffe bis hin zum neuesten Muster der Deutschen Marine den Bogen spannt, aber auch leider voller Fehler und falscher Aussagen ist. Da wird dem Leser ein Tornado neben einem Pantographen als Flugzeug mit Waffenpalette verkauft. Oder von zwei Jahrzehnten Jetfliegerei in der Marine gesprochen...hat der Autor wohl die Starfighter-Ära komplett vergessen. Positiv sei aber angemerkt, dass die Typen der Volksmarine mit aufgenommen und teilweise mit unbekannten Bildern versehen wurden. Den Platz für die mehr als überschaubaren Datentabellen hätte man auch sinnvoller nutzen können. Für mich war der Kauf eine Enttäuschung...
 
Samoljot

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...das war in etwa genau das, was mir durch den Kopf ging, als das Buch vor zwei Tagen bei mir eintrudelte, nur das ich den "Typenkompass" alles andere als akribisch finde. Die Typen vom I. WK werden nur sporadisch abgehandelt, wobei die Gotha- und Sablatnig-Typen komplett fehlen. Auch erschließt sich mir nicht, was die Fa 223 da drin verloren hat... :1041:
 
barandor

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In der Realität findet man einen Typenkompass, der zwar sehr akribisch von den Anfängen kurz vorm 1. Weltkrieg einschließlich sämtlicher eingesetzter Luftschiffe bis hin zum neuesten Muster der Deutschen Marine den Bogen spannt, ...
Vielen Dank für Deine Einschätzung. Kennst Du eventuell auch "Die Flugzeuge und Hubschrauber der Marine: 100 Jahre Marineflieger im Jahr 2013." vom selben Autor und kannst sagen, inwieweit sich die beiden Werke unterscheiden?

Vielen Dank!
 
Last Starfighter

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...das war in etwa genau das, was mir durch den Kopf ging, als das Buch vor zwei Tagen bei mir eintrudelte, nur das ich den "Typenkompass" alles andere als akribisch finde. Die Typen vom I. WK werden nur sporadisch abgehandelt, wobei die Gotha- und Sablatnig-Typen komplett fehlen. Auch erschließt sich mir nicht, was die Fa 223 da drin verloren hat... :1041:
Ich gebe Dir völlig Recht. Frage mich das bei so einigen Typen, z.B. auch was die Ju-88 betrifft (an Stelle derer auch noch zwei Do-17? auf dem ersten Foto des entsprechenden Artikels abgebildet sind)
Mir ist auch nicht bekannt, dass die Marine jemals ECR-Tornados flog. Ist sicher eine Verwechslung mit dem Einsatz der IDS als Aufklärer mit Recce-Pod. Meiner Meinung nach dürfen dermaßen viele Fehler in solch einem Buch nicht vorkommen. Oder es ist für einen Leserkreis bestimmt, der sich erstmals mit der gesamten Materie beschäftigt.

Vielen Dank für Deine Einschätzung. Kennst Du eventuell auch "Die Flugzeuge und Hubschrauber der Marine: 100 Jahre Marineflieger im Jahr 2013." vom selben Autor und kannst sagen, inwieweit sich die beiden Werke unterscheiden?

Vielen Dank!
Das kann ich leider nicht sagen, das Buch kenne ich nicht. Wenn sich allerdings die Fehler bei dem Autor durch alle seine Werke ziehen, dann würde ich diese in Zukunft erstmal genauer prüfen.
 
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spitfire

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Voller Vorfreude und leider auch voreilig habe ich mir beim Buchhändler meines Vertrauens diesen Band bestellt. Wenn ich etwas gewartet hätte, bis man auf der Verlagsseite das Feature "Im Buch blättern" freigegeben hat, dann hätte ich mir eine Enttäuschung erspart. Leider suggeriert die Zusammenfassung ein Buch, in dem es um die Geschichte der deutschen Marineflieger geht. In der Realität findet man einen Typenkompass, der zwar sehr akribisch von den Anfängen kurz vorm 1. Weltkrieg einschließlich sämtlicher eingesetzter Luftschiffe bis hin zum neuesten Muster der Deutschen Marine den Bogen spannt, aber auch leider voller Fehler und falscher Aussagen ist. Da wird dem Leser ein Tornado neben einem Pantographen als Flugzeug mit Waffenpalette verkauft. Oder von zwei Jahrzehnten Jetfliegerei in der Marine gesprochen...hat der Autor wohl die Starfighter-Ära komplett vergessen. Positiv sei aber angemerkt, dass die Typen der Volksmarine mit aufgenommen und teilweise mit unbekannten Bildern versehen wurden. Den Platz für die mehr als überschaubaren Datentabellen hätte man auch sinnvoller nutzen können. Für mich war der Kauf eine Enttäuschung...
naja wenn ich lese -Marineflieger und sehe auf der Titelseite einen Tornado vom taktischen Luftwaffengeschwader 51 ...🙈
 
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naja wenn ich lese -Marineflieger und sehe auf der Titelseite einen Tornado vom taktischen Luftwaffengeschwader 51 ...🙈
Genau das war auch mein erster Gedanke...leider habe ich es erst gesehen, als ich das Buch in den Händen hielt. Damit nicht genug, taucht ein Foto mit 51er Maschinen im Tornado-Kapitel nochmal auf.
 
barandor

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Genau das war auch mein erster Gedanke...leider habe ich es erst gesehen, als ich das Buch in den Händen hielt. Damit nicht genug, taucht ein Foto mit 51er Maschinen im Tornado-Kapitel nochmal auf.
Ich habe mich zwar auch gewundert, aber hier kann man dem Autor vielleicht doch zugutehalten, dass er das Thema Marinefliegerei ja sehr breit anlegt, so dass mit der Übernahme der Kormoran nach Auflösung des MFG2 ja immerhin ein Zusammenhang besteht. Die Condor auf dem Titel wäre im engeren Sinne ja auch kein Marineflieger.

Was ich bedenklicher finde, ist der punktuell recht entspannte Umgang mit Bildunterschriften. Im seinem Werk von 2014 steht z.B. unter dem Bild einer "zusammengeklappten" Gannet: "Platzsparende Sea Hawk". Und solche vermeidbaren Dinge sind ja beim vermutlich sehr großen Aufwand für Recherche und Bildsuche, den der Autor treiben muss, einfach schade.
 
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Auch bei mir hat schon der erste Blick ins Buch zu einer Ernüchterung geführt.

Natürlich hat mein erstes Interesse den 'Susi's' gegolten.
Etwas mehr Recherche hätte da sicher zu einem deutlich besseren Ergebnis geführt. Schade drum.
Wenn man über die Rechtschreibfehler hinwegsieht, fallen direkt grundlegende Fehler bei den Jahreszahlen auf. Und das bei einer Einheit, der ja nur ein kurzes Leben beschieden war. Da macht es schon einen Unterschied, dass sie erst 1985 aufgestellt wurde, statt wie angegeben 1984, vom Flugzeug mal ganz zu schweigen.
Gleiches gilt zu den Jahresangaben zum Erstflug bzw. Baujahr. Da liegt der Autor 5-10 Jahre daneben.
Die Fotos zeigen fast ausschließlich Maschinen des JBG-77.

Der Inhalt, so z.B. zu Einsatzzweck und Aufgaben, ist irgendwie belanglos dahingeschrieben und hat mit der Realität nichts zu tun.
Und dann so Bildunterschriften wie: 'Enge herrschte im Cockpit der Su-22'. Wer sowas schreibt, hat anscheinend noch nie das Cockpit einer MiG-21 oder einer F-104 gesehen, geschweige denn drin gesessen. Denen gegenüber herrschen im Cockpit einer Su-22 paradiesische Platzverhältnisse.
 
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busir

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Junkers Ju87 Stuka

Wie schätzt ihr das Buch ein? Von dem Autor habe ich noch nichts gelesen und bei Motorbuch Verlag ist die Qualität ja schwankend.
 

busir

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Bezüglich dem Buch Junkers Ju-87 STUKA:

Das Buch ist eine übersetzte Version des gleichnamigen englischsprachigen Buches aus dem Verlag Haynes Publishing.
Nach einer kurzen Einführung zum Thema befasst sich der Autor mit der Entstehung und den einzelnen Versionen der Ju-87. Dabei wird jede einzelne Variante kurz vorgestellt, und auch nicht realisierte Pläne werden angerissen. Im Anschluss wird die Ju mit anderen zeitgenössischen Sturzkampfflugzeugen kurz verglichen. Im einzelnen mit der Blackburn Skua, der SBD Dauntless und der Aichi D3A. Finde ich persönlich sehr interessant, allerdings hätte man hier doch ein wenig intensiver darauf eingehen können. Auch fehlt mir in dieser Liste die Henschel Hs-123. Einen sehr großen Teil des Buches (ca. 1/3) Nimmt die technische Beschreibung des Flugzeuges ein. Hier wird von der Motorisierung über die Instrumentierung bis zur Bewaffnung versionsübergreifend alles abgedeckt. Dabei wird sich u.a. eines Röntgenschnitts, aber auch vieler Detailzeichnungen bedient. Für mich sehr verständlich geschrieben, ohne zu technisch zu werden. Einen weiteren großen Teil des Buches nimmt die Beschreibung der Einsätze und die Besonderheiten in den jeweiligen Gebieten ein. Angefangen von Spanien, über Polen, England, Ostfeldzug, Norwegen usw. Am Ende des Buches wird noch auf die Sicht von Piloten und Wartungspersonal eingegangen. Ganz zum Schluss gibt es noch eine Übersicht über einzelne Maschinen in Museen.
Für mich als Luftfahrtinteressierten stellt das Buch eine sehr große Bereicherung dar. Leicht verständlich geschrieben, reichlich illustriert (gut, ist zwar alles schwarz/weiß) und auch sonst so gemacht, wie man sich solch ein Buch vorstellt. Für mich auf jeden Fall empfehlenswert.
 
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