New Horizon - Mission zum Pluto und darüber hinaus

Diskutiere New Horizon - Mission zum Pluto und darüber hinaus im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hallo Leute, die NASA Sonde "New Horizons" soll sich heute an Bord einer Atlas V Trägerrakete auf ihren Weg zum Planeten Pluto machen....

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Tiefflieger, 17.01.2006
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    Hallo Leute,

    die NASA Sonde "New Horizons" soll sich heute an Bord einer Atlas V Trägerrakete auf ihren Weg zum Planeten Pluto machen.

    Drücken wir die Daumen, daß es klappt, die nächste Gelegenheit dafür ist in 200 Jahren...

    NASA-TV Livestream:

    http://www.nasa.gov/ram/35037main_portal.ram

    Gruß

    Roman
     
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  3. #2 Christoph West, 18.01.2006
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  4. #3 Bleiente, 18.01.2006
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  5. #4 TK-1907, 19.01.2006
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2006
    TK-1907

    TK-1907 Flieger-Ass

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    Endlich weg!!!!

    CAPE CANAVERAL – Endlich konnte die Nasa-Raumsonde «New Horizons» starten. Sie hat eine laaaange Reise vor sich. Ziel ist der Planet Pluto.
    Fast fünf Milliarden Kilometer weit und gut 9 Jahre lang muss die Raumsonde durchs Weltall düsen. Im Juli 2015 soll die «New Horizon» dann in 9600 Kilometer Entfernung an Pluto vorbeifliegen. Ziel ist die Erforschung des äussersten Planeten und des Kuiper-Gürtels, einem Ring aus Gesteinsbrocken und Eis am Rand des Sonnensystems.

    Nasa-Forscher arbeiten schon seit 17 Jahren an der Mission. Jetzt konnte die Raumsonde endlich ins All geschossen werden. Nachdem der Start diese Woche zweimal ins Wasser fiel. Die Atlas-V-Rakete ist die stärkste Rakete der Nasa. Mit ihr sollte die Sonde die höchste Geschwindigkeit erreichen, die je ein Raumfahrzeug erzielte. In neun Stunden sollte sie den Mond erreichen, in gut einem Jahr Jupiter.


    Quelle: http://www.blick.ch/news/ausland/artikel30984

    andere Quelle dazu:

    http://www.aargauerzeitung.ch/pages/index.cfm?dom=2&rub=100004702&nrub=0&sda=1&Artikel_ID=101149320
     
  6. #5 Oliver1977, 20.01.2006
    Oliver1977

    Oliver1977 Fluglehrer

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    Planet oder was???

    Ich find diese Mission sehr spannend.
    Wenn man überlegt das sich die Wissenschaftler nicht sicher bzw einig sind ob Pluto ein Planet ist oder nicht.
    Aber vielleicht wissen wir es ja in ein paar Jahren.
     
  7. mcnoch

    mcnoch Alien
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    New Horizon startet heute zum Pluto

    Es ist letztendlich eine Definitionsfrage und wie immer basieren solche Definitionen auf gewissen Annahmen (Thesen). Werden diese Thesen durch neue Erkenntnisse erschüttert, so gibt es immer welche, die ihren Ruhm darin suchen bestimmte Entdeckungen nachträglich wieder wegzuentdecken und sich mit wenig hilfreichen neuen Thesen ins Rampenlicht zu schieben. Am Ende ist es völlig schnurz ob Pluto ein Planet ist oder nicht, weil es eine reine Wortklauberei ist. Viel interessanter ist es zu untersuchen was es mit ihnen auf sich hat, egals ob man sie nun als Planeten, Transneptue Objekte oder Cuiper-Belt Objekte bezeichnen will.

    Ich finde es ehrlich sehr ermutigend, dass die Mission doch noch durchgeführt wurde.
     
  8. #7 Oliver1977, 20.01.2006
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    New Horizon startet heute zum Pluto

    Da, ich gebe dir vollkommen recht.
    Es ist gut das es weiter Weltraumforschung gibt und vorallem Forschung in unserem Sonnensystem, es wird zwar niemand von uns einen bemannten Flug zum Pluto erleben aber zumindest bekommen wir mehr Info´s über unseren nahen Nachbarn.
     
  9. #8 Bleiente, 03.02.2006
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    New Horizon startet heute zum Pluto

    Naja da es ja eine Weile dauert bis die Sonde dort ankommt, habe ich mir die Frage gestellt "Kann die NASA die Sonde eigentlich umleiten falls es in der Zwischenzeit interessantere Objekte gibt ?"
     
  10. Titan

    Titan Kunstflieger

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    New Horizon startet heute zum Pluto

    Das müste machbar sein weil die sonde fliegt ja nicht nur auf autopilot! Das problem ist die entfernung (von der Erde zum Mond 14 sec) um die sonde zu steuern. Um so weiter um so gröser ist die Zeit defirenz!
     
  11. #10 _Michael, 04.02.2006
    _Michael

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    New Horizon startet heute zum Pluto

    Ich zweifle, inwieweit das möglich ist. Die Sonde fliegt ja nicht wie ein Flugzeug mit ihrem Antrieb, sondern sie wird einmalig beschleunigt und schiebt sich dann durch die Gravitationsfelder der Planeten. Ihre Route und ihre Geschwindigkeit werden massgeblich davon bestimmt. Natürlich können mit den Steuertriebwerken Kursänderungen vorgenommen werden, doch da der Treibstoff knapp, die Gravitationseinflüsse der Planeten aber sehr gross sind, ist dies sicher nur in beschränktem Rahmen möglich. - Aber wie wir aus der Chaostheorie wissen, kann manchmal der Schmetterlingsschlag in Afrika das Weltklima beeinflussen, wäre hier sicher auch möglich - allerdings nur innerhalb der gegebenen Planetenpositionen.
     
  12. mcnoch

    mcnoch Alien
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    New Horizon startet heute zum Pluto

    Nein, oder nur in sehr begrenztem Umfang. Die Flugbahnen von Sonden, die in diese Tiefen vorstoßen, sind extrem komplexe Gebilde aus unterschiedlichen Verfahren und Bahnen, die miteinander kombiniert werden.

    Von der Anfangsbeschleunigung abgesehen, erfolgt der weitere Antrieb primär durch "passive" physikalische Effekte, die die Sonde an ihr Ziel bringen werden. Die an Bord befindlichen Treibstoffmengen werden dafür benötigt werden die Sonde im Zielgebiet abzubremsen und mittels einiger Tricks in eine Bahn zu bringen, die mit möglichst wenig Treibstoff einen möglichst langen Aufenthalt im Zielgebiet ermöglicht. Die Manövriertriebwerke wären für andere Belastungen gar nicht ausgelegt. Es gibt aber auf der Bahn drei Punkte, an denen mit geringem Treibstoff-Aufwand auch größere Kurskorrekturen möglich wären, z.B. indem man bestimmte Brennphasen verkürzt oder etwas verlängert, was dazu führen würde, dass die Sonde in einer etwas anderen Bahn in den Gravitationsbereich jener Planeten eintritt, die man für den Hammerwurf-Beschleunigungstrick nutzt. Folglich würde die Sonde anschließenden auch in einer anderen Bahn wieder austreten und in eine andere Richtung weiterfliegen. Es ist sehr kompliziert solche Bahnen zu berechnen und eher Zufall, wenn man eine bestehende Mission in solcher Art umgestalten kann. Manchmal gibt es aber bewußte Alternative-Missionsziele, auf die man im Fall der Fälle wechseln kann, z.B. hat die ESA durch Startprobleme mal einen Satelliten nicht in die gewünschte Bahn bekommen und ihn dann mit einigem Zeitaufwand und Tricks auf eine andere Bahn gesetzt, so dass er dann wenigstens einen anderen Asteroiden treffen kann. War nicht das eigentliche Ziel, aber so war die Mission wenigstens kein kompletter Fehlschlag.

    Anders sieht es mit aktiv-angetriebenen Sonden aus. Cassini ist so eine. Mit ihrem plutonium-haltigen "Nuklear-Antrieb" konnte sie zusätzlich zu den passiven Methoden andere Laufbahnen nehmen, die einen größeren Energieaufwand erfordern. Cassini war so schneller beim weiter entfernten Saturn als Galileo beim Jupiter. Aber wir dürften uns noch alle an das Geschrei um den Start eines Satelliten mit "nuklear" Antrieb erinnern und die Katastrophen-Szenarien, die da ausgebreitet wurden. Dabei waren viele Raumfahrzeuge (inkl. Apollo) mit nuklearen Antriebssystemen oder Batterien ausgestattet.

    Vor Ort, also im Zielgebiet kann man aber schon ein wenig hin und her wechseln, aber natürlich nicht so rumfliegen, wie es ein Flugzeug könnte.
     
  13. #12 BigLinus, 29.06.2006
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    [ Quelle ]
     
  14. #13 Monitor, 06.12.2014
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    New Horizons

    Haben wir davon schon einen Thread ?
    http://www.deutschlandfunk.de/raumf...g-zu-pluto.676.de.html?dram:article_id=305364
     
  15. #14 Chopper80, 08.12.2014
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  17. mcnoch

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    New Horizon - Pluto-Mission

    Ich bin schon sehr gespannt auf die Fotos des Pluto Systems. Das ist absolutes Neuland und dann die Erforschung des Kuiper Belt. Wird leider zuwenig gewürdigt.
     
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  19. mcnoch

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    New Horizon - Pluto-Mission

    Der Gesundheitszustand des Satelliten gestern war sehr gut. Eine weitere Kurskorrektur wurde für nicht notwendig erachtet, es wurden keine Gefahrenquellen in seiner projizierten Flugbahn gefunden, besonderes Augenmerk lag hierbei auf mögliche Staub- und Splitterwolken, da bei einer Fluggeschwindigkeit von 49 600 km/h selbst Minikollisionen fatal sein können. Man hatte dabei auch nach noch unbekannten Monden und Ringen Ausschau gehalten. Eigentlich hatte man nach einigen Neuentdeckungen im Jahre 2011 solche im Umfeld von Pluto auch erwartet, aber nun keine gefunden. Dies bedeutet, dass der Satellit wie geplant optimal an Pluto herangeführt werden kann. Wie immer in solchen Situationen freut man sich über das eine (Sicherheit für die Sonde), aber ist auch ein wenig Enttäuscht über das andere (keine zusätzlichen Monde/Ringe zum Erforschen).
     
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    New Horizon - Pluto-Mission

    Da keine größeren Korrekturen zur Vermeidung von Gefahrengebieten notwendig waren, konnte man in der Nacht von gestern auf heute die Sonde auf den optimalen Kurs bringen. Dafür hat man die Triebwerke noch mal 23 Sekunden feuern lassen und so die Sonde um noch mal ca. 1 km/h beschleunigt. Bei fast schon 50 000 km/h mag dies minimal erscheinen, aber es bringt die Sonde etwa 20 Sekunden früher zu Pluto und ermöglicht damit eine um 184 km dichtere Annäherung an Pluto und sodass sie an einen Punkt gelangt, von dem aus die Atmosphäre von Pluto gemessen werden kann. Dieser Punkt ist aber immer noch 12 500 km von Pluto entfernt. All diese hochpräzisen Flugmanöver basieren auf genausten Entfernungsmessungen von der Erde aus und via optischen Entfernungsmessungen der Sonde zu Pluto. Auch die Funksignale von der Erde müssen sehr präzise getimed werden, damit sie die Sonde überhaupt erreichen und sie sich nicht gerade im Funkschatten eines der Planeten oder Monde befindet.

    New Horizon war heute Vormittag noch gut 16 Millionen Kilometer von Pluto entfernt und 4,75 Milliarden Kilometer von der Erde.
     
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  22. mcnoch

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    New Horizon - Pluto-Mission

    Wie heute bekannt wurde, gab es Sonntag eine technische Fehlfunktion an Bord von New Horizon, weswegen der Bordcomputer die Sonde sicherheitshalber in einen geschätzten Modus geschaltet hatte. Die Ursache konnte mittlerweile gefunden werden, es handelt sich um einen versteckten "Timing-Fehler" in der Ablaufsteuerung. Verzögert wurde die schnelle Analyse und Behebung des Fehlers durch die Laufzeiten des Funksignals von etwa 4,5 Stunden pro Richtung. Man hat die Ablaufplanung angepasst, so dass der Fehler nicht mehr auftreten wird und wird die Sonde morgen wieder in den normalen Betriebsmodus schalten. Da die Sonde im abgesicherten Modus nur ein eingeschränktes Programm abarbeitet, werden jetzt einige Wissenschaftler mit einem kleinen Loch in ihren Datensammlungen leben müssen, weil ca. 3 Tage lang keine Daten für ihre Instrumente gesammelt wurden, zum jetzigen Zeitpunkt ist dies aber eher von untergeordneter Bedeutung, die volle Funktionsfähigkeit für die wichtigen Phasen hat jederzeit absoluten Vorrang gegenüber wissenschaftlichen Messungen, die gerade im Bonus-Status - weil vor offiziellem Beginn laufend - unterwegs sind. Trotzdem hoffen Wissenschaftler natürlich immer soviel Daten/Wissensgewinn wie möglich aus einer Mission erzielen zu können.
     
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