Norwegen

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Wolzow

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Ich war in der letzten Woche auf Orland zum Angeln und da haben die Norwerger eine schöne Übung abgehalten alles mit F16. Der FLP wird ja ausgebaut was das Zeug hält, Neuer Doppelzaun, Neue Gebäude und Wartungshallen.
Beim Angeln auf dem Meer kam dann ein sehr bestimmender Herr und forderte uns unmissverständlich auf das Gebiet zu verlassen wegen der Übung. Das hätte uns der Betreiber des Camps mitteilen müssen, das war kein Spaß.


 
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K.B.

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Norwegen hat seinen Long Term Defence Plan 2020 vorgestellt.

Zum fliegenden Bereich:
Was schon bekannt war: "The implementation of the F35 Lightning II continues. P8 Poseidon maritime patrol aircraft will replace the fleet of P-3 Orion."
Was neu ist: "The Bell 412 transport helicopters will be replaced by a new capacity that is better suited for the Special Forces."


Es ist ohnehin interessant, dass Norwegen, mit seiner durchaus anspruchsvollen Topographie, nur 18 Bell 412 als Mehrzweckhubschrauber betreibt.
Ebenfalls mit Blick auf die Topographie würde es nicht verwundern, wenn deutlich größere Maschinen (v.a. mit mehr Reichweite) angeschafft werden. Passend zur bestehenden Flotte würde mir da zuerst ein AW101 in den Sinn kommen - wenn denn die ersten Erfahrungen mit den neuen SAR-Maschinen entpsrechend positiv ausfallen.
 
ManfredB

ManfredB

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Schöne Bildchen von F-35A der RoNAF aus einem Tanker der Armée de l'Air (C-135FR, Air Refueling Squadron (ERV) 4/31 “Sologne”, Istres BA125) heraus auf dem Flug von Norwegen nach Island (NATO Iclandic Air Policing).

 

K.B.

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Nach langem Hin und Her will Norwegen doch Hubschrauber für die Küstenwache leasen, da die vorgesehenen NH90 nicht genügend Flugstunden produzieren können.

Usprünglich waren von den 14 norwegischen Maschinen 8 für die Küstenwache vorgesehen (Fischereischutz, SAR, etc.) und 6 für die Marine (primär ASW).
Das Forsvarets forskningsinstitutt (FFI) hatte sich 2018 die Planungen der beiden Nutzer angeschaut:
Die Streitkräfte hatten einen Bedarf von 5400 Flugstunden pro Jahr genannt, erwarteten vom NH90 aber nicht mehr als 2100 lieferbare Flugstunden (386 h/ac zu 150 h/ac). In Folge davon sollten alle 14 Hubschrauber der Marine zugeordnet werden und für die Küstenwache zusätzliche Hubschrauber oder UAV genutzt werden.
Jedoch nannte das FFI beide Flugstundenzahlen "highly uncertain".
Im Bericht wurde angenommen, dass eine Flugstundenzahl von 3450 oder 3900 erreichbar ist (246 h/ac bzw. 279 h/ac). (Und unter bestimmten Bedingungen sogar die avisierten 5400 h zu erreichen wären.) Damit könnte der Bedarf von je 3 Schiffen von Marine und Küstenwache gedeckt werden - was zwischen den Zeilen als ausreichend bewerten worden ist. Natürlich müssten dafür entsprechend zusätzliche Finanzmittel für Wartung und Logistik bereitgestellt werden. Scramble.nl sprach von 57 Mio $ für die 3900 h.

Allerdings musste Norwegen jetzt feststellen: "Phasing in and building the operation capacity of the NH90 has proceeded more slowly than expected. Norway`s availability requirements have proved a "bigger challenge" to the manufacturer than previously envisaged."
Zusätzlich hat die Corona-Pandemie in Norditalien "further challenges" produziert.

Und da man in Norwegen genug Geld hat, gönnt man sich zusätzliche Hubschrauber.

Schauen wir mal in den nächsten Monaten, was so als Größenordnung (sowohl des Musters wie der Flotte) angestrebt wird.

Ein paar abschließende Worte zu Hintergründen und Bewertung der Zahlen:
Der Lieferverzug der norwegischen NH90 wurde durch exquisite Wünsche zusätzlich verlängert. So wurde eine Crash-resistente Unterbringung eines Rettungsfloßes außen am Hubschrauber gefordert oder der Einbau eines US-Eloka-Systems, welches letztlich ausschließlich an den 14 norwegischen NH90 zum Einsatz kommt. Beides trägt sicher nicht zusätzlich zur besseren Verfügbarkeit bei. Norwegen besitzt auch keine Kompetenz, Änderungen am Hubschrauber eigenständig durchführen und zulassen zu können und ist von daher auf die Kapazitäten (primär) in Italien angewiesen.
Die ursprüngliche Erwartung der Streitkräfte, 386 Flugstunden pro Hubschrauber und Jahr produzieren zu können, darf als durchaus überambitioniert betrachtet werden. Die US Navy plant über die Lebenszeit eines Sea Hawks mit ca. 330 h pro Jahr. Auch die Royal Navy fliegt mit ca. 230 h für einen Wildcat Lynx oder 260 h für einen Merlin deutlich weniger (Zahlen von 2018 - beide bezogen allein auf die "active fleet").
Auf der anderen Seite ist die (vom FFI als zu pessimistisch eingestufte) Befürchtung nicht mehr als 140 h/ac fliegen zu können, als durchaus realistisch einzuschätzen. Nun ist die Bundeswehr nicht unbedingt die Benchmark, was effizienten Hubschraberbetrieb angeht. Aber wenn sie mit dem NH90 statt geplanten 200 h pro Jahr nur 120 h pro Jahr fliegt, dann erscheinen die norwegischen 140 h als gar nicht mal so negativ. Die Belgier planten z.B. mit 250 h pro Jahr, haben die Flugstunden bei den 4 TTH aber auch schon auf 150 h zurückgenommen (und werden sie schließlich ausmustern), um Geld und Ersatzteile für die 4 NFH zu sparen.
 
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Thone

Thone

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Eigentlich ist die weltweite Flotte von diesem Problem betroffen.
Mehr als 120-150 Stunden pro Jahr scheinen momentan nicht möglich zu sein.

Thomas
 

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Eigentlich ist die weltweite Flotte von diesem Problem betroffen.
Mehr als 120-150 Stunden pro Jahr scheinen momentan nicht möglich zu sein.
Was eigentlich für einen 'normalen' Transporthubschrauber doch irgendwie heftig wenig ist ist. Scheint aber wirklich so zu sein. Da ist man leider noch arg weit weg vom Blackhawk/Seahawk.
 

K.B.

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Und da man in Norwegen genug Geld hat, gönnt man sich zusätzliche Hubschrauber.

Schauen wir mal in den nächsten Monaten, was so als Größenordnung (sowohl des Musters wie der Flotte) angestrebt wird.
Mein Tipp: 6-8x Dauphin (mit Anleihen der Militärversion)
Die Dinger gibt es komplett als Marineversion, inkl. faltbarer Rotorblätter, Harpune zur Befestigung auf dem Flugdeck und vernünftigem Radar. Gerade letzteres ist bei SAR-Einsätzen in der Polarnacht nicht zu verachten und wird bei kleineren Mustern sehr schwierig.

Alternativ Lynx (Wildcat), aber es wäre halt politisch unglücklich, die Maschinen zu leasen, die man vorher ausgemustert hat...

BTW: Je spezieller der Hubschrauber, desto ungewöhnlicher normalerweise der Weg über´s Leasing. Aber andererseits werden ja selbst Kampfjets oder Drohnen geleast...
 
Thone

Thone

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Was eigentlich für einen 'normalen' Transporthubschrauber doch irgendwie heftig wenig ist ist. Scheint aber wirklich so zu sein. Da ist man leider noch arg weit weg vom Blackhawk/Seahawk.
Da ist man auch innerhalb der Bundeswehr weit weg von den Altsystemen.
Diese Ausbeute ist eine Frechheit, begründet in der unzureichenden Dokumentation und der extrem schlechten Ersatzteillage, die die Flotte weltweit am Boden hält.

Thomas
 
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