Neues Europ. Kampfflugzeug - Eurofighter Nachfolger

Diskutiere Neues Europ. Kampfflugzeug - Eurofighter Nachfolger im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Bis das Ding zum ersten Mal wirklich fliegen wird, werden noch Jahre vergehen. Und wie es dann aussehen wird, kann heute noch niemand abschätzen...
Peter Wimpsey

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Bis das Ding zum ersten Mal wirklich fliegen wird, werden noch Jahre vergehen. Und wie es dann aussehen wird, kann heute noch niemand abschätzen. Aber irgendwas muß man ja für das viele Geld auf einer Fachmesse präsentieren.
 

mel

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2027 ist für den Erstflug angepeilt...

Ich bin mir aber nicht sicher, ob klar ist, dass es sich beim gezeigten Modell um den Britischen Demonstrator für GCAP handelt. Der ist schon seit einer Weile in der Endmontage.
GCAP selber könnte ganz anders aussehen.

Kanada ist jetzt übrigens offiziell Observer bei GCAP: QUADRILATERAL Joint Statement on Canada becoming an Observer to GCAP - Canada.ca
 
TurkishSTAR

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Das soll nicht abwertend gemeint sein, aber welche industriellen Beteiligungen wären realistisch? Cloud-Software, Radarsystem (eigene Version) ähnlich wie beim Eurofighter und teile vom Airframe?

Denn beim Flugzeug selbst also Design, Architektur, IP Rechte usw. ist der Zug bereits abgefahren: Das Design steht fest, die Subsysteme und das Triebwerk befinden sich quasi mitten in der Entwicklung und kurz vor der Fertigstellung eines Prototyps.

Damit Deutschland ein gleichberechtigter Partner wird, müsste man mit dem Flugzeug theoretisch wieder neu am Reißbrett anfangen. Ansonsten wäre das sogar eine noch schlechtere industrielle Beteiligung im Vergleich zum französischen Modell, wenn man nur Teile herstellt und selbst integriert (Deutsche Version vom GCAP).
Man wäre quasi ein Mischung aus Integrator und OEM Lieferant für Teile.
 
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alois

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Tja, eine gute Frage. Welche Firma ist es jetzt recht, wenn plötzlich eine andere Firma ihre Arbeit/Auftrag übernimmt, in die sie viel Geld und Gehirnschmalz investiert haben? Also ich weiß nicht.
 
Jety

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Also ich sehe das so, wenn Herr Schoellhorn Interesse signalisiert am Tempest- Kampfjet mitzuarbeiten, heist dies nicht zwangsläufig das dieses Interesse auch vom BMVg geteilt wird.
 
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Tja, eine gute Frage. Welche Firma ist es jetzt recht, wenn plötzlich eine andere Firma ihre Arbeit/Auftrag übernimmt, in die sie viel Geld und Gehirnschmalz investiert haben? Also ich weiß nicht.
Deutschland müsste dann quasi den gesamten Auftrag einschließlich der dahinterstehenden Technologie von Firma XY aufkaufen, und diese müsste übertragen werden.

Ich weiß allerdings nicht, ob so etwas ohne Weiteres machbar ist; die betroffenen Länder im Konsortium müssten zustimmen.

Theoretisch müsste man durch diese Übernahmen auf 25 % kommen.

In dieser Hinsicht habe ich um ehrlich zu sein zu wenig oder keine ahnung das war jetzt Spekulativ.
 
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LFeldTom

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Ach Leute - kommt schon. Wenn Airbus lanciert, dass man über etwas nachdenkt, dann hat es im Vorfeld schon Gespräche im Hintergrund gegeben. Keiner gibt sich die Blöße an die Öffentlichkeit zu gehen und direkt einen Korb zu bekommen. Es gibt ganz offensichtlich Signale, dass man sich irgendwelche Beteiligungen von deutscher Seite vorstellen kann. Da ist nix in trockenen Tüchern - aber das ist auch nicht einfach so daher geplappert um mal zu schauen ob einer anbeißt. Wenn ich mir z.B. anschaue wie die britischen Planungen im Verteidigungssektor zusammenschmelzen, dann gehe ich fest davon aus, dass man händeringend Partner sucht um mit einem verminderten Paket dennoch im Boot zu verbleiben.
 
Scorpion

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Man ist sicher schon mal mit GCAP-Partnern auf Tuchfühlung gegangen, ob da was bei rauskommt bleibt abzuwarten.

Nach dem großen Getöse ein neues Programm dieser Art anführen zu wollen, wäre ein GCAP-Beitritt allerdings das genaue Gegenteil von dem was noch vor wenigen Wochen großspurig und enthusiastisch von sich gegeben hat.

GCAP ist ein etabliertes Programm mit bestehendem Setup und einem gewissen Entwicklungsstand. Insbesondere für die Japaner scheint der Zieltermin 2035 aber wichtig zu sein und der Beitritt eines echten Partners auf Augenhöhe würde das bestehende Konstrukt mächtig ins wanken bringen und praktisch unweigerlich zu Verzögerungen führen. Aus deutscher Sicht wäre Augenhöhe dann noch das Maximale und da ist es fragwürdig ob das überhaupt erreichbar ist. Sicher, wenn die bestehenden Partner das Programm nicht finanzieren können, wird das immer noch besser sein, als zu scheitern, aber es wird eben auch Konsequenzen haben.

Hört man sich im internationalen Raum so um, dann ist man auf britischer Seite gegen ein Mitspracherecht der deutschen, wie die Franzosen will man das deutsche Geld, aber ansonsten bitte nichts. Im gewissen Maße nachvollziehbar.

Wenn man auf deutscher Seite jetzt sp schnell klein bei geben würde, würde man sich selbst verraten und eingestehen, dass man es alleine eben doch nicht schafft.
 
seahawk

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Den Briten geht es vor allem um den Export. man will sicher sein, dass Deutschland einen Export nicht blockieren kann. Technisch ist man viel bereiter die Deutschen als Partner auf Augenhöhe zu akzeptieren.
 
Scorpion

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Die Frage ist doch eher, ob die bestehenden Partner bereit sind ihre eigenen Anteile an andere abzutreten und ob man gewillt ist die Verzögerungen und Kosten in Kauf zu nehmen, die mit einer solchen Programmänderung einhergehen. Brauchen tut man die Deutschen sicher nicht, bestenfalls wenn es um die Finanzierung geht. Ich denke militärisch und industriell besteht sicherlich kein Interesse auf Seite der existierenden GCAP-Partner da noch jemand zusätzlich mit an Bord zu holen. Politisch, insbesondere mit Hinblick auf zusätzlicher Finanzierung mag das anders aussehen.
 
seahawk

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Das hängt primär davon ab wie viele Flugzeuge Deutschland bestellt und ob man normaler Partner wird oder wieder besonders sein möchte und politisch Exporte der anderen Partner blockieren möchte. Ich persönlich würde mir Deutschland nicht in das Boot holen. Technologisch unnötig und politisch unzuverlässig.
 

alois

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Dann müsste man aber die anderen Partner, die bisher die Anteile entwickelt und Geld rein gesteckt haben, ausbezahlen. Immerhin gibt es Verträge. So einfach ist das nicht. In so einem Projekt stecken zig Zulieferer drin wo jeder die Teile entwickelt. Viele gehen in Vorleistung um sich das Geschäft zu sichern. Man kann denen nicht einfach so kündigen und andere ran lassen. Das wird sonst für viel Unmut sorgen. Und dann müssen die neuen Firmen von null anfangen, wo die bisherigen Firmen schon viel weiter waren.
 
seahawk

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Und die neuen müssten die gleiche Qualität liefern und gleich kompetent sein. Diese Zulieferer gibt es aber in Deutschland nicht. Am Ende sollte sich Deutschland entscheiden GCAP oder mehr F-35 kaufen und gut.
 
TurkishSTAR

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Man sollte niemals nie sagen, aber ich glaube nicht das Deutschland beim GCAP Projekt als einer der Haupt-Systemarchitekten einsteigen kann aufgrund des fortgeschrittenen Status des Projekts. Der Zug ist wohl definitiv abgefahren allein schon wegen den politischen druck von Japan die eine Verzögerung des Projekts ablehnen.
Aber wie wäre es mit einem pragmatischen Kompromiss? Deutschland steigt als großer Komponenten- und Rumpflieferant ein, sichert sich aber im Gegenzug Sonderrechte für eine eigene, nationalisierte Variante.
Wenn man die Freiheit bekommt, heimische Subsysteme – insbesondere Schlüsseltechnologien wie Radar, EW/EloKa und Avionik – selbst zu entwickeln und zu integrieren, bleibt das kritische High-Tech-Know-how im Land. In Kombination mit den Fertigungsanteilen an der F-35 und den laufenden Eurofighter-Arbeitspaketen hätte die heimische Industrie genug Substanz, um einen drohenden Brain Drain effektiv zu verhindern.
Außerdem könnte man diese GCAP Version vorausgesetzt die anderen machen mit als Option B vermarkten.
Der zusätzliche Vorteil wäre auch das man die deutschen Export Restriktion beibehalten kann. Weil für den Weltmarkt wäre der GCAP in der Urform noch da. Die Deutsche GCAP Version könnte Deutschland selbst entscheiden an wem sie es verkauft.
 
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twolf

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Das Umfeld bietet um die cloud und den Waffen genug für Deutschland.
Und vielleicht springt eine Montageline für Deutschland raus.

Ich sehe bei keinen anderen projekt eine Beteiligung von Deutschland
 
Wolfsmond

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Man wird eben diesmal klar Farbe bekennen müssen worum es einem jetzt wirklich geht. Wenn man möglichst zeitnah für eine prognostizierte russische Aggression bereit sein möchte, bleibt nur der Einstieg bei GCAP ohne große Anteile an der Entwicklung zu erhalten. Dafür kann man ggf. etwas mehr Beteiligung bei der Produktion aushandeln. Für alles andere ist der Zug abgefahren.
 

alois

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Oder man kauft einfach das passende fertige Produkt, entweder F-35 oder GCAP und entwickelt seine eigenen Wingmen.
 

arneh

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Oder man kauft einfach das passende fertige Produkt, entweder F-35 oder GCAP und entwickelt seine eigenen Wingmen.
Und ich finde beide Wege gar nicht so schlimm.
Aber sich jetzt noch groß in die Entwicklung des bemannten Systems reinquetschen wirft das bloß zurück und bringt eigentlich niemandem wirklich etwas. Montagelinie könnte ggf. eine Option sein, oder eben bei der Kauflösung voller Fokus auf die unbemannten Systeme.
 

alois

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Mir ist noch eingefallen, dass vor Jahren Italien zusammen mit Brasilien die AMX entwickelt haben. Brasilien könnte auch ein Partner sein. Wir tendieren dazu immer uns in Europa umzusehen, dabei gäbe es auch andere Möglichkeiten.
 
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