Neues Buch: Detaillierte Analyse und Vergleich der Flugleistungen von Spitfire Mk I und Bf 109 E mithilfe von Computersimulationen

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Wer sich mit der Luftschlacht um England beschäftigt, weiß: Es existieren bereits unzählige Bücher über die Spitfire Mk I und die Bf 109 E. Warum also noch eines?

Weil dieses Buch einen anderen Ansatz wählt. Viele Werke beschreiben Entwicklung, Varianten, Einsätze und Piloten sehr ausführlich – doch sobald es um die tatsächliche Flugleistung geht, bleiben die Analysen oft oberflächlich.

Genau hier setzt dieses Buch an. Erstmals werden beide Flugzeuge auf Basis geprüfter und validierter Computersimulationen umfassend miteinander verglichen. Anstatt altbekannte Leistungsangaben zu wiederholen, untersucht das Buch, wie sich Spitfire und Bf 109 tatsächlich verhielten.

Analysiert wird das komplette Leistungsspektrum: Geschwindigkeit, Steigleistung, Beschleunigung, stationäre Wenderate und instationäre (momentane) Wenderate, Sturzflug sowie Energieverhalten im Flug. Dabei treten einige überraschende Erkenntnisse zutage – insbesondere im Bereich der Kurvenleistung, die bisher klar der Spitfire zugeschrieben wurde. Die Simulationen zeigen jedoch Ausnahmen, vor allem wenn die Bf 109 mit teilweise ausgefahrenen Landeklappen fliegt. Insgesamt bleibt die Spitfire zwar das wendigere Flugzeug, doch der Vorsprung war teils deutlich kleiner, als gemeinhin angenommen.

Das Buch untersucht außerdem mehrere hypothetische Szenarien: Wie hätte sich die Spitfire Mk I mit einer Tragfläche ähnlicher Größe wie der der Bf 109 verhalten? Und welchen Leistungszuwachs hätte die Bf 109 E erzielt, wenn sie statt ihres Niederdruck-Aluminiumkühlers ein Hochdruck-Kühlsystem nach Vorbild der Spitfire besessen hätte?

Diese Analyse geht tiefer als jede bisherige Veröffentlichung und beleuchtet Beschleunigung, Energierückhaltung, stationäre und instationäre Kurvenleistung, Sturz- und Steigflugverhalten sowie weitere Aspekte im Detail. Auch die häufig kritisierte Reichweite der Bf 109 E wird gründlich untersucht – mit dem Ergebnis, dass sie möglicherweise weniger begrenzt war, als oft dargestellt. Abschließend stellt das Buch die Frage, ob sich aus all diesen Faktoren ein Gesamtsieger bestimmen lässt.

Darüber hinaus bietet der Autor umfangreiche Hintergrundinformationen zum damaligen Stand der Luftfahrttechnik: Aerodynamik, Tragflächendesign, Motoren- und Propellertechnik, Kühlsysteme, Bewaffnung, Produktionsprozesse und vieles mehr.

405 Seiten, rund 140 Diagramme, Grafiken und Tabellen sowie etwa 100 Fotos:

WW2 Fighter Performance Volume 1: Design, Aerodynamics and Flight Performance for the Spitfire Mk I & Bf 109 E, Battle of Britain Era, von Anders F. Jonsson, ISBN 978-91-987748-1-8.

Weitere Informationen sowie eine vollständige visuelle Inhaltsübersicht finden sich auf der Website des Autors:

WW2 Aircraft – Military Aircraft Performance
 
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Na endlich. Ist ja nicht so dass die Alliierten genug Gelegenheiten gehabt hätten, die Bf 109 E testen zu können. :-)
 
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Nun, in meinem Buch zitiere ich einen bekannten britischen Bericht aus dem Zweiten Weltkrieg (RAE R&M 2361), der zwar durchaus einige gute Aspekte enthält, aber insgesamt etwas negativ gegenüber der Bf 109 eingestellt ist. Da ich jedoch ein neutraler Schwede bin, erhalten Sie von mir garantiert eine unvoreingenommene Bewertung! :wink2:
 
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Bei Amazon gibts ja eine "Leseprobe". Nur leider nicht von Seiten des Inhalts. So kann man sich leider vor dem Kauf kein Bild machen. Seriös sieht anders aus. Gibts das Buch auch in Buchhandlungen, wo man vorher mal rein sehen kann?

PS: Aber nach den Regeln des Fernabsatzgesetzes kann man es ja zurück schicken. :-) Vielleicht schau ich es mir mal an.
 
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Leider wählt Amazon die angezeigten Seiten aus. Um Ihnen einen Eindruck vom Buchinhalt zu vermitteln, finden Sie auf meiner Homepage hier ein Vorschaubild:

WW2 Aircraft – Military Aircraft Performance

Natürlich sind die Details nicht erkennbar, aber genau das ist ja der Sinn der Sache! :wink2:

Durch Hineinzoomen können Sie sich jedoch einen Überblick über die allgemeine Struktur des Buches, die Anzahl der Abbildungen und Diagramme usw. verschaffen.

Wenn Sie sich außerdem ein Bild von der Art des Buches machen möchten, können Sie auf meiner Homepage hier eine kostenlose Analyse im PDF-Format über die P-40 Warhawk und die A6M Zero herunterladen:

Documents 1 – Military Aircraft Performance
 
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Na ja, schon im 1. Weltkrieg zeigen sich deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung
der Flugzeuge des Gegners. Jeder hielt den anderen als sehr viel besser so es sich da
um eine halbwegs moderne Konstruktion handelte und "überhöhte" deren Leistungen.
Immerhin konnte man so seine eigenen Erfolge Im Kampf nochmals betonen und so
ganz nebenbei die eigene Industrie zur Entwicklung noch besserer eigener Flugzeuge
"motivieren" denn diese hörte ja stets neue Forderungen von Seiten der Luftwaffen.

Dieser Eindruck wurde nicht selten durch erbeutete Flugzeuge verstärkt denn diese
wurden ja, falls noch flugfähig, eben mit dem deutlich besseren Sprit aus der alliierten
Herstellung geflogen was zumeist einige PS mehr erbrachte.
Zudem testete man so eben recht neue Flugzeuge an der Front so man sie erbeuten
konnte und keine alten und abgeflogenen Mühlen mit ausgeleierten Motoren wie es
ja nun mal nach einigen Wochen oder gar Monaten im Einsatz nun mal oft der Fall
war.

Nicht zuletzt spielte der Pilot eine entscheidende Rolle bei technisch halbwegs gleich-
wertigen Gegnern was man ja gerade bei der dsch. Luftwaffe und deren immer kürzer
werdenden Ausbildungsprogrammen für Jagdpiloten bis Anfang 1945 sehr gut sehen
kann.

Und schließlich das ganze "Drumherum" wie eben Radar, Flak-Unterstützung, kurze
Anflugwege, feste Flugplätze und vor allen Rettungsmöglichkeiten bei Abschuss.

Egal wie man es auch über ein ganzes Buch auswalzen möchte - die brit. Piloten hatten
nun mal eben mit der "Spit" und "Hurri" durchaus brauchbare Gegner für die Bf-109E
im Luftkampf, ein gutes Warnsystem, eine gut ausgebaute Infrastruktur ihrer Platze und
das im Verbund mit einer hohen Motivation und der Gewissheit über dem eigenen Land
zu kämpfen.
Zwar fehlte ihnen im Spätsommer 1940 dann ja bereits viele ihrer gut ausgebildeten
Vorkriegspiloten doch diese Lücken konnten sie erfolgreich durch (zumeist nicht wirklich
gut ausgebildete) neue Piloten und Ausländer durchaus schließen und produzierten ja
auch mehr und mehr Maschinen.
Die Deutschen konnten mit der Bf-109E ebenfalls ein gutes Flugzeug aufbringen das
keine allzu große Angst (aber doch etwas Respekt) vor den brit. Gegnern haben musste
und sie waren ja zudem ebenfalls sehr gut ausgebildet.
Doch ihnen fehlte das Frühwarnsystem und vor allem die Möglichkeit eigene Verluste
so schnell mit neuen Piloten und Maschinen wieder zu ergänzen.
 
Holtzauge

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Ich sehe, dass Sie offenbar ein Interesse an Flugzeugen des Ersten Weltkriegs und deren Leistungsfähigkeit haben – in diesem Fall könnte dieses Buch vielleicht etwas für Sie sein?

WW1 aircr subpage books – Military Aircraft Performance

Was die Bedeutung des Piloten betrifft: Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Hier ist jedoch ein übersetzter Auszug von meiner Homepage:

„Viele Menschen, die sich im Luftkampf auskennen, werden darauf bestehen, dass der Pilot – und nicht das Flugzeug – den Ausgang entscheidet. Und der Pilot steht selbstverständlich im Mittelpunkt. Wie jeder gute Handwerker, der nicht seine Säge für ein schlechtes Ergebnis verantwortlich macht, wird auch ein guter Könner mit einem mittelmäßigen Werkzeug ein gutes Resultat erzielen. Diese Beobachtung ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass, wenn zwei Piloten mit gleicher Fähigkeit aufeinandertreffen, derjenige im leistungsstärkeren Flugzeug zweifellos im Vorteil ist.

Hinzu kommt, dass selbst für einen Spitzenpiloten die Leistungsfähigkeit seines Flugzeugs wichtig ist, insofern er die Stärken der eigenen Maschine und die Schwächen des Gegners kennen muss. Eine grundlegende Unterscheidung ist hier die zwischen einem sogenannten Energy Fighter und einem Angles Fighter. Ersterer eignet sich besser für sogenannte Boom-and-Zoom-Angriffe in der Vertikalen, während Letzterer in dieser Hinsicht meist eingeschränkt ist, dafür aber in der Horizontalen mit engen Kurven dominiert.“


Kurz gesagt: Der Pilot steht im Zentrum. Aber dennoch hat der Pilot, der in einem leistungsstärkeren Flugzeug sitzt, einen Vorteil, wenn es zu einem Luftkampf unter gleichen Ausgangsbedingungen kommt und keiner der beiden überrascht und ohne Gegenwehr abgeschossen wurde.

Und genau darum geht es in meinem Buch: Wenn man tiefer gräbt und über alle alten, oft wiederholten Zahlen hinausgeht – welche Maschine war im Jahr 1940 in der Luftschlacht um England tatsächlich die bessere? Die Spitfire Mk I oder die Bf 109 E?
 
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